Die Bläserklasse nach ihrem erfolgreichen Auftritt. (Bild: Michaela Schön)

Historischer Erfolg für die Nachwuchsarbeit

Bläserklasse der Ammerthaler Blaskapelle erreicht beim ersten Wertungsspiel „sehr guten Erfolg“. Die Bläserklasse der Ammerthaler Blaskapelle hat beim Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes e.V. in Ammerthal Vereinsgeschichte geschrieben. Erstmals überhaupt trat ein Jugendorchester der Ammerthaler Blaskapelle bei einem offiziellen Wertungsspiel an und überzeugte die Jury auf ganzer Linie. Unter der Leitung von Annika Höfler erhielt das Ensemble in der Kategorie 1A das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“ und erreichte damit die zweithöchste Auszeichnung des gesamten Wettbewerbs. Zugleich war die Formation die erste Bläserklasse aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, die sich überhaupt der Bewertung durch eine Fachjury stellte. Mit den beiden Vortragsstücken „Der Drache“ und „Troika Fantasy“ zeigte das junge Orchester eindrucksvoll, welches musikalische Niveau bereits nach vergleichsweise kurzer Ausbildungszeit möglich ist. Bewertet wurden unter anderem Intonation, Rhythmus, musikalische Gestaltung sowie Bühnenpräsenz und Gesamteindruck. Dass die Bläserklasse dabei direkt mit einem „sehr guten Erfolg“ die zweithöchste Bewertungsstufe erreichte, unterstreicht die außergewöhnliche Leistung des jungen Ensembles. Das Besondere an dem Projekt: Das Orchester setzte sich aus Musikerinnen und Musikern dreier verschiedener Ausbildungsgruppen zusammen. Mitwirkende kamen aus der Kinder- und Erwachsenenbläserklasse, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer erst 2024 mit ihrem Erst- oder Zweitinstrument begonnen hatten. Ergänzt wurde das Ensemble durch einige Kinder aus der Kinderbläserklasse, die sogar erst im Oktober 2025 ihre musikalische Ausbildung gestartet hatten. Trotz dieser kurzen gemeinsamen Entwicklung überzeugte die Bläserklasse mit einem geschlossenen Klangbild, großer Spielfreude und bemerkenswerter Konzentration auf der Bühne. Das hervorragende Abschneiden kann als vorläufiger Höhepunkt der erfolgreichen Nachwuchsarbeit der Ammerthaler Blaskapelle angesehen werden. Bereits dreimal in Folge wurde der Verein mit dem Junioraward der Nordbayerischen Bläserjugend ausgezeichnet.
Die Konzertkapelle der Ammerthaler Blaskapelle nach ihrem Wertungsspiel. (Bild: Michaela Schön)

Höchstauszeichnung trotz Doppelbelastung

Die Konzertkapelle der Ammerthaler Blaskapelle überzeugt beim Wertungsspiel mit „ausgezeichnetem Erfolg“. Mit einem herausragenden Ergebnis hat die Konzertkapelle der Ammerthaler Blaskapelle beim Wertungsspiel des Nordbayerischer Musikbund e.V. in Ammerthal überzeugt. Das Ensemble erhielt in der Mittelstufe 91 von 100 möglichen Punkten und damit das Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“ – die höchstmögliche Bewertung des Wettbewerbs. Für die Konzertkapelle war es bereits die elfte Teilnahme an einem Wertungsspiel. Zuletzt hatte sich das Orchester im Jahr 2019 in Forchheim einer Fachjury gestellt – ebenfalls mit großem Erfolg. Wie schon damals gelang es auch diesmal, die höchste Auszeichnung zu erreichen und damit die konstant hohe musikalische Qualität des Ensembles eindrucksvoll zu bestätigen. Unter der Leitung von Philipp Senft präsentierte die Konzertkapelle die Werke „Adventure!“ von Markus Götz sowie die „Kleine ungarische Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer. Für Senft war das Wertungsspiel eine besondere Premiere: Erstmals nahm er als Dirigent mit einem Orchester an einem Wertungsspiel teil. Umso bemerkenswerter ist das erzielte Ergebnis, das die intensive Probenarbeit der vergangenen Monate eindrucksvoll widerspiegelt. Besonders hervorzuheben ist zudem die außergewöhnliche Doppelbelastung der Musikerinnen und Musiker. Neben der intensiven musikalischen Vorbereitung lag die Organisation des gesamten Wertungsspiels in Ammerthal in den Händen der Ammerthaler Blaskapelle. Trotz der zahlreichen Aufgaben rund um Planung, Durchführung und Betreuung der Veranstaltung gelang es dem Ensemble, sich mit großer Konzentration und Disziplin auch musikalisch auf den Wettbewerb vorzubereiten. Das erneute Spitzenergebnis unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert der Blasmusik in Ammerthal und bestätigt die erfolgreiche Arbeit der Konzertkapelle sowohl auf organisatorischer als auch auf musikalischer Ebene.
Am Ende der Ehrung gab es noch ein Gruppenbild von allen noch anwesenden Musikern/innen mit ihrer Jury (Bild: Michael Haller)

Musikalisches Kräftemessen in Ammerthal

Über 600 Musikbegeisterte bei Wertungsspielen des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB). Ammerthal wurde zum Zentrum der regionalen Blasmusikszene. Nach mehr als einem Jahrzehnt Pause kehrten die Wertungsspiele des NBMB wieder in den Landkreis Amberg-Sulzbach zurück. Gastgeber war die Ammerthaler Blaskapelle, die sich unter der Leitung ihrer jungen Vorsitzenden Jessica Zimmer erstmals an die Organisation eines solchen Großereignisses wagte und das mit Erfolg. Bereits ab 8 Uhr herrschte reges Treiben in der Grundschule Ammerthal. Alleine 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf bis in die Abendstunden. Acht Orchester aus drei Oberpfälzer Landkreisen stellten sich der fachkundigen Jury und präsentierten die ganze Bandbreite konzertanter Blasmusik – von der Bläserklasse bis zur Höchststufe. Über 300 Musikerinnen und Musiker, darunter 152 im Bläserjugendalter, traten vor die Jury mit Kuno Holzheimer, Florian Unkauf und Oskar Schwab. Bewertet wurde nach zehn anspruchsvollen Kriterien, darunter Intonation, Rhythmik, technische Ausführung und musikalischer Gesamteindruck. Aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach stellten sich außer der Ammerthaler Blaskapelle auch die Hahnbacher Marktbläser sowie die Musikkapelle Ursensollen. Außerdem vertreten waren die Stadtkapelle Freystadt und die Jugendblaskapelle Nabburg. Alle Orchester erzielten mindestens „sehr gute“ Erfolge. Hervorzuheben sind das Haupt- und Nachwuchsorchester Ursensollen sowie die Ammerthaler Konzertkapelle, die jeweils mit „ausgezeichnetem Erfolg“ prämiert wurden. Die Nachwuchsensembles Bläserklasse Ammerthal und die beiden Nachwuchsorchester aus Freystadt und Ursensollen überzeugten auch mit bemerkenswerten Darbietungen und großem musikalischen Engagement. Die Ehrungen übernahmen 1. Bürgermeister Anton Peter, Kreisdirigent Dr. Christian Bäuml sowie Juryvorsitzender Kuno Holzheimer. In ihren Ansprachen lobten sie nicht nur die hohe musikalische Qualität, sondern auch die hervorragende Organisation und die große Resonanz im Publikum. Über den ganzen Tag verteilt, verfolgten mehr als 300 Zuhörerinnen und Zuhörer die musikalischen Darbietungen. Ein deutliches Zeichen für die lebendige Blasmusikkultur in der Region. Am Ende waren sich alle einig: Das Wertungsspiel in Ammerthal war nicht nur ein musikalischer Wettbewerb, sondern auch ein starkes Signal für den Zusammenhalt und die Zukunft der Blasmusik in der Oberpfalz.
Die Erwachsenenbläserklasse mit ihrer Dirigentin Annika Höfler. Bürgermeister Anton Peter fehlt am Saxophon. (Bild: Alfred Geitner)

Schüler- und Erwachsenenbläserklasse bei der Ammerthaler Blaskapelle

Seit Oktober letzten Jahres gibt es bei der Ammerthaler Blaskapelle eine Schüler- und eine Erwachsenenbläserklasse. Jetzt hatten die Bläserklassen die Möglichkeit ihre erlernten Musikstücke vor Publikum zu spielen. Annika Höfler, in der Jugendvorstandschaft tätig und im Nachwuchsteam, dirigierte beide Bläserklassen. Seit Oktober 2024 nehmen die Schüler und die Erwachsenen bei qualifizierten Musiklehrern Unterricht. Seit Januar 2025 spielen sie im Ensemble. Gemeinsam ein Musikstück zu beginnen, auf die anderen Musiker/innen zu hören, im Takt bleiben oder Pausen richtig einhalten will alles gelernt sein. Sieben Schüler, bestehend aus Posaune, Trompete, 2 x Bariton, Querflöte, Saxophon und Schlagwerk spielten den Zuhörern die Stücke „Pinguin-Promenade“ und „Along Came a Spider“ von Mike Hannickel. Diese sechs jungen Musiker legten auch im Mai diesen Jahres das NewComer Abzeichen ab und Noah Mitterer am Schlagwerk absolvierte das JUNIOR-Abzeichen. Musik bewegt uns auf unterschiedliche Art und Weise und bringt Menschen zusammen. Bei der Erwachsenenbläserklasse sind es auch sieben Musiker/innen die sich ihren Traum, ein eigenes Instrument zu lernen und in der Gruppe zu spielen, erfüllt haben. Instrumental ist die Gruppe mit je zweimal Saxophon, Querflöte und Klarinette aufgestellt und einem Baritonspieler. Bei ihrem Vorspiel erklangen die Stücke „Ode an die Freude”, „Aura Lee” und „Troika Fantasy” von Kees Vlak. Beide Bläserklassen haben in dem ersten Jahr sehr gute musikalische Fortschritte erzielt, das beweist auch der Applaus der ihnen sicher war. Auch in diesem kommenden Schuljahr ist bei der Ammerthaler Blaskapelle wieder eine neue Bläserklasse geplant.
Freudig nahmen 1. Vorsitzende Jessica Zimmer (2.v.l.) und Annika Höfler (3.v.l.) Jugendvorstand den Preis von Werner Stein, Kreisvorsitzender des NBMB, entgegen.  (Bild: Alfred Geitner)

Junior Award für die Nachwuchsarbeit der Ammerthaler Blaskapelle

Bereits zum dritten Mal hat die Ammerthaler Blaskapelle den „Junior Award” der Nordbayerischen Bläserjugend erhalten. Eine Auszeichnung, die innovative und engagierte Nachwuchsbildung sowie hervorragende Vereinsarbeit würdigt. Werner Stein, Kreisvorsitzender des Nordbayer. Musikbundes, übergab selbst die Auszeichnung in einem feierlichen Rahmen der Nachwuchsarbeit. 1. Vorsitzende Jessica Zimmer und Annika Höfler von der Jugendvorstandschaft nahmen den Preis sehr gerne entgegen. Die Auszeichnung wird wieder einen würdigen Platz in den Proberäumen der Ammerthaler Blaskapelle finden. Vielfältige Unterrichtsangebote, angefangen von der musikalischen Früherziehung, über Blockflöten, Instrumentalunterricht, Cajongruppe, Schüler- und Erwachsenenbläserklasse bis hin zur Nachwuchs- und Konzertkapelle, zeigen eine zukunftsorientierte Jugendarbeit auf und werden bei der Ammerthaler Blaskapelle umgesetzt. Der Verein zählt derzeit 114 aktive Musiker/innen. Davon sind 32 Kinder in der Elementaren Musikausbildung, 48 in der instrumentalen Musikausbildung und die restlichen 34 Musiker gehören zur Nachwuchs- und Konzertkapelle. Auch Inklusion ist ein wichtiger Punkt für die große Auszeichnung. Zwei Schlagzeuger mit Down-Syndrom gehören zur Ammerthaler Blaskapelle. Ein weiterer Erfolg für diese Auszeichnung waren auch die Schüler- und Erwachsenenbläserklassen, die in diesem Schuljahr begonnen haben. Unterrichtet wird durch qualifizierte Musiklehrer/innen. Auch der Freizeitspaß kommt nicht zu kurz mit Film- und Kegelabenden, Kicker- und Fußballturniere, verschiedene Vereinsaktivitäten und Ausflüge. Viele Punkte im Qualitäts- und Vereinsmanagement führte Werner Stein auf, die für die Auszeichnung „Junior Award” sprechen. Die Spartenleitung Nachwuchs wird weiterhin an dieser Qualifikation arbeiten.

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