Fahrt auf einem Kahn durch die Spreewaldauen. (Bild: Petra Domes)

3-Tagesausflug des Gartenbauvereins Schwarzenfeld wieder ein Erfolg

Gut versorgt mit Leberkäs, den Herr Piehler noch selbst lieferte und Gebäck von der Bäckerei Wifling startete der vollbesetzte Bus am 14.05.26 in Schwarzenfeld Richtung Potsdam. Da Vatertag war gab es für die Väter erstmal ein Schnappserl und für die Mütter eine kleine Kleinigkeit aus der Tombola. Der Wetterbericht lies sich nicht gut, aber das Glück war auf unserer Seite und es regnete nur wenn wir im Bus waren. Als erstes auf dem Programm stand die Einkehr in der historischen alten Mühle in Potsdam unweit von Schloss Sanssouci und eine Führung durch den Garten und per Bus durch Potsdam. Das wunderschöne Schloss Cecilienhof, im englischen Stiel erbaut, wurde dann zu Fuß erkundet und rundete den Besuch in Potsdam ab. Am Abend kamen wir dann im Hotel an, das zentral direkt mitten in Berlin lag und somit alle Sehenswürdigkeiten auch fußläufig zu erreichen waren. Das Hotel punktete auch mit einem Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lies. Einige Personen unserer Reisegruppe besuchte noch die Gala im Friedrichstadtpalast, welcher auch nur 5 Min. entfernt lag. Am nächsten Tag starteten wir zu einer ausgiebigen Stadtrundfahrt mit einer tollen Gästeführerin. Sie führte uns zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und Fahrt endete dann beim „Hauptmann von Köpenick” wo wir eine Kaffeepause machten. Weiter ging es dann in den Spreewald wo wir schon zu einer Kahnfahrt mit Abendessenbuffet erwartete wurden. Auch hier spielte das Wetter mit und es war eine wunderschöne Fahrt durch die Spreeauen mit den kleinen Inseln und den vielen Wasserläufen. Der dritte Tag stand dann zur freien Verfügung, alternativ besuchten einige den Reichstag zu einer Führung, einen tollen Wochenmarkt mit einem überwältigenden Angebot an Früchten, Gemüse und sonstigen kulinarischen Angeboten, oder eine Fahrt auf der Spree durch Berlin. Auf dem Heimweg speisten wir dann noch in der Lutherstadt Wittenberg und ließen vergnügt mit viel Spaß und Lachen die Reise auf der Heimfahrt ausklingen.
Die Bläserklasse nach ihrem erfolgreichen Auftritt. (Bild: Michaela Schön)

Historischer Erfolg für die Nachwuchsarbeit

Bläserklasse der Ammerthaler Blaskapelle erreicht beim ersten Wertungsspiel „sehr guten Erfolg“. Die Bläserklasse der Ammerthaler Blaskapelle hat beim Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes e.V. in Ammerthal Vereinsgeschichte geschrieben. Erstmals überhaupt trat ein Jugendorchester der Ammerthaler Blaskapelle bei einem offiziellen Wertungsspiel an und überzeugte die Jury auf ganzer Linie. Unter der Leitung von Annika Höfler erhielt das Ensemble in der Kategorie 1A das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“ und erreichte damit die zweithöchste Auszeichnung des gesamten Wettbewerbs. Zugleich war die Formation die erste Bläserklasse aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, die sich überhaupt der Bewertung durch eine Fachjury stellte. Mit den beiden Vortragsstücken „Der Drache“ und „Troika Fantasy“ zeigte das junge Orchester eindrucksvoll, welches musikalische Niveau bereits nach vergleichsweise kurzer Ausbildungszeit möglich ist. Bewertet wurden unter anderem Intonation, Rhythmus, musikalische Gestaltung sowie Bühnenpräsenz und Gesamteindruck. Dass die Bläserklasse dabei direkt mit einem „sehr guten Erfolg“ die zweithöchste Bewertungsstufe erreichte, unterstreicht die außergewöhnliche Leistung des jungen Ensembles. Das Besondere an dem Projekt: Das Orchester setzte sich aus Musikerinnen und Musikern dreier verschiedener Ausbildungsgruppen zusammen. Mitwirkende kamen aus der Kinder- und Erwachsenenbläserklasse, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer erst 2024 mit ihrem Erst- oder Zweitinstrument begonnen hatten. Ergänzt wurde das Ensemble durch einige Kinder aus der Kinderbläserklasse, die sogar erst im Oktober 2025 ihre musikalische Ausbildung gestartet hatten. Trotz dieser kurzen gemeinsamen Entwicklung überzeugte die Bläserklasse mit einem geschlossenen Klangbild, großer Spielfreude und bemerkenswerter Konzentration auf der Bühne. Das hervorragende Abschneiden kann als vorläufiger Höhepunkt der erfolgreichen Nachwuchsarbeit der Ammerthaler Blaskapelle angesehen werden. Bereits dreimal in Folge wurde der Verein mit dem Junioraward der Nordbayerischen Bläserjugend ausgezeichnet.
Alle Mitwirkenden des Bläserklassenkonzerts des MVF auf der Bühne zusammen mit den Dirigentinnen Helene Goldbach (l.) und Christiane Bayer (2.v.l.) (Bild: Christina Bauer)

Großer Besucherandrang beim ersten Bläserklassenkonzert des Musikverein Freudenberg

Mit einem hervorragend besuchten Bläserklassenkonzert präsentierte der Musikverein Freudenberg am 31. Mai einen weiteren Höhepunkt seines Jubiläumsjahres. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um die Leistungen der im vergangenen Jahr neu gegründeten Bläserklassen zu erleben und die jungen sowie erwachsenen Musikerinnen und Musiker auf ihrem musikalischen Weg zu begleiten. Die Nachwuchsarbeit hat seit der Vereinsgründung einen hohen Stellenwert. Denn der heutige Nachwuchs bildet die Zukunft des Vereins. Neben dem Instrumentalunterricht steht dabei insbesondere das gemeinsame Musizieren in der Gruppe im Mittelpunkt. Spaß und Freude an der Musik sollen von Anfang an gefördert werden. Den Konzertnachmittag eröffnete die erste Bläserklasse unter der Leitung von Helena Goldbach mit den Stücken „Hänschen Klein“, „London Bridge“, „Au clair de la lune“, „Gummitwist“ und „Along Came a Spider“. Anschließend zeigte die zweite Bläserklasse mit „Let’s Play“, „Hej, Pippi Langstrumpf“, „Ranger Rock“ und „Meet the Flintstones“ ihr Können. Ein besonderes Beispiel für spätes Einsteigen oder Wiederbeginnen ins Musizieren bzw. Start mit einem neuen Instrument bot die Erwachsenenbläserklasse unter der Leitung von Christiane Bayer. Mit „Lay All Your Love on Me“, „Can You Feel the Love Tonight“, „Funny Hill March“ und „Rock Around the Clock“ präsentierte sie sich dem Publikum. Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle jungen und jung gebliebenen Musikerinnen und Musiker auf der Bühne und sorgten mit zwei gemeinsamen Zugaben für einen stimmungsvollen Ausklang des Konzerts. Der Musikverein Freudenberg lädt weiterhin alle Musikinteressierten ein, Teil der Gemeinschaft zu werden. Auch Erwachsene, die nach einer Pause wieder musizieren oder ein neues Instrument erlernen möchten, sind in der Erwachsenenbläserklasse jederzeit herzlich willkommen. Das Bläserklassenkonzert wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Ehrenamtstag durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.
An der Jausenstation Stubinger. (Bild: Josef Glas)

Schöne Tage in Kärnten

Am Pfingstmontag machte sich eine rund 40 köpfige Reisegruppe der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß-Tännesberg auf zum „Tor nach Süden”, in das österreichische Kärnten. In Villach angekommen, wurde sich der erste „Longdrink” auf der sonnendurchfluteten Plaza vor dem Hotel genehmigt. Klagenfurt, die Hauptstadt von Kärnten mit seinem opulenten Dom, den Barock- und Renaissancebauten in den engen Gassen, war tags darauf ein interessantes Ziel. Bei der Schifffahrt auf dem „Wörthersee” nach Velden war bei hohen Temperaturen eine frische Brise immer willkommen. Ein begehrtes Fotoobjekt war natürlich das „Schloß am Wörthersee”. Über die Grenze ging es durch den Karawankentunnel zur slowenischen Hauptstadt Ljubljana mit seiner malerischen Altstadt, eine einzigartige Mischung aus eleganter habsburgischer Architektur und südländischem Flair. In Bled, am gleichnamigen See gelegen, setzten die Reisenden mit den Pletna-Booten auf die im See liegende Insel zur Marienkirche über. Auch die „Wunschglocke” ertönte zeitweise mit ihren dreifachen Schlag. Wie bedeutsam die strategisch gut gelegene Stadt Villach mit der mächtigen Pfarrkirche „St. Jakob”schon zur Römerzeit war, erfuhr man bei der Stadtführung. Beeindruckend waren die historischen Gassen mit ihren Innenhöfen. Nach dem Besuch der Stiftskirche Ossiach, ging es hinauf zur Jausenstation Stubinger. Bei deftiger Brotzeit und schwungvoller Musik wurde die Terrasse schnell zur Tanzfläche. Der Biosphärenpark „Nockberge”, Lebensraum von Adlern, Rehwild und vielfältiger Flora, war für die meisten das „Highlight”. Nach jeder Kehre der „Nockalmstraße”, die sich auf über 2000 Meter hinaufschlängelt, gab es Interessantes zu sehen. Kärnten mit herrlichen Seen und eindrucksvollen Schlössern hatte jeden begeistert. Gut heimgekommen, verabredete man sich bereits für den nächsten Pfarrausflug mit dem Wissen, daß Dekan Alexander Hösl und sein Team wieder ein interessantes Ziel ansteuern und perfekt organisieren wird.
Mitglieder des RSV Concordia Windischeschenbach vor dem Start zur Testtour. (Bild: Maximilian Zeus)

Generalprobe für die Panoramatour erfolgreich absolviert

Rechtzeitig vor der Panoramatour, die traditionell am letzten Sonntag im Juni stattfindet, testeten die Mitglieder des RSV Concordia Windischeschenbach die vorgesehenen Strecken. Bei dieser Generalprobe werden insbesondere Streckenverlauf, mögliche Gefahrenstellen sowie eventuelle Behinderungen durch Baustellen oder Umleitungen überprüft. In diesem Jahr kam der Testfahrt eine besondere Bedeutung zu, da die Streckenführungen im Vergleich zu den Vorjahren komplett überarbeitet wurden. Auf dem Programm standen die 161 Kilometer lange Straßenstrecke sowie die 87 Kilometer umfassende Graveltour. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Ziel waren sich die Teilnehmer einig: Die neuen Strecken führen durch die schönsten Ecken der nördlichen Oberpfalz und versprechen den Teilnehmern abwechslungsreiche Eindrücke. Die Testtour erfüllt noch einen weiteren Zweck: Da bei der Panoramatour alle Vereinsmitglieder als Helfer im Einsatz sind, ist die Generalprobe für viele die einzige Gelegenheit, selbst die landschaftlich reizvolle nördliche Oberpfalz auf dem Rad zu erleben. Um die Bedingungen der Veranstaltung möglichst realitätsnah zu testen, wurden entlang der Strecke auch Verpflegungsstellen mit einer Auswahl an Speisen und Getränken eingerichtet. In der kommenden Woche werden die Vereinsmitglieder zudem die angebotenen Mountainbike-Strecken sowie die 100-Kilometer-Straßenstrecke eingehend unter die Lupe nehmen. So soll sichergestellt werden, dass zur Panoramatour am Sonntag, 28. Juni, alles bestens vorbereitet ist und die Gäste optimale Bedingungen vorfinden.
Exkursion mit Dr. Schott begeistert Teilnehmer. (Bild: Fred Lehner)

Der jüdische Friedhof in Floß

Die jüdische Geschichte in Floß, sie begann 1684 als die ersten jüdischen Familien aus Neustadt an der Waldnaab nach Floß kamen, stand im Mittelpunkt eines kunsthistorischen Vortrages von Dr. Sebastian Schott aus Weiden. Mehr als 40 Teilnehmer und Besucher, vor allem aus der Stadt Weiden, ließen es sich nicht nehmen, am vergangenen Sonntag ins Flosser Amt zu fahren und Dr. Schott zu lauschen. Es war eine Exkursion, die mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Weiden, die mit dem Vorstandsmitglied Werner Friedmann vertreten war, vereinbart wurde. Friedmann hatte bei seiner herzlich gehaltenen Begrüßung ein Gebet in Hebräisch und übersetzt in Deutsch gesprochen. Zugleich brachte er seine Freude über die Anwesenheit von Ehrenmitglied, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, einen profunden Kenner der jüdischen Geschichte von Floß, zum Ausdruck. Dr. Schott spannte einen weiten Bogen der jüdischen Geschichte im Markt Floß, den Aufbau einer jüdischen Gemeinde, deren Höhen und Tiefen und der Tatsache, dass es in Floß keine Juden mehr, schon gar keine jüdische Gemeinde, gibt. Dass der jüdische Kultus lebt, ist der Weidener Gesellschaft mit ihren großartigen kulturellen Veranstaltungen zu danken. Dazu gehört die Gemeinschaftsfeier der früheren „Woche der Brüderlichkeit“. Nach der Ansiedlung der Juden 1684 wurde ein Grundstück für die Anlegung eines Friedhofes, der nach ritueller Vorschrift außerhalb von Floß zu errichten war, käuflich erworben. Der erste Grabstein stammt aus dem Jahre 1692. Erweitert wurde der Friedhof in den Jahren 1754, 1780, 106 und 1811. Es gab einen „Friedhofweg“ der vom Judenberg zum Friedhof über den Floßbach führte. In Floß sind es heute noch über 451 Grabsteine, wobei die Inschriften seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zweisprachig in Hebräisch und Deutsch verfasst sind. Nach verschiedenen Eigentumsverhältnissen ist heute der Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern rechtmäßiger Eigentümer der Friedhofanlage. Die letzte jüdische Beerdigung fand im Jahre 1946 statt. Im April 1945 wurden in einem Gemeinschaftsgrab 33 jüdische Häftlinge des nahegelegenen KZ Flossenbürg bestattet und auf den Friedhof ein Gedenkstein errichtet. Seit vielen Jahren betreuen Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftliche Berufsschule aus Neustadt an der Waldnaab kostenlos die Anlage, die in der Denkmalschutzliste des Marktes festgeschrieben ist. Die Erzählung von Dr. Schott bezog sich auch auf den Aufbau einer jüdischen Gemeinde im heute 1078-jährigen Markt, die eine hölzerne Synagoge erstellte. Diese wurde beim Großbrand in Floß im April 1813 ein Raub der Flammen, wie auch der bebaute Judenberg. Der Aufbau der Synagoge erfolgte unter dem Diktat des damaligen Bezirksamtmanns Karl Reisner Freiherr von Lichtenstern. Die Einweihung des Gotteshauses fand 1815 statt, die Zerstörung in der sogenannten Reichspogromnacht am 9. November 1938. Die erstrittene Sanierung und Restaurierung der Synagoge fand von 1972 bis 1980 unter der Bauträgerschaft des Marktes Floß, Bürgermeister Fred Lehner, statt. Heute präsentiert sich ein großartiges klassizistisches Baudenkmal, das 2005 ein zweites Mal saniert und eine Info-Stätte auf der Frauenempore stattfand. Dr. Schott verstand es auf seine Art, die Entwicklungen der Weidener Juden, deren Familien und Geschäfte in Kurzform zu schildern, wobei festzuhalten ist, dass die Flosser jüdische Gemeinde zugleich die Muttergemeinde für die spätere Weidener Judengemeinde war. Ehrenmitglied Fred Lehner erlaubte sich einige Hinweise zu den Erzählungen von Dr. Schott, wobei die Selbstständigkeit der Judengemeinde mit über 72 Familien und 400 Personen, ein bestehendes Ghetto, die langjährigen Beziehungen und Kontakte, Flosser Juden mit Fred Lehner angesprochen wurden. Die Führung in der Friedhofanlage durch Dr. Schott und Werner Fiedmann, das Sammelgrab und die zweisprachigen Grabsteine ließen besonders nachdenkliche und eindrucksvolle Gedanken aufkommen. Eine Exkursion von hohem geschichtlichen und kulturellen Wert, wofür die Teilnehmer überaus dankbar waren.
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