Die Poppenrichter und Ammerthaler Firmlinge mit dem Firmspender Abt em. Hermann-Josef Kugler, Pfarrer Dominik Mitterer und Pfarrer Klaus Hausmann (links), sowie GR Regina Probst und Pfarrsekretärin Monika Fruth (rechts) (Bild: Julian Probst )

Firmung ermutigt: „Euer Herz sei ohne Angst”

„Was macht euch Angst?” Mit dieser Frage startete Abt em. Hermann-Josef Kugler aus Speinshart seine Predigt beim Firmgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael Poppenricht. Den Poppenrichter Firmlingen, die gemeinsam mit den Firmlingen aus Ammerthal zusammengekommen waren, gab der Abt ein Mittel gegen die Angst mit auf den Weg: „Vertrauen! Dieses Vertrauen in einen Größeren soll durch die Firmung, durch die Gabe des Heiligen Geistes, gestärkt werden. Der Heilige Geist ist euer Beistand und Helfer. Er ist eure innere Stärke und Kraft.” Weiter ermutigte der Firmspender die Jugendlichen: „Lasst euch also nicht aus der Fassung bringen. Euer Herz sei ohne Angst. Macht Euch fest in Gott! Findet Euren tragenden Grund in ihm! Es gilt aus dem Geist Jesu heraus bewusster, achtsamer, dankbarer und auch mutiger zu leben.” So gestärkt widersagten die Firmlinge allem Bösen und bekannten sich zu ihrem Glauben, bevor sie das Sakrament der Firmung empfingen. Begleitet von ihren Paten traten die Firmlinge vor den Firmspender und bekräftigten ihr JA zum Glauben mit einem „Amen”. Firmlinge, Eltern und Paten durften den Gottesdienst aktiv mitgestalten. Die selbst gestalteten Firmkreuze sowie die Firmkerzen zierten den Altarraum. Für stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgten Organistin Gabriele Biehler, Regina Probst und die Flötistinnen Anna Ebner und Birgitta Englhard. Auch wenn sich die Hitze der vergangenen Tage in der Kirche gestaut hatte, tat das der festlichen Stimmung keinen Abbruch. Beschenkt vom heiligen Geist und mit dem Segen Gottes wurden die Firmlinge entlassen, um mit ihren Firmpaten und Familien diesen Tag zu feiern. Abt Hermann-Josef Kugler gab den Firmlingen noch mit auf dem Weg: „Mitfühlen, Rücksicht nehmen, solidarisch sein, Geduld haben, helfen, wo Hilfe nötig ist, sich einsetzen für Menschen, denen Unrecht geschieht. Das wären meines Erachtens hoffnungsvolle Ziele, für die es sich zu leben lohnt.” Nicht nur für die Firmlinge, sondern für jeden Menschen!
Blaulichtbande Seugast. (Bild: Simone Spörrer)

Kinderfeuerwehr Seugast erreicht erfolgreichen 10. Platz bei „Spiel ohne Grenzen“ in Thanheim

Die Kinderfeuerwehr Seugast nahm kürzlich an den „Spiel ohne Grenzen“ der Freiwilligen Feuerwehr Thanheim teil. Insgesamt gingen 17 Kinderfeuerwehren aus der Region an den Start und stellten bei verschiedenen abwechslungsreichen Stationen ihr Können, ihren Teamgeist und ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Mit viel Motivation und großer Begeisterung meisterten die jungen Feuerwehranwärterinnen und -anwärter aus Seugast die unterschiedlichen Herausforderungen. Die Kinder hatten dabei durchgehend super Laune, und die Stimmung innerhalb der Gruppe war hervorragend. Auch während der einzelnen Wettbewerbe standen Freude, Zusammenhalt und Fairness im Mittelpunkt. Am Ende des Wettbewerbs durfte sich die Kinderfeuerwehr Seugast über einen hervorragenden 10. Platz freuen. Angesichts der starken Konkurrenz und der hohen Teilnehmerzahl ist dieses Ergebnis ein beachtlicher Erfolg für die Nachwuchsfeuerwehr. Die Betreuer zeigten sich stolz auf die Leistungen ihrer Schützlinge, die die Kinderfeuerwehr Seugast engagiert und mit großem Teamgeist vertreten haben. Die Veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Thanheim bot zudem eine gute Gelegenheit, neue Freundschaften zu knüpfen und den Austausch zwischen den Kinderfeuerwehren zu fördern. Mit vielen schönen Erinnerungen und einer tollen Erfahrung im Gepäck trat die Kinderfeuerwehr Seugast die Heimreise an und freut sich bereits auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen und Wettbewerbe. Die gute Laune und die positive Stimmung werden den Kindern dabei sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Das Team der „Eine-Welt-Schatzkiste” feiert sein 20-jähriges Jubiläum. (Bild: Carola Helm)

20 Jahre Eine-Welt-Schatzkiste: Ein starkes Zeichen für fairen Handel

Im Rahmen des diesjährigen Pfarrfestes gab es ein bedeutendes Jubiläum zu feiern: Die „Eine-Welt-Schatzkiste“ in Neukirchen blickt auf 20 Jahre erfolgreiches Bestehen zurück. Gegründet wurde der Eine-Welt-Laden einst vom ehemaligen Pfarrer Michael Kneißl, der es sich nicht nehmen ließ, zum Jubiläum als Gast vorbeizuschauen. Im Festgottesdienst stand die Ehrung der Mitarbeiterinnen im Mittelpunkt, die teilweise schon seit der ersten Stunde mit großem Herzblut dabei sind. Helga Niebler, der „Kopf der Truppe“, ließ in einer informativen Ansprache die wichtigsten Meilensteine der vergangenen zwei Jahrzehnte Revue passieren. Als Anerkennung für diesen unermüdlichen Einsatz überreichte Pfarrer Roland Klein ein „blühendes“ Geschenk an Helga Niebler sowie Präsente an das gesamte Team. Das langjährige Jubiläum macht deutlich, wie unverzichtbar das ehrenamtliche Engagement im ländlichen Raum ist. Ohne den freiwilligen Einsatz des Teams wäre der Betrieb des Ladens nicht denkbar. Auch während des anschließenden Pfarrfestes luden die geöffneten Türen der Schatzkiste die Besucher dazu ein, in den fair gehandelten Produkten zu stöbern und durch ihren Einkauf ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Für zusätzliche Begeisterung sorgte ein Glücksrad, bei dem jeder Dreh ein Gewinn war – eine Seltenheit, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten brachte.
Schulleiterin Dr. Anja Wiesner zusammen mit den Jahrgangsbesten Simon Fröhlich, Kai Buchheit und Max Wilhelm sowie Oberstufenbetreuer Stefan Schropp (v. l. n. r.). (Bild: Raphael Haubelt)

Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg verabschiedet außergewöhnlichen Abiturjahrgang 2026

Außer wegen rekordverdächtiger Hitze während der Zeugnisverleihung wird der diesjährige Abiturjahrgang des Schmeller-Gymnasiums Nabburg auch darüber hinaus im Gedächtnis bleiben: Als jener, dem Schulleiterin Dr. Anja Wiesner in ihrer ersten Abschlussrede lobend attestierte: „Ich habe selten einen Jahrgang erlebt, der so gelassen, humorvoll und mit solcher Lösungsfreude auf die Herausforderungen des Lebens reagiert hat.“ Als passendes Motto legte sie allen ein Roosevelt-Zitat zur künftigen Entscheidungsfindung im Erwachsenen- und Berufsleben ans Herz: „Tu was du kannst, mit dem, was du hast, dort, wo du bist.“ Dies beherzigend hatten die 54 Absolventinnen und Absolventen rückblickend bereits einige Schicksalsschläge im Klassenverband verkraftet und Krisen der Zeit gemeistert. Als großer Pluspunkt entpuppte sich das kollektive „Socialising“ der Teenager. Erleichtert wurde die Persönlichkeitsentwicklung laut Elternbeiratssprecher Georg Hirmer für diesen Abiturjahrgang durch die wegen der Renaissance des G9 wieder um ein Jahr verlängerte Schulzeit, natürlich inklusive fortgesetztem „Coaching“ durch die Erziehungsberechtigten. Er appellierte an die Jugendlichen, diesen ausgedehnteren Reifeprozess mit Verstand für die Karriere zu nutzen. „So komme ich zur Kernfrage: Worauf kommt es an – im Schulleben, wie auch als Mensch?“, konkretisierte Oberstufenbetreuer Stefan Schropp. Die Antwort: „Vertrauen, und zwar in sich selbst genauso wie in Andere“ – auch zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, die er heuer als sehr zuverlässig, ehrgeizig, freundlich und kreativ empfand. Dieser angenehme Eindruck, zuvor schon durch Leni Brandl namens der Absolventen vermittelt, bestätigte sich auch in hervorragenden Endergebnissen der Jahrgangsbesten: Simon Fröhlich (1,0), Kai Buchheit (1,1) und Max Wilhelm (1,1). Zudem wurden Urkunden, Auszeichnungen und Preise verliehen. Wir gratulieren herzlich!
Pfr. Roland Klein betet mit den Kindern das Vater Unser. (Bild: Carola Helm)

Pfarrfest trotz Hitze ein voller Erfolg

Die hochsommerlichen Temperaturen stellten die Organisatoren des Pfarrfestes in Neukirchen zwar vor besondere Herausforderungen – der guten Stimmung konnten sie jedoch nichts anhaben. Ganz im Gegenteil: Weil die Kirche an diesem heißen Tag der kühlste Ort weit und breit war, begann das Pfarrfest mit einem bestens besuchten Gottesdienst im angenehm temperierten Gotteshaus. Neben zahlreichen Gläubigen aus Neukirchen konnten auch viele Gäste aus der Nachbarpfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn begrüßt werden. Ebenso feierten viele evangelische Christen aus Neukirchen mit. Unter den Besuchern waren außerdem Altbürgermeister Peter Achatzi, Bürgermeister Christian Beyer sowie die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Walburga, Angela Abernathy. Am Nachmittag freuten sich viele seiner „ehemaligen Schäfchen“ über den Besuch des ehemaligen und immer noch sehr beliebten Pfarrers Michael Kneißl, der seit einigen Jahren die Pfarreien Wendelstein und Rednitzhembach leitet. Kneißl war es auch, der vor 20 Jahren den Umbau des ehemaligen Schwesternhauses und den Anbau zum Pfarrheim initiierte und den Eine-Weltladen begründete, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Spontanchor, der den Gottesdienst mit rhythmischen Liedern schwungvoll und stimmungsvoll gestaltete und eine echte Bereicherung war. Pfarrer Klein verstand es in seiner Predigt, auf anschauliche Weise eine Brücke zwischen der Fußball-WM und dem kirchlichen Leben zu schlagen – eine Kombination, die bei den Gottesdienstbesuchern für manches Schmunzeln sorgte. Anschließend verlagerte sich das Geschehen in den schattigen Pfarrgarten, wo das eigentliche Pfarrfest seinen gemütlichen Lauf nahm. Bei Schweinebraten und allerlei Leckereien vom Grill ließ es sich ebenso gut aushalten wie bei Kaffee und einem reichhaltigen Kuchenbuffet. Und weil Pfarrer Klein sein Versprechen aus dem Gottesdienst hielt, durfte sich jedes Kind über ein Eis freuen – wohl die begehrteste „Segnung“ des Tages. Da eine Hüpfburg bei den Temperaturen wohl eher zur Sauna geworden wäre, sorgte stattdessen ein Planschbecken für willkommene Abkühlung. Auch die Spielecke war bei den kleinen Gästen durchgehend gut besucht. Wer Lust auf fair gehandelte Produkte hatte, konnte in der Eine-Welt-Schatzkiste stöbern und einkaufen. Für zusätzliche Begeisterung sorgte ein Glücksrad, bei dem jeder Dreh ein Gewinn war – eine Seltenheit, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten brachte. So wurde das Pfarrfest trotz hochsommerlicher Hitze zu einem rundum gelungenen Nachmittag voller Gemeinschaft, guter Gespräche und fröhlicher Begegnungen. Der katholische Pfarrgemeinderat bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern und freut sich schon auf das nächste Pfarrfest, welches ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Peter und Paul stehen wird – vielleicht dann bei etwas weniger Sonne, aber ganz bestimmt mit genauso viel Herz!
Alle müssen zusammenhelfen, um vorwärts zu kommen. (Bild: Astrid Locke-Paul)

Rollstuhl macht Schule: Viertklässler erleben Perspektivwechsel

Wie bewegt man sich mit einem Rollstuhl sicher fort? Welche Hindernisse begegnen Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern im Alltag? Antworten auf diese Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Schirmitz bei einem besonderen Projekttag mit dem Verein „Rollstuhlsport macht Schule e.V.”. In der neu renovierten Turnhalle konnten die Kinder den Rollstuhl nicht nur als Hilfsmittel, sondern auch als Sportgerät kennenlernen. Unter fachkundiger Anleitung probierten sie verschiedene Rollstuhltypen aus – vom Schieberollstuhl über den Aktivrollstuhl bis hin zum Sportrollstuhl. Spielerisch übten sie das Drehen auf der Stelle, Slalomfahren, gezieltes Bremsen und das sichere Manövrieren. Im Mittelpunkt der „Rollstuhl-Stunde” stand jedoch weit mehr als das Erlernen der Fahrtechnik. Ziel des Projekts war es, Berührungsängste abzubauen, Verständnis für Menschen mit Behinderung zu fördern und Wertschätzung zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei eindrucksvoll, wie herausfordernd alltägliche Situationen für Rollstuhlfahrer sein können. So wurde beispielsweise deutlich, dass eine Bordsteinkante schnell zu einem unüberwindbaren Hindernis werden kann – insbesondere dann, wenn abgesenkte Bordsteine durch parkende Autos blockiert sind. Mit vielen spielerischen Übungen und anschaulichen Beispielen gelang es dem Referenten des Vereins, Herrn Tietz, das Einfühlungsvermögen der Kinder zu stärken und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Die Viertklässler zeigten sich mit großem Interesse und viel Begeisterung bei der Sache. Am Ende des Projekttages nahmen sie nicht nur neue fahrerische Erfahrungen mit, sondern auch die Erkenntnis, wie wichtig Rücksichtnahme, Barrierefreiheit und gegenseitiger Respekt im Alltag sind. Dank gilt dem Verein, der durch das Sanitätshaus „rollactiv” unterstützt wird.
Niedrigwasser im Donaudurchbruch verhinderte die landschaftlich reizvolle Schifffahrt von Kelheim zum Kloster Weltenburg. Der Betrieb von Flachbooten war jedoch möglich. (Bild: Monika Schober)

Naturerlebnis und Kulturgeschichte: Seniorennetz Amberg-Sulzbach auf Sommertour

Ein abwechslungsreicher Mix aus beeindruckender Kultur und idyllischen Landschaften stand kürzlich auf dem Programm vom Seniorennetz. Mitglieder sowie Gäste von der WhatsApp-Gruppe „Ü 60“ machten sich mit dem Omnibus auf zu einem ereignisreichen Tagesausflug, der die Reisegruppe in eine schöne Ecke Bayerns führte: in die traditionsreiche Region rund um die Donau und Kelheim. Erstes Ziel der Fahrt war das berühmte Kloster Weltenburg. Die Reiseteilnehmer zeigten sich tief beeindruckt von der weltberühmten Asam-Kirche, die als ein Meisterwerk des barocken Baustils gilt. Neben den sakralen Kunstschätzen kamen auch die Naturschönheiten rund um die tief in die Felsen eingebettete „Donauklamm“ nicht zu kurz. Nach den kulturellen Impressionen tat die Mittagspause gut: Im lauschigen Biergarten der Klosterschänke ließen sich die Seniorinnen und Senioren bayerische Schmankerl und das bekannte Klosterbier schmecken. Die anhaltende Hitzewelle der vergangenen Woche erzwang kurzfristig eine Änderung der Reiseroute. Die geplante, traditionelle Schifffahrt von Kelheim durch den berühmten Donaudurchbruch nach Weltenburg konnte wegen des Niedrigwassers der Donau leider nicht wie geplant stattfinden. Das tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch. Mit dem Bus ging es weiter nach Kelheim. Statt der Flussstrecke erlebte die Gruppe dort eine gemütliche Rundfahrt mit dem Schiff, bei der man die Uferlandschaften – entspannt vom Wasser aus – an sich vorbeiziehen lassen konnte. Zum krönenden Abschluss des Tagesausflugs steuerte der Bus die weithin sichtbare Befreiungshalle auf dem Michelsberg an. Das monumentale Bauwerk, das im 19. Jahrhundert unter König Ludwig I. von Bayern als Gedenkstätte für die Siege gegen Napoleon errichtet wurde, faszinierte die Ausflügler mit seiner imposanten Architektur und dem weiten Ausblick über das Donautal. Mit vielen Eindrücken, interessanten Gesprächen und bester Laune im Gepäck trat das Seniorennetz am späten Nachmittag schließlich die Heimreise an. Als Entschädigung für die Routenänderung gab der Vereinsvorstand den Mitreisenden eine „Bus-Getränke-Runde“ aus. Alle Beteiligten waren sich einig: Es war ein rundum gelungener Tag voller Gemeinschaft.
Gruppenfoto mit dem gewählten Vorstand und Gästen:<br>von links: Reiner Windschiegl, Sepp Prucker, Regina Grüner, Norbert Griesbacher, Armin Schiebe, Gerald Fleck, Gerald Lenk, Karin Barth, Harald Krapf, Lisa Schupfner, Gisela Schiebe, Mathias Hanke, Brigitte Kreinhöfner, Inge Haumaier, Heinz Uhl, Reinhard Heine, Melanie Windschiegl (Bild: Harald Krapf)

Jahreshauptversammlung 2026

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßte der 1. Vorsitzende Harald Krapf zahlreiche Mitglieder und Gäste im Café Baumgärtel. Nach der Eröffnung der Versammlung und der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Anschließend berichtete die Vorstandschaft über die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres. Dabei wurde auf die verschiedenen Veranstaltungen, Arbeitseinsätze und gemeinsamen Unternehmungen zurückgeblickt. Das breite Spektrum der durchgeführten Aktivitäten wurde durch die Berichte der Fachwarte sichtbar: Sitzungen, Monatswanderungen, Ausflüge, Waldweihnacht, Museumsbetreuung mit Sonderausstellung, Pflege der Marterln und Wanderwege bis hin zur Vogelbestandsbeobachtung. Die jeweiligen Fachwarte konnten insgesamt auf ein erfolgreiches aktives Jahr verweisen. Der Kassenbericht zeigte eine solide finanzielle Situation des Vereins. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand auf Antrag von Armin Schiebe von den anwesenden Mitgliedern einstimmig entlastet. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Neuwahlen der Vorstandschaft. Unter der Leitung des Wahlvorstands Heinz Uhl, mit Unterstützung von Brigitte Kreinhöfner, wurden die einzelnen Ämter neu besetzt. Der einstimmig gewählte neue Vorstand: 1. Vorsitzender: Harald Krapf, 2. Vorsitzender: Matthias Hanke, Kassierer: Gerald Fleck, Schriftführerin: Inge Haumaier, Museumsbeauftragte: Gisela Schiebe, Wanderwartin: Lisa Schupfner, Wegewart: Reiner Windschiegl, Denkmalwart: Gerald Lenk, Vogelwart: Reinhard Heine, Pressewart: Harald Krapf, Beisitzer: Gisela Kick-Schaffer, Sepp Prucker, Irmgard Schäffler, Melanie Windschiegl, Revisoren: Regina Grüner, Armin Schiebe. Die bisherigen Amtsinhaber sowie die neu gewählten Funktionsträger bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen sich auf die kommenden Aufgaben. In den Grußworten der Gäste wurde die Wertschätzung für unsere Vereinsarbeit sichtbar. So überbrachte die dritte Bürgermeisterin Brigitte Kreinhöfner die Grüße des 1. Bürgermeisters Karlheinz Budnik und der CSU-Stadtratsfraktion. Sie würdigte u. a. unsere Instandsetzungsarbeiten, die Pflege der Tradition der Gedenkbretter, die Betreuung des Waldnaabtal-Museums und unsere Waldweihnachtsfeier. Der Schatzmeister des Hauptvereins richtete insbesondere ein großes Dankeschön an uns, dass wir die Herbstwanderung des Hauptvereins 2025 bei uns so erfolgreich ausgerichtet haben. Beide wünschten der neuen Vorstandschaft alles Gute, eine glückliche Hand und weiterhin viel Freude beim Tun. In gemütlicher Runde ließ man den Abend ausklingen und blickte bereits auf die anstehenden Veranstaltungen und Projekte des laufenden Vereinsjahres 2026.
Christoph Ertl erklärt die Geschichte des Praga Mignon (Bild: Richard Troglauer)

Besuch des Oldtimermuseums in Woppenrieth

CSU-Ortsvorsitzender Johann Wiesent organisierte einen interessanten Besuch des Oldtimermuseums von Alfons Gollwitzer-Ertl in Woppenrieth. Gegründet wurde das Museum 1970 von Alfons Gollwitzer, Hausname Fullert, der dafür u. a. den Kulturpreis des Landkreises im Jahr 2000 erhielt. Die Besuchergruppe wurde vom Schwiegersohn und seinem Enkel Christoph Ertl, der durch die Ausstellung führte und das Erbe des Großvaters mit Herzblut weiterführt, begrüßt. Unter den Besuchern waren auch zwei junge Oldtimer-Fans, die selber ihre Exponate herrichten und präsentieren. Das absolute Schmuckstück und wertvollste Exemplar in der Sammlung ist der Praga Mignon, der 1918 in Prag gebaut wurde und in dem 1920 der erste tschechische Präsident Tomas Masaryk die Republik ausrief. Dicht gedrängt standen in den Hallen Traktoren fast aller bedeutenden Hersteller wie z.B. Lanz, Hanomag, Allgaier, Porsche, Fendt, John Deere oder Massey-Ferguson. Das älteste Exemplar ist der Lanz Mops aus dem Jahr 1921. Auch der erstgebaute Unimog aus dem Jahr 1946 isst Teil der Ausstellung. Christoph Ertl würzte die Führung mit vielen Anekdoten und Erlebnissen, die sein Opa über den Erwerb der Ausstellungsstücke erzählte. Alle Maschinen werden so gepflegt und wurden bei Bedarf so instandgesetzt, dass sie jederzeit bewegt werden können. Mittlerweile sind zwei Hallen nötig, um Platz für alle Exponate zu haben. Viele davon stammen aus dem Nachbarland Tschechien und zwei wurden in den USA erstanden, zerlegt, verschifft und in Woppenrieth wieder zusammengebaut. Mit einem Geschenk bedankte sich Johann Wiesent am Ende für die kurzweilige Führung und lud Christoph Ertl und die Anwesenden noch zum weiteren Austausch in das Pferdestüberl des Nachbarn und Altbürgermeisters von Waldthurn Josef Beimler ein.
Die Reisegruppe am Strand der Kurischen Nehrung bei sehr frischem Ostseewind. (Bild: Wolfgang Lippert)

BLLV Kemnath bereist das Baltikum

Auf seiner diesjährigen Studienreise flog der BLLV-Kreisverband Kemnath in die baltischen Staaten. Erste Station war Vilnius, die Hauptstadt Litauens. Besonders beeindruckten die barocke Peter-und-Paul-Kirche, die erzbischöfliche Kathedrale, das historische jüdische Viertel sowie der große Innenhof der Universität. Auf dem Weg nach Westen besuchte die Gruppe das Städtchen Trakai mit der Inselburg. Danach ging es weiter auf die Kurische Nehrung. Nach dem Aufstieg auf die riesige Parnidis-Wanderdüne bot sich ein weiter Panoramablick. Im Örtchen Nida besichtigte die Gruppe das Thomas-Mann-Haus. Weiter ging es nach Lettland zum Berg der Kreuze, einem Pilgerort mit mehr als 100.000 Kreuzen. Auf der Weiterfahrt führte der Weg zum prächtigen Schloss Rundāle, bekannt als „Versailles an der Ostsee“. Schließlich erreichte die Gruppe Riga. Beim Spaziergang durch die Neustadt beeindruckten Jugendstilhäuser und die Lettische Nationalbibliothek, das als „Lichtschloss“ bekannte Gebäude. Am Nachmittag erkundete die Gruppe Rigas mittelalterliche Altstadt mit der gotischen Petrikirche, dem Rathausplatz und den Markthallen. Weiter nördlich führte die Reise in den Gauja-Nationalpark zur alten Bischofsburg Turaida und in das schöne Städtchen Pärnu. Anschließend ging es weiter nach Estland, in die bezaubernde Hauptstadt Tallinn. Die Stadterkundung begann am prächtigen Schloss Kadriorg. Von dort führte der Weg in die historische Altstadt, vorbei am Toompea-Schloss und an der Alexander-Newski-Kathedrale. Auf dem Rathausplatz endete der Rundgang. Am Abflugtag führte ein letzter Abstecher in das Freilichtmuseum Rocca al Mare, das Einblicke in das frühere ländliche Leben Estlands vermittelt. Damit endete die erlebnisreiche Reise unter Leitung von Wolfgang Lippert.
GR Regina Probst und GR Kathrin Blödt organisierten „Auf einen Espresso mit Kirche am Berg.”  (Bild: Regina Probst)

Auf einen Espresso mit Kirche am Berg

Die Gemeindereferentinnen Kathrin Blödt und Regina Probst vom Dekanat Amberg-Sulzbach sowie Pastoralpraktikantin Sarah Koch haben sich zum Ziel gesetzt, auf unkonventionelle Weise mit Menschen ins Gespräch zu kommen und als „Kirche” außerhalb der Kirchenmauern ansprechbar zu sein. Deshalb wagten Sie sich heuer auf das Mariahilfbergfest und luden die Vorübergehenden auf einen Esprosso ein. Eine Frage hatten sie mit dabei: „Warum kommen Sie zum Bergfest?” In vier Röhren konnten jeweils kleine Bälle geworfen werden - entsprechend der Antwort. Zur Auswahl standen 1. „Die Mischung machts - Mess und Mass”, 2. „Wegen Gottesdienst und Predigt”, 3. „Ich komme wegen Essen, Trinken und der Gesellschaft”, sowie „Aus anderen Gründen”. Auf diese Weise sind interessante, teilweise auch sehr persönliche Gespräche über Gott und die Welt entstanden. Viele besuchen das Bergfest „weil es Tradition ist” oder weil man als Amberger zum Bergfest „heimkommt” - egal, wo man gerade wohnt. Auch wenn nicht bei jedem der Gottesdienstbesuch im Vordergrund stand, so besuchen die meisten doch die Bergkirche zum kurzen Verweilen und Kerze entzünden. Große Dankbarkeit empfinden viele Besucher den Franziskanern gegenüber, die den Berg lebendig halten und die „spirituelle Seite” abdecken. Von allen vier Antwortmöglichkeiten wurden die meisten Bälle in die Röhre „Essen, Trinken und Gesellschaft” geworfen, wobei „die Mischung machts” und „Gottesdienst und Predigt” zusammengenommen die gleiche Wertung erfährt. Pater Seraphin und Pater Clemens unterstützen die Aktion tatkräftig und ließen es sich nehmen, selbst eine Ballwertung abzugeben.
north