Demokratie zum Anfassen erlebten in der Woche vom 23.2. bis 27.2. die Schülerinnen und Schüler des JAS-Gymnasiums in Nabburg: Im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen im Landkreis Schwandorf fand an der Schule eine sogenannte U18-Wahl für das Amt des Landrats statt. Wahlberechtigt waren alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13, sofern sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten.
Das Wahllokal war eigens in der Schulbibliothek eingerichtet worden und orientierte sich bewusst an einem realen Wahlraum. Mit Wahlkabinen, Stimmzetteln und Wahlurne konnten die Jugendlichen den Ablauf einer echten Wahl praxisnah kennenlernen. Die Beteiligung fiel erfreulich hoch aus: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, erstmals selbst eine Stimme abzugeben.
Organisiert und durchgeführt wurde die Wahl von den Lehrkräften der Fachschaften Geschichte sowie Politik und Gesellschaft unter der Leitung von Fachschaftsleiter OStR Herrn Christian Käsbauer. Ziel der Aktion war es, politische Bildung nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern demokratische Prozesse unmittelbar erfahrbar zu machen.
Im Vorfeld der Abstimmung beschäftigten sich die Klassen im Unterricht mit den anstehenden Kommunalwahlen. Dabei standen insbesondere die Aufgaben von Bürgermeistern und Gemeinderäten ebenso im Mittelpunkt wie die Rolle des Landrats und des Kreisrates. Auch die Besonderheiten des bayerischen Kommunalwahlrechts wurden thematisiert: Begriffe wie Kumulieren und Panaschieren, die vielen Erstwählern zunächst komplex erscheinen, wurden ausführlich erklärt und anhand praktischer Beispiele eingeübt.
Diese Vorbereitung richtete sich ausdrücklich auch an jene Schülerinnen und Schüler, die bereits volljährig sind und bei den kommenden Wahlen erstmals regulär abstimmen dürfen. Die Lehrkräfte wollten ihnen Sicherheit im Umgang mit dem anspruchsvollen Wahlsystem vermitteln.
Die Jugendlichen zeigten sich durchweg begeistert von der Möglichkeit, das Wählen unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Viele betonten, dass ihnen erst durch die praktische Durchführung bewusst geworden sei, wie wichtig politische Mitbestimmung auf kommunaler Ebene ist.
Die U18-Wahl steht zugleich im Einklang mit dem Bildungsauftrag der bayerischen Schulen, junge Menschen zu politisch verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen. Besonders die Bedeutung der Kommunalpolitik für das tägliche Leben – etwa bei Themen wie Infrastruktur, Bildung oder öffentlichem Nahverkehr – wurde den Schülerinnen und Schülern dabei eindrucksvoll vor Augen geführt.
Mit der gelungenen Durchführung der U18-Wahl setzte das JAS-Gymnasium ein starkes Zeichen für gelebte Demokratiebildung im Schulalltag.