Die Sänger von Sängerbund Kulmain und Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau mit Chorleiterin Andrea Krauß und Chorleiter Alexander Hecht. (Bild: Alexander Hecht)

Erste gemeinsame Zoiglfahrt stärkt Chorgemeinschaft

Die Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau und der Sängerbund Kulmain haben kürzlich erstmals gemeinsam eine Zoiglfahrt unternommen – und dabei eindrucksvoll gezeigt, wie sehr Musik verbindet. Ziel des geselligen Ausflugs war es nicht nur, den Zusammenhalt zwischen den beiden Chören zu stärken, sondern auch den Austausch unter den Sängern zu fördern und gleichzeitig Interesse bei interessierten neuen Mitgliedern zu wecken. Bei bester Stimmung führte die Fahrt zum Rechersimer Zoigl nach Röthenbach, bei dem neben kulinarischen Genüssen vor allem die Musik im Mittelpunkt stand. Immer wieder stimmten die Sänger bekannte und beliebte Chorsätze an – teils sogar auswendig. Die Darbietungen kamen bei den anwesenden Gästen sehr gut an und es gab reichlich Applaus. Die Freude am gemeinsamen Musizieren war während der gesamten Fahrt deutlich spürbar und trug maßgeblich zur lockeren und herzlichen Atmosphäre bei. Nach den fröhlichen Stunden zeigten sich beide Chöre entschlossen, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Bereits während der Zoiglfahrt wurden erste Pläne für weitere gemeinsame Aktivitäten geschmiedet. Im Fokus stehen dabei insbesondere die bevorstehenden gemeinsamen Proben für das Kreiskonzert im Oktober in Erbendorf. Mit der gelungenen Premiere der Zoiglfahrt haben die Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau und der Sängerbund Kulmain nicht nur einen unterhaltsamen Nachmittag erlebt, sondern auch ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Engagement und die verbindende Kraft der Musik gesetzt. Singen tut einfach gut!
Die Wandergruppe vor dem Tor vom Schloss Burgtreswitz mit Burgführer Peter Garreiss (rechts). (Bild: Josef Enslein)

Wandergruppe aus der Pfalz besuchte die Oberpfalz und OWV Moosbach

Die diesjährige Wochen-Ausflugsfahrt des Pfälzerwald-Vereins Theisbergstegen-Godelhausen führte in die Oberpfalz. Der Reiseleiter Bernhard Backe hatte dazu schon vor längerer Zeit beim Oberpfälzer Waldverein Moosbach wegen einer geführten Wanderung angefragt. OWV-Vorstand Josef Enslein übernahm gerne die Organisation eines Tagesprogramms für Mittwoch, den 24. Juni. Bei einem Kennenlern-Abend vorab im Quartier der Gruppe in Tännesberg wurde das Tagesprogramm nochmals besprochen. Am Mittwochvormittag besuchte Enslein mit der Gruppe das Schloss Burgtreswitz. Die beiden Schlossführer Peter Garreiss und Helene Rolle führten durch die gesamte Anlage und informierten die sichtlich erstaunten 46 Gäste über die Geschichte und die enormen Renovierungsmaßnahmen des alten Gemäuers. Den anschließenden Frühschoppen mit Getränken und Brezen genoss die Gruppe in der Schloss-Wirtsstube. Trotz hoher Temperaturen schloss sich eine Wanderung auf dem Glasschleifererweg von Moosbach in Richtung Pleystein an. Unter Führung von Josef Enslein und Unterstützung der OWV-Vorstandsmitglieder Diana Hochholzer und Julia Gatz nahm die Gruppe die Wanderung in Angriff. An mehreren Stationen erfuhren die Gäste viel Interessantes zu den früheren Schleifen entlang der Wanderroute. Wenn auch ein Teil der Wanderung durch etwas kühlere Waldgebiete führte, setzte die Hitze den älteren Wanderern kräftig zu. Da kam eine Pause auf halber Strecke in Lohma mit vom OWV organisierten kühlen Getränken gerade recht. Ein kleiner Teil der Gäste entschloss sich dennoch mit den drei Moosbachern den Rest der Strecke nach Pleystein zu wandern. Die übrigen Teilnehmer fuhren aufgrund der Hitze mit dem Bus direkt nach Pleystein weiter, wo sie der Pleysteiner Altbürgermeister Hans Walbrunn erwartete und zu einer kleinen Stadtführung einlud. Zum Ausklang traf sich dann die gesamte Gruppe wieder im Café Enslein bei einem kühlen Getränk oder Kaffee und Kuchen. Nach der Rückfahrt mit dem Bus bedankte sich Reiseleiter Backe ganz herzlich bei den OWV-lern für die gute Organisation und Begleitung. OWV-Vorstand Enslein verabschiedete die Gruppe, wünschte noch ein paar schöne Tage in der Oberpfalz und eine gute Heimreise.
Vortrag beim Kath. Frauenbund St. Konrad Weiden. (Bild: Gaby Narozny)

„Pack die Lebensfreude aus“, interessanter Vortrag beim Kath. Frauenbund St. Konrad, Weiden

Der Frauenbund St. Konrad in Weiden hatte zu einem inspirierenden Abend mit Kathrin Karban-Völkl in das Pfarrheim St. Konrad eingeladen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Kommission Ehe-Familie-Beruf des KDFB Regensburg mit ihrer 1. Vorsitzenden Angela Bodensteiner und der 2. Vorsitzenden Kerstin Wallmeyer. Bodensteiner dankte dem Frauenbund für die Benutzung des Pfarrheimes und freute sich über die zahlreiche Teilnahme. Agnes Hartwig vom Vorstandsteam des KDFB St. Konrad begrüßte die Referentin sowie 56 Frauen und einen Mann im Saal und dankte der Kommission für die Organisation. Unter dem Motto: „Das Leben genießen? Geht nicht immer, aber immer öfter“, stellte Karban-Völkl zu Beginn ihrer humorvollen Ausführungen die Frage: „Haben Sie heute schon gelacht?“ Sie sprach davon, dass sich Oberpfälzer „nach innen“ freuen und empfahl den interessierten Gästen im Saal, sich eine Grunddankbarkeit als Haltung zuzulegen. Es sei nicht alles selbstverständlich und es gilt nachzufragen, für was man dankbar sein darf. Sie zitierte Kurt Tucholsky, der einmal schrieb: „Man kann sich über alles ärgern, aber man ist nicht dazu verpflichtet“. Nach gemeinsamem Singen und Austausch ging es um die Frage, wie wir den Wert unserer Lebenszeit bewusster entdecken, sowie Vertrauen schöpfen können. Am Ende des Abends voller belebender Impulse dankte Agnes Hartwig der Referentin mit einem Geschenk.
Waldjugend beim Ausschneiden der Fichten im Moor. (Bild: Walter Seltmann)

Einsatz fürs Hochmoor am Schneeberg

Nach ein paar Jahren Pause waren wir abermals Mitte Juni zu Besuch auf einer Hütte am Schneeberg. An der Hütte angekommen inspizierten wir alle gleich die Räumlichkeiten und fühlten uns in der Hütte auch gleich wieder wie zuhause. Leider regnete es den ganzen restlichen Tag und unser geplanter Ausflug zur Tierbeobachtung fiel ins Wasser. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Spielen in der Hütte. Am nächsten Morgen hieß es in aller Früh aufstehen, da für diesen Vormittag ein Forsteinsatz auf dem Programm stand. Zum Glück regnete es nicht mehr und es schien wieder die Sonne. Unter der Anleitung des zuständigen Revierleiters Stefan Oettle wollten wir eine Biotoppflegemaßnahme in einem Hochmoor am Schneeberg durchführen. Unser Arbeitseinsatz galt vor allem den moortypischen Pflanzen. Hierbei mussten wir die Fichten aus der Moorfläche herausschneiden. Durch unseren Einsatz wollten wir Beerenkräuter wie z. B. die Moosbeere, aber auch den Sonnentau, das Wollgras und die Torfmoose fördern. Die Arbeit war ganz schön anstrengend, da, um die Fläche frei zu bekommen, alle Bäume bis über den Rand des Moores getragen werden mussten. Gegen Mittag hatten wir eine ganze Menge geschafft und erschöpft und zerstochen von den vielen Mücken steuerten wir die Hütte an. Nach einer Stärkung und Ruhepause wanderten wir hinauf zum Gipfel des Schneeberges, um die Aussicht vom dortigen Aussichtsturm „Backöfele“ über das Fichtelgebirge zu genießen. Zum Abend kochten wir gemeinsam Gulasch und ließen den Abend wieder mit ein paar Spielen ausklingen.
Die Kinder der Kindergartengruppe und der Schulkindbetreuung bei ihren Auftritten. (Bild: Stefanie Ender)

Aktionstag Musik begeistert Kinder und Gäste

Auch in diesem Jahr wurde im Marien-Kindergarten/Haus des Kindes in Hirschau wieder der Aktionstag Musik gefeiert. Die Initiative geht auf die Bayerische Landeskoordinierungsstelle für Musik zurück und hat in der Einrichtung bereits eine schöne Tradition. Jedes Jahr wird der Aktionstag gemeinsam mit wechselnden Kooperationspartnern gestaltet – mal mit Eltern, Senioren oder Großeltern. In diesem Jahr durften die Kinder Gäste einladen. Besonders erfreulich war, dass die Kinder den Nachmittag selbst mitgestalteten und entschieden, welche musikalischen Beiträge sie präsentieren wollten. Alle Kinder der Einrichtung eröffneten die Veranstaltung mit dem Mottolied der Veranstaltung, bevor die Kindergartenkinder als Gruppe und anschließend in einzelnen Kleingruppen ihre Aufführungen zeigten. Einige Kinder trauten sich sogar, eigene Beiträge auf die Bühne zu bringen. So begeisterte ein Kindergartenkind das Publikum mit zwei Flötenstücken. Nach einer kurzen Pause ging das Programm mit den Schulkindern weiter. Auch sie starteten gemeinsam mit einem Lied und präsentierten anschließend ihre selbst entwickelten Beiträge. Von Bändertänzen und Choreografien über Gesang bis hin zu Musikstücken auf der Ukulele war alles dabei. Besonders beeindruckend war, dass die Kinder ihre Auftritte eigenständig geplant, angekündigt und präsentiert hatten. Der Stolz über das Geleistete war ihnen deutlich anzusehen. Der Applaus wollte am Ende kaum verstummen. Eltern und Gäste zeigten sich begeistert vom Mut, der Kreativität und dem Engagement der Kinder. Als Anerkennung für ihre Leistungen erhielten alle Kinder eine Urkunde.
Mit Ordensmantel v.l.n.r.: Ordensfähnrich Thorsten Schiener (KRK Plößberg), Ordensmarschall Alexander Littich (KSV Mühlhausen) und Großmeister Wilhelm Schiener (KRK Plößberg). (Bild: Thorsten Schiener)

Ritterschaft „Deutsche Ehrenlegion“ weiht Gedenkstätte für verstorbene Ritter ein

Mit einer würdevollen Feier weihte die Ritterschaft ihre Gedenkstätte ein. Zahlreiche Mitglieder, Ehrengäste sowie Angehörige nahmen an der Zeremonie neben der Kapelle der Familie Littich bei Mengkofen teil. Großmeister Wilhelm Schiener von der KRK Plößberg begrüßte die beiden Geistlichen Pfarrer Markus Schwarzer und Ordenskaplan Jürgen Amerschläger, die Angehörigen der verstorbenen Ritter sowie Vertreter der BKV mit Präsident Otmar Krumpholz, den KSV Mühlhausen mit Fahne und Böller sowie die Mitglieder der Ritterschaft mit ihren Familien. Nach dem Totengedenken richteten Präsident Otmar Krumpholz und der Präses der S-T-V 1813 in Bayern, Thorsten Schiener von der KRK Plößberg, Grußworte an die Anwesenden. Beide würdigten die Bedeutung der neuen Gedenkstätte als Ort des Erinnerns, des Gebets und der Besinnung. Ein besonderer Dank galt Ludwig und Alexander Littich. Durch die Bereitstellung des Geländes rund um die Kapelle wurde die Errichtung der Gedenkstätte erst möglich. Ebenso dankte man der BKV für ihre finanzielle Unterstützung und den zahlreichen Spendern, Helfern und Unterstützern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Projekts beitrugen. Im Anschluss wurde die Gedenkmedaille „Heiliger Michael“ der S-T-V 1813 verliehen, sie erinnert an den Schutzpatron der Soldaten und wird für besondere Verdienste um Tradition, Kameradschaft und Erinnerungskultur vergeben. Posthum wurde Ludwig Littich geehrt; die Auszeichnung nahm seine Witwe Gerlinde Littich entgegen. Auch Alexander Littich erhielt die Medaille für sein besonderes Engagement. Die Enthüllung der Gedenkstätte erfolgte durch Großmeister Wilhelm Schiener, Marschall Alexander Littich und Fähnrich Thorsten Schiener. Anschließend wurde sie von den beiden Geistlichen feierlich eingeweiht. Mit der neuen Gedenkstätte wurde ein dauerhafter Ort des Gedenkens geschaffen und zugleich ein sichtbares Zeichen für die Pflege von Tradition, Kameradschaft und christlichen Werten gesetzt.
Die Pilgergruppe der KAB während ihrer Wanderung entlang am Grünen Band. Hier am Grenzlandturm Bärnau (Foto: Brigitta Alkofer) (Bild: Brigitta Alkofer)

Grüne Stille, offene Grenzen – KAB pilgert entlang des Grünen Bandes

Anfang Juni machten sich 10 Mitglieder der KAB Ortsverbände Kulmain und Neusorg-Riglasreuth auf den Weg, um mit Christine Sollfrank (Teamsprecherin OV Kulmain) und Brigitta Alkofer (zertifizierte Pilgerwegbegleiterin) die historisch höchst interessante Gegend an der bayerisch-tschechischen Grenze zu erkunden. Was einst als streng bewachter Grenzstreifen Menschen trennte, ist heute ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie ein lebendiges Denkmal deutscher Geschichte. Bei bestem Wanderwetter startete die Gruppe von Bärnau aus durch die einzigartige Landschaft des Grünen Bandes, durch Wiesen und Wälder, teilweise entlang ehemaliger Kolonnenwege der Grenztruppen. Immer wieder erinnerten Grenzsteine, Wachtürme, Informationstafeln und historische Relikte an die Zeit des Eisernen Vorhangs. Besonders berührend war der alte Inselfriedhof von Paulusbrunn. Paulusbrunn, einst ein großes Dorf im böhmischen Grenzgebiet, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg komplett zerstört, nachdem alle 1.500 Bewohner vertrieben worden waren. Der Friedhof verblieb als stiller Zeuge des verschwundenen Dorfs und ist heute ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und der deutsch-tschechischen Versöhnung. Die Teilnehmenden nutzten diese eindrucksvollen Orte, um innezuhalten und über die Folgen von Krieg und Vertreibung, vor allem aber über die Bedeutung von Frieden, Freiheit und die Verantwortung für kommende Generationen nachzudenken. Neben historischen Hintergrundinformationen und intensiver Naturerfahrung machten gerade spirituelle Impulse, Gebete und Lieder diese Pilgerwanderung zu einer ganz besonderen Erfahrung. Ein gemeinsames Abendessen in Bärnau rundete den Tag gemütlich ab.
Die Reisegruppe am Molvenosee mit (rechts stehend) Vorsitzender Herbert Rudolph, ( sitzend rechts) Reiseleiter Dieter Placzek. (Bild: Dr. Günther Ernst)

CSU-Senioren-Union auf Erlebnistour in Südtirol

50 Frauen und Männer, unter ihnen die Vorsitzenden Herbert Rudolph und Gerhard Hey, starteten am 15.Juni Richtung Südtirol. Reiseleiter Gerhard Placzek hatte wieder ein 5-Tage-Programm ausgearbeitet, das mit der Besichtigung von Kufstein begann. Schon während der Fahrt sang man das Kufsteinlied, um 12 Uhr lauschte man auf der Festung der Heldenorgel. Im Hotel „Rotwild“ Nähe Bozen wurde Quartier bezogen. Mit der versierten Führerin Marianne konnte die Gruppe in den Gärten von Schloss Trautmannsdorf auf 12 Hektar Pflanzen aus aller Welt besichtigen. Einige Teilnehmer überwanden auch den Höhenunterschied von 100 m und wurden mit einem spektakulären Ausblick auf die umliegenden Bergmassive und Meran belohnt. Dabei konnte man auch den „Garten für Verliebte“ bewundern. Am dritten Tag ging es ins malerische Vinschgau, am oberen Teil des Etschtals gelegen und bekannt für seine Vinschgauer Brötchen. Dort liegt auch Gluns, kleinste Stadt Südtriols. Nächstes Ziel war Graun am Reschensee mit dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm, der vom überfluteten Dorf erhalten blieb. Auf der Rückfahrt besichtigte man den Friedhofs in Lass. Dort bestehen die Grabmäler ausschließlich aus weißem Marmor, der dort abgebaut wird. Die unbekannten Brentadolomiten, geografisch im Trentino gelegen, standen am nächsten Tag auf dem Programm. Markante Felsentürme und spitze Gipfel waren vom Hochplateau aus 1700m bestens einzusehen. Hinab ging es vorbei am bekannten Skiort Madonna de Campiglio, zu den Nordis-Wasserfällen in Carisolo, die ebenfalls erwandert wurden. Der Halt am tiefblauen Molvenosee lud zu einem Spaziergang ein. Auf der Heimreise war letzter Halt der lustige Museumsfriedhof in Kramsach. Dort liegt zwar niemand begraben, aber es sind über 100 Grabkreuze mit originellen Aufschriften aufgestellt. SEN-Union-Vorsitzender Rudolph dankte dem bewährten Reiseleiter Placzek, dem Meister seines Fachs Max Römisch von Omnibus Göttel sowie den Bordservice-Damen.
MGV_1 und MGV_2 ist der Männergesangverein Flossenbürg. (Bild: Christina Rosner)

MGV-Flossenbürg begeistert beim Kulturfestival in Klenčí

Klenčí pod Čerchovem und Flossenbürg verbindet seit Oktober 2025 eine junge, aber lebendige Partnerschaft. Wie herzlich diese Beziehung inzwischen gewachsen ist, zeigte sich am vergangenen Wochenende beim traditionellen Kulturfestival „Výhledy“ in der tschechischen Partnergemeinde. Der Männergesangverein Flossenbürg (MGV) war eingeladen – und die Sänger ließen sich nicht zweimal bitten. Nachmittags bestiegen Chor und Sängerfrauen den Bus, organisiert vom Verein und begleitet von Bürgermeister Thomas Meiler. Mit im Gepäck: drei frisch gebackene Schmierkuchen, liebevoll kreiert vom Sangesfreund Anton Frauenreuther, um sich am beliebten Wettbewerb um den besten Kuchen zu beteiligen. Die Stimmung im Bus war erwartungsvoll, denn für viele war es der erste Besuch beim großen Kulturfest am Fuße des Čerchov. Das Festival „Výhledy“ gilt als einer der kulturellen Höhepunkte der Region und lockte auch in diesem Jahr viele Besucher aus Böhmen und Bayern nach Klenčí. Die Atmosphäre war locker und das Programm vollgepackt. Die Besucher konnten unter anderem einer Filzerin und einem traditionellen Besenmacher über die Schulter schauen. Auch die Präsentationen chodischer Handwerkskunst – Klöppelspitzen, Keramik, Weberei, Stickerei und die berühmten chodischen Schmierkuchen – gehörten zu den Attraktionen des Tages. Am späten Nachmittag begann das Musik- und Folkloreprogramm, das zahlreiche Gruppen aus der Region auf die Bühne brachte. Aus Schönsee und Marienbad reisten Tanzgruppen an, die mit energiegeladenen Darbietungen das Publikum begeisterten. Dann war der Moment für den MGV Flossenbürg gekommen. Unter der Leitung von Herbert Kraus präsentierte der Chor ein sorgfältig einstudiertes Programm: „Festgesang“, „Pferde zu viere traben“, „Die Gedanken sind frei“, „Elternhaus“ und „Aus der Traube in die Tonne“. Die Moderatorin des Festivals übersetzte die Ankündigungen des jeweiligen Stücks durch Stefan Meiler für das tschechische Publikum, das die Darbietungen mit herzlichem Applaus belohnte. Besonders „Die Gedanken sind frei“ fand spürbar Anklang – ein Lied, das in beiden Ländern eine lange Tradition hat. Ein weiterer Programmpunkt war der traditionelle Wettbewerb um den besten Kuchen. Auch wenn es für die Flossenbürger Schmierkuchen nicht zum ersten Platz reichte, sorgten sie für viel Aufmerksamkeit. Stefan Meiler konnte mit dem 4. Platz noch einen Geldpreis für den MGV mit nach Hause nehmen. Für die Flossenbürger war der Besuch weit mehr als ein Auftritt. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit den Gastgebern ins Gespräch zu kommen, Handwerksstände zu besuchen oder regionale Spezialitäten zu probieren. Beim Abschied war man sich einig: Die Partnerschaft zwischen Flossenbürg und Klenčí lebt – und sie wächst mit jedem gemeinsamen Fest ein Stück weiter. Der MGV Flossenbürg hat dazu einen klangvollen Beitrag geleistet.
north