14 Sängerinnen mit der Chorleitung Ulrike Straub legten schon zu Beginn einen musikalischen Farbmantel aus. Die dreiköpfige Band, bestehend aus Irina Hermann (Klavier), Elisabeth Haas (Violine) und Florian Beer (Schlagzeug), holten dabei alle musikalischen Klangfarben aus ihren Instrumenten hervor, die sich finden ließen. (Bild: Elke Scheidler)

Ein farbiges strahlendes Sommerkonzert des C(h)or mit Herz

Mit „Alles in Farbe“ hatte der C[h]or mit Herz auf seinen Plakaten zum Sommerkonzert eingeladen. Aber, dass es so bunt werden würde, damit hatte wohl niemand der Zuhörer gerechnet. Im vollbesetzten Saal des Schnaittenbacher Vitusheims breiteten die 14 Sängerinnen schon zu Beginn einen musikalischen Farbmantel aus. Sie begrüßten das Publikum mit einem schwungvollen „Any Dream will do“ aus dem Musical „Joseph“ von Andrew Lloyd Webber. Heute kann keiner vergessen, wie sie heißen, erklärte die Chorleitung Ulrike Straub, sie hatten es extra für die Gäste an die Wand gemalt. Das Bühnenbild bestand aus Lettern mit dem Namen des Frauenchores, dessen Mittelpunkt ein großes farbiges Herz bildete. Aber nicht nur die Deko verkörperte das Motto. Natürlich war auch das musikalische Programm ganz darauf abgestimmt. Da wurden Cliff Richards „Rote Lippen“ geküsst, „Nur ein Tag in der grünen Smaragdstadt“ verbracht, um dann auf die Suche nach dem berühmtesten Edelstein zu gehen, dem „Pink Panther“. Natürlich durften auch die eher ruhigen Momente nicht fehlen. Mit der Filmmusik zu „Der Duft des Lavendels“ wurde dem Publikum ein pflanzliches Beruhigungsmittel in den Gehörgang gespielt. Doch auch außerhalb der Grundfarben fanden sich mitreißende Lieder. So schaffte es der Chor von „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ hin zu „Ein graues Haar“ von der Gruppe PUR mit einem Augenzwinkern über das allmähliche Altwerden zu philosophieren. Die dreiköpfige Band, bestehend aus Irina Hermann (Klavier), Elisabeth Haas (Violine) und Florian Beer (Schlagzeug), holte dabei alle musikalischen Klangfarben aus ihren Instrumenten hervor, die sich finden ließen. Durch die hervorragend eingesetzte Lichttechnik der „mf mediaSolutions“ unter der Leitung von Matthias Fleischmann erstrahlten Bühne und Akteure passend abgestimmt zu den Liedern in facettenreichen Farbvarianten. Ulrike Straub führte stets witzig und humorvoll durch den Abend. Aber auch die nachdenklicheren Gedanken fanden ihren Platz. Straub erklärte, wie die kleine Feldmaus Frederick aus der Geschichte von Leo Lionni Sonnenstrahlen einfing für den langen Winter und der Chor hatte für sein Publikum zwei Stunden lang Farben und Klänge gesammelt. Mit dem Wunsch, dass sie damit den Zuhörern etwas Wärme und Hoffnung für dunklere Zeiten im Jahr und im Leben mitgeben konnten, endete das Konzert. Der anhaltende Applaus ließ erkennen, dass es dem C[h]or mit Herz sehr wohl gelungen war, „Alles in Farbe“ zu tauchen. Und das sicher nicht nur für diesen einen Abend. Die Melodien und Texte werden wohl noch länger in den Köpfen der Zuhörer bunte Gedanken kreieren.


Weitere Artikel

(v.l.) Vorsitzender Manfred Schlosser, Maximilian Zach (HvO), Anna Schreiner (HvO), Stellv. Vorsitzender Christian Gräßmann (Bild: Jonas Gräßmann)

Kolpingfamilie Schnaittenbach unterstützt die „Helfer vor Ort” der Wasserwacht Hirschau

Dank der Erlöse aus unseren Altkleider-Sammelaktionen sowie aus Bewirtungsaktionen über das gesamte Jahr hinweg konnten wir auch 2026 erneut Menschen und Institutionen mit Spenden unterstützen. Ein besonderes Anliegen war uns dabei die Stärkung regionaler Hilfe: Eine unserer diesjährigen Zuwendungen ging im Rahmen des Pfarrfestes 2026 an die „Helfer vor Ort” der Wasserwacht Hirschau. Die „Helfer vor Ort” sind eine freiwillige, vollständig ehrenamtliche und regionale Ergänzung des Rettungsdienstes. Bei einem Notfall werden sie gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert und sind zur Stelle, wenn Notarzt oder Rettungswagen nicht unmittelbar verfügbar sind. Sie rücken zu jeder Tages- und Nachtzeit aus und übernehmen die Erstversorgung bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes. Im Jahr 2026 verzeichneten die „Helfer vor Ort” bereits rund 40 Einsätze, viele davon auch im Stadtgebiet Schnaittenbach. Da die Kosten für den Betrieb des Einsatzfahrzeuges und die Beschaffung der Ausrüstung durch Spenden finanziert werden müssen, unterstützen wir gerne mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. So tragen wir dazu bei, dass die „Helfer vor Ort” auch künftig schnell und zuverlässig helfen können. Mit dieser Spende möchten wir nicht nur Dank und Anerkennung für den unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz ausdrücken, sondern auch ein Zeichen für gelebte Nachbarschaft und Zusammenhalt setzen. Unsere Fördermittel stammen aus dem Engagement unserer tatkräftiger Mitglieder und die Unterstützerinnen und Unterstützer, die durch ihre Kleiderspenden sowie durch Besuche unserer Bewirtungsaktionen, diese Hilfe erst möglich machen. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die durch ihre Mithilfe, Spenden und Besuche unserer Aktionen diese Förderung ermöglicht haben.
north