Festgottesdienst mit Fahnenabordnungen. (Bild: Xaver Meier )

Kemnather Heimatfest

Bei strahlendem Sommerwetter fand am Sonntag der traditionelle Gottesdienst am Gipfelkreuz des Buchberges statt, der wie alle Jahre wieder zahlreiche Gläubige und Liebhaber des Heimatfestes anzog. Das festliche Bild des Altars, geschmückt von Theresia Ketzer, vervollständigten die Fahnenabordnungen der Kemnather Vereine. Die feierliche Bergmesse wurde von Pfarrer Ndudi zelebriert. In seiner tiefgründigen Predigt ging er besonders auf den Begriff Heimat ein. Er betonte, dass Heimat weit mehr ist als ein geografischer Ort. Es ist vielmehr ein Gefühl von Geborgenheit und dem Miteinander von Menschen, die einander verbunden sind. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kemnather Kirchenchor unter Leitung von Steffi Reichhart, welcher zum Abschluss mit dem „Buchberglied“ dem Gottesdienst eine besonders feierliche Atmosphäre und einen ganz besonderen emotionalen Glanz verlieh. Nach dem kirchlichen Segen wanderten die Festgäste gut gelaunt zum Festplatz, wo jeder den Frühschoppen genoss. Die Schützenmeisterin Annemarie Meier hieß alle Anwesenden willkommen. Anschließend begrüßte Schirmherrin Elisabeth Kraus nochmals alle Festgäste und würdigte das ehrenamtliche Engagement aller Mitglieder des Schützenvereins, welcher diese Veranstaltung bereits zum 41-igsten Mal gestaltet. Sie erwähnte nochmals, dass Heimat da ist, wo jeder seine Wurzeln hat und sich geborgen fühlt. Zum Schluss ihrer Worte lud sie alle zu einem geselligen Miteinander ein und wünschte der Schützenmeisterin weiterhin ein gutes Gelingen. Bei schmackhaftem Schweinebraten von Hans Birner, allerlei Schmankerln und kühlen Getränken nahm das Fest seinen gewohnten Lauf. Ebenfalls zur Tradition am Heimatfest gehört der Auftritt des Buchberg-Echos, die mit klangvollen Musikstücken und stimmungsvollem Gesang das Fest abrunden. Den Abschluss bildete wie immer die Tombola, auf welche die Gäste immer gespannt warten. Schützenmeisterin Annemarie Meier dankte zu Beginn allen Spendern, besonders den Kemnather Jagdpächtern Bänk Autohaus und Reil Zahntechnik. Sie gratulierte allen Gewinnern, besonders freute sie sich, dass die Hauptgewinne über Trausnitz bis nach Neuendettelsau gingen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Kemnath, welche mit ihrem Einsatz das Fest unter den gegebenen wetterbedingten Umständen erst möglich machte.
Das Ferienprogramm der Pirker Pfarrei führte die Kinder rund um den Basaltkegel Parkstein, Spannung und Basteln inklusive. (Bild: Gabriele Rupprecht)

Ferienprogramm Pfarrei Pirk: Mitten hinein ins Vulkanabenteuer

Bei sommerlicher Hitze ging es für rund 20 Kinder der Pfarrei Auferstehung Christi Pirk hoch hinaus: Beim Ferienprogramm stand ein Ausflug zum Vulkanerlebnis nach Parkstein auf dem Programm. Organisiert hatte die Fahrt Gabriele Rupprecht vom Pfarrgemeinderat, unterstützt von einigen Helfern, die die neun- bis zwölfjährigen Teilnehmer zum Treffpunkt brachten. Dort wartete bereits Geoparkrangerin Bettina Rüstow auf die jungen Vulkanforscher. Sie nahm die Kinder mit auf eine spannende Reise durch die Erdgeschichte des Parksteins. An der Basaltwand am Fuße des Vulkankegels erklärte sie die verschiedenen Gesteinsschichten und berichtete anschaulich von der Entstehung des rund 24 Millionen Jahre alten Vulkans. Anschließend ging es in die Felsenkeller. Bei den hochsommerlichen Temperaturen war die dortige Kühle besonders willkommen – für die Kinder fühlte sich der Keller beinahe wie ein natürlicher Kühlschrank an. Nach der erfrischenden Pause führte der Weg hinauf zur Kapelle. Oben angekommen, genossen die Kinder die Aussicht über die Umgebung und hielten Ausschau nach der Heimat: Vielleicht ließ sich sogar Pirk entdecken. Auch ein Marienbild und eine Marienfigur wurden betrachtet. Dazu erfuhren die Kinder Wissenswertes über deren Geschichte. Im Vulkanmuseum wartete schließlich ein Film über verschiedene Vulkanausbrüche auf die Gruppe. Doch das eigentliche Highlight des Tages folgte noch: Die Kinder durften ihre eigenen kleinen Vulkane basteln. Mit einigen geheimen Zutaten brachten sie die selbstgebauten Feuerberge anschließend tatsächlich zum Ausbruch. Ein Riesenspaß, bei dem es ordentlich sprudelte und schäumte. Paula Sch., die älteste Teilnehmerin, war am Ende jedenfalls überzeugt: „Das Basteln des Vulkans war richtig gut!“ So ging ein abwechslungsreicher Ferientag zu Ende, an dem die Kinder nicht nur viel über Vulkane lernten, sondern selbst zu kleinen Vulkanforschern wurden.
Bau eines eigenen Blasinstruments. (Bild: Margit Hübner )

„Wie wär's mal mit Musik?” - Ferienprogramm des Posaunenchors in Kemnath

Unter dem Slogan „Wie wär’s mal mit Musik?“ beteiligte sich der Posaunenchor Wirbenz-Kemnath-Immenreuth am Ferienprogramm in Kemnath. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde die Veranstaltung kurzerhand in die evangelische Friedenskirche Kemnath verlegt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde gemeinsam ein Filmbeitrag über die Arbeit des Posaunenchors angesehen. Anschließend standen verschiedene Spiele auf dem Programm, bei denen Geschick und Blastechnik gefragt waren. Nach einigen Übungsrunden wurden die Aufgaben mit großer Freude und viel Begeisterung gemeistert. Der Höhepunkt des Nachmittags war der Bau eines eigenen Blasinstruments, das die Kinder und Jugendlichen anschließend mit nach Hause nehmen durften. Dafür wurden folgende Materialien bereitgestellt: ein 1,30 Meter langer Schlauch (entspricht der Originallänge einer Trompete), ein Mundstück, ein Trichter sowie Klebeband. Natürlich wurde das selbst gebaute Instrument sofort getestet und funktionierte bei allen Teilnehmern hervorragend. Nachdem wieder etwas Ruhe eingekehrt war, wurden die „echten“ Blasinstrumente vorgestellt. Auf dem Tisch lagen Trompeten, Flügelhörner, ein Tenorhorn sowie eine Posaune. Diese Instrumente durften selbstverständlich ausprobiert werden und sorgten für großes Interesse. Zum Abschluss bedankte sich die 1. Obfrau Margit Hübner bei den Organisatorinnen Xenia und Susanne Kropf für die Vorbereitung und die Besorgung der Materialien für die selbst gebauten Instrumente. Ein weiterer Dank ging an Alfred Schuster für die Organisation der Spiele sowie an Ursula Schuster, die zum Ausklang für alle Teilnehmer eine Runde Eis spendierte. Wer nun neugierig geworden ist oder selbst ein Blasinstrument erlernen möchte, ist herzlich eingeladen: Die nächste Jungbläserausbildung des Posaunenchors Wirbenz-Kemnath-Immenreuth beginnt im Oktober 2026. Instrument, Zubehör und Unterricht werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Interessierte können sich bei Chorleiterin Susanne Kropf oder der 1. Obfrau Margit Hübner melden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.wirbenz-evangelisch.de/kirchenmusik/posaunenchor-wirbenz-immenreuth-kemnath
VdK Schwarzenfeld in Graz (Bild: Lilia Meier)

Der VdK Schwarzenfeld auf großer Fahrt

Anfang August machte sich der Ortsverband Schwarzenfeld des VdK auf. Fünf Tage Auszeit vom Alltag wartete auf die Teilnehmer dieser Busreise, welche von Willibald Gierl und Edda Ströll in Zusammenarbeit mit dem VdK Reisedienst ausgearbeitet worden war. Gleich am Anreisetag in die Steiermark wurde auf der Teichalm ein Stopp eingelegt und in der Edelbrennerei Graf in Offenegg konnten flüssige Köstlichkeiten probiert werden. Am zweiten Tag stand Graz als UNESCO-Welterbe im Mittelpunkt der Ausflüge. Bei einer Stadtrundfahrt erlebten die Teilnehmer eine bezaubernde Stadt mit ihrem Schlossberg, der im Laufe der Geschichte nie eingenommen wurde, und den berühmten Uhrturm von Graz aus dem Jahr 1570. Anschließend wurde die Steirische Apfelstraße befahren und das Haus des Apfels in Puch erkundet. Der dritte Tag stand im Zeichen der Musik. Im Stoani Haus wurden die Oberpfälzer durch die Stoakogler musikalisch begrüßt. Die Ausstellung über die einzigartige Karriere dieser bekannten Musiker bezauberte durch modernste Multimedia-Elemente und besondere Bilder, Autogramme, Gegenstände. In Vorau wartete die Stiftskirche mit einem barocken Gesamtkunstwerk auf die Reisegruppe, die Pfarrkirche St. Veit in Pöllau bot den Eindruck, in einer Schwesterkirche des Petersdoms von Rom zu stehen. In der Steiermark darf natürlich der Besuch einer Ölmühle nicht fehlen. Beim Fandler fand eine Führung und Verkostung des wertvollen Kürbiskernöls statt. Schon kam der vierte Tag mit einer Fahrt in den Naturpark Steirische Weinstraße. Unzählige Äcker, Streuobstwiesen, Laubmischwälder und vor allem Weingärten zeigten eine wertvolle, erhaltenswerte Kulturlandschaft. Natürlich war der Besuch einer Buschenschänke hier Pflicht und der edle Wein konnte verkostet werden. Am letzten Abend konnte nach einem typisch steirischen Buffet das Tanzbein geschwungen werden. Leider war der fünfte Tag bereits für die Heimreise reserviert, das Busunternehmen Herbert aus Schmidgaden brachte die Reisefreunde wieder gut nach Hause. Alle Teilnehmer dieser Fahrt waren sich einig, dass dies ein unvergessliches Erlebnis war und man freut sich bereits auf die nächste Fahrt des Ortsverbandes des VdK Schwarzenfeld.
Bei der Serenade im Naabtalhaus präsentierte das Orchester Pfreimd unter der Leitung von Winfried Siller ein Programm aus drei Klangwelten. (Bild: Karl Prell)

Serenade des Pfreimder Orchesters entführt in drei Klangwelten

Jiddisch, keltisch, bayerisch – unter diesem Titel lud das Orchester Pfreimd zur Serenade ins Naabtalhaus Luhe-Wildenau ein. Bei sommerlicher Atmosphäre und einem passenden kulinarischen Angebot erlebten die Gäste einen abwechslungsreichen Abend, der musikalisch durch drei ganz unterschiedliche Kulturräume führte. Die Idee und die Zusammenstellung des Programms lagen in Händen des Vorsitzenden des Gesang- und Orchestervereins, Karl Prell. Den Auftakt machte die jiddisch-klezmerische Musik. Mit „At the Rabbi’s Feast“, dem „Dance of Displeasure“ und dem heiteren „Bulgar from Kishinev“ erklangen Melodien aus der jüdischen Musiktradition Osteuropas. Sprecher Winfried Bühner führte kurzweilig durch das Programm und gab den einzelnen Stücken mit seinen Erläuterungen einen interessanten Hintergrund. Anschließend wurde es keltisch. Die musikalische Reise führte von Galizien über die Isle of Man bis nach Irland. Zu hören waren temperamentvolle Stücke ebenso wie ruhige und melancholische Melodien, darunter „Quiet Sailing Waters“ und „The Foggy Dew“. Zum Schluss kehrte das Orchester musikalisch in die Heimat zurück. Ein Menuett aus Regensburg, ein Walzer aus Parkstein und ein Tanz aus Nabburg stellten zunächst die Oberpfalz in den Mittelpunkt. Mit einem Aufzug aus dem Kloster Weyarn und einem Ländler ging es weiter ins südliche Bayern. Den heiteren Schlusspunkt bildete „Von Rittern und Gauklern“. Unter der musikalischen Leitung von Winfried Siller präsentierte das Orchester Pfreimd damit ein Programm, das Traditionen aus drei Regionen miteinander verband. Zusammen mit der Bewirtung wurde die Serenade im Naabtalhaus zu einem rundum stimmungsvollen Sommerabend.
Bis auf den letzten Platz besetzt war die Pirker Marienkirche bei der Konzertandacht an Mariä Himmelfahrt mit der Geigerin Veronika Gerber. (Bild: Kerstin Kiener)

Zwischen Leid und Himmelfahrt: Mariä Himmelfahrt in Pirk

„Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag“, sagt eine alte Bauernregel. Wenn sie Recht behält, dürfen sich die Pirker auf einen sonnigen Herbst freuen. Bei strahlendem Sonnenschein und großer Sommerhitze fanden die Besucher in der Marienkirche Maria Heimsuchung einen angenehm kühlen Ort für die Konzertandacht zu Mariä Himmelfahrt. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Für die musikalische Gestaltung sorgte die aus Weiden stammende Geigerin Veronika Gerber. Mit ihrer konzentrierten und ausdrucksvollen Interpretation verlieh sie den Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann eine ganz eigene Klangfarbe. Dabei verstand sie es, die unterschiedlichen Charaktere der Kompositionen herauszuarbeiten und die Zuhörer mit ihren Werkeinführungen in die musikalische Gedankenwelt des Abends mitzunehmen. Besonders eng verband Gerber die Musik mit dem Kirchenraum. Sie lenkte den Blick auf die Darstellungen von Mariä Verkündigung, Mariä Heimsuchung und Mariä Himmelfahrt sowie auf die Krönung Mariens am Altar. Auch die Werke selbst nahm sie in diesen Zusammenhang. Bachs Sonate in g-Moll stellte sie der Leidensgeschichte Mariens gegenüber. Mit Telemanns Fantasie in A-Dur wechselte die Stimmung: Die Musik konnte als freudiger Jubel über die Himmelfahrt Mariens verstanden werden. Bachs Partita in E-Dur führte diesen Gedanken weiter – hin zur Hoffnung und Freude des christlichen Glaubens. Der Vorsitzende der Kultur Freunde Pirk, Karl Prell, übernahm die Andachtsteile und verband die musikalischen Beiträge mit Gebeten und geistlichen Impulsen. So entstand eine rund einstündige Feier, in der Musik und Glaube miteinander verbunden wurden. Einen glanzvollen Schlusspunkt setzte Veronika Gerber mit Franz Schuberts „Ave Maria“ als Zugabe. Die innige Melodie ließ die besondere Atmosphäre des Abends noch einmal aufleuchten und wurde zu einem stimmungsvollen musikalischen Ausklang. Anschließend bot der Frauenbund passend zum Fest Kräuterbüschel zum Verkauf an. Bei einem Umtrunk auf dem Kirchenvorplatz und guten Gesprächen klang der Abend der Kultur Freunde Pirk gesellig aus.
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