Gruppenbild der Erstkommunionkinder, den Ministranten, Pfarrer Hannes Lorenz (oben rechts) und Gemeindereferent Thomas Kern (oben links). (Bild: Raphael Haubelt)

Pfarrei St. Johannes Nabburg feiert mit 46 Kindern Erstkommunion

Worauf es einem erfahrenen Sämann ankommt, damit seine Weizenkörner nicht zugrunde gehen, sondern keimen, wachsen, reifen und eine gute Ernte bringen, erfuhren 46 Jungen und Mädchen am vergangenen Sonntag von Pfarrer Hannes Lorenz als wunderbares Vorbild für ihre Erstkommunion. Weder wuchernde Dornen, noch harte Steine, sondern der fruchtbare Acker des Bauern ist ein guter Nährboden für jenen inneren Kern, den Gott jedem Sämling mitgegeben hat. Bei genügend Wasser, wärmender Sonne und Pflege treibt er aus und wird zur prächtigen Pflanze mit Ähren voller neuer Körner, die gereift, alle zusammen zum guten Ertrag beitragen und ihn so Jahr für Jahr vermehren. „Möge auch euer Christsein durch Gott gestärkt werden, möget ihr die immerwährende Liebe seines Sohnes spüren, inmitten euerer Familien und unserer Pfarrgemeinde gut aufgehoben sein, auf dass ihr den Glauben in euch tragt und die frohe Botschaft offenherzig weiter verkündet“, wünschte er den Erstkommunionkindern. Als Zeichen dafür vervielfachte sich das Licht der Auferstehung von der Osterkerze durch die schön geschmückten Kerzen der Kinder, die anschließend selbständig ihr Taufversprechen erneuerten und danach erstmals Brot- und Kelchkommunion empfingen. Auf das gemeinschaftlich gesungene Lied am Ende des Festgottesdienstes folgte der Schlußsegen. Nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto gab es reichlich Zeit und Gelegenheit, die vielen Glückwünsche von Eltern, Verwandten und Freunden entgegenzunehmen, bevor man sich am späteren Nachmittag noch einmal zur Dankandacht in der Pfarrkirche versammelte. Am Montag brachen die Kinder mit ihren Begleitpersonen und Tischmüttern, denen großer Dank für all ihre Mühen bei der Vorbereitung galt, zum traditionellen Kommunionausflug nach Altötting auf.
Beim Einkehrtag der Senioren im Nabburger Jugendwerk wurde der Vortrag von Pfarrer Prechtl durch das ein oder andere Lied bereichert (Bild: Thomas Kern)

Einkehrtag der Nabburger Senioren - „Mit Gott in der Hütte“

Wo ist unser Gott, wenn wir Menschen großes Leid erfahren? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Pfarrer Edmund Prechtl aus Pressath beim Einkehrtag der Seniorinnen und Senioren im Jugendwerk Nabburg. „Mit Gott in der Hütte“ hieß das spannende Thema, mit dem sich der Referent gemeinsam mit den 30 Seniorinnen und Senioren im Nabburger Jugendwerk befasste. Organisiert wurde der kurzweilige und interessante Senioreneinkehrtag in der Fastenzeit von Gemeindereferent Thomas Kern. Im Zentrum der Betrachtungen stand ein Blick in die verschiedenen Lebenssituationen und Glaubensfragen der Menschen auf Basis des Romans „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“. Der Autor William Paul Young berührt dabei Themen wie Trauer und Freude, Leben und Sterben, Vergebung und Verzeihung und verpackt diese in eine faszinierende Geschichte. Pfarrer Prechtl stellte die wohl schwierigste aller Fragen: „Wo ist Gott mitten im Leid? Wenn Gott doch allmächtig ist, wieso greift er nicht ein?“ William Paul Young hat das Buch für seine Kinder geschrieben und wollte ihnen auf erzählerische Art und Weise sein Bild von einem barmherzigen und bedingungslos liebenden Gott näherbringen. Ein Vater namens Mack, dessen Elternhaus von Gewalt geprägt war, verliert seine jüngste Tochter. Sie wurde bei einem Ausflug entführt und getötet. Einige Zeit danach erhält Mack einen Brief von Gott mit der Einladung zu jener Hütte, in der seine Tochter das große Leid erfahren hat. Mack macht dort eine schmerzhafte und zugleich hoffnungsvolle Erfahrung – in der Begegnung mit dem dreifaltigen Gott. Im zähen Ringen und in der Auseinandersetzung mit Gott wird Mack vor Augen geführt, dass die Liebe zu seinen Kindern groß ist und die Wege Gottes mit uns Menschen schier unbegreiflich sind. Am Ende der Erzählung ringt sich Mack durch, dem Mörder seiner Tochter zu verzeihen. Am Beispiel dieser Geschichte suchte der Referent nach den Gedanken der Menschen und Antworten Gottes. „Wo ist Gott in Zeiten von großem Leid und großer Trauer? Wo war Gott, als ein geliebter Mensch ums Leben kam?“, lauteten die Fragen. Der unerschütterliche Glaube an Gott und das bedingungslose Vertrauen in ihn zog sich wie ein roter Faden durch den kurzweiligen Einkehrtag, der durch ein reichhaltiges Mittagessen und eine entspannte Kaffeerunde mit Zeit zum gemeinsamen Austausch beinhaltete. Pfarrer Prechtl beschrieb in seinen Ausführungen ein Gottesbild des bedingungslos liebenden und verzeihenden Vaters. In Anlehnung an das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn und vom barmherzigen Vater (Lk 15,11–32) ermutigte der Referent die Teilnehmer dazu, Gott auch in Schmerz und Leid zu vertrauen. Zur Frage nach dem Sinn und Ziel bleibe letztlich nur das Vertrauen in unseren Schöpfergott, dessen Wege und Gedanken für uns Menschen oft nicht erkennbar und verständlich sind. Der für alle Teilnehmer mutmachende und stärkende Einkehrtag in der Fastenzeit endete mit dem gemeinsamen Rosenkranzgebet und der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Johannes.

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