Traditionell hält die Feuerwehr Nabburg zwischen Weihnachten und Neujahr kurz inne, um die Festtage ausklingen zu lassen und neben einer ersten Rück- und Vorausschau ein Theaterstück mit Lokalkolorit zu präsentieren. Dazu begrüßte Vorstand Johann Gietl im Jugendwerk viele Vereinsmitglieder mit ihren Familien, aber auch Gäste aus Horsovsky Tyn und der Patenwehr Waldsassen. Dem besinnlichen Teil mit Musik der Vereinskapelle sowie „neuzeitlichen Weihnachtsgeschichten“ schlossen sich nach dem Abendessen die Grußworte an. Sowohl Stadtpfarrer Hannes Lorenz als auch Bürgermeister Frank Zeitler als Dienstherr würdigten den Mut der Einsatzkräfte, ungeahnt der zu erwartenden Situation, Menschen in Not zu Hilfe zu eilen. Dies und die erfolgreiche Nachwuchsförderung in dieser lebenswichtigen Aufgabe verdienten höchstes Lob und Anerkennung, betonten beide angesichts der zu verleihenden Leistungsabzeichen. Weitere Ereignisse des Jahres hatte Kommandant Uli Seegerer zuvor mit einigen Eckdaten umrissen: Unter den bis dato 127 Einsätzen stach der Großbrand in Wiesensüß heraus. „Ich sah den Feuerschein hinter Neusath und dachte nur: Oh, Anfahrt auf Sicht. Das wird was Längeres!“, erinnerte er sich. Mit dem positivem „Highlight“, der Indienststellung des neuen Fahrzeugs TLF 3000, verband er den Dank an Stadt, Verwaltung und Bauhof, aber auch andere Rettungsorganisationen für die perfekte Kooperation. Ein ähnlich gutes Zusammenspiel zeigte dann die Theatergruppe im Einakter „(K)eine Weihnachtsgeschichte“. Darin versuchte ein sympathischer Engel die Frohe Botschaft drei Jugendlichen im Wirtshaus, einer medial vertieften Passantin, im Fitnessstudio, einer strengen Polizistin, im Feuerwehr-, Pfarr- und sogar im Rathaus auf Chefebene zu verkünden – vergebens. Am Ende resümierte der Erzähler: „Und so blieb der Engel mitten unter uns, wo die Menschen manchmal vergessen, dass das Himmlische auch ganz irdisch sein kann – ein Lächeln, nette Unterhaltung - oder ein Flasch´l Bier.“