In 9 Gruppen aufgeteilt, zogen die Nabburger Sternsinger nach der Aussendung von Haus zu Haus, wünschten den Bewohnern Gottes Segen für das neue Jahr und baten um Spenden für das Kindermissionswerk. (Bild: Raphael Haubelt)

Fast 50 Sternsinger der Pfarrei Nabburg bringen den Neujahrssegen in jedes Haus und sammeln für Kinder in Not

Bereits am Neujahrstag startete die Pfarrei St. Johannes Nabburg ihre Sternsingeraktion. Beim Abendgottesdienst erhielten die 9 Gruppen, bestehend aus 49 Mädchen und Jungen – so viel wie seit 14 Jahren nicht mehr – ebenso ihren Segen wie auch die zugehörigen Insignien: Stern, Krone, Weihrauch und Kreide. Mit ihr schrieb Anna Koch und damit erstmals eine Oberministrantin zum Auftakt die Initialen C+M+B als Kürzel für „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“, vom Volksmund oft auch als Anfangsbuchstaben der Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“ interpretiert, zusammen mit der Jahreszahl 2026 an die Kirchentür. Von hier aus sind die Jugendlichen binnen drei Tagen zu möglichst allen Häusern des Gemeindegebietes unterwegs, um den Bewohnern auf Wunsch den Neujahrssegen an die Haustür zu schreiben/kleben, vor allem aber mit der Bitte um Spenden für das Kindermissionswerk. Für diese Herzenssache engagieren sich die Jugendlichen (mit Unterstützung vieler Eltern und Ehrenamtlichen, die sich um Fahrdienst, Mittagsverpflegung sowie Kleidung kümmern) abgesehen von gesammelten Süßigkeiten und einer Krippenfigur als symbolischer Dank der Pfarrei, völlig uneigennützig. Sie zeigen sich durch ihren sozialen Einsatz mit dem diesjährigen Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ solidarisch, insbesondere, da die Spenden aus Nabburg auch direkt dessen Partnergemeinde in Nkandla/Südafrika und dort der Arbeit der Nardini Sisters in ihrem Waisenhaus und ihrem Sozialprojekt für benachteiligte Kinder zugutekommen. Die genaue Summe wird erst nach Abschluss der Aktion feststehen, die am Dreikönigstag 6.1. um 10 Uhr mit einem Gottesdienst zu Ende geht.
Ein geradezu prädestinierter Ort für eine sinnliche und besinnliche „Waldweihnacht”: Das Brünnl-Kirchlein unweit von Nabburg.  (Bild: Raphael Haubelt)

Die Pfarrei St. Johannes Nabburg bezauberte heuer noch mehr Menschen mit ihrer „Waldweihnacht am Brünnl”

„Wia waars, wenn ma heuer beim Feiern und Schenka auf Weihnachtn wieder an Weihnachtn denka? In Gedankn a wengerl nach Bethlehem genga, eihaltn, a bisserl, im Hetzn und Renna.“ Die Anfangsgedanken eines Textes von Helmut Zöpfl hatten heuer wohl sehr viele Menschen im Sinn. Doch statt ins entfernte Heilige Land zu reisen, schlossen sie sich lieber heimatnah dem Laternenzug der Pfarrei Nabburg zur immer beliebter werdenden „Waldweihnacht am Brünnl“ an. Und so konnte Pfarrer Hannes Lorenz heuer bei bestem Wetter über 200 Teilnehmer zur Andacht am schön geschmückten Christbaum vor der kleinen Kapelle begrüßen. Ihr Inneres und die Umgebung waren mit zahlreichen Kerzen erleuchtet und schufen bei einbrechender Dunkelheit eine wunderbare Atmosphäre für all die Weihnachtslieder, die das Quintett „Blechrauschen“ trotz Kälte musikalisch begleitete, und dazu nachdenkliche Texte, die Sabine Hayn und Petra Beer-Dausch vortrugen. Natürlich durfte angesichts des Ambientes auch die Geschichte eines Hirten nicht fehlen, dessen Flöte erst durch die Berührung mit dem Christkind wieder vollständig erklang. Die Erzählung über einen Engel, dessen Licht abhandenkam, leitete zu den Fürbitten über, in denen es darum ging, das Leuchten der Heiligen Nacht weiter zu schenken, aus Momenten der Stille und des Lichtes Kraft zu schöpfen, sich zu versöhnen oder Menschen zu begegnen, die anderen von Herzen Zuwendung und Gemeinschaft schenken. Letzteres sollte sich, Dank der Vorbereitungen eines eingespielten Teams, an diesem Abend auf jeden Fall erfüllen, spätestens zum gemütlichen Ausklang mit Würstl und Punsch rund um die Lagerfeuer und nicht zuletzt im Begleiten auf dem Heimweg durch die Nacht.
Von einem Engel „an die Hand genommen” wurde der kleine Hirtenjunge Benjamin ein lebendiger Teil der Weihnachtsgeschichte. (Bild: Raphael Haubelt)

In einem bezaubernden Krippenspiel erlebte der Hirtenjunge Benjamin inmitten der Kirchenbesucher sein ganz persönliches Weihnachtswunder

Die vielen Familien mit Kindern in der Nabburger Stadtpfarrkirche lauschten gespannt, was der kleine Hirtenjunge Benjamin von seiner Mama erzählt bekam, wie es denn sein wird, wenn der Retter in die Welt kommt. Im Krippenspiel der Kindermette am Nachmittag des Hl. Abends bekamen die Besucher aber nicht nur zu hören, sondern durch die Nachwuchs-Schauspieler wunderbar dargestellt, auch zu sehen, wie Ben in Begleitung eines Engels die Ereignisse von Betlehem erlebte. Und mit derselben Begeisterung, mit der er seine „Hirtenfamilie“ aufweckte, erging die Botschaft des Buben auch an die vielen Menschen im Kirchenschiff von St. Johannes, dem Ruf der strahlenden Engelsschar und dem leuchtenden Stern zu folgen, um zur Krippe zu kommen und das Wunder selbst zu sehen. Während die armen Hüter der Schafe einst nur mit kleinen Gaben, dafür aber mit großem Herzen vor das Jesulein traten, symbolisierten die von Pfarrer Hannes Lorenz und Gemeindereferent Thomas Kern an die Jüngsten verteilten Engelchen Gottes große Liebe zu den Menschen, verbunden mit seinem an alle Generationen gerichteten Aufruf, diese untereinander zu teilen, damit die Welt wieder heller und friedvoller werde. Oder wie es Ben im Glanz der Christbäume in seinem Schlussgedicht vor der Krippe so anrührend zusammenfasste: „Wos i erlebt in dera Nacht, des will i eich verkünd´n, wer glaubt der Schrift und sie versteht, wird´s Christkind heit no find´n!“ Der kleine Benjamin ist übrigens auch in der Kirchenkrippe verewigt, die zusammen mit den großen Christbäumen auch die nächsten Tage noch zu einem Besuch einlädt unter dem Sternenhimmel in der „Nabburger Weihnachtskirche“. Mehr Bilder unter Instagram und Facebook der Pfarrei Nabburg
Mit dem Anzünden der ersten Kerze am Adventskranz begann der Seniorenadvent im Jugendwerk. (Bild: Raphael Haubelt (aub))

Seniorenadvent der Pfarrei Nabburg

Einer langen Tradition folgend, standen die Senioren Nabburgs zu Beginn des Advents im Mittelpunkt der Pfarrei St. Johannes, die sie zu einem besinnlichen, unterhaltsamen wie auch gemütlichen Nachmittag ins Jugendwerk einlud. Mit dem Entzünden der ersten Kerze am Adventskranz leitete Stadtpfarrer Hannes Lorenz den andächtigen Teil aus Texten, Bildern und Liedern ein. „Adventliche Menschen sind die, die das ganze Jahr über nach vorn und auf Christus schauen“, betonte er in seinen Impulsgedanken und verwies vor dem Hintergrund des „Heiligen Jahres 2025“ auf die „Pilger der Hoffnung“: „Wer an Christus glaubt, darf hoffen! Auf Gerechtigkeit, Frieden, Glück und Leben in Fülle – all das wird er mitbringen.“ Der Advent wolle uns sagen, seid nicht verunsichert oder lasst euch gar entmutigen, den Gott halte, was er verspreche! Dem vorweihnachtlichen Credo folgend, da zu sein, Freude zu schenken und niemanden zu vergessen, wurden die Seniorinnen und Senioren anschließend von Mitgliedern des Pfarrgemeinde-, aber auch des Stadtrates mit Plätzchen, Stollen und Kaffee bewirtet. Zwischenzeitlich unterhielt eine kleine Formation der Jugendblaskapelle unter Leitung von Karin Raab mit adventlichen Liedern, gefolgt vom Auftritt der Jüngsten aus dem Kindergarten St. Marien – beide wurden nach Zugaben und großem Applaus mit einer süßen Kleinigkeit belohnt. Die anschließend vorgetragenen kleinen Geschichten machten ebenso heiter wie nachdenklich, wobei Herbert Bindl heuer letztmals zu den Programmgestaltern gehörte. Er wird als Seniorenbeauftragter der Pfarrei zwar offiziell erst am Rosenmontag sein Amt an Gemeindereferent Thomas Kern, der sich kurz vorstellte, übergeben, erhielt aber schon jetzt ein kleines „Dankeschön!“ für sein langjähriges Engagement. Damit alle Senioren ihre für 2026 geplanten Veranstaltungen auch nach dem Stabwechsel bei hoffentlich bester Gesundheit besuchen können, gab es schließlich zu den guten Wünschen noch ein Fläschchen Wein und ein Glas mit selbstgemachter Zwetschenmarmelade.

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