Bund Naturschutz Kreisgruppe Tirschenreuth: Natur vor Ort

Die Bund Naturschutz in Bayern e. V., Kreisgruppe Tirschenreuth ist die regionale Anlaufstelle für Natur- und Umweltschutz im Landkreis Tirschenreuth. Sie bringt Menschen zusammen, die sich für Landschaften, Artenvielfalt und den sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen einsetzen wollen. Mit ihrem Jahresprogramm, fachlichen Stellungnahmen und lokalen Projekten ist die Kreisgruppe nicht nur in Tirschenreuth präsent, sondern in vielen Teilen des Landkreises fest verankert.

Zum Profil der Kreisgruppe gehört ihre breite örtliche Struktur. Auf der offiziellen Website werden Ortssprecher und Ansprechpartner in zahlreichen Gemeinden genannt, unter anderem in Kemnath, Erbendorf, Mitterteich, Waldsassen, Falkenberg und Tirschenreuth. Dadurch ist der Bund Naturschutz nah an den Menschen vor Ort, greift örtliche Themen auf und dient auch Kommunen und Bürgern als Ansprechpartner in Fragen des Natur- und Umweltschutzes.

Typisch für die Arbeit sind Exkursionen, Wanderungen und Informationsveranstaltungen, mit denen Natur unmittelbar erlebbar gemacht wird. Gleichzeitig setzt sich die Kreisgruppe für konkrete Lebensräume im Landkreis ein, etwa rund um den Teichelberg. So verbindet sie praktische Naturschutzarbeit mit Umweltbildung und öffentlicher Diskussion. Gerade diese Mischung macht die Bund Naturschutz in Bayern e. V., Kreisgruppe Tirschenreuth zu einem wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Region.

Wer sich beteiligen oder das Jahresprogramm verfolgen möchte, findet aktuelle Themen, Termine und die örtlichen Kontakte auf der offiziellen Website unter tirschenreuth.bund-naturschutz.de/.

Hier geht es zu den Artikeln des Vereins auf Oberpfalzdaheim.de

Info

Kurzprofil: Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Tirschenreuth

  • Organisation: Bund Naturschutz in Bayern e. V., Kreisgruppe Tirschenreuth
  • Sitz: Tirschenreuth
  • Region: Landkreis Tirschenreuth
  • Kategorie: Natur- und Umweltschutz
  • Struktur: Ortsgruppen und Ortssprecher in zahlreichen Gemeinden
  • Schwerpunkte: Exkursionen, Umweltbildung und Schutz lokaler Lebensräume
  • Website: www.tirschenreuth.bund-naturschutz.de/

Artikel melden

Hier können Sie diesen Artikel wegen Verstößen melden.

Möchten Sie von uns eine Antwort erhalten?

Dann geben Sie hier bitte Ihre Kontaktdaten an:

* erforderlich

Die Teilnehmer der BN Moorführung im Steinwald mit dem Förster Wolfgang Schödel. (Bild: Doris Burger)

Der Bund Naturschutz erkundet die unbekannten Moore im Steinwald

Großes Interesse fand am 17. Mai die Moorführung des BUND Naturschutz im Steinwald. Gemeinsam mit dem Naturpark Steinwald und der Steinwaldia führte Revierförster Wolfgang Schödel von den Bayerischen Staatsforsten die Teilnehmer zu drei unterschiedlichen Moorflächen im Revier Pullenreuth. Teilweise im Gänsemarsch ging es durch nasse und unwegsame Bereiche, bei denen Umsicht und Gleichgewicht gefragt waren. An mehreren Stationen gab er umfassenden Einblick in die Bedeutung der Moore für Natur, Klima und Wasserhaushalt. Dabei wurde deutlich: Obwohl Moore weltweit nur rund drei Prozent der Landfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder der Erde zusammen. Knapp vier Prozent der Fläche der Bayerischen Staatsforsten bestehen aus Mooren, im Revier Pullenreuth sind es etwa 100 Hektar. Gleichzeitig gelten 99 Prozent der Moore in Deutschland durch Entwässerung als degradiert. Rund 5,1 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen stammen laut Schödel aus entwässerten Mooren – nach dem Energiesektor die zweitgrößte Treibhausgasquelle des Landes. Anschaulich erklärte der Förster, wie Moore entstehen und weshalb sie früher mit immensem körperlichem Aufwand entwässert wurden. Bereits in den 1990er Jahren begann im Steinwald unter einem früheren Revierleiter, Norbert Reger, die Renaturierung. Ausschlaggebend waren vor allem Naturschutzaspekte: Moore bieten als kalte, nasse und saure Lebensräume seltenen Arten wie Rauschbeere, Wollgras, Aufrechte-Moorspirke, zahlreichen Insekten, Spinnen, Kreuzottern oder dem Auerwild wichtige Rückzugsorte. Zudem übernehmen die Moore eine bedeutende Schwammfunktion und speichern Wasser. Gerade im Steinwald sei dies wichtig für die Wasserversorgung von der Gemeinde Pullenreuth. Vorgestellt wurden auch Maßnahmen der Wiedervernässung, etwa das Verfüllen kleinerer Gräben oder das Setzen sogenannter Plomben in größeren Entwässerungsgräben. Durch die stärkere Verdunstung entstehe im Sommer zudem ein spürbarer Kühleffekt für die umliegenden Waldflächen. Die große Teilnehmergruppe zeigte sich beeindruckt vom Fachwissen des Referenten und von Landschaften, die viele im Steinwald so nicht erwartet hätten.
north