Zwischen Sektempfang und Kaffeeklatsch stellten sich die Teilnehmer am Klassentreffen zum Gruppenfoto auf. (Bild: Raphael Haubelt)

Freudiges Wiedersehen beim Klassentreffen anlässlich der Einschulung vor 60 Jahren

„Alle Schülerinnen und Schüler, die im Mai die Aufnahmeprüfung für die 1. Klasse der Staatlichen Realschule bestanden haben, finden sich am 6. September um 8.00 Uhr zum Unterricht ein”, hieß es im Presseaufruf für das Schuljahr 1966/67. Aus den „Neuen” wurden damals je zwei Mädchen- und Knabenklassen gebildet. Im Juli 1970 schafften schließlich 114 Absolventinnen und Absolventen mit Erfolg ihren Sprung ins Berufsleben. Wenn sich auch so manche Wege trennten, bestanden doch noch viele Kontakte und führten die Mitschüler von einst im Jahr 1986 zum ersten Wiedersehen zusammen, das fortan in zehnjährigem Rhythmus eine Neuauflage erlebte – einzig das 50-jährige der Schulentlassung zu feiern, blieb dem Jahrgang wegen Corona verwehrt. Umso herzlicher und „da seit unserer Einschulung 60 Jahre vergangen sind”, erfolgte nun dieses Mal der Aufruf zum erneuten „Klassentreffen” im Gasthaus Sauerer. Von den 96 Angeschriebenen - 18 Schulkameraden verstarben bereits - erhielten die Organisatoren immerhin knapp 50 Zusagen, so manche Absage aus Zeit- oder anderen Gründen wurde hingegen sehr bedauert. Andere aber reisten gar aus Berlin, München, Fürstenfeldbruck, Stadtbergen oder Bad Winsheim zum freudigen Wiedersehen an, zum Austausch von Erinnerungen, gemütlichem Beisammensein und guten Essen in ihrer ehemaligen schulischen Heimatstadt Nabburg. Die Frage, ob das nächste Treffen erst wieder in 10 Jahren oder schon früher stattfinden wird, war am Ende quasi „Hausaufgabe” an alle.
60 Jahre nach ihrem Realschulabschluss in Nabburg treffen sich die Schüler/innen. Aus dem Jahre 1965 Klassenfotos der 10 aK und der Mädchenklasse. (Bild: Edmund Schmid)

60 Jahre nach Realschule Abschluss noch riesiges Interesse

Zu einem letzten Klassentreffen, 60 Jahre nach Abschluss an der Realschule in Nabburg mit „Mittlerer Reife” trafen sich von den ehemaligen rund 80 Schülern der beiden Knaben- und einer Mädchenklasse 29 Ehemalige, trotz bereits zahlreicher Todesfälle, organisiert von Gertraud Lindermair (Nabburg) und Maria Schlögl (Wernberg-Köblitz) in der Pizzeria in Perschen. Sie waren die vierten Abschlussklassen der neu gegründeten Realschule und die zweite Gruppe aus dem neuen Schulgebäude, denn vom September 1959 bis Juli 1961 fand der Unterricht in den von der Stadt Nabburg zur Verfügung gestellten Klassenräumen im Volksschulgebäude statt. Die Schüler kamen aus den Altlandkreisen Nabburg und Oberviechtach und brachten es alle zu Etwas. Etliche nutzten den „Zweiten Bildungsweg” nach abgeschlossener Berufsausbildung zum Studium an Fachhochschulen (Dipl-Betriebswirt/Dipl-Ingenieur), zwei wurden noch Gymnasiallehrer über einen Universitätsabschluss und ein Schüler schaffte es zum „Prof. Dr. med”. Und das, obwohl Etliche aus Dorfschulen, wie zum Beispiel Trausnitz kamen (1. und 2. Klasse Lehrerin Gruber, 3.,4. und 5. Klasse Lehrer Dietl, als fünf Klassen mit nur zwei Lehrern bis zur Aufnahmeprüfung zur Realschule. Aus dem Kreis Oberviechtach kamen die Schüler mit der Bahn, dem „Bockl”. Im strengen Winter 1963 gab es solche Schneefälle, dass es freie Schultage gab, weil die Gleise erst von Bundeswehrsoldaten freigeschaufelt werden mussten. Schade, dass es höchstwahrscheinlich das letzte Klassentreffen war.
von links nach rechts hinten: Elena Mayer D/Mu, Oliver Dorr M/Mu, Jana Bucher M/K, Ella Weigand M/Mu, Luisa Zanker M/C, Iris Hingler M/Mu vorne: Emily Burkel M/C, Hannah Schießl D/Mu, Celina Wieser M/K (Bild: Liane Schuster)

Amtsantritt Seminar an Naabtal-Realschule

Zum Schulbeginn des Schuljahres 2026/27 startete an der Naabtal-Realschule die Ausbildung der neuen Studienreferendare. Zusätzlich zu den vier Fächern Mathematik, Chemie, Deutsch und Musik eröffnete das Kultusministerium an der Naabtal-Realschule das weitere Ausbildungsfach Katholische Religion ab dem letzten Schuljahr. So fanden sich am Dienstag, den 15.09.2026 neun junge Referendarinnen und Referendare zum Dienstantritt an der Schule ein. Die jungen Lehrerinnen und Lehrer bringen folgende Fächerkombinationen für das zwei-jährige Referendariat mit: Mathematik/Musik, Mathematik/Chemie, Musik/Deutsch und Mathematik/Katholische Religion. Als Studienreferendare für das Lehramt Realschule wer-den sie in den nächsten zwei Jahren zahlreiche neue Erfahrungen machen. Zusätzlich zu den Hauptfächern werden die Referendare in den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Staatsbürgerkunde und Schulrecht geschult. Schwerpunkt der Ausbildung ist das Erlernen eines modernen und kompetenzorientierten Unterrichts. Außerdem erhalten die Junglehrerinnen und Junglehrer eine gezielte Schulung im Bereich der Digitalisierung, welche seit dem Schuljahr 2018/19 systematisch in die Ausbildung integriert wird. Die Referendarinnen und Referendare erfahren, wie man verantwortungsbewusst digitale Medien im Unterricht einsetzen kann, um die Lernprozesse der Schüler konstruktiv zu unterstützen. Auch die Veränderungen, die durch den neuen LehrplanPlus auf die Lehrerinnen und Lehrer zukommen, werden den Stundenplan der Referendare bestimmen. Zusätzlich werden sich die Referendare am Schulleben beteiligen und zum Beispiel das Mathematik Monatsrätsel betreuen oder den musikalischen Abend mitgestalten. Die Ausbildung endet im Sommer 2028 mit dem Absolvieren des zweiten Staatsexamens.
Sport vereint: Schülerinnen und Schüler sammeln beim Inklusionsmobil neue Erfahrungen im Rollstuhlbasketball. (Bild: Lea Göbel)

Perspektivwechsel in der Sporthalle: Inklusionsmobil besucht Naabtal-Realschule

Nabburg. Konzentrierte Gesichter, schnelle Richtungswechsel und das rhythmische Quietschen der Rollstuhlräder prägten am Montagvormittag (15. Juni 2026) die Atmosphäre in der Sporthalle der Naabtal-Realschule Nabburg. Anlass dafür war der Besuch des Inklusionsmobils, das seit Anfang 2025 quer durch Deutschland tourt. Die gemeinsame Initiative des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), REWE und der Aktion Mensch bringt mit ihrem Projekt ein besonderes Sportangebot an Schulen, Vereinen und auf Veranstaltungen. Ziel des Projekts ist es, sportliche Teilhabe für alle zu fördern, Begegnungen zu schaffen und über Sportmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zu informieren. Auch in Nabburg legte das Inklusionsmobil einen Tour-Stopp ein und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, Sport aus einer neuen Perspektive zu erleben. Neben den praktischen Erfahrungen stand auch der Austausch im Mittelpunkt. Para-Rugby-Nationalspieler Thorsten Altmann, der bayerische Landestrainer für Rollstuhlbasketball Sebastian Gillsch sowie Tina Winklmann, Sprecherin für Sportpolitik und Ehrenamt der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, nahmen sich Zeit für eine Diskussionsrunde mit der Schülerschaft. Dabei ging es unter anderem um eine mögliche deutsche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele sowie um die Frage, wie Inklusion im Alltag und insbesondere im Sport gelebt werden kann. „Sport hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen und Barrieren abzubauen. Deshalb ist es wichtig, Teilhabe für alle selbstverständlich zu machen – und genau aus diesem Grund unterstützen wir die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele“, betonte Tina Winklmann während der Diskussionsrunde. Die Schülerinnen und Schüler waren dabei nicht nur Zuhörer, sondern aktiv in den Austausch eingebunden. In kurzen Abstimmungen konnten sie ihre Meinung zur Olympiabewerbung äußern und berichten, ob sie bereits Erfahrungen mit inklusivem Sport gesammelt hatten. Nach dem Podiumsgespräch folgte der praktische Teil des Aktionstages. Unter Anleitung des Teams des Inklusionsmobils sowie mit Unterstützung von Sebastian Gillsch und Thorsten Altmann konnten die Schülerinnen und Schüler selbst im Rollstuhl Platz nehmen und erste Erfahrungen im Rollstuhlbasketball sammeln. Was anfangs noch ungewohnt war, entwickelte sich schnell zu kleinen Spielen und Wettkämpfen, bei denen Teamgeist, Geschicklichkeit und Koordination gefragt waren. Viele zeigten sich überrascht, wie anspruchsvoll der Perspektivwechsel war – und wie schnell aus anfänglicher Unsicherheit Begeisterung wurde. Mathilda fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Am Anfang war es schon eine Herausforderung, sich in eine andere Perspektive hineinzuversetzen. Man musste sich viel mehr konzentrieren, als ich gedacht hätte – zum Beispiel beim Fahren im Rollstuhl. Aber genau das hat es spannend gemacht. Es war eine tolle Erfahrung, etwas Neues auszuprobieren, und es hat richtig viel Spaß gemacht.“ Zum Abschluss des Vormittags zog die Schülerschaft ein positives Fazit. Der Aktionstag habe nicht nur Einblicke in die Welt des Para Sports ermöglicht, sondern auch gezeigt, wie Sport Menschen zusammenbringen und Barrieren abbauen kann. Die zentrale Botschaft des Inklusionsmobils wurde dabei für viele greifbar: Inklusion beginnt nicht bei großen Sportereignissen, sondern im täglichen Miteinander – auf dem Schulhof, im Verein und in der Sporthalle.
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