Ganz nach Tradition lud die Stammesleitung im März zur Stammesversammlung der Schnaittenbacher Pfadfinderschaft (DPSG) ins Vitusheim ein. Als höchstes beschlussfassendes Gremium auf Stammesebene ist die Versammlung der Ort, an dem gelebte Kinder- und Jugendmitbestimmung sichtbar und wirksam wird.
Der Einladung der Stammesleitung folgten knapp über 80 Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Ehemalige sowie das Jugendwerk St. Georg e.V. unter der Leitung von Daniel Biller und Markus Frauendorfer. Daniel Först hatte sein Amt im e.V.-Vorstand wenige Wochen zuvor niedergelegt, wofür ihm an diesem Tag nochmals ausdrücklich gedankt wurde – insbesondere für zwölf Jahre engagierte und verlässliche Arbeit im Hintergrund des Stammes.
Die Stammesvorstände Kim Ruhnau und Moritz Heldmann begrüßten neben den zahlreichen Mitgliedern auch den 1. Bürgermeister Marcus Eichenmüller sowie die Bezirksvorsitzenden Julian Hummel (Amberg) und Matthias Dollacker (Ensdorf). Bürgermeister Eichenmüller würdigte in seinem Grußwort die wertvolle Jugendarbeit des Stammes und betonte seine stete Unterstützung für die Anliegen der Pfadfinder. Nach einem besinnlichen Impuls durch Stammeskurat Stefan Dotzler stieg die Versammlung in die Tagesordnung ein.
Ein zentraler Punkt der Tagesordnung waren die turnusgemäßen Neuwahlen der Stammesvorstände. Die Versammlung sprach erneut Kim Ruhnau und Moritz Heldmann ihr Vertrauen aus. Beide stellten sich für weitere drei Jahre zur Verfügung und wurden in ihrem Amt bestätigt.
Im Rahmen der Neuwahlen verabschiedete sich der Stamm von zwei engagierten Beisitzerinnen: Sarah Reis und Julia Schuller legten mit Ablauf der Wahlperiode ihr Amt nieder. Die Stammesleitung bedankte sich herzlich für ihr tatkräftiges Mitwirken und ihren Einsatz in der Vorstandschaft.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ folgte schließlich ein besonderer Moment: Günther Bäte überreichte Kim Ruhnau im Rahmen ihrer erfolgreich abgeschlossenen Woodbadge-Ausbildung das Woodbadge-Halstuch mit Gilwell-Knoten sowie die Ernennungsurkunde. In seinen Worten würdigte er nicht nur den feierlichen Anlass, sondern auch den Weg dorthin: Die Woodbadge-Ausbildung ist eine international anerkannte Ausbildung für Leiterinnen und Leiter in der Pfadfinderbewegung und erstreckt sich über einen langen Zeitraum. Sie umfasst vier Vorbereitungswochenenden, einen neuntägigen Intensivkurs sowie ein eigenständig geplantes und durchgeführtes Projekt über etwa ein halbes Jahr hinweg.
Bäte stellte dem Stamm zudem die Bedeutung des Woodbadge-Tuchs und der „Klötzchen“ vor. Er erläuterte deren Tradition und internationalen Stellenwert in der weltweiten Pfadfinderbewegung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. Besonders bemerkenswert: Seit mehr als 10 Jahren wurde im Stamm kein Woodbadge-Halstuch mehr verliehen. Umso größer war die Freude über diese Auszeichnung.
Neben den Berichten der Stammesleitung über vergangene Aktionen und kommende Vorhaben standen vor allem die Gruppenberichte im Mittelpunkt. Kreativ und abwechslungsreich ließen die einzelnen Sippen ihr Jahr mit Präsentationen, Bildern und persönlichen Einblicken Revue passieren. Als besonderes Highlight wurde das Auslandslager in Tschechien hervorgehoben, das allen Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Mit einem zuversichtlichen Blick auf das kommende Jahr endete die Versammlung. Zahlreiche Aktionen, Zeltlager und gemeinsame Veranstaltungen sind bereits in Planung. Die Stammesleitung zeigte sich dankbar für das große Engagement im Stamm und motiviert, auch weiterhin lebendige und vielfältige Pfadfinderarbeit zu gestalten.