Zahlreiche Interessierte nahmen an der von der IKom Stiftland organisierten Fahrt nach Pielenhofen, gelegen an der Naab nahe Regensburg teil. Teil des LEADER-Projektes „Europäisches Kulturerbe-Siegel - Zisterziensische Kloster- und Kulturlandschaft im Stiftland” ist auch, andere Zisterzienserklöster kennenzulernen, um im Vergleich zu sehen, dass der Orden überall in Europa gemäß den Ideen von Einheit und Vielfalt Klosterlandschaften geprägt hat. Im Gegensatz zu Waldsassen ist Pielenhofen 1240 als Zisterzienserinnen-Abtei gegründet worden, ab 1655 war es dann ein Zisterzienserkloster. Der Zisterzienserorden wurde dann noch von Karmelitinnen und später von Salesianerinnen abgelöst. Ordenstypisch liegt das Kloster Pielenhofen im Tal direkt an der Naab, aus welcher unter anderem das Wasser für die Mühle ausgeleitet wurde. Die Klosteranlage wurde ebenso wie Waldsassen im Stil des Barocks neu erbaut, an der Ostseite der ehemaligen Klosterkirche findet man unterhalb von drei Figuren – zwei davon stellen die Heiligen Benedikt und Bernhard dar - noch Reliefreste des Vorgängerbaus. Drei Deckenfresken in der Kirche zeigen die Dreifaltigkeit. In Pielenhofen blieb der Bereich der Klosterpforte weitgehend erhalten und unter Teilen der Klosteranlage befanden sich riesige Eiskeller, welche heute verfüllt sind. Nach dem Mittagessen in der Klostergaststätte ging es weiter zur Wallfahrtskirche Mariaort, welche malerisch am Zusammenfluss von Naab und Donau liegt. Zwar steht diese in keinem Zusammenhang zum Kloster Pielenhofen, aber im Zisterzienserorden ist die Verehrung der Gottesmutter sehr wichtig. Das steinerne Gnadenbild der Muttergottes im Hauptalter führt bis heute zahlreiche Wallfahrer nach Mariaort. Der Zuspruch war in früheren Jahrhunderten so groß, dass die Kirche immer wieder erweitert werden musste. Der erste Kapellenbau wird heute als Sakristei genutzt.