Interessantes zur EU erfuhr die Reisegruppe bei der Führung im EU-Parlament. (Bild: Lothar Trager)

DJK-Reise nach Belgien

Neben den vielfältigen sportlichen Aktivitäten bietet die DJK Ensdorf auch Kulturreisen an. Seit 1999 wurde mit Ausnahme der Corona-Zeit jährlich eine einwöchige Busreise veranstaltet. Ziele waren Städte und Länder in ganz Europa. Die 26. DJK-Reise führte heuer mit 47 Teilnehmern nach Belgien. Auf der Hinfahrt wurde eine längere Pause in Aachen eingelegt, wo der Dom und die Kneipenwelt rundherum beindruckten. Erstes Ziel in Belgien war die Nordseeküste mit dem bekannten Seebad Ostende. Von hier ging es mit der Kusttram, einer Straßenbahn entlang der 67 km langen belgischen Küste, nach Oostduinkerke, wo das Krabbenfischen mit Pferden beobachtet werden konnte. Nachdenklich machte der deutsche Soldatenfriedhof in Vladslo, eine Ruhestätte für mehr als 25000 Gefallene des Ersten Weltkrieges. Beindruckend waren die historischen Kulturstädte Gent und Brügge mit ihren mittelalterlichen Zentren und den Kanälen, die in Stadtführungen und Bootsfahrten erkundet wurden. Highlights in der Hauptstadt Brüssel waren der Grote Place mit dem gotischen Rathaus und den prachtvollen Zunfthäusern, die bekannte Brunnenfigur Manneke Pis, die Führung im Europäischen Parlament und der Besuch im Atomium mit der herrlichen Panorama-Aussicht. Auf den Spuren von Albert Einstein wandelte die Gruppe in der charmanten Küstenstadt De Haan. Beeindruckend war die Heilig-Blut-Prozession mit rund 1800 Laiendarstellern, die seit 1304 jedes Jahr an Himmelfahrt durch das historische Stadtzentrum von Brügge zieht. Im Mittelpunkt steht eine Ampulle, die Tropfen des Blutes Christi enthalten soll. In Antwerpen, der größten Stadt Belgiens, hinterließen der zweitgrößte Hafen Europas, die Liebfrauenkathedrale mit den Rubens-Gemälden, der faszinierende Bahnhof und das Diamanten-Viertel nachhaltigen Eindruck. Auf der Heimfahrt blieb Zeit für einen längeren Aufenthalt in Limburg an der Lahn mit den zahlreichen denkmalgeschützten Fachwerkhäusern und dem Dom.
Bürgermeister Reinhard Kreuzer im Klöppelkurs von Afra Kress (re. neben Bürgermeister Kreuzer). (Bild: Nicole Rochelt)

Schönseer Klöppeltage beginnen mit drei Kursen

Im Rahmen der Klöppeltage haben in der Stadt Schönsee am Dienstag auch die ersten Klöppelkurse begonnen. Im offenen Kurs „Querbeet“ mit Michaela Gleixner werden von der Klöppelanfängerin bis zur Spitzenkünstlerin alle glücklich gemacht und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Afra Kress lehrt ihren Teilnehmerinnen „Torchon trifft Quadrat“ nicht nur die Technik von geklöppelten Winkeln und Geometrien, sondern auch, wie man die Entwürfe auf Papier bannt, bevor man zur Tat schreitet. Accessoires hingegen stehen im Kurs „Schmuckvarianten“ mit Birgit Härtel im Mittelpunkt. Draht und Klöppelschläge können im richtigen Miteinander zauberhaften Schmuck ergeben. Die klöppelbegeisterten Kursteilnehmerinnen sind nicht nur aus ganz Deutschland angereist – der Magnet der Kurse wirkte sogar bis Österreich. Dabei wurden bei der Anreise weder Kosten noch Mühen gescheut, um sich die Teilnahme zu sichern. Dies wollte auch Bürgermeister Reinhard Kreuzer honorieren und besuchte alle drei Kurse gleich am Starttag. Mit großem Hallo wurde er von den Klöppeldamen empfangen und man verabredete sich zur Ausstellungseröffnung im CeBB am Mittwoch, wo Irena Ring die „Wanderausstellung: Klöppeln ist unsere Leidenschaft“ bis zum 12. Juni präsentiert. Die Exponate dort bestehen aus den Arbeiten von Kursteilnehmerinnen der Kurleiterausbildungen des Deutschen Klöppelverbands und werden sicherlich für Inspiration in den aktuellen Klöppelkursen sorgen.
Die Pensionisten freuten sich über das Wiedersehen. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Pensionistentag des BLLV in Oberviechtach

Der BLLV Bezirk Oberpfalz lud am 20. Mai zum Pensionistentag nach Oberviechtach ins Emil-Kemmer-Haus ein. Ungefähr 172 Pensionisten folgten der Einladung. Die ehemaligen Lehrer freuten sich über das Wiedersehen. Der Seniorenbeauftragte Wolfgang Prasse begrüßte die Gäste und stellte das Tagesprogramm vor. Nach den Grußworten, mit vielen lobenden Worten für die Arbeit der Lehrer, vom Bürgermeister der Stadt Oberviechtach Rudolf Teplitzky jun. und vom stellvertretenden Landrat Richard Tischler folgten am Vormittag Fach-und Informationsreferate. Herrmann Schöberl vom Wirtschaftsdienst des BLLV informierte über eine optimale Beratung und stellte wichtige Versicherungen vor. Von Projekten und Hilfsaktionen der BLLV Kinderhilfe berichtete Klaus Wendler. Der Erlös der großen Tombola, die Jochen Vatter beim Pensionistentag aufbaute, kommt der Kinderhilfe zu Gute. „Gemeinschaft der Senioren“ war das Thema, das Wolfgang Prasse ansprach. Der „Junge BLLV“ stellte auch seine Arbeit vor. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde ein breit gefächertes Besichtigungsprogramm angeboten, das Rudolf Teplitzky sen. mit seinem Team ausgearbeitet und vorbereitet hatte. Die Gäste konnten sich entscheiden zwischen folgenden Angeboten: Stadt- und Kirchenführung mit kleinem Orgelkonzert, Goldwaschen, Burgführung auf Haus Murach oder Besichtigung des Doktor-Eisenbarth-Museums, der Firma DLB (Weltmarktführer in Wasserkabeln), der Naabwerkstätten, der Bundeswehr oder der Erlebnisgärtnerei Baumer. Wieder zurück im Emil-Kemmer-Haus mit vielen Eindrücken und auch neuem Wissen bot das gemeinsame Kaffeetrinken den Abschluss. Den Kuchen dazu spendierte der BLLV Kreisverband Oberviechtach.
Die Teilnehmer der BN Moorführung im Steinwald mit dem Förster Wolfgang Schödel. (Bild: Doris Burger)

Der Bund Naturschutz erkundet die unbekannten Moore im Steinwald

Großes Interesse fand am 17. Mai die Moorführung des BUND Naturschutz im Steinwald. Gemeinsam mit dem Naturpark Steinwald und der Steinwaldia führte Revierförster Wolfgang Schödel von den Bayerischen Staatsforsten die Teilnehmer zu drei unterschiedlichen Moorflächen im Revier Pullenreuth. Teilweise im Gänsemarsch ging es durch nasse und unwegsame Bereiche, bei denen Umsicht und Gleichgewicht gefragt waren. An mehreren Stationen gab er umfassenden Einblick in die Bedeutung der Moore für Natur, Klima und Wasserhaushalt. Dabei wurde deutlich: Obwohl Moore weltweit nur rund drei Prozent der Landfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder der Erde zusammen. Knapp vier Prozent der Fläche der Bayerischen Staatsforsten bestehen aus Mooren, im Revier Pullenreuth sind es etwa 100 Hektar. Gleichzeitig gelten 99 Prozent der Moore in Deutschland durch Entwässerung als degradiert. Rund 5,1 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen stammen laut Schödel aus entwässerten Mooren – nach dem Energiesektor die zweitgrößte Treibhausgasquelle des Landes. Anschaulich erklärte der Förster, wie Moore entstehen und weshalb sie früher mit immensem körperlichem Aufwand entwässert wurden. Bereits in den 1990er Jahren begann im Steinwald unter einem früheren Revierleiter, Norbert Reger, die Renaturierung. Ausschlaggebend waren vor allem Naturschutzaspekte: Moore bieten als kalte, nasse und saure Lebensräume seltenen Arten wie Rauschbeere, Wollgras, Aufrechte-Moorspirke, zahlreichen Insekten, Spinnen, Kreuzottern oder dem Auerwild wichtige Rückzugsorte. Zudem übernehmen die Moore eine bedeutende Schwammfunktion und speichern Wasser. Gerade im Steinwald sei dies wichtig für die Wasserversorgung von der Gemeinde Pullenreuth. Vorgestellt wurden auch Maßnahmen der Wiedervernässung, etwa das Verfüllen kleinerer Gräben oder das Setzen sogenannter Plomben in größeren Entwässerungsgräben. Durch die stärkere Verdunstung entstehe im Sommer zudem ein spürbarer Kühleffekt für die umliegenden Waldflächen. Die große Teilnehmergruppe zeigte sich beeindruckt vom Fachwissen des Referenten und von Landschaften, die viele im Steinwald so nicht erwartet hätten.
Im Anschluss an die Segnung lud die FFW-Steinlohe zum köstlichen Mittagessen ein und abends zum bekannten Wildburger. Und ein paar gemütliche Stunden in der lauen Sommernacht genossen viele Besucher. (Bild: Nikolaus Scherr)

Waldbrand-Modul der Feuerwehr Steinlohe erhält kirchlichen Segen

Nach dem Motorradgottesdienst vor der Wallfahrtskirche in Steinlohe schritten die beiden Kommandanten der Feuerwehr Steinlohe Markus Bindl und Matthias Braun zum Altar und baten Pfarrer Albert Hölzl um Segnung des neuen Waldbrand-Moduls, das neben den Gläubigen geparkt war. Kurz erläuterten die beiden Feuerwehrführungskräfte den Werdegang und den Zweck der Anschaffung. Ursächlich war der Brand vor zwei Jahren auf dem Altenschneeberg der Auslöser dafür und die Vorstandschaft überlegte, da ja Steinlohe von dichten Wäldern umgeben ist, wie solche Vegetationsbrände schneller unter Kontrolle zu bringen sind. Da das eigene Einsatzfahrzeug nicht sehr geländegängig ist, kam rasch der Gedanke auf mit einem Traktor Wasser an den Brandort zu bringen. Die Lösung mittels Erdschaufel und 1000 Liter Container kam als kostengünstig und am Besten geeignet vor. Nun ist die FFW-Steinlohe mit diesem Waldbrand-Modul in den Vegetationsbrandzug des Inspektionsbereiches Waldmünchen integriert. Dabei soll sich der Aktionsradius im Wesentlichen auf den Gemeindebereich beschränken. Vielen herzlichen Dank sagten die beiden Kommandanten allen Spendern, welche diese Anschaffung von rund 5000 Euro ermöglicht haben. Viele Sachspenden kamen von der Heizungsbaufirma Mauerer und von Peter Bindl. Nun sprach Pfarrer Albert Hölzl das Segensgebet und besprengte das neuangeschaffte Gerät und alle Helfer mit Weihwasser. Gott möge seine schützende Hand über alle aktiven der Feuerwehr Steinlohe halten, welche mit diesem Löschmodul Schaden an Natur und Menschen abhalten können.
Große Freude über den neuen Insektenlehrpfad in Schwandorf-Dachelhofen. (Bild: Andreas Hofmeister)

Bienen, Hummeln & Co. entdecken

Neuer Insektenlehrpfad in Schwandorf-Dachelhofen eingeweiht Eine Naturwiese mit insgesamt 11 Obstbäumen an der Arnoldstraße im Schwandorfer Ortsteil Dachelhofen erfüllt ab sofort einen besonderen Zweck – und zwar als Informationspfad. Hierfür wurden zehn Thementafeln montiert. Sie vermitteln Wissenswertes über die heimische Insektenwelt und geben praktische Hinweise zum Schutz der Artenvielfalt. Ziel des Pfads ist es, auf die Bedeutung von Wildbienen, Hummeln und Hornissen aufmerksam zu machen und über deren Lebensräume sowie Möglichkeiten zur Arterhaltung zu informieren. Die Pflege der Wiese erfolgt dabei bewusst naturnah. Der Städtische Bauhof mäht die Fläche lediglich einmal jährlich im Frühjahr und entsorgt anschließend das Grüngut. Dadurch bleibt der Lebensraum den Insekten auch über die kalten Monate hinweg als wichtiges Winterquartier erhalten. Zusätzlich dient die Fläche der Mittelschule Dachelhofen künftig auch als „Grünes Klassenzimmer” und bietet damit einen außerschulischen Lernort direkt in der Natur. So waren bei der offiziellen Einweihung neben Oberbürgermeister Andreas Feller, Tanja Sander und Jürgen Diller vom Sachgebiet Stadtplanung auch Schulleiter Christian Ernstberger, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse mit dabei. Diese zeigten sich begeistert und erkundeten den Lehrpfad mit großem Interesse. „Mit dem neuen Insektenlehrpfad schaffen wir nicht nur einen wertvollen Lebensraum für Bienen, Hummeln und viele weitere Arten, sondern sensibilisieren zugleich junge Menschen und die gesamte Bevölkerung für den Schutz unserer heimischen Natur”, betonte Andreas Feller bei der Einweihung. Zum Abschluss überraschten die Schülerinnen und Schüler das Schwandorfer Stadtoberhaupt dann noch mit einem besonderen Ständchen in Form der Bayernhymne.
Nach 70 Jahren trafen sich die Einschulungsjahrgänge 46/47/48 wieder und tauschten interessant Erinnerungen aus. (Bild: Robert Besold)

Klassentreffen nach 70 Jahren

Ein ganz besonderes Wiedersehen feierten jetzt die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Einschuljahrgänge 1946/47/48. Von den ursprünglich 39 Kindern, die im Jahr 1953 gemeinsam eingeschult wurden, konnten noch 18 Teilnehmer zu dem Treffen begrüßt werden. Vierzehn ehemalige Mitschüler sind inzwischen verstorben, fünf mussten krankheitsbedingt absagen und bei zwei Personen konnte der Aufenthaltsort nicht mehr ermittelt werden. Der Nachmittag begann bei Hendrik Zaus in herzlicher Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen. Viele der Teilnehmer hatten sich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Entsprechend groß war die Freude über das Wiedersehen. Es wurde gelacht, erzählt und gemeinsam in Erinnerungen an die Schulzeit und die Jugendjahre geschwelgt. Alte Geschichten und gemeinsame Erlebnisse sorgten für zahlreiche emotionale Momente. Ein besonders bewegender Teil des Treffens war der gemeinsame Gang zum Friedhof. Dort gedachten die ehemaligen Klassenkameraden ihrer verstorbenen Mitschülerinnen und Mitschüler, der früheren Lehrkräfte sowie Pfarrer Josef Pichl. Dabei wurde deutlich, wie stark die Verbundenheit der Generation auch nach mehr als sieben Jahrzehnten noch immer ist. Anschließend besuchten die Teilnehmer gemeinsam einen Gottesdienst, bevor der Tag im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ in Ölbrunn einen gemütlichen Ausklang fand. Bei gutem Essen und geselligem Beisammensein wurde bis in die Abendstunden weiter erzählt und erinnert. Für alle Beteiligten war es ein emotionaler und unvergesslicher Tag, der viele schöne Erinnerungen wachrief und die Freude über die langjährige Verbundenheit eindrucksvoll zeigte.
 Besondere Verdienste erwarben sich ( von links) Monika Albersdörfer und Juliane Keck um den Barockgarten und Gertraud Wiesner und Rita Krauß um das Archiv des Heimatvereins. (Bild: Walther Hermann)

Heimatverein unter neuer Führung

Nach dem Rücktritt der Vorstandschaft gab sich der Heimatverein mit Gregor Forster, Alfons Müller, Matthias Haberberger und Kornelia Götz eine neue Führungsmannschaft. Die dafür einberufene Mitgliederversammlung nutzte Karlheinz Keck, das Vereinsgeschehen der vergangenen 12 Monate in Form einer Zeitreise in Bildern lebendig werden zu lassen. „Unser Hauptaugenmerk galt dem Betrieb des Museums mit Pflege von Haus und Garten, die zu örtlichen Vorzeigeobjekten wurden, der Zoigltradition, der Archivtätigkeit und Sonderausstellungen“, betonte Keck zum Ende seiner 44-jährigen Vorstandstätigkeit. Inhalte seiner Zeitreise mit vielen Stationen waren unter anderem Ausstellungen wie „Die 20er Jahre“, „Eschenbacher Künstler“, „Kunst Leo Schötz“ und „Eschenbacher Barackenleben“, die Eschenbacher Mundarttage, Führungen für Schulklassen und bei Klassentreffen, das Konzert 40 Jahre Stodtbergsaitn, Jam-Session, Adventsmarkt, Vorträge zu 900 Jahre Stegenthumbach, verlassene Orte im Truppenübungsplatz, Wolfram und sein Eschenbach und der Oberpfälzer Asterix, Exkursionen durch alte Oberpfälzer Schlösser und der 48. Band von „Heimat Eschenbach“. Er betonte, wie sehr die „hervorragende Archivarbeit“ zu regelmäßigen Anfragen führt, und die vielseitige Vereinsarbeit „nicht für uns, sondern für die gesamte Stadt erbracht wird“. Im Bierweg mit Kellern sah er noch eine interessante Zukunftsaufgabe.
north