Kleine Radlergruppe des OWV Nabburg im urigen Biergarten Gasthaus Kellermann Zangenstein (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg, Genussradeln von Schönsee nach Nabburg

Diesmal nicht auf „Schusters Rappen” sondern auf Fahrrädern bewegten sich Mitglieder des OWV Nabburg. 52 Kilometer wurden dabei auf dem Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg vom Marktplatz in Schönsee bis nach Nabburg bewältigt. Zunächst nutzte die sechsköpfige Radlergruppe den vom Bahnhof Nabburg abgehenden Zubringerbus nach Schönsee. Nahezu ständig auf der Trasse der ehemaligen „Bockl-Bahn” rollten die Radler durch eine herrliche Frühjahrslandschaft. Mal durch Felsformationen, dann durch lange schattenspendende Eichen- und Buchenwälder, auch durch weites Wiesen- und Ackergelände zog sich dieser ausgezeichnet präparierte und ausgeschilderte Rad- und Wanderweg durch die östliche Oberpfalz. Nachdem es zunächst meist leicht abfallend dahin ging, war es ein echtes Genussradeln ohne viel Kraftaufwendung. Markante Punkte wie die alte Dampflok aus dem Baujahr 1899 bei Oberviechtach, der Anblick der Burgruine Haus Murach und die Überreste der Trojaburg bei Uckersdorf belebten weiter die Radtour. Stimmungsvoll war dann die Mittagspause im urigen Biergarten des Gasthauses Kellermann in Zangenstein. Trafen dort mehrere Radlergruppe aufeinander und tauschte Radfahrerfahrungen aus. Leider mahnten triste Wetterprognosen für den späteren Nachmittag zu einem baldigen Aufbruch. Schon auf dem weiteren Weg über Altendorf, Schwarzach bis nach Wölsendorf musste gegen einen starken Gegenwind angekämpft werden. Im Naabtal bei Wölsendorf angekommen, drohten dann dunkle Gewitterwolken einen heftigen Wetterumschwung an. Gutes Timing bewiesen die Nabburger Radler am Ende der Radtour, denn just in dem Moment als man zu Hause ankam, brach auch schon ein Unwetter mit Blitz und Donner sowie Starkregen über das Naabtal herein.
Wandergruppe des OWV Nabburg vor dem Türkenfels, gelegen am Orchideenweg im Birgland. (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg auf dem Orchideenweg im Birgland

Eine außergewöhnliche Wanderung erlebte der OWV Nabburg auf dem Orchideenweg im Grenzbereich zwischen der Oberpfalz und Mittelfranken. Als Ausgangs- und Endpunkt wurde der Wanderparkplatz bei Ammerried im sogenannten Birgland gewählt. Vereinsmitglied und Wanderführer Robert Herles, 36 Jahre Biologielehrer auf dem Gymnasium Nabburg, brachte der elf Personen umfassenden Wandergruppe mit seinem fundamentalen Wissen die im vorgenannten Gebiet vorhandene Pflanzenwelt nah. Nur dort im Birgland wachsen bedingt durch den sehr kalkhaltigen Wandboden, verteilt über die warmen Monate im Jahr 30 verschiedene Arten an Orchideen. Immer wieder fanden die Wanderer Orchideen, mal im Buschwuchs, mal einzeln dastehen entlang des gut markierten Waldweges vor. Auf Grund der detaillierten Ausführungen durch Robert Herles benötigte der OWV Nabburg für den 4,5 Kilometer langen Orchideenweg dann auch mehr als drei Stunden. Aber nicht nur die Pflanzenwelt, sondern auch der anspruchsvolle Wanderweg beeindrucken die Wanderer. Führte der Weg doch ständig auf und ab, über ausgeprägtes Wurzelwerk und an bizarren Felsformationen vorbei. Auch die auf halber Strecke liegende Burgruine Lichtenegg forderte durch einen sehr steilen Aufstieg die Wanderer. Ober angekommen zeigte sich dann ein unbegrenzter Rundblick bis hin zum Hohen Bogen im Bayerischen Wald. Kurz vor Ende der Wanderung gab es noch ein Highlight zu bestaunen. Auf einer geschützt daliegenden Waldwiese präsentierte sich ein in seiner bunten Vielfalt phantastisches Blumenmeer. In einem schönen Biergarten in der Ortschaft Fürnried fand diese außergewöhnliche und lehrreiche Wanderung bei hochsommerlichen Temperaturen einen gemütlichen Ausklang.


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Forstdirektor Gregor Schießl, Bayerische Forstverwaltung Bamberg bei Ausführungen über den derzeitigen und künftigen Bestand des deutschen Wald. (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Hauptverein Weiden mit informativer Wanderung am Kulm bei Nabburg

Am 14. Mai findet traditionell seit zehn Jahren deutschlandweit der Tag des Wanderns statt. Dies nutzte der OWV Hauptverein zu einer informativen Wanderveranstaltung am 626 Meter hohen Kulm, sieben Kilometer westlich von der Stadt Nabburg. Unter dem Motto „Wald und Waldbewirtschaftung im Wandel“ führte Ursa Versch, Hauptwanderwartin des OWV Weiden 18 Vereinsmitglieder aus den verschiedensten Zweigvereinen durch das geschlossene Waldgebiet um den Kulm. Als Referent konnte dazu Gregor Schießl, Forstdirektor bei der Bayerischen Forstverwaltung in Bamberg gewonnen werden. Dieser stellte auf verschiedenen Stationen und Beispielen das sensible Ökosystem des deutschen Waldes dar. Auch zeigte er auf, wie unser Wald durch veränderte klimatische Verhältnisse und Verbreitung von Schädlingen, wie zum Beispiel des Borkenkäfers immer mehr in Bedrängnis kommt. Zudem sagte Gregor Schießl klar voraus, wie unser Wald in Zukunft aussehen wird. Sollte dem raschen Klimawandel kein Einhalt geboten werden, verschwinden heimische Baumarten und Waldbestände innerhalb der nächsten 50 Jahre aus unserer gewohnten Natur. Auch berichtete Gregor Schießl von Versuchen, Baumarten, die den veränderten Klimaverhältnissen trotzen und sich anpassen in unsere Region anzupflanzen. Insgesamt machten vor allem die Einschätzungen und Aussagen zum herrschenden Klimawandel und deren Folgen die OWV-Mitglieder vor Ort sehr betroffen. Ein Jeder muss ab sofort seinen Beitrag dazu leisten, dass auch künftige Generationen den Wald in seiner Vielfalt und Schönheit nutzen und erleben kann. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung des OWV Hauptverein Weiden bei einem Abendessen im Gasthaus Zum Kulm.
Schülerinnen und Schüler der Naabtal-Realschule Nabburg und der tschechischen Partnerschule aus Horšovský Týn sind mit Bürgermeisterin Frau Ehemann unterwegs in Nabburg.  (Bild: Elisabeth Schneider)

Tschechische Partnerschüler zu Gast in Nabburg

Im Rahmen des Schüleraustauschs der Naabtal-Realschule Nabburg mit ihrer langjährigen tschechischen Partnerschule aus Horšovský Týn erkundeten Jugendliche beider Schulen die Stadt Nabburg. Nach gemeinsamen aufregenden Tagen in Regensburg ließen es sich die Nabburger Realschüler nicht nehmen, mit ihren tschechischen Freunden auf Entdeckungstour in ihrer Schul- und Heimatstadt zu gehen. Begleitet wurden sie von zweiter Bürgermeisterin Frau Ehemann, der es eine besondere Ehre war, die Gruppe in Nabburg zu begrüßen. Die Schülerinnen und Schüler und die betreuenden Lehrkräfte Frau Schneider, Herr Doleschal und Frau Putz auf deutscher Seite sowie Frau Jezkova und Frau Ludvikova auf tschechischer Seite freute es sehr, dass auch der Schulleiter der Naabtal-Realschule Nabburg, Herr Thomas Kuban, sowie Herr Götz, Leiter des Arbeitskreises Tschechisch der Stadt Nabburg, zur Gruppe stießen. Beim Rundgang in Nabburg beeindruckten wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Kirche oder das Rathaus. Die Partnerschüler staunten nicht schlecht, als sie plötzlich auf dem Horšovský Týn-Platz standen, der symbolisch für die langjährige Partnerschaft der beiden Städte Nabburg und Horšovský Týn steht. Als Erinnerung an die gemeinsamen Tage erhielt jeder Teilnehmer von Bürgermeisterin Frau Ehemann ein kleines Geschenk. Ebenfalls im Gepäck haben die Schülerinnen und Schüler die vielen schönen Eindrücke aus Nabburg und die Gewissheit, die Freunde aus dem Nachbarland bald wieder zu treffen.
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