Bevor Schülern und Kollegium des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums über den Jahreswechsel ein paar Ferientage gegönnt waren, galt es schweren Herzens „das Gesicht und die Seele dieser Schule“ auf „unbefristete“ Zeit zu verabschieden: Für Tine Fiala endete ein „Traumjob“, den sie im Juni 1979 am damals noch namenlosen Gymnasium unter Leitung von Dr. Anselm Schwägerl angetreten hatte. Ihm sollten binnen 46 Dienstjahren vier weitere Chefs folgen, zuletzt Christian Schwab, der zum „Finale“ die Karriere eines allseits beliebten Multitalents in der Verwaltung würdigte. „Ich war 1979 immerhin schon in der 6. Klasse dieser höheren Lehranstalt“, erinnerte er sich. Wer ahnte da, dass damalige Top-Hits wie „Ein Herz für Kinder“ oder „I don´t like Mondays“ quasi perfekt die künftige „Berufung“ jener Tine Fiala betitelten, der die Realschule im Abschlusszeugnis fast prophetisch „Organisationstalent, umsichtiges Handeln, pflichtbewusste Arbeitshaltung, vorbildliches Benehmen und Redegewandtheit“ attestierte. Aber: „Du bist mehr als die Summe dieser Eigenschaften, einfach ein wahnsinnig liebenswerter Mensch, der uns allen fehlen wird!“ Sichtlich gerührt antwortete die „Nachwuchsrentnerin“ mit einer amüsanten Abschiedsrede: „Eigentlich wollte ich was mit Sport machen“, so der Ursprungsplan vor einer Reihe von glücklichen Zufällen. „Aber es hat einfach so kommen müssen, und wer konnte, wie ich, schon sagen, gern in die Arbeit zu gehen“, bei der es doch täglich spontane Herausforderungen mit Schülern, Eltern, Lehrern, seitens des Ministeriums, erst mit der Schreibmaschine, später am Computer gab. Anfangs folgte dem „Achtung, eine Durchsage!“ mit markanter Stimme auch ungewollt Erheiterndes, hingegen stets hoch konzentriert: Tine´s Fußballexpertisen. „Wenn es auch gemenschelt hat, stand das harmonische Arbeitsklima doch stets im Vordergrund“, lobte sie mit den besten Wünschen zum Abschied, zu dem ihr die Schulgemeinschaft noch ein Ständchen sang: „Völlig losgelöst vom Gymnasium …!“