Ein langer Festzug begleitete den Erntewagen zur Segnung am Unteren Markt und danach in den Schlosshof, wo der große Festgottesdienst stattfand. (Bild: Raphael Haubelt)

Pfarrei Nabburg feierte auch in diesem Jahr ein großes „Erntedank“-Fest

Einen so wunderschönen Wagen mit „Kostproben“ aus Agrarwirtschaft, Gärten und Wald zusammenzustellen, wie ihn das Landvolk Brudersdorf-Diendorf heuer schon zum 14. Mal zum großen Erntedankfest der Pfarrei St. Johannes präsentierte, ist weder vom Aufwand noch den „Zutaten“ her längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Zumal der heiße Sommer in diesem Jahr keine guten Erträge erwarten ließ. Und so stellte Pfarrer Hannes Lorenz nach dem Festzug mit kirchlichen und weltlichen Amtsträgern sowie vielen Fahnenabordnungen beim Freiluftgottesdienst im Nabburger Schlosshof auch ein essentielles Element in den Mittelpunkt seiner Predigt: Wasser. Dessen für Natur und Mensch in materieller Form knapper werdende Ressourcen traten heuer durch Mangelerscheinungen und deren Folgen erschreckend deutlich und gravierend zu Tage. In übertragenem Sinne mahnte Lorenz in ähnlicher Weise vor einer persönlichen Dürre des Glaubens. „Christus selbst ist das lebendige Wasser, als Quelle unseres Lebens aus der wir schöpfen können, damit durch ihn und mit ihm alles wächst und gedeiht.“ In Erkenntnis dessen auf besonders eindrucksvolle Weise „Danke“ zu sagen, lag nicht nur den drei Kindergärten mit ihren zum Segen mitgebrachten Erntekörbchen und Liedern am Herzen, sondern insgesamt über 800 Teilnehmern an der Gottesdienstfeier, die von Effata und der Jugendblaskapelle begleitet wurde. Im Anschluss daran bot die Landjugend Brudersdorf traditionell Mini-Brote zum Verkauf an, während die beiden Rösser von Hermann Mutzbauer den Erntewagen vor die Pfarrkirche zogen. Flankiert von einem Spalier aus über 60 Ministranten wurde die große Getreidekrone von da aus zum Altar getragen. Mit großem Dank an alle Beteiligten, Helfer, Pfarreimitglieder und Gäste auch aus dem Umland endete mit der Einladung zum gemeinsamen Frühschoppen im Jugendwerk das wohl auch in diesem Jahr prächtigste Erntedankfest der Oberpfalz.
Ausgestattet mit Eimer und Gummistiefeln ging es für die Kinder auf den Acker zum „Erpflglaam“, wo sie mit viel Freude und Eifer die Kartoffeln aufsammelten. (Bild: Katharina Wich)

Familien feiern Kartoffelfest in Perschen

Das Kartoffelfest des Familienteams der Pfarrei St. Johannes der Täufer Nabburg in Perschen ist bei Kindern und Eltern sehr gut angekommen. Im Nu waren die Plätze ausgebucht. Maria und Anton Dobler mit Junior Jakob hießen die Kinder und Eltern dazu herzlich willkommen. Ausgestattet mit Eimer und Gummistiefeln ging es zunächst auf den Acker zum „Erpflglaam“. Mit viel Freude und Eifer sammelten die Kinder die Kartoffeln auf. Mit der Ernte im Eimer und nach einem Abstecher zu den Hühnern ging es auf den Hof der Doblers, wo den Teilnehmern die Abläufe und die Geräte gezeigt und erklärt wurden. Danach ging es ans Sortieren und Abfüllen. Die Doblers bauen neun verschiedene Sorten Kartoffeln an, die sie zum Teil auch direkt vermarkten – im eigenen Laden auf dem Hof oder auch auf dem Wochenmarkt in Weiden. Es gibt Frühkartoffel und Lagerkartoffel mit Namen wie Annabelle, Lea oder Sissi, eine festkochende, vorwiegend festkochende sowie eine mehlige Sorte, neu ist die rosafarbene Birgit. Auch Gemüse, Eier und Nudeln sind im Hofladen zu finden. Schließlich mussten die Kartoffeln natürlich auch verkostet werden. Und was passt besser zu gekochten Erdäpfeln als frische Butter. Da wurde es für die Kinder noch einmal anstrengend, denn jeder durfte sich seine Butter aus Sahne selbst schütteln. Mit vielen Informationen, kleinen Geschenken und natürlich Kartoffeln machten sich die Familien nach einem gelungenen Nachmittag auf den Nachhauseweg. Das Familienteam bedankt sich herzlich bei Maria, Anton und Jakob Dobler, die das Kartoffelfest überhaupt erst möglich machten und zu einem Erlebnis für Jung und Alt werden ließen. Nächster Termin des Familienteams der Pfarrei St. Johannes der Täufer Nabburg ist am 30. Oktober um 14.30 Uhr wieder das gemeinsame Drachensteigen für Familien in Neusath auf der Kirm.
„Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht” - bildlich umgesetzt bei der „Nacht der offenen Kirche” in Nabburg (Bild: Raphael Haubelt)

Bei der „Nacht der offenen Kirche” symbolisierte die Pfarrei Nabburg „Gottes Wort” mit beeindruckenden Lichteffekten

„Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht.“ Unter diesem „Light-Motiv“ aus Psalm 119 hatte die Pfarrei St. Johannes Nabburg zur „Nach der offenen Kirche“ eingeladen, zu einem emotionalen Abend, der über den Raum der illuminierten Stadtpfarrkirche hinaus auch die Sinne erweiterte. Schon die überraschende Optik der Lichteffekte animierte zum ungezwungenen Erkunden neuer Blickwinkel mit ungewohnten Perspektiven und damit einhergehend dem symbolischen Finden eigener Lebenswege, erhellt und begleitet durch nachdenkliche Texte, dem melodischen Gesang der Gruppe Effata oder meditativem Orgelspiel. Ein abwechslungsreicher Ablaufplan gab den „Wanderern“ von einzelnen Impuls- zu anderen Aktiv-Stationen dabei nur die grobe Richtung vor, markierte aber auch besonders inspirierende „Licht-Quellen“ wie „Taizé-Momente“ oder konzentrierte den Lichtkegel auf die ausstrahlende Aura der Monstranz. Davon ausgehend und gestärkt durch das Verstehen und Nachsinnen über Gottes Botschaft, können „auch wir in so vielen Punkten und Momenten, wie es unsere Kirche heute Abend so vielfältig gezeigt hat“, appellierte Stadtpfarrer Hannes Lorenz abschließend, ein ganz besonderes „Licht für andere sein.“ Das Resümee der Besucher: „Nacht der offenen Kirche – mit so vielen nicht nur per Handyfotos festgehaltenen, sondern darüber hinaus auch geistig nachhaltig wirkenden Eindrücken - Gerne wieder!”
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