Der Schülerrat der Markgraf-Diepold-Grundschule mit Bürgermeister Bernd Sommer, Rektorin Karin Gleißner und Jugendsozialarbeiterin Annika Gulden. (Bild: Birgit Marti)

Bürgermeister Sommer zu Gast beim Schülerrat der Grundschule

Zum Abschluss des Schuljahres fand die letzte Sitzung des Schülerrats der Markgraf-Diepold-Grundschule in besonderem Rahmen statt: Bürgermeister Bernd Sommer nahm sich Zeit, um die jungen Vertreterinnen und Vertreter der Schülerschaft zu besuchen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt dieses Treffens zur demokratischen Bildung standen die Schülerinnen und Schüler, die Einblicke in ihre Arbeit als Schülerrat gaben und berichteten, wie sie Anliegen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler aufgreifen, diskutieren und mit Unterstützung von Jugendsozialarbeiterin Annika Gulden gemeinsam nach Lösungen suchen. Bürgermeister Sommer stellte dabei Bezüge zu anderen demokratischen Gremien wie dem Stadtrat her und erklärte, wie Entscheidungen auf kommunaler Ebene getroffen werden. So wurde deutlich, dass Mitbestimmung und Verantwortung bereits in der Grundschule beginnen. Neben allgemeinen Anliegen der Schülerinnen und Schüler spielte auch die bevorstehende Erweiterung und Sanierung der Bildungseinrichtung eine wichtige Rolle. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, konkrete Fragen zu stellen und Wünsche für ihre zukünftige Schule zu äußern. Bürgermeister Sommer zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Schülerrats, nahm die Anregungen aufmerksam auf und betonte: „Es ist wichtig, dass Kinder ihre Meinung sagen und erleben, dass ihre Ideen gehört werden. Demokratie lebt vom Mitmachen – und das kann man schon in der Grundschule lernen.“ Rektorin Karin Gleißner freute sich über den Besuch und hob die Bedeutung des Schülerrats hervor: „Unsere Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung und lernen, ihre Interessen respektvoll zu vertreten. Das ist ein wertvoller Beitrag zur Demokratiebildung und stärkt die Schulgemeinschaft.“ Der Besuch des Stadtoberhaupts bildete einen gelungenen Abschluss der Schülerratsarbeit in diesem Schuljahr und zeigte eindrucksvoll, wie demokratische Teilhabe bereits im Schulalltag gelebt werden kann.


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Stephan Lamberts (Mitte) wurde für seine 40-jährige Treue zum Waldsassener Kammermusikkreis mit einer Urkunde geehrt. Vorsitzender Andreas Sagstetter (rechts) und Stellvertreter Paul Zrenner (links) gratulierten. (Bild: Johannes Röttges)

Stephan Lamberts vier Jahrzehnte Mitglied beim Waldsassener Kammermusikkreis

Der Waldsassener Kammermusikkreis (WKK) wird auch in der Saison 2027 hochkarätige Konzerte anbieten: Für drei stehen die Termine bereits fest, für zwei weitere laufen aktuell die Gespräche, so Vorsitzender Andreas Sagstetter bei der Jahreshauptversammlung im Gästehaus St.-Joseph. Am 23. Januar ist in Waldsassen „2onQ“ zu Gast, ein Ensemble mit Flöte, Didgeridoo und Klavier. Am 10. April gastiert in Waldsassen Gitarrist Friedemann Wuttke. Am 20. Juni 2027 gestaltet das „Arcis-Saxofon-Quartett“ ein Konzert. Das Treffen begann mit einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Berti Neumann, Dr. Helmut Schreiegg, Annemarie Zimmert, Ludmilla Dittmayer und Elfriede Beard. Danach blickte Sagstetter zurück auf das Konzertprogramm 2025. Dabei stellte der Vorsitzende die Unterstützung durch öffentliche Förderer, durch private Spender sowie innerhalb des Vereins bei der Durchführung der Konzerte heraus. Einen Überblick über die finanzielle Seite gab Kassier Helmut Manske. Stellvertretender Vorsitzender Paul Zrenner verlas stellvertretend für die entschuldigten Kassenprüfer Gerda und Walter Sperl deren Bericht, in dem sie eine korrekte und fehlerfreie Kassenführung bescheinigten. Auf Antrag von Mitglied Willi Prechtl wurde das Vorstandsteam entlastet. Stephan Lamberts wurde für 40-jährige Treue zum Waldsassener Kammermusikkreis mit einer Urkunde geehrt. Entschuldigt hatte sich Dr. Thomas Hesse, der für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden sollte; ihm wird die Urkunde zugesandt. Gerda und Walter Sperl scheiden aus gesundheitlichen Gründen als Kassenprüfer aus; ihre Aufgabe übernehmen künftig Brigitte Wührl und Willi Prechtl. Verwiesen wurde auf ein neues Buch, das zum 80-jährigen Bestehen des WKK 2027 erscheinen soll. Bürgermeister Bernd Sommer unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des WKK für das Kulturleben in Waldsassen und Umgebung und sicherte seine Unterstützung bei der Suche nach Förderern zu.
Ausgelassen und mit viel Freude feierte der Verein Kunsthaus Waldsassen seinen zehnten Geburtstag mit Gästen aus Frankreich, die nun im Kunsthaus ausstellen (v. li. Bürgermeister Bernd Sommer, die Initiatorin der Ausstellung Nadja Aumann, Künstlerin Joelle Girard, Zweiter Vorsitzender Paul Zrenner, Künstler Toto und Erster Vorsitzender Wolfgang Horn.  (Bild: Charlotte Baumer)

Klosterstadt Waldsassen auf dem Weg zur Internationalen Kunstbühne

Was für eine schöne Vernissage: Zum Geburtstag feierte der Verein Kunsthaus Waldassen sich und seinen nun zehnjährigen Beitrag zu Kunst und Kultur in der Region mit der Vernissage einer außergewöhnlich Ausstellung: Vor Ort sind die Künstlerin Joelle Girard aus Paris und der Künstler Toto aus Marcoussis, der Partnerstadt von Waldsassen. Damit hat das KuWa einmasl mehr die Internationale Kunstbühne beschritten und kann ohne falsche Bescheidenheit von sich sagen, nun längst Kunstfreunden aus nah und fern eine internationale Kunstbühne bieten zu können. Joelle Girard und Toto zeigen nicht nur einen Teil ihrer großartigen Schaffenskraft. Sie bleiben fünf Wochen lang vor Ort. Interessierte können den beiden im Kunsthaus bei der Arbeit über die Schultern schauen oder sogar an Workshops, deren Termine noch bekanntgegeben werden, teilnehmen. Zahlreiche kunstbegeisterte Gäste freuten sich bei der Vernissage mit dem Verein über die gelungene Geburtstagsüberraschung. Bürgermeister Bernd Sommer legte noch eines drauf an Überraschungen mit der konkreten Andeutung, dass die Stadt Waldsassen die Planung eines großen Kunstwerkes von Toto im Außenbereich der Stadt ins Auge gefasst habe. Es sei nur noch immer keine Zeit für eine Umsetzung gewesen. Joelle ist promovierte Künstlerin, arbeitet an einem mehrjährigen Kunstforschungsprojekt und bietet unter anderem unterschiedliche Performance. Toto widmet sich den verschiedensten Werkstoffen bei seiner Skulpturenarbeit, die er bis zu überdimensional großen Werken in seiner Heimat auslebt. Zudem ist Toto ein Virtuose in der Wortfindung und kleidet seine Hintergründe zur Kunst in tiefsinnige Poesie. Beiden Franzosen ist Kunst eine ehrliche und tiefe Herzensangelegenheit, die nicht mit einem Werk ende, sondern sich stets im laufenden Prozess befindet. Die Ausstellung ist bis 16. August samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Mit viel Freude und Begeisterung wurde der einst vor langer Zeit gepflanzte Baum nun mit einem Hinweis feierlich als gemeinsamer Baum und Symbol für die Freundschaft zwischen Frankreich und Waldsassen gekennzeichnet.  (Bild: Wolfgang Weber)

Ein Baum als Symbol für länderübergreifende Freundschaft über 55 Jahre hinweg

Vor rund 20 Jahren stiftete die Stadt Marcoussis anlässlich des Bestehens der 35-jährigen Städtepartnerschaft mit der Stadt Waldsassen für die Klosterstadt ein Bäumchen. Gepflanzt wurde die Platane im Klostergarten unter anderem vom ehemaligen. Bürgermeistern Herbert Hahn und Eric Cochard. Anlässlich des 55-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft hatte Nadja Aumann die Idee, den Baum in Historie und Bedeutung anhand eines Hinweisschildes zu kennzeichnen. Aumann bekam die volle Unterstützung von Bürgermeister Bernd Sommer und der stellvertretenden Leiterin der Geschäftsstelle der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum (KuBZ) der Abtei Waldsassen, Brigitte Sommer bei der Gestaltung und Umsetzung des Schildes. Darüber hinaus sollte die Einweihung mit einem kleinen Festakt erfolgen. Am Bürgerfest lud Aumann zu einer „kleinen Überraschung- une petite surprise” in den Klostergarten ein. Außer etwa 25 französischen Gästen aus Marcoussis, Bürgermeister Bernd Sommer und Brigitte Sommer, fanden sich Stadtrat Christian Urbanek sowie Levin Weber, Vorstand des Tennisvereins Waldsassen und Mitglied Zukunft Waldsassen -beide tätig im Arbeitskreis Städtepartnerschaft-, sowie weitere Mitglieder des TC-Waldsassen und mehr ein.. Eine besondere Ehre war die Anwesenheit von Schwester Sophia in Vertretung von Äbtissin Laetitia Fech. Mit eigens für das Bürgerfest angefertigten Tennis-Trikots mit Aufschrift „TCW-Waldsassen- TCM-Marcoussis- Bürgerfest 2026”, erschienen die Franzosen. Die Platane selbst hatte sich für den Anlass extra „chic“ gemacht in einem „Strick-Kleid“ in den Farben der Trikolore. Tränen und emotionale Momente gab es, als bei den französischen Gästen bekannt wurde, worum es ging. Etliche Franzosen waren vor 20 Jahren bei der Pflanzung des Bäumchens vor Ort. Sommer hob den Wert der Städtepartnerschaft hervor.
„Collective Nap” im Chorraum der Basilika Waldsassen. (Bild: Axel T Schmidt)

KUNSTPROJEKT BADEHAUS bietet COLLECTIVE NAP und DREAM ILLEGAL in Waldsassen.

Mit gleich zwei Kunstaktionen beteiligte sich Badehaus Maiersreuth e. V. vergangenes Wochenende am Bürgerfest in Waldsassen. Großes Aufsehen – wenn auch bei dem einen oder anderen nur ungläubiges Staunen – erregte Konzeptkünstler und Botschafter Arkadiens, Peter Kees, mit der Projektion „DREAM ILLEGAL”. Nach Eintritt der Dämmerung erstrahlte der Schriftzug bis Mitternacht weithin sichtbar an der Fassade der Kirche und lud dazu ein, an diesem lauen Abend auf der Festmeile zwischen Basilikaplatz und Schwanenwiese, Rathaushof und Kunsthaus, in den angrenzenden Straßen und Gastgärten nicht nur romantisch zu träumen, sondern auch – so jedenfalls die Absicht des Künstlers – „das Unmögliche zu denken”. Aufsehenerregend und doch im wörtlichen Sinn beschaulich ging es einige Stunden vorher im Inneren der Kirche zu. Die österreichische Schlafkünstlerin Anne Glassner hatte in den sonst der Geistlichkeit vorbehaltenen Chorraum, zwischen Altar und Allerheiligstem, zu einem gemeinsam begangenen Kurzschlaf eingeladen. Eine begrenzte Personengruppe der „happy few” konnte an diesem Ort mit seinem reichen Figurenschmuck liegend vor dem Holzgestühl Platz nehmen, sich für eine Weile in die Deckenmalerei vertiefen oder Ruhe, Entspannung, sogar Schlaf finden. Das Erwachen gestaltete sich zum emotionalen Höhepunkt der Kunstaktion: Organist Sargstetter holte die versammelte Gemeinschaft mit einer als „überirdisch” empfundenen Improvisation – dem Auftauchen aus der Tiefe der zu diesem Anlass extra offengehaltenen Krypta vergleichbar – in eine Realität zurück, die vor den Türen der Basilika auf dem Bürgerfest brandete.
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