Sport vereint: Schülerinnen und Schüler sammeln beim Inklusionsmobil neue Erfahrungen im Rollstuhlbasketball. (Bild: Lea Göbel)

Perspektivwechsel in der Sporthalle: Inklusionsmobil besucht Naabtal-Realschule

Nabburg. Konzentrierte Gesichter, schnelle Richtungswechsel und das rhythmische Quietschen der Rollstuhlräder prägten am Montagvormittag (15. Juni 2026) die Atmosphäre in der Sporthalle der Naabtal-Realschule Nabburg. Anlass dafür war der Besuch des Inklusionsmobils, das seit Anfang 2025 quer durch Deutschland tourt. Die gemeinsame Initiative des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), REWE und der Aktion Mensch bringt mit ihrem Projekt ein besonderes Sportangebot an Schulen, Vereinen und auf Veranstaltungen. Ziel des Projekts ist es, sportliche Teilhabe für alle zu fördern, Begegnungen zu schaffen und über Sportmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zu informieren. Auch in Nabburg legte das Inklusionsmobil einen Tour-Stopp ein und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, Sport aus einer neuen Perspektive zu erleben. Neben den praktischen Erfahrungen stand auch der Austausch im Mittelpunkt. Para-Rugby-Nationalspieler Thorsten Altmann, der bayerische Landestrainer für Rollstuhlbasketball Sebastian Gillsch sowie Tina Winklmann, Sprecherin für Sportpolitik und Ehrenamt der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, nahmen sich Zeit für eine Diskussionsrunde mit der Schülerschaft. Dabei ging es unter anderem um eine mögliche deutsche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele sowie um die Frage, wie Inklusion im Alltag und insbesondere im Sport gelebt werden kann. „Sport hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen und Barrieren abzubauen. Deshalb ist es wichtig, Teilhabe für alle selbstverständlich zu machen – und genau aus diesem Grund unterstützen wir die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele“, betonte Tina Winklmann während der Diskussionsrunde. Die Schülerinnen und Schüler waren dabei nicht nur Zuhörer, sondern aktiv in den Austausch eingebunden. In kurzen Abstimmungen konnten sie ihre Meinung zur Olympiabewerbung äußern und berichten, ob sie bereits Erfahrungen mit inklusivem Sport gesammelt hatten. Nach dem Podiumsgespräch folgte der praktische Teil des Aktionstages. Unter Anleitung des Teams des Inklusionsmobils sowie mit Unterstützung von Sebastian Gillsch und Thorsten Altmann konnten die Schülerinnen und Schüler selbst im Rollstuhl Platz nehmen und erste Erfahrungen im Rollstuhlbasketball sammeln. Was anfangs noch ungewohnt war, entwickelte sich schnell zu kleinen Spielen und Wettkämpfen, bei denen Teamgeist, Geschicklichkeit und Koordination gefragt waren. Viele zeigten sich überrascht, wie anspruchsvoll der Perspektivwechsel war – und wie schnell aus anfänglicher Unsicherheit Begeisterung wurde. Mathilda fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Am Anfang war es schon eine Herausforderung, sich in eine andere Perspektive hineinzuversetzen. Man musste sich viel mehr konzentrieren, als ich gedacht hätte – zum Beispiel beim Fahren im Rollstuhl. Aber genau das hat es spannend gemacht. Es war eine tolle Erfahrung, etwas Neues auszuprobieren, und es hat richtig viel Spaß gemacht.“ Zum Abschluss des Vormittags zog die Schülerschaft ein positives Fazit. Der Aktionstag habe nicht nur Einblicke in die Welt des Para Sports ermöglicht, sondern auch gezeigt, wie Sport Menschen zusammenbringen und Barrieren abbauen kann. Die zentrale Botschaft des Inklusionsmobils wurde dabei für viele greifbar: Inklusion beginnt nicht bei großen Sportereignissen, sondern im täglichen Miteinander – auf dem Schulhof, im Verein und in der Sporthalle.
Das Foto zeigt neben den Preisträgerinnen und Preisträgern auch die Schulleiterin Dr. Anja Wiesner und die betreuenden Lehrkräfte Iris Hösl und Lukas Weitl.  (Bild: Michael Sontheim)

Erfolgreiche Teilnahme beim Landeswettbewerb „Experimente antworten“ Runde II im Schuljahr 2025/26

Etwa 1000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern haben sich in der 2. Runde des Landeswettbewerbs unter dem Motto „Keine kalten Finger!“ mit der Herstellung eines Taschenwärmers und den Eigenschaften seiner möglichen Inhaltsstoffe beschäftigt. Aus dem Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg nahmen diesmal 19 neugierige Jungforscherinnen und -forscher aus den Jahrgangsstufen 5 bis 9 teil. Sie haben zunächst die Eigenschaften von Taschenwärmern untersucht und die Schmelztemperatur präzise bestimmt. Ihr Inhalt musste analysiert und der Auslöser der Kristallisation gefunden werden. Mit großem Engagement wurde ein Taschenwärmer selbst hergestellt. Dabei mussten die Variablen sorgfältig analysiert und angepasst werden. Nur die richtige Stoffmischung gewährleistet, dass auch ausreichend Wärme erzeugt wird. Mit einer großen Portion an Kreativität wurden die Taschenwärmer schließlich vermarktet. Viele dieser Eigenkreationen würden sich so sicherlich verkaufen lassen! 18 Schülerinnen und Schüler bearbeiteten die gestellten Aufgaben so gut, dass ihnen in ihrer Urkunde das höchste Prädikat „Mit großem Erfolg teilgenommen“ bescheinigt wurde. Diese Leistung wurde zusätzlich mit einem kleinen zum Thema passenden Sachpreis gewürdigt. Diesmal freuten sich die Schülerinnen und Schüler über ein Set mit LCD-Flachfilm-Thermometern. Die Anzeige dieser Thermometer beruht auf der Eigenschaft von Flüssigkristallen, ihre Farbe temperaturabhängig ändern zu können. Ein weiterer Teilnehmer konnte sich über eine Urkunde mit dem Prädikat „Mit Erfolg teilgenommen“ freuen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Biologiesaal überreichte die Schulleiterin Dr. Anja Wiesner den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern die Urkunden und Sachpreise und lobte ihren Wettbewerbserfolg und großen Forschungseifer. Der Wettbewerb wird von den Lehrkräften der Fachschaften Biologie, Chemie und Natur und Technik betreut. Das Anliegen des Wettbewerbs „Experimente antworten“ ist, Freude am Experimentieren und an den Naturwissenschaften zu wecken. Dreimal pro Schuljahr wird Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 10 eine Experimentieraufgabe zu einem naturwissenschaftlichen Phänomen gestellt, die sie selbstständig zu Hause mithilfe von Alltagschemikalien und -geräten aus Drogerie und Baumarkt bewältigen können. Die Teilnehmer, die sich bei allen drei Runden im Schuljahr sehr erfolgreich beteiligt haben, werden zu Beginn des neuen Schuljahres zu einer Preisverleihung nach München ins Deutsche Museum eingeladen und erhalten dort den sogenannten Superpreis, der durch den Kultusminister oder einen Vertreter überreicht wird.


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Lily (Mia Preitschaft, links) hilft Olivia (Emilia Zenk) bei der Suche nach der Bibliothek. (Bild: Wolfgang Schrüfer)

P-Seminar Musik am Nabburger Schmeller Gymnasium präsentierte sein eigenes Musical

„Aus einer gemeinsamen Begeisterung für Musik und der Liebe zu etablierten sowie brandneuen Musical-Klassikern entstand die Idee, selbst einmal ein Musical aufzuführen“, schrieb das P-Seminar Musik am J.-A.-Schmeller Gymnasium im Programmheft zu „The Look of Love“. Dessen Uraufführung bildete nun das Finale dieses selbst gewählten, doch ungeahnt herausfordernden und anspruchsvollen Projektes. Bereits die Planungsphase war entscheidend: Ein bekanntes Stück adaptieren oder lieber eine Eigenkreation? Welche Handlung ließe sich am besten mit geeigneten Musikarrangements untermalen? Und wer übernimmt was? Nach vielen Diskussionen und Vorschlägen fiel die Wahl auf eine charmante „Love-Story“, garniert mit Orchesterwerken, aber auch personifizierten Soli und Duetten. Zum organisatorischen wie logistischen Konzept zählte vor allem der flexible Einsatz aller Seminaristen, abwechselnd als Schauspieler und dann wieder Orchestermusiker zu agieren, die sich zudem um Skripte, Bühnenbild, Organisation etc. kümmerten. Am Ende schlüpften Emilia Zenk, Julia Meisel, Kassandra Klug, Cecilia Grundler, Jannik Gebert, Mia Preitschaft, Karina Hierl und Nele Scharf gekonnt in „Doppelrollen“, auf der Bühne und im Orchestergraben zur instrumentalen Unterstützung von Pauline Wiederer, Lena Pösl, Simon Matzke, Eva Forster und Saskia Ruhland. Um es vorwegzunehmen: Dem Applaus des Publikums zufolge meisterten die Akteure unter Leitung von Stefan Schindler ihre jeweiligen Parts mit Bravour. Besonders die emotional präsentierten Songs aus diversen Musicals - textlich angepasst - verdienten höchstes Lob. Und die Story? Sie begann per Zufallsbegegnung mit Liebe auf den ersten Blick. Die Sehnsucht nach einem Wiedersehen, die sich an ein Buch mit Leihnummer klammerte, führte nach großem Hoffnungsschimmer leider auf die falsche Fährte – bis sich das Schicksal doch für ein Happy End entschied. Aber just im entscheidenden Moment, da sich beide endlich tiefer in die Augen sahen … fiel der Schlussvorhang.
Vom ersten Altar im Schlosshof führte der Prozessionsweg durch die Altstadt Nabburgs zu drei weiteren Stationen. (Bild: Raphael Haubelt)

Große Fronleichnamsprozession mit Altären und Blumenteppichen in der Pfarrei Nabburg

Fronleichnam in der Pfarrei St. Johannes Nabburg - das ist mehr als „barocke Anmutung”, mehr als eine glänzende Monstranz durch die Stadt zu tragen, sondern ein ausdrucksstarkes Zeichen christlicher Zuversicht, den Herrn gegenwärtig in unserer Mitte zu wissen, in unserer Gemeinschaft, in der Prozession durch die Straßen und als Begleiter unseres Lebens. So fasste es Pfarrer Hannes Lorenz in einer kurzen Ansprache zusammen, die vom Freiluftgottesdienst im Schlosshof und zugleich ersten von vier Stationen auf den Weg in den Spitalhof, zum Unteren Markt und vor der Pfarrbücherei überleitete. Dabei stachen die jeweils als Unikate liebevoll geschmückten Altäre, noch mehr aber die mit großem Elan, detaillierter Kunstfertigkeit und in stundenlanger Mühe farbenfroh gestalteten Blumenteppiche besonders ins Auge. Sie trugen nicht nur zur Festlichkeit während der Prozession, begleitet von den Erstkommunionkindern, Jugendblaskapelle, Chor, Abordnungen verschiedener Vereine mit ihren Fahnen sowie Gremien der Stadt und Pfarrei, gefolgt von überaus vielen Gläubigen, bei, sondern wurden auch nach dem Schlusssegen und dem anschließenden gemeinsamen Frühschoppen noch bis in die Abendstunden vor allem von auswärtigen Besuchern bestaunt - in der Hoffnung, dass durch die gewählten Motive wieder mehr Menschen unter manch „Oberflächlichem” den tieferen christlichen Sinn von Fronleichnam entdecken.
Die Spaziergänger des OWV Nabburg beim Einstieg in den Zwingerweg am Seyerleingarten. Mit auf dem Bild Irene Ehemann (vorne 2.v.l.), 2. Bürgermeisterin von Nabburg und zgl. Stadtführerin (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg, Stadtumrundung auf mittelalterlichem Weg

Einen Abendspaziergang besonderer Art unternahm der OWV Nabburg am Freitagabend. Auf dem sogenannten Zwingerweg - dieser verläuft nahezu lückenlos zwischen der oberen und unteren Stadtmauer – wurde die Nabburger Altstadt umrundet. Aber nicht nur der gemütliche Spaziergang stand im Mittelpunkt, sondern geschichtliches und kulturelles wurde den 21 Spaziergängern dabei vermittelt. Irene Ehemann, Nabburgs zweite Bürgermeisterin und Stadtführerin erzählte von prähistorischen Fakten, Anekdoten aus früherer und neuerer Zeit und auch aktuelle Stadthemen wurden von ihr angesprochen. Ausgangspunkt des zweistündigen Spazierganges war der Seyerleingarten an der Nordseite der Stadtmauer. Schon hier wurde von Zeiten, in denen Slawen in Nabburg das Leben bestimmten berichtet. Weiter ging es im Uhrzeigersinn am Pulverturm vorbei über den östlichen Zwingerweg bis zu den Dechantstufen. Ein ständiger Blick runter ins Naabtal zu den Nabburger Stadtteilen Venedig, Perschen, Neusath und Diendorf begleitete die Spaziergänger. Immer wieder gab es Erklärungen und Erzählungen, wie zum Beispiel zum „Fleischtörl”, ein uraltes Tor zur oberen Stadt. Über die Dechantstufen und dem Unteren Markt erreicht man das Mähntor, ein Wahrzeichen der Stadt Nabburg. Dort ist auch der Eingang zum westlichen Teil des Zwingerweg eingelassen. Auch auf diesem Abschnitt des Weges herrschte eine besondere anheimelnde Atmosphäre mit Blick auf den alten Friedhof und der Friedhofskirche mit dem Storchennest. Längere Zeit verweilte die Gruppe im Spitalhof. Dort gab es viel zum Zehentstadel, Jugendwerk, zur Nabburger Spitalstiftung und zum Obertor zu erzählen. Im Schloßhof, in dem einst eine Burg stand, die damals Nabburg erst die Stadtrechte ermöglichte, fand dieser interessante Spaziergang seinen geschichtlichen Endpunkt. Im Gasthaus Zum Stern, ein alteingesessenes und traditionelles Nabburger Wirtshaus, saßen die Spaziergänger abschließend noch länger bei einem gemütlichen Abendessen zusammen.
Kleine Radlergruppe des OWV Nabburg im urigen Biergarten Gasthaus Kellermann Zangenstein (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg, Genussradeln von Schönsee nach Nabburg

Diesmal nicht auf „Schusters Rappen” sondern auf Fahrrädern bewegten sich Mitglieder des OWV Nabburg. 52 Kilometer wurden dabei auf dem Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg vom Marktplatz in Schönsee bis nach Nabburg bewältigt. Zunächst nutzte die sechsköpfige Radlergruppe den vom Bahnhof Nabburg abgehenden Zubringerbus nach Schönsee. Nahezu ständig auf der Trasse der ehemaligen „Bockl-Bahn” rollten die Radler durch eine herrliche Frühjahrslandschaft. Mal durch Felsformationen, dann durch lange schattenspendende Eichen- und Buchenwälder, auch durch weites Wiesen- und Ackergelände zog sich dieser ausgezeichnet präparierte und ausgeschilderte Rad- und Wanderweg durch die östliche Oberpfalz. Nachdem es zunächst meist leicht abfallend dahin ging, war es ein echtes Genussradeln ohne viel Kraftaufwendung. Markante Punkte wie die alte Dampflok aus dem Baujahr 1899 bei Oberviechtach, der Anblick der Burgruine Haus Murach und die Überreste der Trojaburg bei Uckersdorf belebten weiter die Radtour. Stimmungsvoll war dann die Mittagspause im urigen Biergarten des Gasthauses Kellermann in Zangenstein. Trafen dort mehrere Radlergruppe aufeinander und tauschte Radfahrerfahrungen aus. Leider mahnten triste Wetterprognosen für den späteren Nachmittag zu einem baldigen Aufbruch. Schon auf dem weiteren Weg über Altendorf, Schwarzach bis nach Wölsendorf musste gegen einen starken Gegenwind angekämpft werden. Im Naabtal bei Wölsendorf angekommen, drohten dann dunkle Gewitterwolken einen heftigen Wetterumschwung an. Gutes Timing bewiesen die Nabburger Radler am Ende der Radtour, denn just in dem Moment als man zu Hause ankam, brach auch schon ein Unwetter mit Blitz und Donner sowie Starkregen über das Naabtal herein.
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