Traumhafter Konzertabend mit dem Musikduo Straub und Zacher
Nach 6 Jahren Pause war es vergangenen Freitag wieder so weit. Die beiden Musiker, Ulrike Straub (Violine) und Daniel Zacher (Akkordeon) luden zu einem abwechslungsreichen Konzertabend ins Vitusheim in Schnaittenbach ein. Viele treue Fans des Musikduos waren wiedergekommen. Aber auch die, die zum ersten Mal da waren, wurden von Straub herzlich begrüßt. Schon bei ihrem ersten Stück mit dem Titel „Rondo Veneziano“ gelang es dem Duo Straub/Zacher mühelos, ihr Publikum in ihren klanglichen Bann zu ziehen. Wer sich nicht recht vorstellen konnte, ob Violine und Akkordeon überhaupt zusammenpassen, konnte in den nun folgenden zwei Stunden immer wieder diese homogene Verschmelzung der beiden Instrumente hörbar erleben. Egal, ob Strauß-Walzer, Tango, Klezmer oder bekannte Highlights aus der Klassik, sämtliche Genres wurden homogen zu Gehör gebracht und mit passenden Lichteffekten vom Technikteam Fleischmann untermalt. Bald war klar, hier haben sich zwei Instrumentalisten zusammengetan, die sowohl die nötige Profession als auch die Leidenschaft für die Musik mitbringen. Kein Wunder, denn aus Straubs Moderation ging hervor, dass sie schon als kleines Mädchen davon träumte, mit ihrer Geige in einem Rokokokleid und einer weißen Perücke auf dem Kopf auf einer Bühne zu spielen. „Das ging so halb in Erfüllung“ fügte sie augenzwinkernd hinzu und philosophierte zusammen mit dem Publikum über das Thema „Träume“. Ihrer Meinung nach ginge es bei Träumen sowieso darum, aufzuhören, von einer einzigen Form der Umsetzung zu träumen. Stattdessen wäre es wichtig, dem Kern des Traumes auf die Spur zu kommen und dabei vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken. Mit ihrem Gesang „Irgendwo, irgendwie, irgendwann“ brachte Straub diese kognitiven Überlegungen den Zuhörern auch gefühlsmäßig näher. Die Oberpfälzerin und der Niederbayer verabschiedeten sich mit einem Boarischen und einer Polka aus Oberbayern von ihrem begeisterten Publikum, das sich noch zwei Zugaben erklatschte. Man war sich einig, das Motto des Abends „Träume“ war voll und ganz getroffen – es war ein traumhafter Abend, auf dessen Wiederholung man hoffentlich nicht wieder 6 Jahre lang warten muss.