An einem Sonntag wurden in der Pfarrei Kastl bei einem Gottesdienst eine Schriftrolle und die Bibel genauer betrachtet. Pfarrer Johannes Arweck ging in seiner Predigt genauer auf die Schriftrolle und die Bibel ein. Eine Lesung am Sonntag ist immer aus dem Alten Testament. Das heißt, die Bibel wird im vorderen Teil aufgeschlagen. Zur Zeit Jesu war das anders, denn es gab keine Bücher, wie wir sie jetzt nutzen. Die Menschen lasen aus Schriftrollen. Eine Ministrantin zeigte daraufhin eine solche Schriftrolle. Die Schriftrolle hat eine Schutzhülle aus Samt. Im Original besteht sie aus Pergament, aus der Haut von Schafen oder Ziegen. Normalerweise wird sie auch nicht mit bloßen Händen berührt, damit nichts beschädigt wird. Ein vorsichtiger Umgang ist deshalb wichtig, weil der Text heilig ist. Er erzählt davon, wie Gott das Volk Israel beschützt. Das Alte Testament ist auf Hebräisch geschrieben. Diese Sprache schreibt man von rechts nach links und die Buchstaben sehen anders als bei uns aus. Eine andere Ministrantin zeigte daraufhin ein weiteres kostbares Buch. Die Bibel! Es ist schon richtig gedruckt und in deutscher Sprache. Ein solches Buch ist ein echter Schatz. Es ist aber nicht wichtig, wie groß, wie alt oder wie wertvoll eine Bibelausgabe ist, entscheidend ist, dass wir täglich darin lesen. Beim Hinausgehen bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Buch mit dem Neuen Testament überreicht. Man kann sich darin wichtige Sätze unterstreichen oder markieren. Man wird bald feststellen, dass Gott jeden persönlich in der Bibel etwas mitteilen möchte. Das Neue Testament wurde als Taschenbuch und als großes Buch als Geschenk vom Pfarrverband vorbereitet. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Gruppe Spontan mit rhythmischen Liedern umrahmt.