Patrozinium und Pfarrfest in Böhmischbruck
Festlich geschmückt präsentierte sich Böhmischbruck zum Patrozinium der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Angeführt von „Bayerisch Blech“ unter der Leitung von Hans Reitinger zog ein langer Festzug mit Ministranten, Kommunalpolitikern und Mandatsträgern, Vereinen, Fahnenabordnungen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Ehrengästen durch das Dorf zur Kirche. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für einen sicheren Ablauf. Dekan Alexander Hösl stellte in seiner Predigt Maria als Frau des Vertrauens in den Mittelpunkt. Ihr Leben stand plötzlich „auf dem Kopf“, als sie ein Kind erwartete. Sie hatte keinen fertigen Plan und keine Antworten und ging dennoch ihren Weg. Darin liege auch für uns eine wichtige Botschaft: Vertrauen, obwohl wir nicht wissen, wie etwas ausgeht. „Anwesenheit gibt Raum“, betonte Hösl. Man müsse nicht jedes Problem lösen und nicht jede Trauer wegreden. Oft sei es das Wichtigste, einfach da zu sein, zuzuhören und Hoffnung zu geben. Maria könne dabei Vorbild für eine Kirche sein, die wie eine Mutter nachfragt, tröstet und mit offenen Ohren und einem mitfühlenden Herzen da ist. Kirche beginne bei jedem Einzelnen, nicht mit Macht und Erfolg, sondern mit Nähe, Liebe und gelebter Menschlichkeit. „Gott lässt nicht verloren gehen, was aus Liebe gelebt wurde“, so der Dekan. Lektorin Corinna Hösl griff in einer Meditation das Bild der Kräuter auf: Es gebe auch Kräuter der Wahrheit, des Friedens, der Hoffnung, der Liebe, der Geduld, der Freude und des Vertrauens. Man könne sie nicht pflücken, aber verschenken, mit einem freundlichen Wort, einem offenen Ohr oder einer helfenden Hand. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Michaela Reger dankte allen, die zum Gelingen des Festes beitrugen, besonders „Bayerisch Blech“, dem Kirchenchor unter Daniela Bock und an der Orgel Julia Fehr, die extra aus Bärnau angereist ist, den Mesnern, Ministranten, der Feuerwehr sowie den „Blumenfeen“ Monika Duschinger und Johanna Kurzka. Besonderer Dank galt den Damen aus Kleinschwand für die kunstvollen Kräuterbuschen und -kränze. Beim anschließenden Pfarrfest wurde Gemeinschaft dann ganz praktisch gelebt. Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und viele junge Helfer bewirteten die Gäste mit Kaffee, Kuchen, Deftigem und kühlen Getränken. Die Kinder konnten im überdachten Vorhof von Anton Götz spielen und hinterließen dort farbenfrohe Kreidekunst. Pavillons der Firma Reger Bau spendeten Schatten. Bis in die Abendstunden wurde gefeiert, gelacht und erzählt. Ein Fest, bei dem spürbar wurde, was Böhmischbruck ausmacht: Gemeinschaft, die trägt und ein Dorf, das sich wie eine große Familie anfühlt.