Pfarrer Johannes Arweck und die Ministrantinnen zeigen die kostbare Bibel und die Schriftrolle. (Bild: Theresia Otterbein)

Schriftrolle und Bibel

An einem Sonntag wurden in der Pfarrei Kastl bei einem Gottesdienst eine Schriftrolle und die Bibel genauer betrachtet. Pfarrer Johannes Arweck ging in seiner Predigt genauer auf die Schriftrolle und die Bibel ein. Eine Lesung am Sonntag ist immer aus dem Alten Testament. Das heißt, die Bibel wird im vorderen Teil aufgeschlagen. Zur Zeit Jesu war das anders, denn es gab keine Bücher, wie wir sie jetzt nutzen. Die Menschen lasen aus Schriftrollen. Eine Ministrantin zeigte daraufhin eine solche Schriftrolle. Die Schriftrolle hat eine Schutzhülle aus Samt. Im Original besteht sie aus Pergament, aus der Haut von Schafen oder Ziegen. Normalerweise wird sie auch nicht mit bloßen Händen berührt, damit nichts beschädigt wird. Ein vorsichtiger Umgang ist deshalb wichtig, weil der Text heilig ist. Er erzählt davon, wie Gott das Volk Israel beschützt. Das Alte Testament ist auf Hebräisch geschrieben. Diese Sprache schreibt man von rechts nach links und die Buchstaben sehen anders als bei uns aus. Eine andere Ministrantin zeigte daraufhin ein weiteres kostbares Buch. Die Bibel! Es ist schon richtig gedruckt und in deutscher Sprache. Ein solches Buch ist ein echter Schatz. Es ist aber nicht wichtig, wie groß, wie alt oder wie wertvoll eine Bibelausgabe ist, entscheidend ist, dass wir täglich darin lesen. Beim Hinausgehen bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Buch mit dem Neuen Testament überreicht. Man kann sich darin wichtige Sätze unterstreichen oder markieren. Man wird bald feststellen, dass Gott jeden persönlich in der Bibel etwas mitteilen möchte. Das Neue Testament wurde als Taschenbuch und als großes Buch als Geschenk vom Pfarrverband vorbereitet. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe Spontan mit rhythmischen Liedern umrahmt.
Friedenslicht und Bild der Kastler Madonna (Bild: Theresia Otterbein)

Friedenslichtaussendung in der Pfarrei Kastl

In der Vorabendmesse zum 4. Advent wurde in der Pfarrei Kastl das Friedenslicht ausgesandt. Die Klosterkirche erstrahlte zu diesem Anlass mit stimmungsvollen Lichteffekten. Der jüngste Ministrant trug das Friedenslicht in einer Laterne beim Einzug vor den Altar. Ebenfalls dabei war das Marienbild der Kastler Madonna, dieses war beim Marientragen seit dem 08. Dezember bei den Familien in der Pfarrei unterwegs. In den Kyrierufen wurden die vier Kerzen des Lebens, der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe betrachtet. Diese wurden gelöscht und im Anschluss wieder entzündet, damit Gott Mensch wird: „Zuerst in jeden Menschen und dann durch jeden selbst.” Im Anschluss wurde durch die Ministranten das Friedenslicht an die Gläubigen weitergegeben unter der Begleitung des Liedes: „Zünd ein Licht an”. Die Predigt begann mit einem Dialog in einer Familie, in der bereits das Friedenslicht zu Hause war. Die Mutter und ihre zwei Töchter hatten eine Auseinandersetzung bis der Jüngste der Familie das Wort erhob und sagte: „Warum brennt bei uns das Friedenslicht, wenn in unserer Familie nie der Friede herrscht und ständig gestritten wird.” Pfarrer Arweck ging daraufhin weiter auf diese Worte ein. Überall in der Welt herrscht Krieg und Terror, doch „Friede ist möglich! Er beginnt in jeden selbst!” Pfarrer Johannes Arweck segnete am Ende des Gottesdienstes die Gläubigen mit den Worten: Gott möge die Herzen, eines Jeden entzünden, damit es warm und hell werde in Jeden und durch Jeden. Damit ein Jeder ein Bote des Lichtes wird. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch die rhythmische Gruppe Mixdur. Der Pfarrgemeinderat hat danach noch zur Begegnung vor der Kirche bei Glühwein und Gebäck eingeladen.
Emmausgang in der Pfarrei Kastl. (Bild: Theresia Otterbein)

Emmausgang in der Pfarrei Kastl

Am Ostermontag traf man sich zum Emmausgang in Kastl, um sich auf den Weg nach Sankt Lampert zu machen. Unterwegs sein, wie die Jünger nach Emmaus, so lautete das Thema. In verschiedenen Stationen wurde das Evangelium des Tages gelesen. Ebenfalls wurde bewusst die aufblühende Schöpfung auf dem Weg betrachtet. Sei es in dem Gesang der Vögel, das Rauschen des Wassers in der Lauterach, oder auch die Zeichen in den frischen Farben und Formen der Natur. Auf dem Weg war es auch die Aufgabe sich selbst wahr zu nehmen, durch bewusstes Ein- und Ausatmen, beim Gehen den Grund unter den Füßen zu spüren. Einen Stein in der Hand fühlen, mit seinen Ecken und Kanten, welche Bedeutung hat dieser für mich? Welche Sorgen und Schmerzen begleiten mich? An einer Stelle an einer Brücke hatte man die Möglichkeit seine Sorgen mit dem Stein in den das Wasser zu werfen, mit dem Lied: „Ins Wasser fällt ein Stein.“ Im Zeichen stand auch, die Kühle des Wassers zu fühlen, das aus einer Quelle stammte, in dem man es über die Hände und Finger laufen ließ. Bei einer Felsformation machte man Halt, um diese zu betrachten. Diese sollte die Teilnehmer an das Grab des Auferstandenen erinnern. Am Ziel angekommen in Sankt Lampert stellte man sich um einen Baum. Dieser diente als Zeichen Jesu, die Mitte unseres Lebens. Danach feierte man in der Kapelle Sankt Lampert gemeinsam die Heilige Messe und konnte das Evangelium des Tages nochmals bewusst mit den Impulsen von unterwegs hören. Alle Teilnehmer waren zum Abschluss noch in die Klause zur Agape (Osterfrühstück) eingeladen.

Über beiunsdaheim.de:

north