Das Patrozinium der Mutterkirche gefeiert
Im Dorf Lennesrieth verschmilzt seit vielen Jahren die kirchliche und weltliche Tradition im Rahmen der Dorfgemeinschaft zum alljährlichen Jakobifest. Die dortige Dorfkirche St. Jakobus, eine beliebte Hochzeitskirche, ist dem Apostel Jakobus dem Älteren, Patron der Pilger, der einer der allerersten Jünger Jesu war, geweiht. Der Namenstag des Jakobus war bereits am Samstag, doch feierte die Lennesriether Dorfgemeinschaft mit vielen Gästen das Patrozinium am Sonntag. Der Kirchenzug zur Feier des Patroziniums dieser Mutterkirche der Waldthurner Pfarrei nahm im unteren Dorf Aufstellung und marschierte schmissig angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, gefolgt von der Landjugend, MMC, Frauenbund, den Feuerwehren Lennesrieth, Waldthurn und Spielberg, Landvolk, den Tellschützen Spielberg und den einheimischen Bayerntreu-Schützen über den Dorfberg in Richtung Gotteshaus. Pfarrer Norbert Götz zog mit den Vereinen, Gläubigen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Bürgermeistern und Markträten in das schmucke Gotteshaus ein. Hans Feiler aus Oberbernrieth spielte an der Orgel, die Lennesriether Mesnerin Sieglinde Ertl sprach die Lesung und Fürbitten. Der Waldthurner Chor Amicanti unter der Leitung von Manuela Grünauer untermalte diesen Festgottesdienst, begleitet von Annika Pankotsch am E-Piano und Julia Mäckl auf der Klarinette mit Präzision, Herz und viel Gefühl. Als einer der Festmesse-Ministranten fungierte Jakob Lukas aus Albersrieth, der tags zuvor den Namenstag gefeiert hatte und passend zum Festtag seinen Dienst am Altar versah. Götz nannte den Heiligen Jakobus als einen der ersten und engsten Apostel von Jesus Christus. Jakobus sei der Heilige der Pilger und er sei eine Art Kompass auf dem Weg zu und mit Jesus Christus. Nach Jakobus ist einer der wichtigsten Pilgerwege in Europa benannt – der berühmte Jakobsweg, der bis „zum Ende der Welt“ in Santiago de Compostela führt. Nach der Patroziniumsmesse schloss sich ein zünftiger Jakobifrühschoppen in der Dorfmitte mit der Trachtenkapelle Waldthurn, die „444“ in riesigen Holzzahlen aufgestellt hatte, um auf ihr 444-jähriges Jubiläum am 15. August 2026 hinzuweisen, an. Georg Bocka begrüßte die Gäste erstmals in seiner Funktion als Bürgermeister von Waldthurn und Lennesriether Dorfsprecher zugleich. Er freute sich, dass der Andrang bei diesem Traditionsfest so groß war und dankte besonders den beteiligten Vereinen. Der „Kramer aus Oberbernrieth“ versorgte die vielen Gäste am Mittagstisch mitten im Dorf. Am Nachmittag sorgten der Waldthurner Richard Wagner und Schorsch Bauer aus Schwarzenfeld bis in den Abend für beste Stimmung und Unterhaltung am Dorfplatz. Nicht fehlen durfte die Kaffeestube im „Schneinder-Anwesen“. Zufriedene Gesichter hatten diejenigen, die eines der Brote, ein Stück Zwiebelkuchen, einen Schmierkuchen oder auch Butterbrot, Griebenfettbrot, „Schnillingbrot“, Geräuchertes auf Brot der berühmten Lennesriether Dorfbäckerinnen ergattern konnten.