Gruppe aus dem Stiftland in Pielenhofen (Bild: Martina Zanner)

Auf den Spuren des Zisterzienserordens in Pielenhofen

Zahlreiche Interessierte nahmen an der von der IKom Stiftland organisierten Fahrt nach Pielenhofen, gelegen an der Naab nahe Regensburg teil. Teil des LEADER-Projektes „Europäisches Kulturerbe-Siegel - Zisterziensische Kloster- und Kulturlandschaft im Stiftland” ist auch, andere Zisterzienserklöster kennenzulernen, um im Vergleich zu sehen, dass der Orden überall in Europa gemäß den Ideen von Einheit und Vielfalt Klosterlandschaften geprägt hat. Im Gegensatz zu Waldsassen ist Pielenhofen 1240 als Zisterzienserinnen-Abtei gegründet worden, ab 1655 war es dann ein Zisterzienserkloster. Der Zisterzienserorden wurde dann noch von Karmelitinnen und später von Salesianerinnen abgelöst. Ordenstypisch liegt das Kloster Pielenhofen im Tal direkt an der Naab, aus welcher unter anderem das Wasser für die Mühle ausgeleitet wurde. Die Klosteranlage wurde ebenso wie Waldsassen im Stil des Barocks neu erbaut, an der Ostseite der ehemaligen Klosterkirche findet man unterhalb von drei Figuren – zwei davon stellen die Heiligen Benedikt und Bernhard dar - noch Reliefreste des Vorgängerbaus. Drei Deckenfresken in der Kirche zeigen die Dreifaltigkeit. In Pielenhofen blieb der Bereich der Klosterpforte weitgehend erhalten und unter Teilen der Klosteranlage befanden sich riesige Eiskeller, welche heute verfüllt sind. Nach dem Mittagessen in der Klostergaststätte ging es weiter zur Wallfahrtskirche Mariaort, welche malerisch am Zusammenfluss von Naab und Donau liegt. Zwar steht diese in keinem Zusammenhang zum Kloster Pielenhofen, aber im Zisterzienserorden ist die Verehrung der Gottesmutter sehr wichtig. Das steinerne Gnadenbild der Muttergottes im Hauptalter führt bis heute zahlreiche Wallfahrer nach Mariaort. Der Zuspruch war in früheren Jahrhunderten so groß, dass die Kirche immer wieder erweitert werden musste. Der erste Kapellenbau wird heute als Sakristei genutzt.
Ein Korb mit Kraut aus dem eigenen Garten. (Bild: Daniel Delang)

Bio-Stiftlandwinter startet

Den Auftakt bildet eine Knospenwanderung am 07.02.2026 mit der Referentin Barbara Nickl am EWilPa in Bad Neualbenreuth. Bei der Wanderung lernen Sie die Bäume und Sträucher von einer ganz anderen Seite kennen - den Knospen! Die Knospenheilkunde wurde vom belg. Arzt Dr. Pol Henry erforscht und seitdem erfolgreich von Therapeuten und Naturheilkundlern angewendet. Sie erfahren, welche Bäume und Sträucher dafür genutzt werden und welch enormes Wirkungsspektrum die Knospen haben. Ebenso erlernen Sie in groben Zügen, wie sie die sogenannte Knospenmazerate herstellen können. Treffpunkt ist die Riesentischgruppe 14 Uhr. Für die Wanderung werden ca. 2 Stunden angesetzt. Eine weitere spannende Veranstaltung folgt am 18.03.2026. Mit Sylvia Mauermaier gibt es einen spannenden Workshop zum Thema Fermentation. Ein neuer und doch so alter Trend wird in diesem Kurs zum Mittelpunkt. Saisonales Gemüse kann so für das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Durch die Fermentation kann die Vitaminversorgung vor allem im Winter gesichert werden und fördert die Bildung einer gesunden Darmflora. Der Workshop zeigt eine detaillierte Einführung in den Prozess des Fermentierens. Ergänzt wird dies durch eine Verkostung verschiedener fermentierter Köstlichkeiten, die die Vielfalt dieser traditionellen Methode erlebbar macht. Der Workshop findet in der Schulküche des Amt für Ernährung, St. Peter Straße 44 in Tirschenreuth statt. Beginn 18 Uhr. Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung unter antje.gruener@ikomstiftland.de oder 09635-9240467 erforderlich. Ein Unkostenbeitrag wird erhoben. 07.02.26 25€/Person, 18.03.26 35€/Person

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