Christian Amberger überreicht Norbert Schmidt (links) die Ernennungsurkunde zum Ehrenoberschützenmeister. (Bild: Marion Schneider )

SG Amberg 1890 verabschiedet Norbert Schmidt zum Ehrenoberschützenmeister

Im feierlichen Rahmen der 136. Königsproklamation zeichnete Schützenmeister Christian Amberger seinen Amtsvorgänger Norbert Schmidt mit einer Urkunde zum Ehrenoberschützenmeister der SG Amberg 1890 aus und ernannte ihn zum neuen Ehrenmitglied. Was Norbert Schmidt für „seinen Verein” geleistet hat, sucht seinesgleichen. Bereits mit zwölf Jahren trat er, dem Vorbild seines Großvaters folgend, den „Jordanschützen” bei und widmete sich seither mit großer Leidenschaft dem Schützenwesen. Über die Ämter Jugendleiter, 2.Schützenmeister und Pressewart führte ihn sein Weg 1991 an die Spitze des Vereins. Bis zur diesjährigen Mitgliederversammlung übte er das Amt des Oberschützenmeisters mit Herzblut, Engagement und Humor aus. Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählten die viel beachtete Feier zum 100-jährigen Vereinsjubiläum, der Umbau des Schießstandes zur Schießhalle mit sanitären Anlagen 1997 sowie die Umrüstung auf elektronische Schießstände in Jahr 2020. All dies war nur durch seinen unermüdlichen Einsatz und die Unterstützung und den Verzicht seiner Familie möglich. Als Zeichen der Anerkennung überreichte die amtierende Schützenliesel Renate Weber ein von den Mitgliedern gestiftetes Präsent. Unter den Klängen einer eigens für ihn aufgeführten Hymne überreichten die Schützendamen ihrem neuen Ehrenmitglied Rosen und persönliche Glückwünsche. Auch seine Frau Sylvia erhielt ein Blumenpräsent überreicht. Sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen bedankte sich Norbert Schmidt. Der Schützenverein sei für ihn weit mehr als ein Hobby: Er bedeute Heimat, Sport, gelebte Tradition und Kameradschaft zugleich. Auch künftig werde er dem Verein bis an sein Lebensende treu bleiben und sich für dessen Wohl einsetzen. „Norbert, Ehrenoberschützenmeister sollst Du sein - Du bist und bleibst ein Glücksfall für unseren Verein.
Diplomtheologe Wolfgang Stöckl, bisher zuständig für die Erwachsenenbildung in der Diözese, bei seinem Vortrag beim Männerverein. (Bild: Walter Elberskirch)

Vortrag beim Männerverein Nabburg: „Ist die Bibel glaubwürdig?”

Die Bibel enthält viele Erzählungen, die für den heutigen Menschen nur schwer verständlich sind. Standen Adam und Eva wirklich unter dem Apfelbaum, wandelte Jesus über das Wasser? Diesen und weiteren Fragen ging Diplomtheologe Wolfgang Stöckl, bis vor kurzem zuständig für die Erwachsenenbildung in der Diözese, bei seinem Vortrag beim Männerverein im Jugendwerk nach. Zuerst betrachtete er die Entstehung der Bibel. Sie ist kein einheitliches Werk, sondern besteht aus unterschiedlichen Schriften von verschiedenen Verfassern, die im Laufe von über 1000 Jahren entstanden sind. Die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Schreiber erweist sich aus der Tatsache, dass alle Texte des Neuen Testaments einen für geschichtliche Quellen sehr engen zeitlichen Zusammenhang haben und in ihrer Intention immer dasselbe Ziel angeben: Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser zu verkünden. Dass die biblischen Texte im Laufe der Jahrhunderte nicht verfälscht worden sind, belegt die Jesajarolle aus Qumran, die um 180 v. Chr. entstand. Sie deckt sich bis auf geringe Abweichungen mit einer vollständigen hebräischen Bibelhandschrift aus dem Jahr 1008 n. Ch. Die Wundererzählungen des AT sind nicht immer wörtlich zu verstehen. Es geht immer um die Grundaussage des Textes. Die Vertreibung aus dem Paradies will zeigen, dass der Mensch sich in seiner Überheblichkeit immer wieder selbst schädigt. Die Bibelwissenschaft des NT geht eindeutig davon aus, dass Jesus Wunder gewirkt hat. Ob alle Wunder in der beschriebenen Weise sich ereignet haben, ist nicht belegbar. Dem auf die Allmacht Gottes vertrauenden Gläubigen sind die genannten Ereignisse durchaus glaubwürdig, sowie es auch bis heute immer wieder wissenschaftlich anerkannte Wunderheilungen gibt. Im Anschluss an den Vortrag stellte sich der Referent den zahlreichen Fragen des Publikums.
Mehr als 70 Gäste folgten der Einladung der LUCE Stiftung zur Lesung mit Sigmund Gottlieb.  (Bild: Carina Bertelshofer)

Optimismus für Deutschland: Cooles Land trotz allem

Mehr als 70 Gäste folgten der Einladung der Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung zur Veranstaltung DENK.geschichten ins Future Lab nach Weiherhammer. Im Mittelpunkt stand Journalist, Publizist und Autor Sigmund Gottlieb, der aus seinem neuen Buch „Cooles Land trotz allem“ las. Mit den Gästen diskutierte er über die Zukunft Deutschlands, gesellschaftliche Entwicklungen und die Bedeutung eines konstruktiven Blicks auf das Land. In seinem Buch setzt sich der langjährige Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks und ehemalige Stiftungsrat der LUCE Stiftung mit der Frage auseinander, warum Deutschland trotz vielfältiger Herausforderungen nach wie vor zu den erfolgreichsten und lebenswertesten Ländern der Welt zählt. Dabei lenkt er den Blick bewusst auf Stärken wie Innovationskraft, Bildung, Forschung, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement. „Deutschland zählt immer noch zu den erfolgreichsten und lebenswertesten Nationen der Welt. Statt Defizite und Krisen in den Mittelpunkt zu stellen, sollten wir wieder optimistisch in die Zukunft blicken“, erklärt Severin Hirmer, Vorstandsvorsitzender der LUCE Stiftung. Christian Engel, Geschäftsführer der BHS Corrugated und LUCE-Stifter, betonte: „Deutschland verfügt über enorme Stärken, die wir manchmal selbst unterschätzen. Innovation, Bildung und Unternehmergeist sind weiterhin starke Grundlagen für unsere Zukunft. Diese Botschaft ist gerade für Unternehmen und junge Menschen gleichermaßen wichtig.“ Die Veranstaltung DENK.geschichten war Teil des 10-jährigen Jubiläums der LUCE Stiftung. Das Finale des Jubiläumsjahres findet am 19.11.2026 statt, wenn der Chor „Wellenklang“ das Future Lab begeistert.
Die jungen Teilnehmer des Ferienprogramms HKV Köfering mit h.v.l. Bürgermeisterin Elisabeth Gruber, 1.Vorsitzenden Josef Vogl, Organisatorin HKV Jennifer Wagner und Ranger Christian Rudolf (Bild: Josef Vogl)

Auf den Spuren der Natur – Ferienprogramm begeistert Kinder in Köfering

15 junge Naturentdecker erlebten mit Ranger Christian Rudolf einen spannenden Vormittag im Naturpark Hirschwald. Bei bestem Novemberwetter veranstaltete der Heimat- und Kulturverein Köfering ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder. Unter dem Motto „Auf die Spuren, fertig, los!” begaben sich 15 junge Naturentdecker gemeinsam mit Ranger Christian Rudolf vom Naturpark Hirschwald auf eine spannende Entdeckungstour. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Bürgermeisterin Elisabeth Gruber und dem Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins, Josef Vogl. Beide freuten sich über die rege Beteiligung und wünschten den Kindern einen erlebnisreichen Vormittag in der Natur. Ranger Christian Rudolf verstand es hervorragend, die jungen Teilnehmer für die heimische Natur zu begeistern. Mit viel Fachwissen und anschaulichen Erklärungen vermittelte er interessante Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt sowie in die Besonderheiten des Naturparks Hirschwald. Besonders spannend waren die Ausführungen zum Erkennen und Lesen von Tierspuren sowie die praktischen Tipps und Tricks rund um das Thema Survival. Dabei konnten die Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben und selbst zu kleinen Entdeckern werden. Die Begeisterung der Teilnehmer war während des gesamten Vormittags deutlich spürbar. Mit großem Interesse folgten sie den Erklärungen des Rangers, stellten zahlreiche Fragen und waren mit viel Freude bei den Aktivitäten dabei. Das Ferienprogramm unterstrich einmal mehr, wie wertvoll gemeinsame Naturerlebnisse für Kinder sind und wie viel Freude es macht, die heimische Umwelt spielerisch kennenzulernen.
Rußweiherborussen mit Carsten Cramer (v.l. n. r. Brigitte Trommer, Carsten Cramer, Peter Kneidl, Johann Trommer, Daniel Streit) (Bild: Peter Kneidl)

Russweiherborussen zu Gast in München

Ein besonderes Wochenende erlebte der BVB-Fanclub Russweiherborussen Eschenbach bei seinem Ausflug nach München. Bereits am Freitag hatte Borussia Dortmund die Fanclubs der Region zu einem Regionaltreffen ins Augustiner Stammhaus eingeladen. Dort erwartete die Gäste ein reichhaltiges Buffet und mehrere frisch angezapfte Bierfässer. Für einen der Höhepunkte des Abends sorgte Carsten Cramer beim Fassanstich. Obwohl der BVB-Geschäftsführer zum ersten Mal in seinem Leben ein Bierfass anzapfte, saß jeder Handgriff. Nach nur sechs Schlägen floss das erste Bier, was ihm anerkennenden Applaus der anwesenden Fanclubs einbrachte. Neben Carsten Cramer waren auch Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, sowie der ehemalige BVB-Profi und heutige Klubbotschafter Patrick Owomoyela vor Ort. Alle drei nahmen sich viel Zeit für Fotos, Autogramme und persönliche Gespräche mit den Fans. Für einen humorvollen Moment sorgte der Versuch, Carsten Cramer die genaue Lage von Eschenbach in der Oberpfalz zu erklären. Trotz mehrerer Anläufe sind wir uns allerdings nicht ganz sicher, ob ihm unser Heimatort am Ende wirklich geläufig war. Der Abend bot eine hervorragende Gelegenheit, mit anderen BVB-Fanclubs ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. In geselliger Atmosphäre wurde bis spät in den Abend über die gemeinsame Leidenschaft für Schwarzgelb diskutiert. Am Samstag folgte dann der sportliche Höhepunkt des Wochenendes. Mit 17 Mitgliedern besuchten die Russweiherborussen das Bundesliga-Spiel des BVB in München. Die tolle Stimmung im Stadion und ein verdienter Auswärtspunkt rundeten einen rundum gelungenen Fanclub-Ausflug ab. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck trat die Gruppe schließlich die Heimreise nach Eschenbach an.
Zu Beginn der Exkursion gab es Hinweise zu Ökologie, Flora und Fauna des Oberteicher Moores (Bild: Thomas Kurzeck)

Zweites Mitterteicher führte ins Oberteicher Moor

Nachdem das erste Mitterteicher Umwelttreffen 2025 mit dem Moosteich an einem wiederhergestellten Moor stattfand, traf man sich diesmal am Oberteicher Moor, einem Moor, das im Gegensatz zum Moosteich noch auf seine Wiedervernässung wartet. Am 2. Mitterteicher Umwelttreffen nahmen der Bürgermeister Stefan Grillmeier, einige Beschäftigte der Stadt Mitterteich, acht Stadträte, mehrere Vertreter von Naturschutzverbänden (Bund Naturschutz, Verein zum Schutz wertvoller Landschaftsbestandteile in der Oberpfalz (VSL) und die „Naturfreunde“-Ortsgruppe Mitterteich) und verschiedene Fachleute bzw. Interessierte teil. Dem Flurnamen „Herrenteich“ zu urteilen, befand sich dort wo heute das Oberteicher Moor liegt ein großer Teich, der jedoch bereits zur Zeit des Urkatasters in der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr bestand. Die historische Karte weist Moorgebiet aus. Im frühen 20. Jahrhundert wurde im Oberteicher Moor sogar Torf gestochen. Durch die Anlage des Herrengrabens im Zuge der Flurbereinigung wurde das Moor vor allem in seinem nördlichen Bereich entwässert. Dort sind heute Wiesen. Heute ist das Moor überwiegend mit Pfeifengrasfluren und verschiedenen Gehölzen bewachsen. Durch einen Damm am Nordrand des Moores hin zum Herrengraben sollte die weitere Entwässerung des Moores gestoppt oder zumindest gebremst werden. Aufgrund des nach diversen Eingriffen zu geringen Wasserzuflusses bei zunehmender Wirkung des Klimawandels trocknete das Moorgebiet jedoch weiter aus. Die typische Moorvegetation verschwand größtenteils, so der Rundblättrige Sonnentau, das Weiße Schnabelried und mit dem Hochmoorperlmuttfalter eine früher hier vorkommende Tagfalterart. Ein kleiner Lichtblick bot sich der Gruppe unter der fachkundigen Führung von Erwin Möhrlein dennoch: Ein kleiner, gefährdeter Bestand der Rosmarinheide konnte bei der Exkursion besichtigt werden. Vor Ort wurden verschiedene Wiedervernässungs-Strategien in ihrer jeweiligen Durchführbarkeit diskutiert. Große Teile des Oberteicher Moores befinden sich im Besitz des VSL, was eine gezielte Pflege und potenzielle Renaturierung erleichtert. Zum Ausklang fand man sich noch gemeinsam zu einem Austausch über weitere örtliche Natur- und Umweltschutzthemen in der Gaststätte „Messer“ ein. Auch auf die Notwendigkeit der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Mitterteichs mit Gewerbegebietsflächen an der A93 und potenzielle Möglichkeiten des ökologischen Ausgleichs für diese Flächen wurde eingegangen. Themen der nächsten Umwelttreffen für 2027 sollen voraussichtlich der Radweg nach Pechbrunn und die Ausgleichsflächen der Stadt im Raum Mähring sein. Umwelttreffen finden übrigens regelmäßig bereits auch in Kemnath und in Waldershof statt.
In einem zweistündigen Arbeitseinsatz wurde der Müll im Wald an die Straße transportiert. (Bild: Rolf Künstler)

Bund Naturschutz beseitigt illegale Müllkippe

Eine ergiebige Müllsammelaktion der BN-Ortsgruppe Anfang November führte von der Sulzbacher Straße bis zur Kleingartenanlage „Am Schlackenberg” – mit sichtbarem Erfolg. Ausgestattet mit Müllsäcken, Handschuhen und Greifzangen machten sich die fünf BN-Mitglieder ab der kleinen Bahnüberführung daran, achtlos weggeworfene Dosen, Glasflaschen, Zigarettenkippen und Verpackungsmüll aufzusammeln. Schon zu Beginn wurde beim Fund zweier Leinenbeutel, gefüllt mit Restmüll, schnell deutlich, dass manche anscheinend die Natur bewusst missbrauchen, um ihren Abfall illegal zu entsorgen. Eine echte Herkulesaufgabe erwartete das Team schließlich im Wäldchen Richtung Vils vor den Schrebergärten: In dem schwer zugänglichen Gelände ist über einen längeren Zeitraum hinweg eine wilde Müllkippe entstanden. Das Schild „Schutt abladen verboten!” hatte die Umweltsünder leider nicht abgeschreckt. Neben Dosen, Glasflaschen, Glasscheiben, Plastikeimern, Blumentrögen, Kleidungsstücken, Autoreifen und einem Fahrradrahmen fielen vor allem eine Asbest-Wellplatte, große Wellbleche, Dachbleche und meterlange, metallverstärkte Kunststoffschläuche ins Auge. Da waren Greifzangen und Müllsäcke schnell an ihren Grenzen. Auch zwei große grüne Kunststoff-Teppichbodenrollen stellten eine erhebliche Last dar – sie wurden wie die anderen Großobjekte mühsam aus dem unwegsamen Dickicht zum Weg geschleppt. Dank des unermüdlichen Einsatzes wuchs der Müllhaufen auf rund drei Kubikmeter an. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an den städtischen Betriebshof für die unkomplizierte Abholung! „Das hat sich rentiert!”, lautete das einhellige Fazit der Naturschützer nach zwei Stunden harten Arbeitseinsatzes bei einer wohlverdienten kleinen Brotzeit.
Die Hospiz Veeh`n vom Caritas Hospizdienst Tirschenreuth mit den weiteren Künstlern und Mitwirkenden. Obere Reihe 2.v.l. Hospizvereinsvorsitzender Georg Franz Fröhler neben Bürgermeister Tuncer Ayten, 3.v.l. (Bild: Andrea Ulrich-Prusko)

Berührende Gedichte und Geschichten die Hoffnung vermitteln

„Heimgehen” war das Thema einer Veranstaltung, zu der der Amberger Hospizverein zusammen mit der KEB Amberg in die Stadtbibliothek Amberg eingeladen hatte. Irmtraut Schicker und Marianne Stangl vom Caritas Hospizdienst Tirschenreuth trugen dabei berührende Gedichte und Texte zum Thema Liebe, Abschied, Tod und Trauer vor. Neben sehr persönlichen Berichten über ihre Erfahrungen mit dem Sterben lieber Angehöriger im Kreis der Familien und ihrer damit verbundenen Trauer erfuhren die Besucher auch, wie eine fortschreitende Demenzerkrankung die Angehörigen im häuslichen Umfeld an ihre Grenzen bringt. Oftmals sei der Tod die ersehnte Erlösung. Der Tod komme aber nicht immer sanft daher, so Schicker, z.B. wenn er plötzlich kommt, bei einem Suizid oder auch bei jungen Menschen. Der Verlust eines Angehörigen mache immer traurig. Dabei betonten die Referentinnen, dass Trauer Zeit brauche und so lange dauern dürfe, wie sie dauert. Ergänzt wurden die Berichte mit Gedichten zum Thema von Hermann Hesse, Rainer Maria Rilke, Eduard Mörike und Michelangelo, die Hoffnung vermitteln. Sie alle sahen in ihren Werken den Tod als Teil des Lebens, vor dem man sich nicht fürchten muss. So schrieb Hesse in einem Gedicht von einer erlösenden Rückkehr in den Ursprung und Michelangelo sprach davon, dass er mit dem Ableben nicht tot sei, sondern nur die Räume wechsle. Musikalisch begleitet wurde die Lesung von den „Hospiz Veeh 'n” aus Tirschenreuth, die die Besucher auf ihren Veeh-Harfen mit einfühlsamen Klängen berührten. Jürgen Klein präsentierte dazu wunderschöne Wolkenbilder und empfahl den Besuchern, den Blick regelmäßig auf die Wolken und in den Himmel zu richten. Tuncer Ayten, 3. Bürgermeister von Amberg, dankte dem Hospizverein in seinem Grußwort für die Begleitung schwerstkranker und trauernder Menschen. Dabei betonte er, dass es nicht viele Situationen im Leben gebe, wo Worte fehlen. Tod und Trauer gehören für ihn dazu. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Hospizvereinsvorsitzenden Georg Franz Fröhler, der den Künstlern für ihre einfühlsamen und berührenden Beiträge dankte.
Viele Gäste beim Senioren-Nachmittag im Pfarrsaal von Schirmitz an den festlich gedeckten Tischen (Bild: Sabine Bäumler)

„Herr, bleibe bei uns!” – Gedenken an die Verstorbenen der Pfarrei-Senioren

Unter dem Leitwort „Herr, bleibe bei uns!” stand die diesjährige Totengedenkfeier der Pfarrei-Senioren. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt, sodass der Nachmittag bestens besucht war. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Evangelium von den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Die biblische Erzählung handelt von zwei Menschen, die traurig und voller Enttäuschung unterwegs sind, weil sie den Tod Jesu noch nicht begreifen können. Da gesellt sich der auferstandene Christus zu ihnen und geht mit ihnen. Diese Begegnung bildete den roten Faden der besinnlichen Feier. In der Ansprache von Pfarrer Andreas Hanauer wurde die Geschichte der Emmausjünger mit der eigenen Erfahrung von Abschied und Trauer verbunden. Auch wir kennen die Worte: „Wir aber hatten gehofft.” Wenn ein vertrauter Mensch stirbt, bleiben Erinnerungen und auch unbeantwortete Fragen zurück. Doch die Botschaft des Evangeliums schenkt Trost und Zuversicht: Christus lässt uns nicht allein. Er geht unsere Wege mit, gerade auch durch die schweren Stunden des Lebens. Der christliche Glaube verspricht kein Leben ohne Abschied, aber er schenkt die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Gottes Liebe ist stärker als der Tod. In den Fürbitten wurde besonders der verstorbenen Seniorinnen und Senioren gedacht, für die jeweils eine Kerze entzündet wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Bei duftendem Kaffee und den traditionellen „Allerheiligen-Spitzeln” entwickelte sich ein froher und geselliger Nachmittag. So verband dieser Nachmittag auf schöne Weise das stille Gedenken an die Verstorbenen mit der Freude an der Gemeinschaft. Er machte deutlich, wie wertvoll es ist, miteinander unterwegs zu sein, füreinander Zeit zu haben und die Hoffnung des Glaubens miteinander zu teilen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die zur Vorbereitung und Gestaltung dieses gelungenen Nachmittags beigetragen haben.
Schlafexpertin und Stressmanagement-Trainerin Renate Brandl beim Vortrag (Bild: Maria Six )

Vortrag erholsamer Schlaf - wie man Körper und Geist beruhigt

1. Vorsitzende Christa Schlagenhaufer begrüßte am 28.10. alle anwesenden Teilnehmer/innen im Jugendwerk und freute sich über das große Interesse am Thema: „erholsamer Schlaf – wie man Körper und Geist beruhigt”. Anschließend referierte die Schlafexpertin und Stressmanagement-Trainerin Renate Brandl darüber, wie gesunder und erholsamer Schlaf gelingen kann und warum Stress ihn häufig verhindert. Dass dieses Thema viele Menschen betrifft, zeigten auch die Zahlen des TK-Stressreport 2025: Fast jeder zweite Mensch leidet unter Schlafstörungen. Schlechter Schlaf und Stress verstärken sich gegenseitig und können einen regelrechten Teufelskreis entstehen lassen. Im ersten Teil des Vortrages erläuterte Renate Brandl die Bedeutung des Schlafes für unseren Körper. Schlaf dient nicht nur der Erholung, sondern ist auch wichtig für die Gedächtnisbildung und zahlreiche Aufbauprozesse im Körper. Im zweiten Teil des Vortrages erklärte sie, was bei Stress im Körper passiert. Stresshormone versetzten uns in Alarmbereitschaft und erschweren dadurch das Abschalten und Einschlafen. Besonders interessant waren die praktischen Tipps im dritten Teil. Die Teilnehmer/innen erfuhren, wie sie Körper und Geist beruhigen und durch einen schlaffördernden Lebensstil ihre Schlafqualität verbessern können. Zum Schluß gab Renate Brandl noch einen Gedanken des Arztes und Autors Prof. Volker Busch mit auf den Weg: „Wir dürfen unsere Probleme auch einmal vergessen. Denn dadurch gewinnen wir Frieden im Herzen und Ruhe im Kopf”. Ein informativer und wertvoller Abend, der viele Anregungen für einen entspannten Alltag und erholsamen Schlaf mit nach Hause gab.
Annette Kraus und Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Bild: Ruth Neumann)

Buchpräsentation der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg: „Fritz Seemann. Wir sind hier in einer Mausefalle”

Im voll besetzten Saal der Regionalbibliothek Weiden stellten die beiden Herausgeber Annette Kraus und Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, am Dienstag, den 03.11.2026 um 19 Uhr die neueste Publikation der KZ-Gedenkstätte erstmals nach der Premiere auf der Frankfurter Buchmesse in Weiden vor. Das Schicksal des Journalisten und Komponisten Fritz Seemann, seine gescheiterte Flucht aus der Tschechoslowakei und sein Tod 1942 im Konzentrationslager Flossenbürg, machte alle Zuhörer sehr betroffen. Die Suche seines Sohnes nach Lebensspuren seines Vaters in Flossenbürg veranlasste Annette Kraus, die als Autorin, Lektorin und Übersetzerin für Museen und Medien arbeitet, zu unermüdlichen, umfangreichen Recherchen. Fritz Seemann war in den 1930er Jahren Redakteur beim Prager Tagblatt, der größten deutschsprachigen Tageszeitung in der Tschechoslowakei. Trotz seiner jüdischen Herkunft besuchte er bis 1934 mehrmals Deutschland, um über den Aufstieg Hitlers zu berichten. Spott über die brachiale Propaganda der Nationalsozialisten wich bald der Bestürzung über die schnelle Errichtung der Diktatur und die einsetzende Verfolgung von Jüdinnen und Juden. In dieser Zeit korrespondierte Seemann mit dem Astronomen Arthur Beer in London. Der anfangs private Austausch entwickelte sich zur planmäßigen Suche nach einer Fluchtmöglichkeit. Das Münchner Abkommen 1938 und die Okkupation der Tschechoslowakei im März 1939 stellten beide vor immer größere Hürden. Der Briefwechsel, aus dem Annette Kraus und Prof. Jörg Skriebeleit vorlasen, greifen mit Fritz Seemanns Zeitungstexten aus den frühen 1930er Jahren ineinander, lassen, gerahmt von Fotos, Dokumenten und Informationen zur Biografie, das Porträt eines zweisprachigen Intellektuellen in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit entstehen. Darüber bietet das Buch Innenansichten in die letzten Jahre des Prager Tagblatts und die verzweifelten Versuche vieler Menschen, den Fängen der Nationalsozialisten zu entkommen.
Vereinsmitglieder „Zusammen erreichen wir mehr e. V.” (Bild: Marc Braun)

Helferfest 2026: Ein Tag im Zeichen von Dankbarkeit und Zusammenhalt - Zusammen erreichen wir mehr e. V. sagt Danke für ein Jahr Engagement und Herzensprojekte

Ein ereignisreiches Jahr voller Begegnungen und Herzensprojekte liegt hinter dem Verein „Zusammen erreichen wir mehr e. V.”. Um den Menschen zu danken, die sich mit Zeit, Kraft und Herzblut ehrenamtlich engagieren, lud der Verein am 17. Oktober 2026 seine Helferinnen und Helfer zu einem besonderen Tag ein. Einmal sollte nicht das Helfen im Mittelpunkt stehen, sondern diejenigen, die das Vereinsleben und die gemeinsamen Projekte möglich machen. Der Ausflug führte die Gruppe zunächst zum Bruder-Gerhard-Hospiz nach Schwandorf. Die Besichtigung ermöglichte interessante Einblicke in den Alltag einer anderen Hospizeinrichtung. Ziel war es, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven auf die vielfältige Hospizarbeit zu gewinnen. Der Besuch war für alle eine wertvolle Bereicherung. Anschließend erkundeten die Teilnehmer bei einer Felsenkellerwanderung die beeindruckenden Kelleranlagen und deren spannende Geschichte. Den gemütlichen Abschluss bildete ein gemeinsames Essen in der Familienbrauerei Jacob in Bodenwöhr. Dabei blieb ausreichend Zeit für Gespräche, gemeinsames Lachen und den Austausch über die Erlebnisse des vergangenen Jahres. „Unsere Helferinnen und Helfer schenken nicht nur ihre Zeit, sondern auch Aufmerksamkeit, Menschlichkeit und ein offenes Herz. Das ist alles andere als selbstverständlich. Mit diesem Tag wollten wir Danke sagen und zeigen, wie wertvoll jeder Einzelne für unsere Gemeinschaft ist”, betont Vorstand Andreas Hruschka. Das Helferfest war mehr als ein gemeinsamer Ausflug: Es war ein Tag der Wertschätzung, der Begegnung und des Krafttankens. Denn ehrenamtliches Engagement lebt von Menschen, die gemeinsam anpacken und sich für andere einsetzen. Das Vereinsmotto ist nicht nur ein Name, sondern gelebte Überzeugung: Zusammen erreichen wir mehr!
Ausstellung der BSW-Fotogruppe Weiden im Maria-Seltmann-Haus in Weiden (Bild: Herbert Hanauer)

Fotoausstellung der Bahn-Sozialwerk Fotogruppe Weiden im Maria-Seltmann-Haus

Zur Eröffnung der diesjährigen Herbstausstellung „Pflanzenwelten.Wunderschön.Wunderbar.” der Bahn-Sozialwerk Fotogruppe Weiden trafen sich am Montag Nachmittag etwa 20 Gäste im Maria-Seltmann-Haus der Stadt Weiden i.d.OPf. Vertreter der Stadt und Fotofreunde aus der Umgebung hatten sich eingefunden,um sich an den 22 Werken zu erfreuen,die die 11 Autoren zu dieser Präsentation zusammengestellt haben. Nach einer Einleitung durch Frau Abel-Pschierer von der Leitung des Hauses überbrachte Herr Bürgermeister Stephan Gollwitzer das Grußwort der Stadt Weiden. Ein Kommentar zu den Bildern durch Herbert Hanauer, dem Leiter der Fotogruppe, rundete die Veranstaltung ab und so konnte bei einer kleinen körperlichen Stärkung das Bildmaterial besichtigt und diskutiert werden. Die Fotografien decken ein breites Spektrum unserer faszinierenden Pflanzenwelt ab. Farbenprächtige Aufnahmen von Herbstwäldern, aber auch vom Erwachen der Natur in zarten Grüntönen wechseln sich ab mit Nahaufnahmen einer erstaunlichen Vielfalt an Blüten und Blättern. Von Schottland bis ins ferne Namibia waren die Hobbyfotografen unterwegs, um auch Exotisches einzufangen. Die überaus sehenswerte Ausstellung mit brillanter Beleuchtung ist noch bis 13.November im Foyer des Maria-Seltmann-Hauses in der Herrmannstr. 6 in Weiden zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Das Haus hat von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 17.30 Uhr und am Freitag von 8.30 bis 13.00 Uhr geöffnet. Im freundlich gestalteten Cafe stehen Getränkeautomaten zu Verfügung.
Franziska Wanninger in Action (Bild: Jürgen Hellmann)

Keine Telefonseelsorge im Seidelsaal Franziska Wanninger mit ihrem Programm „Wenn du wen brauchst, ruf mich nicht an”

Die Kabarettistin durfte sich über einen ausverkauften Seidelsaal freuen. Ihre Bühnenpräsenz begeistert die Freunde des bayerischen Typenkabaretts. Mit viel Dialekt, ausdrucksstarker Mimik und schauspielerischem Talent hatte sie das Publikum schnell auf ihrer Seite – obwohl sie ihre Bühnenfigur alles andere als freundlich angelegt hat. Schon in jungen Jahren traumatisiert durch das Auftragen alter Kleidung und die Sozialisation in der bayerischen Einöde, entwickelte sie sich zu einem ganz eigenen Charakter. Wanninger plaudert über die Unwägbarkeiten des Lebens aus ihrer Sicht: Bahnfahren, Erben, das Erkanntwerden in der Sauna und die Schrecklichkeit der Farbkombination Rot und Orange. Stets eine Pointe oder Absurdität parat, bleibt sie meist im harmlosen Bereich, schiebt aber gerne auch einmal einen schwarz-humoristischen Hammer hinterher. „Man kann nicht ändern, was passiert, aber wie man damit umgeht”, lautet ihre Lebensmaxime. Dass sie sich allerdings schminken muss, damit die Gesichtserkennung ihres Handys sie überhaupt erkennt, nagt dann doch am Ego. Zur Auflockerung darf auch das Publikum mitsingen. Vor der Pause bringt Wanninger zudem einen Chanson zu Gehör. Auch Beziehungen sind schwierig – doch zum Glück schweißt ein Paar kaum etwas so sehr zusammen wie eine gemeinsame Abneigung. Nicht funktionierende Kommunikation ist ohnehin ein großes Thema für die Kabarettistin. Und auf die großen Fragen des Lebens hat auch sie keine Antwort. Doch nur Mut! Oder, wie Franziska Wanninger es formuliert: „Man soll nicht hinwerfen, wenn man Sargträger ist.”
Verabschiedung aus der Steuerungsgruppe (Bild: Alfred Kick)

Dank und Anerkennung für Martin Graser

Fairtrade-Steuerungsgruppe Kemnath verabschiedet langjährigen Ansprechpartner. Im Rahmen ihrer letzten Sitzung verabschiedete die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Kemnath Martin Graser, der als Ansprechpartner für Fairtrade bei der Stadt Kemnath stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Gruppe hatte. Sprecher Alfred Kick nutzte die Gelegenheit, um in einer kurzen Laudatio die engagierte Unterstützung und die gute Zusammenarbeit zu würdigen. Mit seinem persönlichen Einsatz, seiner Hilfsbereitschaft und seiner Unterstützung habe Martin Graser die Arbeit der Steuerungsgruppe wesentlich bereichert. Auch Aktionen wie der Fair Banana Day seien durch seine Mitwirkung möglich geworden. Auch Sprecherin Elke Burger bedankte sich herzlich bei Martin Graser und überreichte ihm als Zeichen der Wertschätzung ein Geschenk der Steuerungsgruppe. Heidrun Deubzer-Schelzke, dritte Bürgermeisterin der Stadt Kemnath und mit den Angelegenheiten der Fairtrade-Stadt betraut, schloss sich den Dankesworten an und würdigte ebenfalls sein Engagement. Auch die Regionalpromotorin ließ es sich nicht nehmen, eigens nach Kemnath zu kommen, um Martin Graser persönlich zu verabschieden und seinen Einsatz für den fairen Handel zu würdigen. Damit wurde deutlich, wie sehr sein Engagement auch über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt wurde. Als weiteres Zeichen des herzlichen Dankes überreichte die Steuerungsgruppe eine Urkunde mit persönlichen Worten der Anerkennung. Darin bedankten sich die Mitglieder für seinen engagierten Einsatz und wünschten ihm für seinen neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Glück und viele schöne Momente sowie Gottes Segen. Zum Abschluss stellte sich die gesamte Steuerungsgruppe gemeinsam mit Martin Graser zu einem Erinnerungsfoto auf. Mit großem Dank und den besten Wünschen verabschiedeten die Mitglieder einen geschätzten Unterstützer, der die Fairtrade-Arbeit in Kemnath mit seinem Engagement mitgeprägt hat.
Die Kursteilnehmer informieren sich über die Eigenschaften der verschiedenen Obstsorten (Bild: Maria Treiber)

Pomologie und Sortenkenntnis als Grundlage für den Erhalt der Streuobstbestände

Die fachliche Bedeutung der Sortenkenntnis für die nachhaltige Bewirtschaftung und den Erhalt von Streuobstbeständen stand im Mittelpunkt des achten Moduls des Ausbildungslehrgangs zum „Zertifizierten Obstbaumpfleger”. Im Gemeindezentrum Speinshart beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit der Pomologie, der systematischen Beschreibung, Unterscheidung und Bestimmung von Obstarten und Obstsorten. Der auf zehn Module angelegte Ausbildungslehrgang wird vom Verband der Kreisfachberatung in Bayern, Bezirk Oberpfalz, durchgeführt. Unterstützt wird die Qualifizierungsmaßnahme vom Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege sowie vom Bayerischen Gemeindetag. Die Kursleitung obliegt Maria Treiber, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Neustadt an der Waldnaab. Als fachlichen Gastreferenten hatte der Verband Friedhelm Haun, ehemaligen Kreisfachberater aus Kulmbach, eingeladen. Der theoretische Teil des Lehrgangstages umfasste zunächst die geschichtliche Entwicklung des Obstbaus sowie eine Einführung in die Pomologie. Die historische Betrachtung verdeutlichte die Entstehung und Verbreitung zahlreicher Obstsorten und deren Bedeutung für die regionale Obstbaukultur. Insbesondere die über Generationen entstandene Sortenvielfalt stellt einen wertvollen genetischen und kulturhistorischen Bestand dar. Ein weiterer Themenkomplex befasste sich mit empfehlenswerten Obstsorten für den Streuobstanbau. Im Vordergrund standen dabei die Anforderungen an eine standortgerechte und nachhaltige Sortenauswahl. Neben den Standort- und Klimaverhältnissen sind insbesondere Wuchseigenschaften, Kronenentwicklung, Ertragsverhalten, Robustheit, Krankheitsanfälligkeit, Frosthärte und Fruchtqualität entscheidende Kriterien. Auch die Nutzungsrichtung der Früchte – beispielsweise als Tafelobst, Wirtschaftsobst oder zur Verarbeitung – ist bei der Sortenempfehlung zu berücksichtigen. Gerade im extensiven Streuobstbau kommt der Auswahl geeigneter, langlebiger und an die jeweiligen Standortbedingungen angepasster Sorten eine besondere Bedeutung zu. Sie bildet eine wesentliche Voraussetzung für vitale Baumbestände und langfristig stabile Erträge. Der Nachmittag war der praktischen Pomologie gewidmet. Die Teilnehmer wurden in die systematische Bestimmung von Apfelsorten eingeführt. Dabei standen die charakteristischen äußeren und inneren Fruchtmerkmale im Mittelpunkt. Zu den wichtigen Bestimmungskriterien zählen unter anderem Fruchtgröße und Fruchtform, Kelch- und Stielgrube, Stielbeschaffenheit, Grund- und Deckfarbe, Berostung sowie die Ausprägung der Schalenoberfläche. Ergänzend werden für eine zuverlässige Sortenansprache auch das Fruchtfleisch, die Saftigkeit, das Aroma und das Verhältnis von Zucker und Säure herangezogen. Erst die Gesamtheit mehrerer sortentypischer Merkmale ermöglicht eine fundierte pomologische Beurteilung. Dabei wurde auch deutlich, dass die Sortenbestimmung Erfahrung erfordert und einzelne äußere Merkmale allein häufig keine eindeutige Zuordnung zulassen. Die praktische Arbeit wurde durch eine Verkostung verschiedener Apfelsorten ergänzt. Dabei konnten die Teilnehmer die sensorischen Eigenschaften der Früchte unmittelbar vergleichen und Unterschiede hinsichtlich Süße, Säure, Aroma, Saftigkeit und Konsistenz des Fruchtfleisches kennenlernen. Das Ausbildungsmodul verdeutlichte, dass qualifizierte Obstbaumpflege weit über den fachgerechten Erziehungs- und Erhaltungsschnitt hinausgeht. Fundierte Kenntnisse über Sorteneigenschaften, Standortansprüche und pomologische Bestimmungsmerkmale sind unverzichtbar, um vorhandene Streuobstbestände sachgerecht zu beurteilen und geeignete Pflegemaßnahmen abzuleiten. Zugleich leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Identifizierung, Dokumentation und Erhaltung alter und regionaltypischer Obstsorten sowie zur Sicherung der genetischen Vielfalt im Streuobstbau.
Mit dem Jolinchenzug lernen wir welche Lebensmittel gesund und welche ungesund sind (Bild: Brigit Novak)

Mit Jolinchen gesund und munter durchs Kinderhaus St. Josef

Jolinchen bringt Gesundheit ins Kinderhaus St. Josef. Im September startete im Kinderhaus St. Josef das Gesundheitsprojekt „JolinchenKids”. Fünf Wochen lang beschäftigten sich die Kinder intensiv mit dem Thema Gesundheit. Im Mittelpunkt stand dabei die gesunde Ernährung. Was tut unserem Körper gut? Welche Lebensmittel sind gesund und welche sollten wir nur gelegentlich essen? Spielerisch gingen die Kinder diesen Fragen nach. Besonders begeistert waren sie vom kleinen grünen Drachen Jolinchen, der überraschend bei der Brotzeit auftauchte und neugierig in die Brotzeitboxen schaute. Eine liebevoll gestaltete Trinkoase animierte zum regelmäßigen Trinken. Doch Gesundheit bedeutet mehr als gesunde Ernährung. Jolinchen begleitete auch die Turnstunden und zeigte, wie wichtig Bewegung und Freude für Körper und Seele sind. Beim gemeinsamen Zubereiten von Gemüsesuppe und Kartoffelbrei lernten die Kinder gesunde Lebensmittel mit allen Sinnen kennen. Selbst die Kleinsten in der Krippe waren mit Begeisterung dabei. Den Abschluss der fünf Projektwochen bildete ein fröhliches Picknick mit Jolinchen im Gruppenraum. Jedes Kind erhielt eine eigene Brotzeitbox und eine Malbroschüre. Jolinchen bleibt dem Kinderhaus erhalten: Einmal wöchentlich findet nun der „Jolinchentag” statt. Auch das tägliche Angebot von Obst, Gemüse und gesunden Getränken ist ein wichtiger Bestandteil des Kinderhausalltags. So lernen die Kinder von klein auf, wie viel Freude ein gesunder Lebensstil machen kann.
Spendenübergabe an die Stadtkapelle Weiden und MS Sozial (Bild: Astrid Karl)

Musik verbindet über Grenzen hinweg: 2.000 Euro für den guten Zweck

Musik kann Brücken bauen – zwischen Menschen, Vereinen und sogar über Ländergrenzen hinweg. Das wurde beim Benefizkonzert des Luchtmacht Mannenkoor aus den Niederlanden und der Stadtkapelle Weiden im September in der Weidener Max-Reger-Halle eindrucksvoll spürbar. Die besondere Aktion war mit viel Engagement und Herzblut über mehr als eineinhalb Jahre vorbereitet worden. Der niederländische Männerchor reist jedes Jahr ein Wochenende gemeinsam und verbindet seine Reise traditionell mit einem Auftritt für einen guten Zweck. In Weiden traf dieses Engagement auf die musikalische Leidenschaft der Stadtkapelle und die wertvolle Unterstützung zahlreicher Partner. Nun konnte die beim Konzert gesammelte Spende offiziell übergeben werden. Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler, Schirmherr der Veranstaltung, überreichte jeweils 1.000 Euro an die Nachwuchsförderung der Stadtkapelle Weiden sowie an das Projekt MS Sozial im Bereich der Jugendhilfe. Round Table 49 Weiden stockte die Einnahmen auf insgesamt 2.000 Euro auf. Damit profitieren sowohl die musikalische Nachwuchsarbeit als auch das soziale Projekt von der gelungenen Veranstaltung. Ein besonderer Dank gilt den Freunden der Kulturbühne e.V., die die entstandenen Kosten übernahmen. Dadurch konnte gewährleistet werden, dass jeder erzielte Euro vollständig dem guten Zweck zugutekommt. Die Spendenübergabe machte noch einmal deutlich, was entstehen kann, wenn Menschen ihre Kräfte bündeln: Ein Konzert wird zu einem Zeichen der Verbundenheit, aus musikalischer Begegnung wird konkrete Hilfe. Der Luchtmacht Mannenkoor, die Stadtkapelle Weiden, der Round Table Weiden, die Freunde der Kulturbühne und alle Beteiligten haben damit gemeinsam ein starkes Zeichen für grenzüberschreitende Freundschaft und gelebtes Engagement gesetzt.
Bild 4: Vertreter von Round Table 235 mit Simone Kreppner. Bild 2: Team Wünschewagen und Vertreter Round Table 235 (Bild: Simone Kreppner)

Zehn Bäume für erfüllte Wünsche – eine Idee wird zur Streuobstwiese bei Regens Wagner Michelfeld

Manchmal braucht es nur eine gute Idee – und Menschen, die an sie glauben. Mit 1.500 € aus dem Förderpreis von Round Table 235 wurde aus dem Gedanken von Simone Kreppner Wirklichkeit. Die Nachricht der Jury ließ keinen Zweifel: „Ihr Engagement und die Idee einer Streuobstwiese kam bei uns sehr gut an und hat von unserer internen Förderpreis-Jury die meisten Stimmen bekommen! Wir möchten Sie daher mit der angefragten Summe über 1.500 € für das Projekt unterstützen.” Hinter dem Projekt steckt ein schönes Bild: Für erfüllte Wünsche werden Bäume gepflanzt – als lebendige Erinnerung, die Jahr für Jahr neue Früchte trägt. In Joachim Regn von der Einrichtung Regens Wagner fand Simone Kreppner einen kompetenten und begeisterten Partner, und auch der passende Ort war schnell gefunden: eine Wiese direkt an einer Kapelle, offen für alle und schlicht ein wunderschöner Platz. Zehn Obstbäume sollten hier Wurzeln schlagen – fünf Apfel- und fünf Birnbäume. Regens Wagner übernimmt die Pflege und darf die Ernte selbst verarbeiten und im eigenen Hofladen verkaufen. So trägt die Idee gleich doppelt Früchte. Am 30. Oktober 2026 war es endlich so weit. Ein Kleinbagger hatte die Pflanzlöcher bereits ausgehoben, Regens Wagner ein liebevolles Büfett vorbereitet – und mittendrin stand der Wünschewagen, der von vielen Gästen neugierig bestaunt wurde. Und die Gäste kamen zahlreich, um selbst mit anzupacken: der 1. und 2. Geschäftsführer von Regens Wagner, drei Vertreter von Round Table 235, die Bürgermeisterin von Auerbach i. d. OPf., Vertreter des ASB-Vorstands Jura, Vertreter von „Die jungen Christen”, die Wunscherfüllerinnen Oberpfalz, eine Vertreterin der ASB-Landesgeschäftsstelle Herzogenaurach, die Presse – und natürlich die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung. Mit Spaten, Freude und viel Elan ging es ans Werk – und im Handumdrehen standen alle zehn Bäume an ihrem neuen Platz. Bei Brötchen und Getränken vom Büfett klang der Tag in fröhlicher Runde aus, mit guten Gesprächen und regem Austausch. Am Ende waren sich alle einig: Hier ist etwas entstanden, das bleibt. Jeder ging mit einem richtig guten Gefühl nach Hause – und mit der Vorfreude auf die erste Ernte.
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