Beim Einkehrtag der Senioren im Nabburger Jugendwerk wurde der Vortrag von Pfarrer Prechtl durch das ein oder andere Lied bereichert (Bild: Thomas Kern)

Einkehrtag der Nabburger Senioren - „Mit Gott in der Hütte“

Wo ist unser Gott, wenn wir Menschen großes Leid erfahren? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Pfarrer Edmund Prechtl aus Pressath beim Einkehrtag der Seniorinnen und Senioren im Jugendwerk Nabburg. „Mit Gott in der Hütte“ hieß das spannende Thema, mit dem sich der Referent gemeinsam mit den 30 Seniorinnen und Senioren im Nabburger Jugendwerk befasste. Organisiert wurde der kurzweilige und interessante Senioreneinkehrtag in der Fastenzeit von Gemeindereferent Thomas Kern. Im Zentrum der Betrachtungen stand ein Blick in die verschiedenen Lebenssituationen und Glaubensfragen der Menschen auf Basis des Romans „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“. Der Autor William Paul Young berührt dabei Themen wie Trauer und Freude, Leben und Sterben, Vergebung und Verzeihung und verpackt diese in eine faszinierende Geschichte. Pfarrer Prechtl stellte die wohl schwierigste aller Fragen: „Wo ist Gott mitten im Leid? Wenn Gott doch allmächtig ist, wieso greift er nicht ein?“ William Paul Young hat das Buch für seine Kinder geschrieben und wollte ihnen auf erzählerische Art und Weise sein Bild von einem barmherzigen und bedingungslos liebenden Gott näherbringen. Ein Vater namens Mack, dessen Elternhaus von Gewalt geprägt war, verliert seine jüngste Tochter. Sie wurde bei einem Ausflug entführt und getötet. Einige Zeit danach erhält Mack einen Brief von Gott mit der Einladung zu jener Hütte, in der seine Tochter das große Leid erfahren hat. Mack macht dort eine schmerzhafte und zugleich hoffnungsvolle Erfahrung – in der Begegnung mit dem dreifaltigen Gott. Im zähen Ringen und in der Auseinandersetzung mit Gott wird Mack vor Augen geführt, dass die Liebe zu seinen Kindern groß ist und die Wege Gottes mit uns Menschen schier unbegreiflich sind. Am Ende der Erzählung ringt sich Mack durch, dem Mörder seiner Tochter zu verzeihen. Am Beispiel dieser Geschichte suchte der Referent nach den Gedanken der Menschen und Antworten Gottes. „Wo ist Gott in Zeiten von großem Leid und großer Trauer? Wo war Gott, als ein geliebter Mensch ums Leben kam?“, lauteten die Fragen. Der unerschütterliche Glaube an Gott und das bedingungslose Vertrauen in ihn zog sich wie ein roter Faden durch den kurzweiligen Einkehrtag, der durch ein reichhaltiges Mittagessen und eine entspannte Kaffeerunde mit Zeit zum gemeinsamen Austausch beinhaltete. Pfarrer Prechtl beschrieb in seinen Ausführungen ein Gottesbild des bedingungslos liebenden und verzeihenden Vaters. In Anlehnung an das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn und vom barmherzigen Vater (Lk 15,11–32) ermutigte der Referent die Teilnehmer dazu, Gott auch in Schmerz und Leid zu vertrauen. Zur Frage nach dem Sinn und Ziel bleibe letztlich nur das Vertrauen in unseren Schöpfergott, dessen Wege und Gedanken für uns Menschen oft nicht erkennbar und verständlich sind. Der für alle Teilnehmer mutmachende und stärkende Einkehrtag in der Fastenzeit endete mit dem gemeinsamen Rosenkranzgebet und der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Johannes.
In 9 Gruppen aufgeteilt, zogen die Nabburger Sternsinger nach der Aussendung von Haus zu Haus, wünschten den Bewohnern Gottes Segen für das neue Jahr und baten um Spenden für das Kindermissionswerk. (Bild: Raphael Haubelt)

Fast 50 Sternsinger der Pfarrei Nabburg bringen den Neujahrssegen in jedes Haus und sammeln für Kinder in Not

Bereits am Neujahrstag startete die Pfarrei St. Johannes Nabburg ihre Sternsingeraktion. Beim Abendgottesdienst erhielten die 9 Gruppen, bestehend aus 49 Mädchen und Jungen – so viel wie seit 14 Jahren nicht mehr – ebenso ihren Segen wie auch die zugehörigen Insignien: Stern, Krone, Weihrauch und Kreide. Mit ihr schrieb Anna Koch und damit erstmals eine Oberministrantin zum Auftakt die Initialen C+M+B als Kürzel für „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“, vom Volksmund oft auch als Anfangsbuchstaben der Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“ interpretiert, zusammen mit der Jahreszahl 2026 an die Kirchentür. Von hier aus sind die Jugendlichen binnen drei Tagen zu möglichst allen Häusern des Gemeindegebietes unterwegs, um den Bewohnern auf Wunsch den Neujahrssegen an die Haustür zu schreiben/kleben, vor allem aber mit der Bitte um Spenden für das Kindermissionswerk. Für diese Herzenssache engagieren sich die Jugendlichen (mit Unterstützung vieler Eltern und Ehrenamtlichen, die sich um Fahrdienst, Mittagsverpflegung sowie Kleidung kümmern) abgesehen von gesammelten Süßigkeiten und einer Krippenfigur als symbolischer Dank der Pfarrei, völlig uneigennützig. Sie zeigen sich durch ihren sozialen Einsatz mit dem diesjährigen Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ solidarisch, insbesondere, da die Spenden aus Nabburg auch direkt dessen Partnergemeinde in Nkandla/Südafrika und dort der Arbeit der Nardini Sisters in ihrem Waisenhaus und ihrem Sozialprojekt für benachteiligte Kinder zugutekommen. Die genaue Summe wird erst nach Abschluss der Aktion feststehen, die am Dreikönigstag 6.1. um 10 Uhr mit einem Gottesdienst zu Ende geht.
Ein geradezu prädestinierter Ort für eine sinnliche und besinnliche „Waldweihnacht”: Das Brünnl-Kirchlein unweit von Nabburg.  (Bild: Raphael Haubelt)

Die Pfarrei St. Johannes Nabburg bezauberte heuer noch mehr Menschen mit ihrer „Waldweihnacht am Brünnl”

„Wia waars, wenn ma heuer beim Feiern und Schenka auf Weihnachtn wieder an Weihnachtn denka? In Gedankn a wengerl nach Bethlehem genga, eihaltn, a bisserl, im Hetzn und Renna.“ Die Anfangsgedanken eines Textes von Helmut Zöpfl hatten heuer wohl sehr viele Menschen im Sinn. Doch statt ins entfernte Heilige Land zu reisen, schlossen sie sich lieber heimatnah dem Laternenzug der Pfarrei Nabburg zur immer beliebter werdenden „Waldweihnacht am Brünnl“ an. Und so konnte Pfarrer Hannes Lorenz heuer bei bestem Wetter über 200 Teilnehmer zur Andacht am schön geschmückten Christbaum vor der kleinen Kapelle begrüßen. Ihr Inneres und die Umgebung waren mit zahlreichen Kerzen erleuchtet und schufen bei einbrechender Dunkelheit eine wunderbare Atmosphäre für all die Weihnachtslieder, die das Quintett „Blechrauschen“ trotz Kälte musikalisch begleitete, und dazu nachdenkliche Texte, die Sabine Hayn und Petra Beer-Dausch vortrugen. Natürlich durfte angesichts des Ambientes auch die Geschichte eines Hirten nicht fehlen, dessen Flöte erst durch die Berührung mit dem Christkind wieder vollständig erklang. Die Erzählung über einen Engel, dessen Licht abhandenkam, leitete zu den Fürbitten über, in denen es darum ging, das Leuchten der Heiligen Nacht weiter zu schenken, aus Momenten der Stille und des Lichtes Kraft zu schöpfen, sich zu versöhnen oder Menschen zu begegnen, die anderen von Herzen Zuwendung und Gemeinschaft schenken. Letzteres sollte sich, Dank der Vorbereitungen eines eingespielten Teams, an diesem Abend auf jeden Fall erfüllen, spätestens zum gemütlichen Ausklang mit Würstl und Punsch rund um die Lagerfeuer und nicht zuletzt im Begleiten auf dem Heimweg durch die Nacht.

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