Gebet an einer Station des Kreuzweges am Kalvarienberg (Bild: Theresia Otterbein)

Kar- und Osterfeierlichkeiten in der Pfarrei Kastl

Am Gründonnerstag wurde die Heilige Messe vom letzten Abendmahl in der Klosterkirche gefeiert. Im Anschluss fand am Heiligen Grab eine gestaltete Anbetung mit meditativen Texten und Gesängen statt, die vom Pfarrgemeinderat gestaltet wurde. Der Karfreitag begann am Morgen am Fuße des Kalvarienberges, um den Kreuzweg zu beten. An der einzelnen Station wurde des Leidensweges Jesu gedacht, ebenfalls gab es auch Impulse für unser Leben der heutigen Zeit. Jeder, der zahlreichen Teilnehmer, erhielt ein kleines Kreuz, das man in der Hand halten konnte und dazu den bewusst den Texten folgen konnte. Der Abschluss des Kreuzweges war an der Kreuzigungsgruppe. Am Nachmittag wurde in der Klosterkirche die Karfreitagsliturgie vom Leiden und Sterben Jesu mit gesungener Passion gefeiert. Die Auferstehungsfeier am Karsamstag, begann mit der Weihe des Osterfeuers vor dem Eingang des Paradieses, der Klosterkirche. An diesem Feuer wurde die Osterkerze entzündet und gesegnet. In einem feierlichen Einzug brachte Pfarrer Johannes Arweck die Kerze in die dunkle Kirche. Die Ministranten verteilten das Osterlicht an die Gläubigen. Im Anschluss fand der Wortgottesdienst zur Osternacht statt. Mit dem Gloria erhellte sich die Kirche wieder und es läutete das große Geläute der Kirche, mit den sieben Glocken. Danach fand noch die Taufwasserweihe statt, mit dem neu geweihten Wasser wurden dann alle Gottesdienstteilnehmer, zur Erneuerung des Taufgelübdes, mit Weihwasser besprengt. Der Höhepunkt der Auferstehungsfeier war die Eucharistiefeier. Am Ende segnete Pfarrer Arweck noch die mitgebrachten Speisen.
Pfarrer Johannes Arweck und die Ministrantinnen zeigen die kostbare Bibel und die Schriftrolle. (Bild: Theresia Otterbein)

Schriftrolle und Bibel

An einem Sonntag wurden in der Pfarrei Kastl bei einem Gottesdienst eine Schriftrolle und die Bibel genauer betrachtet. Pfarrer Johannes Arweck ging in seiner Predigt genauer auf die Schriftrolle und die Bibel ein. Eine Lesung am Sonntag ist immer aus dem Alten Testament. Das heißt, die Bibel wird im vorderen Teil aufgeschlagen. Zur Zeit Jesu war das anders, denn es gab keine Bücher, wie wir sie jetzt nutzen. Die Menschen lasen aus Schriftrollen. Eine Ministrantin zeigte daraufhin eine solche Schriftrolle. Die Schriftrolle hat eine Schutzhülle aus Samt. Im Original besteht sie aus Pergament, aus der Haut von Schafen oder Ziegen. Normalerweise wird sie auch nicht mit bloßen Händen berührt, damit nichts beschädigt wird. Ein vorsichtiger Umgang ist deshalb wichtig, weil der Text heilig ist. Er erzählt davon, wie Gott das Volk Israel beschützt. Das Alte Testament ist auf Hebräisch geschrieben. Diese Sprache schreibt man von rechts nach links und die Buchstaben sehen anders als bei uns aus. Eine andere Ministrantin zeigte daraufhin ein weiteres kostbares Buch. Die Bibel! Es ist schon richtig gedruckt und in deutscher Sprache. Ein solches Buch ist ein echter Schatz. Es ist aber nicht wichtig, wie groß, wie alt oder wie wertvoll eine Bibelausgabe ist, entscheidend ist, dass wir täglich darin lesen. Beim Hinausgehen bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Buch mit dem Neuen Testament überreicht. Man kann sich darin wichtige Sätze unterstreichen oder markieren. Man wird bald feststellen, dass Gott jeden persönlich in der Bibel etwas mitteilen möchte. Das Neue Testament wurde als Taschenbuch und als großes Buch als Geschenk vom Pfarrverband vorbereitet. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe Spontan mit rhythmischen Liedern umrahmt.

Über beiunsdaheim.de:

north