Über 70 Teilnehmende jeder Altersstufe machten die achte Boardgamesnight im Landratsamt Tirschenreuth wieder mal zu einem vollen Erfolg.  (Bild: Rainer Seidel)

74 Spielebegeisterte verwandeln Landratsamt in eine nächtliche Spielewelt

Ein ungewöhnliches Bild bot sich am 17. April 2026 im Landratsamt Tirschenreuth: Zwischen 18 Uhr und 1 Uhr nachts wurden Sitzungssäle, Foyer und sogar der Balkon zum Treffpunkt für Brettspielfans. Insgesamt 74 Teilnehmende kamen zur inzwischen 8. Boardgamesnight der Kommunalen Jugendarbeit zusammen und verwandelten das Verwaltungsgebäude in einen Ort voller Würfel, Karten und strategischer Duelle. Von klassischen Brettspielen über kooperative Abenteuer bis hin zu komplexen Strategiespielen konnten die Besucherinnen und Besucher aus mehr als 60 Spielen wählen. Ein langes Studium von Spielanleitungen war dabei nicht nötig: Erfahrene Spieleprofis sowie langjährige Teilnehmer unterstützten bei der Auswahl und erklärten die Regeln. Rainer Seidel, Kommunaler Jugendpfleger und Organisator der Boardgamesnight, betont: „Dass ein Landratsamt für mehrere Stunden zum Spielort und Treffpunkt junger Menschen wird, zeigt, wie Jugendarbeit Räume neu denken kann. Verwaltung wird zum Begegnungsort – und aus einem formellen Gebäude wird ein Ort, der für viele junge Menschen positiv besetzt ist.” Die Boardgamesnight sei weit mehr als ein klassisches Freizeitangebot. Ohne Anmeldung, ohne Teilnahmegebühr und ohne Leistungsdruck entstehe ein niedrigschwelliger Rahmen für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft – gerade auch für Jugendliche, die klassische Vereins- oder Sportangebote nicht nutzen. Für Getränke und kleine Snacks war an diesem Abend gesorgt. Ein besonderer Dank gilt den Federballfreunden Waldsassen, die den Spieleabend kurzfristig mit selbst gebackenen Pizzen unterstützten. Die positive Entwicklung der Veranstaltung spricht für sich: Während die erste Boardgamesnight noch mit 12 Teilnehmenden startete, kamen diesmal bereits über 70 Spielbegeisterte. Am Ende des Abends waren sich viele einig: Zur 9. Boardgamesnight am 13. November 2026 ist man gerne wieder dabei.
Das Bild zeigt eine Schulklasse 1948 in Wutschdorf. Rechts hinten die Lehrerin Charlotte Heidrich. (Bild: Karl Männer)

Zeitdokument beim Kulturverein: Aus dem Tagebuch einer Dorfschullehrerin

Was hat eine Dorfschullehrerin um das Jahr 1950 in Wutschdorf erlebt? Charlotte Heidrich - damals 28 Jahre alt - hat es aufgeschrieben. Der Heimat- und Kulturverein Freudenberg stellte jetzt das „Tagebuch einer Dorfschullehrerin” vor, die Aufzeichnungen von Charlotte Heidrich. Sie hat vor 75 Jahren notiert, was ihr in diesem Dorf aufgefallen ist, hat die Menschen porträtiert, denen sie begegnet ist, Bräuche und Dorftratsch aufgeschrieben. „Es ist ein Zeitdokument”, sagte HKV-Vorsitzender Uli Piehler bei einem kurzen Vortrag, der Fotos aus dieser Zeit und vertonte Ausschnitte aus dem Tagebuch enthielt. Charlotte Heidrich war alleinstehend und fremd im Dorf. Sie wurde am, 13. Februar 1923 in Leitmeritz an der Elbe (heute Litomerice) im Sudetenland (Tschechien) geboren. Sie sollte die Eisenwarenhandlung ihres Vaters übernehmen, studierte bis 1945 Wirtschaftswissenschaften in Prag. Am 21. Juni 1945 wurden sie vertrieben. Familie Heidrich flüchtete nach Bayern und landete in Amberg. An einem Baum in Amberg hing ein Plakat „Ausbildung zur Volksschullehrerin“. Nach einem Jahr Ausbildung erhielt sie 1948 ihre erste Stelle in Wutschdorf. Beim „Langerwieser” bezog sie ein Zimmer, drei mal zwei Meter groß, neben der Küche. Sie war bis 1951 in Wutschdorf. Die Dorfschullehrerin berichtet, wie schwer es ihr fiel, zu akzeptieren, dass die Kinder eher zum Kühe-Hüten geschickt wurden, als in den Unterricht. Sie beschreibt eine Fronleichnamsprozession und ihre einzelnen Teilnehmer, erzählt von Festen und Feiern im Dorf und von verschiedenen Bräuchen. Auch Sagen, die ihr die alte „Langerwieserin” erzählt hat, hat sie aufgeschrieben. Der Vortrag war gut besucht, eine Wiederholung wurde angeregt.
Gaming in der Stadtbücherei Waldsassen (Bild: Kristina Gebel )

Vom Bilderbuchkino ins Rennspiel: Lebendiger Welttag des Buches in der Stadtbücherei

Am 23. April 2026 wurde die Stadtbücherei Waldsassen einmal mehr zu einem lebendigen Dritten Ort für Kinder und Familien: Anlässlich des Welttags des Buches erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm voller Geschichten, Kreativität und Spiel. Schon am Nachmittag lud ein Bücherflohmarkt zum Stöbern ein. Zahlreiche gut erhaltene Bücher wechselten hier den Besitzer und sorgten für neue Lesefreude in vielen Familien. Zusätzlich sorgten ein Bücherquiz mit kleinen Geschenken sowie ein Büchertisch mit aktuellen Neuerscheinungen für weitere Highlights. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, neue Bücher zu entdecken und auszuleihen. Ein besonderes Erlebnis für die jüngsten Gäste war das Bilderbuchkino um 16:00 Uhr. Gezeigt wurde die Geschichte „Rosalein Schmetterschwein will fliegen”. Dabei blieb es nicht nur beim Zuschauen: Mit leiser Musik verwandelten sich die Kinder selbst in kleine Schmetterlinge und „flogen” durch die Bücherei. Im Anschluss wurden gemeinsam bunte Schmetterlinge gebastelt, die viele stolz mit nach Hause nahmen. Danach wurde es rasant: Beim freien Gaming mit der Nintendo Switch konnten die Kinder bei „Mario Kart” spannende Rennen fahren. Für viele war es das erste Mal überhaupt, eine Nintendo Switch auszuprobieren – entsprechend groß war die Begeisterung. Die jungen Teilnehmer lieferten sich mit viel Spaß kleine Wettkämpfe, und so mancher hätte am liebsten noch länger weitergespielt.
Frauen des KDFB Schwarzenfeld bei einer Führung durch die Gärtnerei Ziereis (Bild: Angela Dausch)

Spannende Eindrücke beim Besuch der Gärtnerei Ziereis

Eine herrlich bunte Blütenpracht und frischer Duft von Zitronen und Orangen füllen den Verkaufsraum der Gärtnerei Ziereis in Schwarzenfeld, als 46 Frauen des Frauenbundes Schwarzenfeld von den beiden Chefs Johann und Johannes Ziereis begrüßt werden. In zwei Gruppen aufgeteilt erleben die Frauen mit wie viel Liebe und Handarbeit in diesem Meisterbetrieb Blumen- und Gemüsepflanzen herangezogen werden, bis sie schließlich im Verkauf landen. Vom Großvater gegründet, vom Vater Johann Ziereis ausgebaut entschied sich der Juniorchef Johannes Ziereis 2016 zu einer großen Erweiterung und Neugestaltung unter ökologischen Gesichtspunkten. In den Hallen neben des Verkaufsraumes werden Pflänzchen gesät, pikiert. Eine Topfmaschine füllt die Pflanztöpfchen mit Erde, eine Mitarbeiterin setzt die Pflänzchen ein. Mit Unterstützung moderner Technik werden die Pflanzen mit Wasser versorgt, die Halle gelüftet und temperiert. Dabei legt der Juniorchef viel Wert auf eine umweltbewusste Betriebsweise, angefangen von nahezu torffreier Pflanzerde, über ein ausgefeiltes Bewässerungssystem bis hin zum Pflanzenschutz. Etwa 120 000 Sommerblüher sowie Gemüsepflanzen finden derzeit ihren Absatz im Ladenraum, ebenso in zehn verschiedenen Edekamärkten oder lassen sich auf Landesgartenschauen bewundern. Besonderes Schmankerl ist das Cafe im Verkaufsraum. Johannes Ziereis hat die ehemalige Ladenfläche liebevoll in seine große Verkaufshalle integriert und bietet den Kunden dort jetzt Kaffee und Kuchen an. Diesen konnten die Damen nach der etwa eineinhalbstündigen Führung, in der zahlreiche Fragen beantwortet wurden, im Cafe genießen. Vorsitzende Karola Beer bedankte sich herzlich bei den beiden Chefs für die Zeit und die sehr interessanten Einblicke in die Arbeit, die hinter der Blütenpracht steckt.
Spatenstich Stockschützbahnen (Bild: Wolfgang Friedl)

Spatenstich Stockschützenbahnen TSV 1954 Stulln

Am Dienstag, den 21.04.2026 um 18:00 Uhr fand der Spatenstich bzgl dem Bau von Stockschützenbahnen des TSV 1954 Stulln, Abteilung Stockschützen statt. Hier begrüßte der 1. Abteilungsleiter Wolfgang Friedl die anwesenden Gäste. Sein besonderer Gruß galt den 1. Bürgermeister Herrn Hans Prechtl, den Mitgliedern des Gemeinderats, den 2. Vorsitzenden des TSV 1954 Stulln Hauptverein Kurt Nachtmann und den Vertreter der Baufirma Probst-Bau GmbH Josef Lobinger. Im Anschluss bedankte sich Abteilungsleiter Wolfgang Friedl bei der Gemeinde Stulln als Bauherr, dem 1. Bürgermeister Hans Prechtl, welcher seit bekannt werden dieses Projektes diesem sehr positiv gegenüber stand und durch die Gewährung eines großzügigen Investitionszuschusses seitens der Gemeinde den Start dieses Vorhabens erleichtert und ein Stück weit auch ermöglicht hat. Weiter bedankte er sich bei Christian Heldmann, welcher für die Planung, dem Einholen von Anträgen und Genehmigungen, der Eingabe beim LRA etc, was alles nahezu sachlich und fachlich perfekt erledigt wurde. Zu guter Letzt bedankte sich Wolfgang Friedl noch bei der Baufirma Probst Bau, welche die Zulieferung von Material und die Bereitstellung von Geräten und Maschinen zusagte. Zum Schluss wünschte er allen einen unfallfreien Verlauf beim Bau dieser Stockschützenanlage und übergab das Wort an den 1. Bürgermeister Hans Prechtl. Dieser bedankte sich für die Einladung und führte an, dass dieses Projekt, die 7. Sparte im TSV Stulln ist und für die Gemeinde sicher eine weitere sportliche Attraktivität und Bereicherung ist. Dies großzügig finanziell zu unterstützen habe er mit Zustimmung des Gemeinderats gerne gemacht. Auch er wünschte zum Schluß allen Beteiligten einen unfallfreien Verlauf. Im Bild der offizielle Spatenstich, von links 1.Bürgermeister Hans Prechtl, Wolfgang Friedl, Kurt Nachtmann und Josef Lobinger
Zu Beginn des Girls' Days begrüßte Oberbürgermeister Andreas Feller (2. v. r.) zusammen mit Norbert Zimmermann (Sachgebietsleiter Personal und Organisation, links) und den zuständigen Sachgebietsleitern die Mädchen im Schwandorfer Rathaus. (Bild: Lara Schmaus)

„Girls' Day 2026” bei der Stadt Schwandorf erneut voller Erfolg

Seit mittlerweile 25 Jahren gibt es den „Girls' Day”. Dieser deutschlandweite Aktionstag ermöglicht Mädchen, in technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe hineinzuschnuppern – allesamt Arbeitsfelder, in denen Frauen bislang häufig unterrepräsentiert sind. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr hat sich die Stadt Schwandorf nun zum zweiten Mal am „Girls' Day” beteiligt. Zum Auftakt des Tages wurden die insgesamt vier Teilnehmerinnen von Oberbürgermeister Andreas Feller in dessen Amtszimmer herzlich begrüßt, anschließend ging es in die Praxis. Bei der Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung Schwandorf (SWFS) lernten die Mädchen den Beruf der Umwelttechnologin für Wasserversorgung kennen. Hier ging es unter anderem um die Aufbereitung von Trinkwasser, den Betrieb von Versorgungsnetzen und den Umweltschutz. Unter Anleitung durften die Mädchen selbst aktiv werden und beispielsweise einen Hauswasseranschluss herstellen. Im Hallenbad Schwandorf konnten sich die Teilnehmerinnen einen Eindruck vom Beruf der Fachangestellten für Bäderbetriebe machen. Sie erfuhren, wie wichtig Wasserqualität und die Überwachung der technischen Anlagen für die Sicherheit der Badegäste ist. Auch praktische Übungen im Wasser beim Schwimmen und Tauchen standen auf dem Programm. Neu in diesem Jahr war zudem die Möglichkeit, in den Beruf der Straßenwärterin zu schnuppern. Dabei erhielten die Schülerinnen von Mitarbeitenden des Städtischen Bauhofs spannende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben rund um die Instandhaltung und Sicherung von Straßen und Verkehrswegen. Auch Norbert Zimmermann, Sachgebietsleiter Personal und Organisation, zog ein positives Fazit: „Der Girls' Day ist für uns eine wertvolle Gelegenheit, jungen Menschen ganz konkret zu zeigen, wie vielfältig die technischen und handwerklichen Berufe bei der Stadt sind. Besonders freut es mich, dass die Teilnehmerinnen so aktiv mitgemacht und echtes Interesse gezeigt haben. Genau solche Erfahrungen können bei der späteren Berufswahl den entscheidenden
Die 15-jährige Saskia Stieble von der Landgraf-Ulrich-Schule in Pfreimd schnupperte beim Girls-Day im Bildungszentrum Weiden ins Metallbauhandwerk. (Bild: Tobias Knauer)

„Handwerk ist nicht nur Männersache” Beim Girls'Day in Weiden konnten sich fünf Schülerinnen von der Vielfalt im Handwerk überzeugen

Zum 15. Mal beteiligte sich das Bildungszentrum Weiden der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz am Girls'Day. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags erhielten fünf Mädchen verschiedener regionaler Mittelschulen praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Handwerksberufe. In der Kfz-Werkstatt nahmen die Mädchen an einer überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung teil. Hier standen die Themen Fahrzeuginstandsetzung sowie die Durchführung von Wartungs- und Servicearbeiten im Fokus. Auch in der Metallwerkstatt schnupperte eine der Schülerinnen in eine überbetriebliche Lehrlingsunterweisung und schaute einer der Auszubildenden bei ihrer Arbeit über die Schulter. Bei der Anfertigung eines „Mensch-Ärgere-dich-nicht” Spiels aus Metall lernte sie dabei grundlegende Metallbearbeitungstechniken kennen. „Uns ist es sehr wichtig, beim Girls'Day mit dabei zu sein”, so Tobias Knauer, Leiter des Bildungszentrums Weiden. Noch immer sei der klassische Handwerker in den Köpfen vieler Menschen, ein Mann. „Dieses Bild ist veraltet. Frauen können im Handwerk genauso viel leisten wie Männer. Wir möchten gerne dazu beitragen, diese Vorstellung aufzubrechen und zu zeigen, dass Handwerk nicht nur Männersache ist”, meint Knauer. Der Girls'Day und der Boys'Day bieten Mädchen und Jungen einmal jährlich Einblicke in Berufe, in denen Frauen und Männer unterrepräsentiert sind. Bundesweit gibt es auch in diesem Jahr über 23.300 Angebote mit rund 174.000 Plätzen, in denen Schülerinnen und Schüler von klischeefreier beruflicher Orientierung profitieren können. Der Aktionstag wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Seit 2001 standen für Mädchen mehr als 2,5 Millionen Plätze zur Verfügung, am Boys'Day haben seit 2011 insgesamt mehr als 450.000 Jungen teilgenommen.
Übergabe der Spende an die Vertreter der Wohngruppe St. Benedikt (Bild: Karlheinz Budnik)

Stadt Windischeschenbach unterstützt Wohngruppe St. Benedikt

Ein erneutes Zeichen der Unterstützung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts setzte die Stadt Windischeschenbach auch im Jahr 2026: Im Rahmen des städtischen Hilfsprogramms „Bürger helfen Bürgern” wurde eine Spende in Höhe von 300 Euro an die Wohngruppe St. Benedikt im Haus Elisabeth übergeben. Die Übergabe erfolgte durch Bürgermeister Karlheinz Budnik (rechts) gemeinsam mit der zuständigen Sachbearbeiterin Julia Giehl (2. v.l.). Für die Wohngruppe nahmen Bewohnervertreterin Ramona Aschenbrenner (sitzend) sowie Andreas Stumpe von der Katholischen Jugendfürsorge die Spende dankend entgegen. „Mit dieser Unterstützung möchten wir die wertvolle Arbeit der Wohngruppe St. Benedikt weiterhin fördern und einen Beitrag dazu leisten, den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner positiv zu gestalten”, betonte Bürgermeister Budnik im Rahmen der Übergabe. Das Hilfsprogramm „Bürger helfen Bürgern” stehe beispielhaft für den starken Zusammenhalt innerhalb der Stadtgemeinschaft. Die Spende soll insbesondere für Freizeitangebote und gemeinschaftliche Aktivitäten eingesetzt werden, die das Miteinander stärken und den Bewohnerinnen und Bewohnern bereichernde Erlebnisse ermöglichen. Die Wohngruppe St. Benedikt im Haus Elisabeth engagiert sich für Menschen mit Unterstützungsbedarf und bietet ihnen ein Umfeld, das ein möglichst selbstbestimmtes Leben fördert. Durch individuelle Begleitung und gezielte Angebote wird den Bewohnerinnen und Bewohnern eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Auch auf Seiten der Einrichtung wurde die Unterstützung sehr positiv aufgenommen. Ramona Aschenbrenner brachte im Namen der Bewohnerinnen und Bewohner ihre Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck und unterstrich die Bedeutung solcher Zuwendungen für das tägliche Leben in der Wohngruppe. Das städtische Hilfsprogramm „Bürger helfen Bürgern” verfolgt das Ziel, soziale Projekte und Einrichtungen vor Ort zu unterstützen und damit den Gemeinschaftssinn in Windischeschenbach nachhaltig zu stärken. Die diesjährige Spende an die Wohngruppe St. Benedikt reiht sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, mit denen die Stadt ihr soziales Engagement unterstreicht.
Lydia Hösl, Michael Hösl und Michael Eckl (von links). (Bild: Nico Troglauer)

Tischtennisverein ernennt Ehrenvorsitzenden

Bei der letzten Jahreshauptversammlung des Kolping-Tischtennisvereins erfolgte neben den Neuwahlen auch eine Ehrung. Michael Hösl wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1. Vorsitzender Michael Eckl freute sich, seinem langjährigen Doppelpartner die Urkunde überreichen zu können. Er berichtete über die unzähligen Aufgaben, die der Geehrte seit 1972 im Verein übernommen hat. Es begann 1973 als Gerätewart, Kassier und schließlich auch 20 Jahre als Vorsitzender. Seit 2012 ist Michael Kassier, Pressewart und Chronist. Neben seiner Tätigkeit in der Vorstandschaft wurden auch seine sportlichen Erfolge gewürdigt. Bereits in den Anfangsjahren wurde er Jugend-Vereinsmeister und platzierte sich bei Kreismeisterschaften und Ranglistenturnieren. 1974 wurde er mit Michael Malterer, Dieter Mauritz und Michael Ippisch Meister der 3. Bezirksliga. Auch bei den Herren war er zweimal Vereinsmeister und ist bis heute aktiv im Spielbetrieb. Michael Eckl überraschte die Versammlung mit vielen Anekdoten aus den Jahrzehnten des Vereinslebens. Alle aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Zu erwähnen sind legendäre Spiele, z. B. 1997 eine denkwürdige Zu-Null-Niederlage gegen den Tabellenletzten Münchshofen, die den Aufstieg kostete, sowie lang dauernde Spiele im Bayerwald oder der erste Sieg in der damaligen Oberpfalzliga gegen Rosenberg. Oberviechtacher Vereinskameraden waren auch bei vielen Feiern dabei, z. B. in Winklarn beim Empfang von Bastian Steger für die Olympia-Bronzemedaille oder auch bei Wanderungen, z. B. auf den Čerchov. Ein Engagement im Vereinsleben und im Sportbetrieb ist nur möglich, wenn auch die Familie „mitspielt“. Michael Eckl überreichte deshalb Lydia Hösl einen Blumenstrauß, verbunden mit dem Dank für ihr Verständnis für die „verrückten TT-Spieler“. Zum Tischtennis-Sport gehört nun mal auch die Geselligkeit, auch zusammen mit den gegnerischen Mannschaften. Trotz Niederlagen wird oft gefeiert. Der überraschte neue Ehrenvorsitzende bedankte sich für die Ehrung und besonders die Rede des Vorsitzenden mit der detaillierten Rückblende und den vorgetragenen Anekdoten und versprach weiterhin – solange es geht – für den Verein da zu sein. Zu den Gratulanten zählte auch Ehrenmitglied Karl Roßmann. Michael Hösl ist der zweite Ehrenvorsitzende nach dem Gründungsmitglied Andreas Würfl.
Zwei Faltbehälter wurden im Pendelverkehr befüllt. (Bild: Hubert Bronold)

Grenzüberschreitende Großübung in Weiding bei Schönsee

Ein angenommener Flächenbrand war das Szenario, das im Rahmen einer Großübung am Samstag, 18. April abgearbeitet werden musste. Da Wald- und Flächenbrände in ihrer Häufigkeit in den letzten Jahren sehr zugenommen haben, haben Andreas Ferstl und Daniel Bronold, die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Weiding bei Schönsee, eine Übung zu diesem Thema organisiert und etliche Feuerwehren sind der Einladung dazu gefolgt. Die ca. 70 Einsatzkräfte der neun deutschen und tschechischen Feuerwehren bauten zwei Faltbehälter mit je 5000 l Fassungsvermögen auf, die im Pendelverkehr befüllt wurden. Auch einer der drei vom Landkreis Schwandorf angeschafften Waldbrandcontainer war im Einsatz, so dass sich die Feuerwehrler damit vertraut machen konnten, um im Ernstfall gerüstet zu sein. Teilgenommen haben von deutscher Seite die Feuerwehren Hannesried, Dietersdorf, Schönau und Weiding, von tschechischer Seite die Feuerwehren aus Drahotín, Nový Kramolín, Mnichov u Poběžovic, Pařezov und Poběžovice mit ihrem 2. Kommandanten und Bürgermeister Martin Kopecký, der die Koordination der tschechischen Kameraden übernahm. Im Anschluss an die erfolgreiche Übung kamen die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus in Weiding zusammen, um bei einer Brotzeit die Übung nachzubesprechen und die Freundschaft zwischen den Feuerwehren zu festigen. Ein Dank geht an die Gemeinde Weiding mit Bürgermeister Manfred Dirscherl, die sich an den Kosten für die Verpflegung beteiligte.
Julia Ratzmann von der Pazifik Informationsstelle im Johann-Flierl-Museum  (Bild: Georg Pilhofer )

Ausgewiesene Kennerin berichtet von den Atomwaffentests im Pazifik

Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal im Senior-Flierl-Museum in Fürnried zeugte am 9. April vom großen Interesse an einem Thema, das oft fern erscheint und doch bis heute nachwirkt: die Atomwaffentests im Pazifik. Als Referentin konnte mit Julia Ratzmann eine ausgewiesene Kennerin der Region gewonnen werden, die seit über zwei Jahrzehnten bei der Pazifik-Informationsstelle tätig ist. Unter den Zuhörern fanden sich neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch junge Lokalpolitiker sowie Fachleute, die sich mit den Folgen nuklearer Verstrahlung beschäftigen. Zu Beginn ihres Vortrags schlug Ratzmann einen Bogen zurück zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Sie wies darauf hin, dass diese Ereignisse im Bewusstsein vieler junger Menschen heute kaum noch präsent seien. Umso wichtiger sei eine lebendige Erinnerungskultur, wie sie sowohl in Deutschland als auch in Japan gepflegt werde. Eindrücklich schilderte sie, wie japanische Touristengruppen am 6. August innehalten und ihre Gedenkmomente live ins Internet übertragen – auch aus Nürnberg, wo so eine Verbindung über Kontinente hinweg entstehe. Im Zentrum des Abends standen jedoch die Atomwaffentests der USA im Pazifik. Am Beispiel des Bikini-Atolls machte Ratzmann deutlich, wie 169 Bewohner ihre Heimat verlassen mussten – angeblich „zum Wohle der Menschheit und zur Verhinderung zukünftiger Kriege“. Heute erscheine diese Begründung wie ein tragischer Irrtum. Die jahrzehntelangen Tests führten zu einer regelrechten Wanderbewegung der Betroffenen, die zu „Nuklear-Nomaden“ wurden. Die Hinterlassenschaften dieser Zeit lagern bis heute in einem Bombenkrater, notdürftig im Korallenboden versiegelt, dessen Stabilität zunehmend in Frage steht. Auch die französischen Atomtests im Pazifik nahm Ratzmann in den Blick. Nachdem Frankreich seine Versuche nach der Unabhängigkeit Algeriens nicht mehr in der Sahara durchführen konnte, verlagerte es diese ab 1966 nach Polynesien, mit Tahiti als zentralem Standort. Ein besonders eindrückliches Beispiel sei der dritte Test im September 1966 gewesen: Trotz ungünstiger Wetterbedingungen habe Präsident Charles de Gaulle auf eine sofortige Durchführung bestanden. Der radioaktive Fallout zog daraufhin nicht wie geplant über den offenen Ozean, sondern erreichte bewohnte Atolle – mit schwerwiegenden Folgen für die dortige Bevölkerung. Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Tests veranschaulichte Ratzmann anhand ausgewählter Bilder, die bereits in ihrer zurückhaltenden Darstellung erschütternd wirkten. Sie erinnerte zudem daran, dass selbst viele der eingesetzten Militärangehörigen unzureichend geschützt gewesen seien. Abschließend ging sie auf die Protestbewegungen der 1990er Jahre ein. Unter Parolen wie „Fuck Chirac“ formierte sich europaweit Widerstand gegen die französischen Atomtests, der schließlich 1995 zu einem vorzeitigen Abbruch der Testreihe beitrug. Ihr Fazit formulierte Ratzmann pointiert: Wer heute noch von einer zivilen Nutzung der Kernenergie träume, habe im Physik- oder Biologieunterricht nicht aufgepasst. Im Publikum regte sich kein Widerspruch – stattdessen blieb ein nachdenklicher Eindruck eines Nachmittags, der eindrücklich zeigte, wie lange die Schatten der Atomtests bis in die Gegenwart reichen.
Die erfolgreichen bayerischen Vizemeisterinnen (links) und bayerischen Meisterinnen (rechts) im Gesellschaftstanz auf Schulebene mit ihren Medaillen (Bild: Martina Kick-Wittmann)

MRS kehrt erfolgreich aus Straubing zurück - bayerischer Meister und Vizemeister beim Schulwettbewerb „Tanz”

Beim diesjährigen Landesfinale der Schulen im Tanz in Straubing stellten am 21.04.2026 die Rock'n'Rollerinnen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen erneut ihr Können unter Beweis. Die Mädchen starteten in der Kategorie Gesellschaftstanz in beiden Altersklassen (AK 2: 5.-9. Klasse; AK 1: 5.-13. Klasse). Schon im Vorkampf mussten sich beide Mannschaften gegen andere Tanzgruppen durchsetzen, um sich für den Endkampf zu qualifizieren, was beide Mannschaften nach einem gelungenen Auftritt erfolgreich meisterten. Die Rock'n'Rollerinnen der Wettkampfmannschaft 2 überzeugten die Jury mit einer unschlagbaren Darbietung ihrer Choreographie in puncto Technik und Harmonie. Und so sicherten sie sich zum wiederholten Male den begehrten Titel „Bayerischer Meister” im Schulsport Tanz. Die Wettkampfmannschaft 1 erkämpfte sich den Titel des bayerischen Vizemeisters durch eine perfekte Darbietung und konnte die Kampfrichter, die besonders die Ausstrahlung der Tänzerinnen hervorhoben, begeistern. Der Abstand zum 1. Platz war nach Angaben der Jury nur eine kleine Differenz. Doch diese Erfolge kommen nicht von ungefähr. „Hinter diesen Minuten auf der Tanzfläche stecken viele Stunden Vorbereitung und Schweiß”, so die Tänzerinnen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen. Aber das viele anstrengende Training hat sich ausgezahlt. Mit dem 1. und 2. Platz beim Wettkampf Tanz in den bayerischen Schulen haben sich beide Mannschaften für den Bundeswettbewerb „Tanzen in der Schule” am 13.06.2024 in Frankfurt am Main qualifiziert. Die tanzbegeisterten und talentierten Tänzerinnen der MRS hoffen auf Spenden, damit die Fahrt zum Bundeswettbewerb stattfinden kann und sie den Meister-Titel in der Altersklasse 2 erfolgreich verteidigen können.
Der Ausklang der Veranstaltung war geprägt von geselligem Austausch zwischen den Besuchern. (Bild: Regina Probst)

„Maria am Weg” rückt wieder ins Bewusstsein: Ein Abend der Besinnung in Witzlhof

Die Dorfkapelle in Witzlhof strahlt wieder in neuem Glanz. Nachdem die Mitglieder des Pfarrgemeinderats das kleine Gotteshaus einer gründlichen Reinigung unterzogen hatten, öffneten sich am vergangenen Mittwochabend, den 22. April, um 18.00 Uhr die Türen für eine ganz besondere „Offene Stunde”. Das Ziel der Veranstaltung war klar definiert: Die Kapelle „Maria am Weg” sollte wieder stärker in das Bewusstsein der Gläubigen und der Dorfgemeinschaft gerückt werden. Dass dieses Vorhaben auf fruchtbaren Boden fiel, zeigte die Resonanz: Rund 25 Besucher waren der Einladung gefolgt und füllten den kleinen Raum fast bis auf den letzten Platz. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Ludwig Nerb. Mit fundiertem Wissen führte er die Anwesenden in die Geschichte des Gebäudes ein und erläuterte fachkundig Details zur sakralen Ausstattung. Für die Teilnehmer war es eine Gelegenheit, die vertraute Kapelle mit ganz neuen Augen zu sehen. Pfarrer Dominik Mitterer zeigte sich sichtlich erfreut über das große Interesse. In seinen Dankesworten hob er besonders das Engagement von Ludwig Nerb hervor, der seit kurzem offiziell als neuer „Kümmerer” für das Kleinod fungiert. Ein solches Ehrenamt sei essenziell, um die Kapelle als Ort der Einkehr lebendig zu halten. Gleichzeitig warb er bereits jetzt für die kommenden Maiandachten und Gottesdienste im Sommer. Anschließend beteten die Anwesenden gemeinsam den „Engel des Herrn”. Gemeindereferentin Regina Probst stimmte das traditionelle Marienlied „Segne du Maria” an. Nach dem offiziellen Teil endete der Abend, wie er begonnen hatte: in Gemeinschaft. Vor der Kapelle nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit zum Austausch und ließen die „Offene Stunde” bei guten Gesprächen in der Abendsonne ausklingen. Die Kapelle „Maria am Weg” hat an diesem Abend bewiesen, dass sie mehr ist als nur ein Gebäude – sie ist ein lebendiger Ort der Begegnung.
Frau Marianne Schieder referiert zum Thema „Vorsorgevollmacht” im Pfarrheim Glaubendorf  (Bild: Brigitte Klinger)

Jahreshauptversammlung des OGV Glaubendorf -Woppenhof

Die 11. Jahreshauptversammlung des OGV Glaubendorf-Woppenhof fand am Sonntag, den 19. April bei den Mitgliedern eine positive Resonanz. Hierzu konnte Vorsitzender Wolfgang Hägler im Pfarrheim Glaubendorf besonders den 1. Bürgermeister Konrad Kiener von der Marktgemeinde Wernberg - Köblitz und Referentin Marianne Schieder begrüßen. Ein kleiner Gruß wartete auf die 39 Anwesenden auf dem Tisch. Es ist ein Blumenstrauß in Samenpapier den man in die Erde legt und angießen muss damit man sich bald an der Blumenpracht erfreuen kann. Schriftführerin Brigitte Klinger verlas den Jahresrückblick. Es wurden Palmbuschen gebunden, Geburtstage gefeiert und an anderen Vereinsveranstaltungen Teil genommen. Zum 10 jährigen Gründungsjubiläum wurde die Gartenanlage des Pfarrheim Glaubendorf gereinigt und Lavendel eingepflanzt, in Verbindung mit der Aktion „Gärtnern mit Kindern”. Das 10 jährige Fest wurde am 16. August bis spät in der lauen Sommernacht hinein gefeiert. Unser traditionelles Zoiglfest gehört fest zum Bestand des Vereins. Im Oktober wurde eine Führung im Druckzentrum der Oberpfalz Medien unternommen. Zum „Basteln im Advent” wurden Hirsche und Weihnachtsbäumchen für Groß und Klein angeboten. Zur Vereinskleidung gehören jetzt auch auf Nachfrage, Fleecejacken. Der Kassenbericht wurde von Kassiererin Manuela Riedl vorgetragen. Bei den Tätigkeiten in der Kasse wird sie nun von Roswitha Lindner unterstützt. Vorsitzende Elfriede Hägler konnte von einen positiven Mitgliederstand von 72 Personen berichten. Ein kleines Präsent für einen Geburtsbaum, konnte Elfriede an die Eltern des kleinen Alois überreichen. Zum Jahresprogramm 2026 gehört: eine Führung in den Schwandorfer Felsenkellern, eine Fahrradtour, das Garteln Rund um das Pfarrheim mit einer Kinderaktion mit anschließendem grillen, der traditionelle Zoiglabend und der gemeinsame Freitag im Advent. Vorfreude ist die schönste Freude, das ist heuer die Busfahrt zum Striezelmarkt nach Dresden am 28. November. 1. Bürgermeister Konrad Kiener übermittelte Gruß - und Dankesworte von Seiten der Marktgemeinde und rief zum „ Ramadama” auf, damit die Natur nicht verwildert, zu dem die Gartenbauvereine beitragen. Zum Abschluss referierte Marianne Schieder über die „Vorsorgevollmacht”. Über dieses Thema sollte man sich nicht erst in der Rente beschäftigen, sondern schon in den gesunden, jungen Jahren. Der Nachmittag fand mit einer Diashow und mit einem umfangreichen Kuchenbüfett, den die Frauen der Vorstandschaft gebacken haben, und Kaffee seinen Ausklang.
Die Talentschüler vor dem Burgeingang (Bild: Renáta Burcsak)

Talentschüler der Staatlichen Realschule Vohenstrauß unterwegs in Tschechien

An der Staatlichen Realschule Vohenstrauß wird seit vielen Jahren in den Talentklassen das Fach Tschechisch unterrichtet und seit zehn Jahren als Abschlussprüfungsfach geprüft. Einen wichtigen Pfeiler der Ausbildung stellen die Aktionstage dar, bei denen die Jugendlichen mit den Partnerschülerinnen und -schülern der Partnerschule, dem Gymnázium Stříbro, gemeinsame Ausflüge erleben und in Gruppenarbeiten die Sprachkompetenzen erweitern. Unsere jüngsten Tschechisch-Schüler in der 7. Jahrgangsstufe unternahmen in diesem Rahmen eine Fahrt zur malerisch gelegenen Burg Velhartice, in der einst die Kronjuwelen Tschechiens gelagert worden waren. In einer kurzweiligen zweisprachigen Führung ging es über drei Stockwerke und eine Respekt einflößende Brücke in den Hungerturm, wo in den Zeiten der Religionskriege Menschen davon überzeugt werden sollten, zum anderen Glauben zu wechseln. Die Gesellschaftsordnung des Mittelalters wird über das Gelände verteilt mit Schachfiguren dargestellt. So finden sich in den unteren Räumen die Bauern, im Stockwerk darüber die Läufer, Springer und Türme (Ritter, Geistliche und Dienstmänner) und oben König und Königin. Im nahegelegenen kleinen Freilichtmuseum tauschten die Jugendlichen daraufhin ihre Daten aus, damit in Zukunft eine Kontaktaufnahme auch zwischen den Treffen leichter möglich ist. Daran anschließend bearbeiteten die tschechisch-bayerischen Teams Fragen zur Burg. Heiter und eifrig gaben die Jugendlichen in den Gruppen alles, um ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Das nächste Treffen wird noch vor Pfingsten in der Oberpfalz stattfinden. Ermöglicht werden die Projekte mithilfe der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Bayerischen Kultusministeriums.
von links nach rechts: 1. Vorsitzende Angela Biersack, Bürgermeister Edgar Knobloch, Dr. Viktor Krieger, Waldemar Hock, Maria Becker, 2. Vorsitzende Sabrina Schuller-Krausch (Bild: Christine Buchfelder)

Eröffnung der Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte” im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr

Auf Einladung des Heimatvereins Grafenwöhr wurde am Dienstagabend im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr die Wanderausstellung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) mit dem Titel „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ feierlich eröffnet. Die 1. Vorsitzende des Heimatvereins, Angela Biersack, begrüßte die Gäste und führte in das Thema des Abends ein. Unter den Anwesenden befanden sich geladene Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Waldemar Hock und Maria Becker von der Ortsgruppe Weiden. Bürgermeister Edgar Knobloch überbrachte die Grußworte der Stadt Grafenwöhr und betonte die Bedeutung der Ausstellung für die Erinnerungskultur sowie die wichtige Arbeit des BKDR und des Heimatvereins Grafenwöhr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Viktor Krieger, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR sowie Autor der Ausstellung. In seiner Einführung gab er einen kompakten und zugleich eindrucksvollen Überblick über die Geschichte der Deutschen im Russischen Reich, in der Sowjetunion und bis in die Gegenwart. Dabei beleuchtete er die unterschiedlichen Gruppen der Russlanddeutschen, ihre Migrations- und Siedlungsgeschichte sowie die oft leidvollen Erfahrungen von Diskriminierung, Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Darüber hinaus ging Dr. Krieger auf Fragen von Identität und historischer Erinnerung ein und lud die Zuhörer dazu ein, sich intensiver mit diesem wichtigen Teil der europäischen Geschichte auseinanderzusetzen. Die anschaulich gestaltete Ausstellung bildet dabei einen bedeutenden Schritt des BKDR auf dem Weg der Aufklärung und Vermittlung der Kulturgeschichte der Deutschen aus Russland. Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Vortrag und nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu richten und sich näher mit den Inhalten der Ausstellung zu beschäftigen. Zum Abschluss dankte die 1. Vorsitzende Angela Biersack Dr. Krieger herzlich für seinen informativen und bewegenden Vortrag sowie allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung. Die Ausstellung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert und ist bis zum 30. Juni im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr für die Öffentlichkeit zugänglich am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag von 14–17 Uhr.
Die freiwilligen Helfer bei der Altkleidersammlung am 18. April 2026 (Bild: Kurt Koppmann)

Altkleidersammlung der Kolpingfamilie Nabburg erfolgreich abgeschlossen

Bei gutem Wetter verlief die Altkleidersammlung der Kolpingfamilie Nabburg am vergangenem Samstag von 08.00-11.30 Uhr reibungslos ab. Dank der eifrigen freiwilligen Helfer konnte im Stadtgebiet von Nabburg und den umliegenden Ortschaften die ganze bereit gestellte Ware eingesammelt und anschließend am Stützpunkt auf dem Parkplatz gegenüber des Freizeitzentrums in einen großen Lkw-Anhänger der Firma Wittmann verladen werden. Die Sammelware stammte von den beiden Kolpingfamilien aus Nabburg und aus Pfreimd. Durch die Zusammenlegung der beiden Vereine konnte eine größere Tonnagezahl erreicht werden, was dazu beiträgt, dass der Tonnenpreis für beide höher liegt als einzeln. Da der Hänger randvoll beladen war und mit Mühe verschlossen werden konnte, musste noch eine Menge in das Zugfahrzeug , das aus Schwandorf kam, zugeladen werden. Das Gesamtgewicht der Sammelwaren ist noch nicht bekannt. Der Erlös kommt auch heuer wieder sozialen Zwecken, wie Jugendwohnen, dem Kolpinghaus in Lambach sowie der Kolpingarbeit in Brasilien zugute. Kolpingvorstand Kurt Koppmann bedankte sich bei seinen ca. 20 Helfern für ihren freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz mit einer Brotzeit und Getränken sowie für den unfallfreien Ablauf. Ebenso geht ein herzlicher Dank an die Bevölkerung für die Kleiderspende sowie an die Firmen Chr. Gietl, Helmut Kummert, Hermann Böhnert, der Stadt Nabburg und unserem Kolpingfreund Walter Wolf für die kostenlose Überlassung der Fahrzeuge, ohne die eine solche Aktion nicht möglich wäre. Die Herbstkleidersammlung findet am 10. Oktober 2026 statt.
Die Vorstandschaft: Anna Meindl, Maria Bodensteiner, Steffi Malzer (neue Vize), Gisela Guse, Manuela Weißenburger (neue Vorsitzende) Christa Brünsch, Anita Kleber, Kerstin Rieder, Sabine Beierl und Bürgermeister Anton Kappl (von rechts)  (Bild: Sieglinde Schärtl)

Manuel Weißenburger wurde zur ersten Vorsitzenden bei der Frauengruppe Döllnitz gewählt

Manuela Weißenburger übernahm nach einstimmiger Wahl neu das Amt der Vorsitzenden bei der Frauengruppe Döllnitz. Sie führte seit dem Tod der bisherigen Vorsitzenden Martina Maier als zweite Vorsitzende das Amt bis zur Wahl weiter. Neu wurde Steffi Malzer als ihre Stellvertreterin gewählt. Sie werden von Schatzmeisterin Anita Kleber, Schriftführerin Christa Brüntsch, den Beisitzerinnen: Maria Bodensteiner, Gisela Guse, Anna Meindl, Sabine Beierl und Kerstin Rieder, die beiden Letzten auch Kassenprüferinnen, unterstützt. Bei dieser Jahreshauptversammlung im Schützenhaus ging Weißenburger auf ein sehr reges und ereignisreiches Jahr des Vereins ein. So mussten sie von drei Mitglieder Abschied nehmen und konnten aber acht Frauen zu ihren Geburtstagen und einer Silberhochzeit gratulieren. Die Mitglieder trafen sich sehr oft zum Frühstücken, besuchten Theater, feierten das Sommernachtsfest, informierten sich bei Vorträgen, nahmen an der 900-Jahrfeier in Leuchtenberg teil, besuchten das KZ-Flossenbürg, waren beim Abschied von Pfarrer Adam Nieciecki und bei der Einführung von Pater Jo Jovilla und Diakon Wabra vertreten, begleiteten die Fronleichnamsprozession, beteten die Maiandacht und den Oktoberrosenkranz und verkauften für einen guten Zweck Minibrote am Erntedanksonntag. Es zeigt, das bei diesem Gesellschaftsverein, Leib und Seele zusammengehören. Die neue Vorsitzende dankte ihrem „tollen Team“ und bat um weiteren Zusammenhalt und das Einbringen von vielen Ideen aller Mitglieder. Für die nächste Zeit ist geplant, in der St. Jakobuskirche die Maiandacht zu beten anschließe Einkehr in der Eisdiele in Vohenstrauß, am 7. Mai Theaterbesuch in Pirk, am Sonntag, 10. Mai Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und sich regelmäßig wieder zum Frühstücken zum Treffen. Schriftführerin Christa Brünsch ging auf alle Termine des zurückliegendes Vereinsjahr detailliert ein und Schatzmeisterin, konnte trotz mehr Ausgaben, einen guten Kassenbericht vorweisen. Bürgermeister Anton Kappl gratulierte der gewählten Vorstandschaft, besonders der neuen Vorsitzenden, die voriges Jahr auf die Schnelle denn Verein als Vize übernommen hatte. Er dankte allen für ihren hervorragenden Zusammenhalt mit sozialem Hintergrund, „der noch dazu wohlwollend durch den Magen geht.“
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