Ordensritter schlagen Lager im Geschichtspark Bärnau auf
Der Geschichtspark Bärnau-Tachov verwandelt sich in eine lebendige Ordensburg, wenn Ritter verschiedener Orden dort ihr Quartier beziehen. Von Freitag, 24. April, bis Sonntag, 26. April, geben die Darsteller einen authentischen Einblick in das spannungsreiche Leben zwischen Klosterdisziplin und Kriegshandwerk. Die Veranstaltung geht der Frage auf den Grund, wie sich das Leben als Ritter gestaltete, der gleichzeitig ein Mönchsgelübde abgelegt hatte. Die hölzerne Turmhügelburg des Parks dient dabei als Kulisse für ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam, das mit der ständigen Bereitschaft zum Kampf gepaart war. Das Programm folgt dem historischen Tagesablauf der Ordensgemeinschaften. Besucher können miterleben, wie die Zeit zwischen den Stundengebeten und den täglichen Pflichten aufgeteilt war. Ein Höhepunkt sind die gemeinschaftlichen Mahlzeiten in der Herberge, die schweigend eingenommen werden, während ein Lektor aus geistlichen Schriften liest. Da die Ritter als kampferprobte Eliteeinheiten ihr Handwerk ständig perfektionieren mussten, finden mehrmals täglich Waffenübungen statt. Dabei werden die Ausrüstung und Kampftechniken der Templer und Deutschordensritter erläutert. Am Samstag und Sonntag finden ab 10 Uhr feierliche Einzüge in die mittelalterliche Elisabethkirche in Bärnau statt. Zudem gibt es an beiden Tagen jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr offene Sonderführungen, die vertiefende Einblicke in das Thema bieten. Die Darsteller stehen für Fragen zum Alltag, zur Ernährung und zur Ausrüstung zur Verfügung.