Vom ersten Altar im Schlosshof führte der Prozessionsweg durch die Altstadt Nabburgs zu drei weiteren Stationen. (Bild: Raphael Haubelt)

Große Fronleichnamsprozession mit Altären und Blumenteppichen in der Pfarrei Nabburg

Fronleichnam in der Pfarrei St. Johannes Nabburg - das ist mehr als „barocke Anmutung”, mehr als eine glänzende Monstranz durch die Stadt zu tragen, sondern ein ausdrucksstarkes Zeichen christlicher Zuversicht, den Herrn gegenwärtig in unserer Mitte zu wissen, in unserer Gemeinschaft, in der Prozession durch die Straßen und als Begleiter unseres Lebens. So fasste es Pfarrer Hannes Lorenz in einer kurzen Ansprache zusammen, die vom Freiluftgottesdienst im Schlosshof und zugleich ersten von vier Stationen auf den Weg in den Spitalhof, zum Unteren Markt und vor der Pfarrbücherei überleitete. Dabei stachen die jeweils als Unikate liebevoll geschmückten Altäre, noch mehr aber die mit großem Elan, detaillierter Kunstfertigkeit und in stundenlanger Mühe farbenfroh gestalteten Blumenteppiche besonders ins Auge. Sie trugen nicht nur zur Festlichkeit während der Prozession, begleitet von den Erstkommunionkindern, Jugendblaskapelle, Chor, Abordnungen verschiedener Vereine mit ihren Fahnen sowie Gremien der Stadt und Pfarrei, gefolgt von überaus vielen Gläubigen, bei, sondern wurden auch nach dem Schlusssegen und dem anschließenden gemeinsamen Frühschoppen noch bis in die Abendstunden vor allem von auswärtigen Besuchern bestaunt - in der Hoffnung, dass durch die gewählten Motive wieder mehr Menschen unter manch „Oberflächlichem” den tieferen christlichen Sinn von Fronleichnam entdecken.
Referent Ulrich Frey, bekleidet mit Kitenge, einer landestypischen Kleidung in Kenia (Bild: Thomas Kern)

Ulrich Frey berichtet bei den Nabburger Senioren von seinen Projekten in Kenia

Im Nabburger Jugendwerk fand kürzlich der monatliche Seniorennachmittag der Pfarrei St. Johannes Nabburg statt. Dabei referierte Gemeindereferent Ulrich Frey aus Arzberg zum Thema „Besser leben in Solio dank Hühnerhaltung“, eines von vielen initiierten Projekte für arme Menschen in der äußerst trockenen Region um Solio im zentralen Hochland von Kenia. Seniorenleiter Thomas Kern hatte den Kontakt zu seinem ehemaligen Kollegen aus dem Fichtelgebirge hergestellt und Herrn Frey zu Beginn in der Seniorenrunde vorgestellt. Der Referent hatte zu seinem Vortrag, den er in einer landestypischen Kleidung hielt, aktuelle Bilder mitgebracht, die er bei seiner dreiwöchigen Keniareise über Ostern gemacht hatte. Aus erster Hand erfuhren die interessierten Senioren über die segensreiche Arbeit und Förderung der Kenia-Projekte, die der Missionskreis Arzberg seit über 20 Jahren durchführt und finanziell unterstützt: Ziegen für AIDS-Kranke, Bau von Schulküchenhäusern mit Energiesparöfen, Toilettenbau für Kindergärten, die Ausstattung mehrerer Schulen mit Regenwasser-Sammelsystemen, Aufforstung mit mehreren zehntausend Bäumen, Förderung von Gemüse- und Obstgärten mit Tröpfchenbewässerung und eine umfangreiche Ausstattung für ehrenamtliche Gesundheitshelfer, die besonders in der Coronazeit von unschätzbarem Wert war. Im aktuellsten „Hühnerprojekt“ werden seit April 2025 arbeitslose Jugendliche, alleinerziehende Mütter und armutsgefährdete Familien gefördert und unterstützt. „Der große Einsatz und das langjährige Engagement haben das Leben tausender Menschen in Kenia maßgeblich verbessert“, so Ulrich Frey. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Thomas Kern beim Referenten für seinen interessanten Vortrag mit einem edlen Tropfen Nabburger Domschnaps und wünschte weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen für die weitere Projektarbeit.
Gruppenbild der Erstkommunionkinder, den Ministranten, Pfarrer Hannes Lorenz (oben rechts) und Gemeindereferent Thomas Kern (oben links). (Bild: Raphael Haubelt)

Pfarrei St. Johannes Nabburg feiert mit 46 Kindern Erstkommunion

Worauf es einem erfahrenen Sämann ankommt, damit seine Weizenkörner nicht zugrunde gehen, sondern keimen, wachsen, reifen und eine gute Ernte bringen, erfuhren 46 Jungen und Mädchen am vergangenen Sonntag von Pfarrer Hannes Lorenz als wunderbares Vorbild für ihre Erstkommunion. Weder wuchernde Dornen, noch harte Steine, sondern der fruchtbare Acker des Bauern ist ein guter Nährboden für jenen inneren Kern, den Gott jedem Sämling mitgegeben hat. Bei genügend Wasser, wärmender Sonne und Pflege treibt er aus und wird zur prächtigen Pflanze mit Ähren voller neuer Körner, die gereift, alle zusammen zum guten Ertrag beitragen und ihn so Jahr für Jahr vermehren. „Möge auch euer Christsein durch Gott gestärkt werden, möget ihr die immerwährende Liebe seines Sohnes spüren, inmitten euerer Familien und unserer Pfarrgemeinde gut aufgehoben sein, auf dass ihr den Glauben in euch tragt und die frohe Botschaft offenherzig weiter verkündet“, wünschte er den Erstkommunionkindern. Als Zeichen dafür vervielfachte sich das Licht der Auferstehung von der Osterkerze durch die schön geschmückten Kerzen der Kinder, die anschließend selbständig ihr Taufversprechen erneuerten und danach erstmals Brot- und Kelchkommunion empfingen. Auf das gemeinschaftlich gesungene Lied am Ende des Festgottesdienstes folgte der Schlußsegen. Nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto gab es reichlich Zeit und Gelegenheit, die vielen Glückwünsche von Eltern, Verwandten und Freunden entgegenzunehmen, bevor man sich am späteren Nachmittag noch einmal zur Dankandacht in der Pfarrkirche versammelte. Am Montag brachen die Kinder mit ihren Begleitpersonen und Tischmüttern, denen großer Dank für all ihre Mühen bei der Vorbereitung galt, zum traditionellen Kommunionausflug nach Altötting auf.

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