Die Jahreshauptversammlung bot der Feuerwehr Nabburg Gelegenheit, eine große Anzahl an Ehrungen vorzunehmen. Die Urkunden überreichten (stehend v.l.) Bürgermeister Frank Zeitler, Vorstand Johann Gietl, Kreisbrandmeister Helmut Schatz und Kommandant Uli Seegerer (3. v. r.). (Bild: Raphael Haubelt (aub))

Die Feuerwehr Nabburg rekapituliert das Einsatz- und Vereinsjahr 2025 mit Urkunden und Ehrungen

Spezifischer und markanter als manch anderer Verein spiegelte die Feuerwehr Nabburg auch heuer den zurückliegenden Berichtszeitraum 2025 in ihrer Jahreshauptversammlung wider. Dazu konnte Vorstand Johann Gietl nach einem Gedenkgottesdienst zahlreiche Gäste aus Politik und Kreisleitung im Gerätehaus begrüßen. Sein Rückblick rief vor allem gesellschaftliche Termine in Erinnerung, darunter die Beteiligung über viele Feuerwehr-Jubiläen hinaus an städtischen und kirchlichen Festen, eigene Veranstaltungen, dazu Patentreffen oder -bitten, wie etwa das der Feuerwehr Diendorf. Solch reges Miteinander förderte Gemeinschaft und Motivation, die schon beim Nachwuchs zu spüren war, wie die Berichte von Jugendwart Matthias Krogner und Carolin Neidl als Leiterin der Kinderfeuerwehr zeigten. Den Appell der beiden, weder in der Akquise, noch beim Engagement nachzulassen, unterstrich auch Kommandant Uli Seegerer, erweiterte ihn jedoch bezüglich Übungen, Aus- und Weiterbildung sowie Lehrgänge mit erfolgreichen Abschlussprüfungen. All das diente den aktuell 62 Aktiven als Basis, die letztjährig insgesamt 127 inner- wie überörtlichen Einsätze (81 Technische Hilfe, 30 Brände, 16 sonstige Tätigkeiten) problemlos zu bewältigen. Unter den summierten 1955 Einsatzstunden bedurften die Löscharbeiten beim Großbrand in Wiesensüß außerordentlich großer Anstrengung. Dem stand als herausragender Glücksmoment die Inbetriebnahme des neuen TLF 3000 gegenüber. Den Dank dafür an die Stadt nahm Bürgermeister und Dienstherr Frank Zeitler entgegen, der seinerseits die Teamleistungen in aufopfernder Tätigkeit für andere, in kultureller und organisatorischer Hinsicht, das gemeinsame Engagement und die Nachwuchsarbeit würdigte. Unter den anschließend verliehenen Urkunden zur Beförderung, für große Verdienste, langjährige aktive Tätigkeit oder Mitgliedschaft stachen besonders heraus: Robert Weber (40 Jahre), Hans Butz (60 Jahre), Manfred Blüml (50 Jahre aktiv) und Ludwig Blank (Ernennung zum Ehrenmitglied).
Für ihre erfolgreiche Teilnahme am „Wissenstest” erhielten die Jugendlichen entsprechende Abzeichen (Kategorie in Klammern). Unser Gruppen zeigt v.l.: KBM Andreas Ringlstetter, Anna Seegerer (Bronze), Luisa Kleierl (Gold), BGM Frank Zeitler, Felix Hertl (Bronze), Johannes Ringlstetter (Silber), Timo Bäuml (Bronze), David Braun (Gold), Tom Steinmetz (Silber), Leon Schiller (Bronze), Martin Mutzbauer (Bronze), Bastian Krause (Silber), Simon Schmid (Gold-Rot), Dominik Franz (Gold-Blau), Jugendwart Matthias Krogner, Kommandant Ulrich Seegerer (Bild: Raphael Haubelt)

Feuerwehr Nabburg feiert mit Theater und Rückblick Jahresabschluss

Traditionell hält die Feuerwehr Nabburg zwischen Weihnachten und Neujahr kurz inne, um die Festtage ausklingen zu lassen und neben einer ersten Rück- und Vorausschau ein Theaterstück mit Lokalkolorit zu präsentieren. Dazu begrüßte Vorstand Johann Gietl im Jugendwerk viele Vereinsmitglieder mit ihren Familien, aber auch Gäste aus Horsovsky Tyn und der Patenwehr Waldsassen. Dem besinnlichen Teil mit Musik der Vereinskapelle sowie „neuzeitlichen Weihnachtsgeschichten“ schlossen sich nach dem Abendessen die Grußworte an. Sowohl Stadtpfarrer Hannes Lorenz als auch Bürgermeister Frank Zeitler als Dienstherr würdigten den Mut der Einsatzkräfte, ungeahnt der zu erwartenden Situation, Menschen in Not zu Hilfe zu eilen. Dies und die erfolgreiche Nachwuchsförderung in dieser lebenswichtigen Aufgabe verdienten höchstes Lob und Anerkennung, betonten beide angesichts der zu verleihenden Leistungsabzeichen. Weitere Ereignisse des Jahres hatte Kommandant Uli Seegerer zuvor mit einigen Eckdaten umrissen: Unter den bis dato 127 Einsätzen stach der Großbrand in Wiesensüß heraus. „Ich sah den Feuerschein hinter Neusath und dachte nur: Oh, Anfahrt auf Sicht. Das wird was Längeres!“, erinnerte er sich. Mit dem positivem „Highlight“, der Indienststellung des neuen Fahrzeugs TLF 3000, verband er den Dank an Stadt, Verwaltung und Bauhof, aber auch andere Rettungsorganisationen für die perfekte Kooperation. Ein ähnlich gutes Zusammenspiel zeigte dann die Theatergruppe im Einakter „(K)eine Weihnachtsgeschichte“. Darin versuchte ein sympathischer Engel die Frohe Botschaft drei Jugendlichen im Wirtshaus, einer medial vertieften Passantin, im Fitnessstudio, einer strengen Polizistin, im Feuerwehr-, Pfarr- und sogar im Rathaus auf Chefebene zu verkünden – vergebens. Am Ende resümierte der Erzähler: „Und so blieb der Engel mitten unter uns, wo die Menschen manchmal vergessen, dass das Himmlische auch ganz irdisch sein kann – ein Lächeln, nette Unterhaltung - oder ein Flasch´l Bier.“
Aus den Händen von 2. Kommandant Johann Dobler (links) und Jugendwart Daniel Irlbacher (rechts) erhielten die Jugendlichen ihre Plaketten für erfolgreich absolvierte Wissenstests - vorne v.l.: Johannes Ringlstetter (Stufe 1 Bronze), Tom Steinmetz (Bronze), Mona Schraml (Stufe 6 Gold-Rot), Bastian Krause (Bronze), Ina Koppmann (Stufe 4 Gold-Blau), Luisa Kleierl (Stufe 2 Silber); Hintere Reihe v.l.: 2. Bürgermeisterin Irene Ehemann und KBM Andreas Ringlstetter gratulierten auch Jan Dobler (Silber) und Simon Schmid (Stufe 5 Gold-Grün). (Bild: Raphael Haubelt)

Über die Jahresabschlussfeier hinaus im Einsatz

„Jederzeit einsatzbereit“ galt für die Feuerwehr Nabburg selbst während ihrer gemeinsamen Jahresabschlussfeier, zu der Vorstand Johann Gietl viele Mitglieder der „Feuerwehrfamilie“ - Aktive, Passive, Partner, Förderer, Vertreter übergeordneter, kirchlicher und städtischer Führungsebenen – begrüßen konnte. Seiner wörtlichen Einstimmung folgte die musikalische durch die vereinsinterne Kapelle unter Robert Weber im Wechsel mit vorweihnachtlichen Texten, vorgetragen von Gertraud und Peter Gietl. Die entspannt gemütliche Atmosphäre setzte sich auch während des reichhaltigen Buffetts fort - bis ein eingehender Alarm „dazwischenfunkte“ und einen Großteil der Kameraden zur Hilfe rief. Damit hatte sich die Zahl der Einsätze, die Vorstand Johann Gietl in seinem Rückblick auf 133 beziffert bereits überholt. Er konnte aber neben den über 3000 Einsatzstunden auch von vielen positiven, erfreulichen und schönen Terminen berichten, von Patenfeierlichkeiten wie etwa in Neusath, Fest- oder Feiertagsteilnahmen über interne Anlässe bis zum 50jährigen Jubiläum der eigenen Jugendfeuerwehr. Eben jener Nachwuchs führte einst auch die Aufführung eines Einakters ein, der heuer unter der Regie von Rita Heindl dank schauspielerischer Talente wieder viel Lokalkolorit aufs Korn nahm – im Theaterstück „Taxi infernale“. Quasi mit dem Schlussapplaus kehrte auch die Einsatzcrew unter Kommandant Johann Dobler wieder zurück. So nahm er in seinem anschließenden Resümee gleich das spontane Ausrücken zum Anlass, allen Kameraden für ihr Engagement und ihre Zuverlässigkeit in allen ihnen übertragenen Bereichen und Aufgaben vom Ausbilder bis zum Maschinisten zu danken, ebenso der Stadt für die nötige Unterstützung, explizit aber dem Nachwuchs, der mit Interesse, Begeisterung und Fleiß die Zukunft der Hilfsorganisation sichere. Danach erhielten die anwesenden Jugendlichen ihre Auszeichnungen für bestandene Wissenstests. Den Abschluss des Abends bildete traditionell eine „Astl-Versteigerung.“

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