Am Fronleichnamsfest wird der Glaube sichtbar auf die Straße getragen. Christen feiern die Gegenwart von Jesus in Brot und Wein, die für seinen Leib und sein Blut stehen. Fronleichnam ist mehr als ein kirchlicher Feiertag – er ist eng mit der bayerischen Kultur verbunden.
Vor dem Fest stand in der Kirche St. Vitus ein feierlicher Gottesdienst, in dem Pfarrer Helmut Brügel die Hintergründe des Hochfestes erläuterte. Durch den Empfang der Eucharistie verbindet sich Jesus leibhaftig mit dem Menschen; beide werden eins.
Für die feierliche Fronleichnams-Prozession wurden Blumenteppiche von der Kolpingfamilie, dem Obst- und Gartenbauverein, dem Frauenbund und Bewohnern des Seniorenheimes gestaltet. Die Teppiche waren zu den vier Altären gesetzt und von Birken eingerahmt. Gemeinsam mit der Ehenbachtaler Blaskapelle, dem Kirchenchor, einigen Kommunionkindern, kirchlichen und weltlichen Fahnenabordnungen zogen viele Gläubige – zusammen mit Pfarrer Brügel und Pfarrvikar Ndudi mit der Monstranz mit der geweihten Hostie unter dem Baldachin – durch die Stadt.
Der Zug endete in der Pfarrkirche St. Vitus, wo der Segen gespendet wurde und das feierliche Te Deum erklang. Viele kehrten anschließend zu den Altären zurück, um nach alter Tradition Birkenzweige für das Wetterkränzchen zum Schutz von Haus und Hof zu holen.