Zwei Schecks in Höhe von je 3000,- Euro konnten Schulleiter Christian Schwab (3.v.r.) und Lehrer Wolfgang Malzer (r.) als Organisator des Weihnachtsmarktes heuer an Dr. Christina Kutzer (Bildmitte) als Leiterin des Kinderzentrums St. Martin und den Vorsitzenden der Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord Herbert Putzer (2.v.r.) überreichen. Stellvertretend für alle Schüler nahmen Rafael Lindner, Lorina Ring und Klara Schöner (v.l.) seitens der SMV an der Übergabe teil.  (Bild: Raphael Haubelt)

Schmeller-Gymnasium Nabburg zeigt mit verspätetem Weihnachtsgeschenk ein Herz für Kinder

Vor etwa 15 Jahren kam innerhalb der Schulfamilie des Schmeller-Gymnasiums der Wunsch auf, den letzten Schultag vor den Weihnachtsferien zu etwas Besonderem zu machen. Die Idee eines Benefizmarktes war geboren und fand, so erinnern sich dessen Koordinator Wolfgang Malzer und Schulleiter Christian Schwab, sofort Anklang bei Schülern, Kollegium, SMV und Eltern. Der Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck hat sich seither zum Erfolgsmodell entwickelt, das nun sogar einen Rekorderlös von 6000,- Euro verzeichnen konnte. So durften sich jetzt gleich zwei Organisationen über dieses gemeinschaftliche Engagement freuen. Für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord e.V. nahm Vorstand Herbert Putzer den Scheck entgegen. Seit 22 Jahren organisiert er ehrenamtlich mit 10 Kollegen und einem Jahresetat von 300 000,- Euro oft dringend nötige finanzielle Unterstützung für Familien mit krebskranken Kindern. Aktuell betreuen sie 108 Fälle, bezuschussen Fahrtkosten außerhalb der Kassenleistung, Sonderausstattungen, vermitteln über ein Netzwerk Kontakte zum Erfahrungsaustausch, sorgen aber auch bei Freizeitaktionen für Glücksmomente. „Umso mehr erstaunt und erfreut es mich zugleich, dass ihr Jugendlichen dieses Geld bewusst Gleichaltrigen zugutekommen lassen wollt“, lobte er stellvertretend für die JAS-Schüler die SMV-Vertreter. In diesem Sinne ging ein gleich hoher Betrag an das Regensburger Kinderzentrum St. Martin, deren Leiterin Dr. Christina Kutzer aus der 26jährigen Geschichte der Einrichtung berichtete. Der katholischen Jugendfürsorge angegliedert, kümmern sich aktuell acht Ärzte und Psychologen ambulant um bis zu 2000 junge Patienten pro Jahr. Die Diagnosen zeigen oft Auffälligkeiten in körperlicher, geistiger oder seelischer Entwicklung auf, sie reichen von Autismus bis zu psychischen oder physischen Problemen, ebenso werden Behandlungen der Logo-, Ergotherapie aber auch Heilpädagogik empfohlen, für die oft spezielle und daher sehr teure Geräte vonnöten sind. „Dafür ist das Geld sicher gut investiert“, dankte auch sie für die finanzielle Zuwendung.
Was könnte für die fußballbegeisterte Tine Fiala (Mitte) zum Abschied besser passen als ein Trikot - überreicht von (v.l.) Schulleiter Christian Schwab, Johanna Baumann (Förderverein), Hubert Pamler, Martina Lampier, Regina Schottenheim (alle drei Elternbeirat) und dem ehemaligen Schulleiter Franz-Xaver Huber. (Bild: Raphael Haubelt)

Bewegender Abschied für Tine Fiala nach 46 Jahren im Sekretariat des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg

Bevor Schülern und Kollegium des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums über den Jahreswechsel ein paar Ferientage gegönnt waren, galt es schweren Herzens „das Gesicht und die Seele dieser Schule“ auf „unbefristete“ Zeit zu verabschieden: Für Tine Fiala endete ein „Traumjob“, den sie im Juni 1979 am damals noch namenlosen Gymnasium unter Leitung von Dr. Anselm Schwägerl angetreten hatte. Ihm sollten binnen 46 Dienstjahren vier weitere Chefs folgen, zuletzt Christian Schwab, der zum „Finale“ die Karriere eines allseits beliebten Multitalents in der Verwaltung würdigte. „Ich war 1979 immerhin schon in der 6. Klasse dieser höheren Lehranstalt“, erinnerte er sich. Wer ahnte da, dass damalige Top-Hits wie „Ein Herz für Kinder“ oder „I don´t like Mondays“ quasi perfekt die künftige „Berufung“ jener Tine Fiala betitelten, der die Realschule im Abschlusszeugnis fast prophetisch „Organisationstalent, umsichtiges Handeln, pflichtbewusste Arbeitshaltung, vorbildliches Benehmen und Redegewandtheit“ attestierte. Aber: „Du bist mehr als die Summe dieser Eigenschaften, einfach ein wahnsinnig liebenswerter Mensch, der uns allen fehlen wird!“ Sichtlich gerührt antwortete die „Nachwuchsrentnerin“ mit einer amüsanten Abschiedsrede: „Eigentlich wollte ich was mit Sport machen“, so der Ursprungsplan vor einer Reihe von glücklichen Zufällen. „Aber es hat einfach so kommen müssen, und wer konnte, wie ich, schon sagen, gern in die Arbeit zu gehen“, bei der es doch täglich spontane Herausforderungen mit Schülern, Eltern, Lehrern, seitens des Ministeriums, erst mit der Schreibmaschine, später am Computer gab. Anfangs folgte dem „Achtung, eine Durchsage!“ mit markanter Stimme auch ungewollt Erheiterndes, hingegen stets hoch konzentriert: Tine´s Fußballexpertisen. „Wenn es auch gemenschelt hat, stand das harmonische Arbeitsklima doch stets im Vordergrund“, lobte sie mit den besten Wünschen zum Abschied, zu dem ihr die Schulgemeinschaft noch ein Ständchen sang: „Völlig losgelöst vom Gymnasium …!“
Teils in, teils vor den Klassenzimmern und auch in der Aula hatten die Schüler ihre Stände mit unterschiedlichen Angeboten aufgebaut. (Bild: Raphael Haubelt (aub))

Großer Andrang und großes Herz beim Benefiz-Weihnachtsmarkt des Nabburger Gymnasiums

Der letzte Schultag vor den Festtagen ist am Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg traditionell für den Weihnachtsmarkt reserviert, der heuer zum 13. Mal stattfand. Schon Wochen zuvor machten sich die einzelnen Klassen aller Jahrgangsstufen Gedanken, mit welchem Angebot oder kreativen Aktion sie sich an der Benefizveranstaltung beteiligen könnten. So fiel das Ergebnis des Brainstormings in diesem Jahr auch entsprechend vielfältig aus: Neben dem Verkauf selbst gebastelter Artikel, adventlicher Dekorationen oder Geschenkpaketen voller Überraschungen gab zudem ein Haustierquiz Rätsel auf. Daneben wechselten sich unterschiedliche Verpflegungsstände mit deftigen Gerichten „to go“ mit süßen Leckereien frisch vom Waffeleisen oder Plätzchen aus der heimatlichen Backstube ab. Dazu erwiesen sich Mini-Kunstwerke als ebenso „heiß begehrt“ wie Punsch oder leckere Tees, nach denen es im weitläufigen Schulhaus duftete. Den Gaumengenuss untermalte der Gemischte Chor mit einem schwungvollen Konzert, das nicht nur bei Eltern, Verwandten und Freunden der mitwirkenden Schülerinnen und Schüler über mehrere Stockwerke hinweg vorweihnachtliches Flair verbreitete. Zusammen mit Schulleiter Christian Schwab zeigte sich auch Organisator Wolfgang Malzer höchst zufrieden mit dem Besuch. Wie hoch der Erlös des Vormittags ausfiel, wird erst im nächsten Jahr bekannt gegeben, wenn die Spendenübergabe an das Regensburger Kinderzentrum St. Martin und die Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord e.V. ansteht.

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