Am Ende der Ehrung gab es noch ein Gruppenbild von allen noch anwesenden Musikern/innen mit ihrer Jury (Bild: Michael Haller)

Musikalisches Kräftemessen in Ammerthal

Über 600 Musikbegeisterte bei Wertungsspielen des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB). Ammerthal wurde zum Zentrum der regionalen Blasmusikszene. Nach mehr als einem Jahrzehnt Pause kehrten die Wertungsspiele des NBMB wieder in den Landkreis Amberg-Sulzbach zurück. Gastgeber war die Ammerthaler Blaskapelle, die sich unter der Leitung ihrer jungen Vorsitzenden Jessica Zimmer erstmals an die Organisation eines solchen Großereignisses wagte und das mit Erfolg. Bereits ab 8 Uhr herrschte reges Treiben in der Grundschule Ammerthal. Alleine 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf bis in die Abendstunden. Acht Orchester aus drei Oberpfälzer Landkreisen stellten sich der fachkundigen Jury und präsentierten die ganze Bandbreite konzertanter Blasmusik – von der Bläserklasse bis zur Höchststufe. Über 300 Musikerinnen und Musiker, darunter 152 im Bläserjugendalter, traten vor die Jury mit Kuno Holzheimer, Florian Unkauf und Oskar Schwab. Bewertet wurde nach zehn anspruchsvollen Kriterien, darunter Intonation, Rhythmik, technische Ausführung und musikalischer Gesamteindruck. Aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach stellten sich außer der Ammerthaler Blaskapelle auch die Hahnbacher Marktbläser sowie die Musikkapelle Ursensollen. Außerdem vertreten waren die Stadtkapelle Freystadt und die Jugendblaskapelle Nabburg. Alle Orchester erzielten mindestens „sehr gute“ Erfolge. Hervorzuheben sind das Haupt- und Nachwuchsorchester Ursensollen sowie die Ammerthaler Konzertkapelle, die jeweils mit „ausgezeichnetem Erfolg“ prämiert wurden. Die Nachwuchsensembles Bläserklasse Ammerthal und die beiden Nachwuchsorchester aus Freystadt und Ursensollen überzeugten auch mit bemerkenswerten Darbietungen und großem musikalischen Engagement. Die Ehrungen übernahmen 1. Bürgermeister Anton Peter, Kreisdirigent Dr. Christian Bäuml sowie Juryvorsitzender Kuno Holzheimer. In ihren Ansprachen lobten sie nicht nur die hohe musikalische Qualität, sondern auch die hervorragende Organisation und die große Resonanz im Publikum. Über den ganzen Tag verteilt, verfolgten mehr als 300 Zuhörerinnen und Zuhörer die musikalischen Darbietungen. Ein deutliches Zeichen für die lebendige Blasmusikkultur in der Region. Am Ende waren sich alle einig: Das Wertungsspiel in Ammerthal war nicht nur ein musikalischer Wettbewerb, sondern auch ein starkes Signal für den Zusammenhalt und die Zukunft der Blasmusik in der Oberpfalz.
Die Erwachsenenbläserklasse mit ihrer Dirigentin Annika Höfler. Bürgermeister Anton Peter fehlt am Saxophon. (Bild: Alfred Geitner)

Schüler- und Erwachsenenbläserklasse bei der Ammerthaler Blaskapelle

Seit Oktober letzten Jahres gibt es bei der Ammerthaler Blaskapelle eine Schüler- und eine Erwachsenenbläserklasse. Jetzt hatten die Bläserklassen die Möglichkeit ihre erlernten Musikstücke vor Publikum zu spielen. Annika Höfler, in der Jugendvorstandschaft tätig und im Nachwuchsteam, dirigierte beide Bläserklassen. Seit Oktober 2024 nehmen die Schüler und die Erwachsenen bei qualifizierten Musiklehrern Unterricht. Seit Januar 2025 spielen sie im Ensemble. Gemeinsam ein Musikstück zu beginnen, auf die anderen Musiker/innen zu hören, im Takt bleiben oder Pausen richtig einhalten will alles gelernt sein. Sieben Schüler, bestehend aus Posaune, Trompete, 2 x Bariton, Querflöte, Saxophon und Schlagwerk spielten den Zuhörern die Stücke „Pinguin-Promenade“ und „Along Came a Spider“ von Mike Hannickel. Diese sechs jungen Musiker legten auch im Mai diesen Jahres das NewComer Abzeichen ab und Noah Mitterer am Schlagwerk absolvierte das JUNIOR-Abzeichen. Musik bewegt uns auf unterschiedliche Art und Weise und bringt Menschen zusammen. Bei der Erwachsenenbläserklasse sind es auch sieben Musiker/innen die sich ihren Traum, ein eigenes Instrument zu lernen und in der Gruppe zu spielen, erfüllt haben. Instrumental ist die Gruppe mit je zweimal Saxophon, Querflöte und Klarinette aufgestellt und einem Baritonspieler. Bei ihrem Vorspiel erklangen die Stücke „Ode an die Freude”, „Aura Lee” und „Troika Fantasy” von Kees Vlak. Beide Bläserklassen haben in dem ersten Jahr sehr gute musikalische Fortschritte erzielt, das beweist auch der Applaus der ihnen sicher war. Auch in diesem kommenden Schuljahr ist bei der Ammerthaler Blaskapelle wieder eine neue Bläserklasse geplant.
Freudig nahmen 1. Vorsitzende Jessica Zimmer (2.v.l.) und Annika Höfler (3.v.l.) Jugendvorstand den Preis von Werner Stein, Kreisvorsitzender des NBMB, entgegen.  (Bild: Alfred Geitner)

Junior Award für die Nachwuchsarbeit der Ammerthaler Blaskapelle

Bereits zum dritten Mal hat die Ammerthaler Blaskapelle den „Junior Award” der Nordbayerischen Bläserjugend erhalten. Eine Auszeichnung, die innovative und engagierte Nachwuchsbildung sowie hervorragende Vereinsarbeit würdigt. Werner Stein, Kreisvorsitzender des Nordbayer. Musikbundes, übergab selbst die Auszeichnung in einem feierlichen Rahmen der Nachwuchsarbeit. 1. Vorsitzende Jessica Zimmer und Annika Höfler von der Jugendvorstandschaft nahmen den Preis sehr gerne entgegen. Die Auszeichnung wird wieder einen würdigen Platz in den Proberäumen der Ammerthaler Blaskapelle finden. Vielfältige Unterrichtsangebote, angefangen von der musikalischen Früherziehung, über Blockflöten, Instrumentalunterricht, Cajongruppe, Schüler- und Erwachsenenbläserklasse bis hin zur Nachwuchs- und Konzertkapelle, zeigen eine zukunftsorientierte Jugendarbeit auf und werden bei der Ammerthaler Blaskapelle umgesetzt. Der Verein zählt derzeit 114 aktive Musiker/innen. Davon sind 32 Kinder in der Elementaren Musikausbildung, 48 in der instrumentalen Musikausbildung und die restlichen 34 Musiker gehören zur Nachwuchs- und Konzertkapelle. Auch Inklusion ist ein wichtiger Punkt für die große Auszeichnung. Zwei Schlagzeuger mit Down-Syndrom gehören zur Ammerthaler Blaskapelle. Ein weiterer Erfolg für diese Auszeichnung waren auch die Schüler- und Erwachsenenbläserklassen, die in diesem Schuljahr begonnen haben. Unterrichtet wird durch qualifizierte Musiklehrer/innen. Auch der Freizeitspaß kommt nicht zu kurz mit Film- und Kegelabenden, Kicker- und Fußballturniere, verschiedene Vereinsaktivitäten und Ausflüge. Viele Punkte im Qualitäts- und Vereinsmanagement führte Werner Stein auf, die für die Auszeichnung „Junior Award” sprechen. Die Spartenleitung Nachwuchs wird weiterhin an dieser Qualifikation arbeiten.
Der Auftritt der Nachwuchskapelle unter der Leitung von Jessica Zimmer (links” (Bild: Alfred Geitner)

Vom Instrumentalunterricht zur Nachwuchskapelle

Die Instrumentalschüler/innen sowie die jungen Musiker der Nachwuchskapelle, unter der Leitung von Jessica Zimmer, zeigten in der Sporthalle ihr musikalisches Können. 20 junge Musiker/innen der Ammerthaler Blaskapelle, sind derzeit in der Ausbildung bei qualifizierten Musiklehrern/innen. Maria Hofmann und Annika Höfler von der Nachwuchsleitung führten durch das Programm. Seit einigen Jahren bietet die Blaskapelle eine Cajongruppe, unter der Leitung von Philipp Senft, an. Die sieben Musiker/innen spielten das Stück „Bo-Cajon-Dy”, das Philipp Senft selbst komponiert hat. Von den Instrumentalschülern Noah Mitterer und Bastian Schinhammer hörte man ein Duett für zwei kleine Trommeln, Simon Sehr spielte am Schlagwerk „Rock me Amadeus. Nach sechs Monaten Unterricht hörte man von Rosi Breunig „Hänschen klein” am Kornett und Anna Bär spielte eine Sinfonie auf der Posaune. In diesem Jahr legten auch fünf Musiker das JUNIOR-Abzeichen des Nordbayer. Musikbundes ab und bekamen von Annika Höfler das Abzeichen überreicht. Valentina Endres (Querflöte), Maya Herrmann (Altsaxophon), Lina Klose (Klarinette), Noah Mitterer und Bastian Schinhammer (Schlagwerk). Als Dank für ihr eifriges Üben bekamen die Musiker ein Stiftemäppchen mit dem Logo der Ammerthaler Blaskapelle überreicht. Am Ende des Nachwuchskonzertes spielte die Nachwuchskapelle unter der Leitung von Jessica Zimmer. Es erklangen die Stücke „Tears in Heaven” und „Born this way”. Der Applaus der Zuhörer bestätigte das Können der Musiker und so gab es am Ende noch eine Zugabe. Bürgermeister Anton Peter ist stolz auf das musikalische Angebot in seiner Gemeinde und freue sich immer wieder über jeden Auftritt der Musiker.

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