Künstler Toto hat einen Kalkstein aus der Gründerzeit von Paris mit nach Waldsassen gebracht und ihn für die Klosterstadt mit einem Relief bearbeitet.  (Bild: Nadja Aumann)

Künstler Toto hat eine historische Szene aus Pariser Kalkstein gemeiselt

Was für ein schönes Erinnerungsstück: Ein Kalkstein, mit dem einst Paris erbaut wurde, wurde von dem französischne Künstler Toto zum Relief mit Motiv der Waldsassener Entstehtungsgeschichte geformt. Toto, dessen Atelier in der Waldsassener Partnerstadt Marcoussis liegt, war fünf Wochen Gast im Kunsthaus Waldsassen. Er zeigte viele seiner aufregenden Skulpturen und man konntte ihm live bei der Bildhauerei über die Schultern schauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Für ein Relief als Symbol der Einweihung der ersten Klosterkirche Waldsassens 1179 brachte Toto extra den schicksalsträchtigen Kalkstein aus St. Maximin im Schloss von Chantilly mit und meiselte das Fischessen mit Kaiser Barbarossa zur Kircheneinweihung heraus. Zwar ist dieses Fischessen nicht geschichtlich fundiert bewiesen, sondern nur Überlieferung. Jedoch ist die Symbolhaftigkeit des charmanten französischen Künstlers dennoch eine wunderbare Geste. Toto wird das Relief der Stadt Waldsassen schenken. Auch die Künstlerin Joelle Girard arbeitete fünf Wochen im Kunsthaus. Ihr standen Frauen bei einer Performance mit Blumen und Luftballons zur Seite, Nadja Aumann dolmetschte. Joelle demonstrierte bei dieser Performance das Werden und Vergehen und bewies spielerisch-kunstvoll, wie aus Vergänglichkeit Neues und Schönes entstehen kann. Die beiden Künstler sind noch bis Mitte August im Kunsthaus zu Gast. Joelle baut ihre Ausstellung am Sonntag ab.
Ausgelassen und mit viel Freude feierte der Verein Kunsthaus Waldsassen seinen zehnten Geburtstag mit Gästen aus Frankreich, die nun im Kunsthaus ausstellen (v. li. Bürgermeister Bernd Sommer, die Initiatorin der Ausstellung Nadja Aumann, Künstlerin Joelle Girard, Zweiter Vorsitzender Paul Zrenner, Künstler Toto und Erster Vorsitzender Wolfgang Horn.  (Bild: Charlotte Baumer)

Klosterstadt Waldsassen auf dem Weg zur Internationalen Kunstbühne

Was für eine schöne Vernissage: Zum Geburtstag feierte der Verein Kunsthaus Waldassen sich und seinen nun zehnjährigen Beitrag zu Kunst und Kultur in der Region mit der Vernissage einer außergewöhnlich Ausstellung: Vor Ort sind die Künstlerin Joelle Girard aus Paris und der Künstler Toto aus Marcoussis, der Partnerstadt von Waldsassen. Damit hat das KuWa einmasl mehr die Internationale Kunstbühne beschritten und kann ohne falsche Bescheidenheit von sich sagen, nun längst Kunstfreunden aus nah und fern eine internationale Kunstbühne bieten zu können. Joelle Girard und Toto zeigen nicht nur einen Teil ihrer großartigen Schaffenskraft. Sie bleiben fünf Wochen lang vor Ort. Interessierte können den beiden im Kunsthaus bei der Arbeit über die Schultern schauen oder sogar an Workshops, deren Termine noch bekanntgegeben werden, teilnehmen. Zahlreiche kunstbegeisterte Gäste freuten sich bei der Vernissage mit dem Verein über die gelungene Geburtstagsüberraschung. Bürgermeister Bernd Sommer legte noch eines drauf an Überraschungen mit der konkreten Andeutung, dass die Stadt Waldsassen die Planung eines großen Kunstwerkes von Toto im Außenbereich der Stadt ins Auge gefasst habe. Es sei nur noch immer keine Zeit für eine Umsetzung gewesen. Joelle ist promovierte Künstlerin, arbeitet an einem mehrjährigen Kunstforschungsprojekt und bietet unter anderem unterschiedliche Performance. Toto widmet sich den verschiedensten Werkstoffen bei seiner Skulpturenarbeit, die er bis zu überdimensional großen Werken in seiner Heimat auslebt. Zudem ist Toto ein Virtuose in der Wortfindung und kleidet seine Hintergründe zur Kunst in tiefsinnige Poesie. Beiden Franzosen ist Kunst eine ehrliche und tiefe Herzensangelegenheit, die nicht mit einem Werk ende, sondern sich stets im laufenden Prozess befindet. Die Ausstellung ist bis 16. August samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
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Tango im Kunsthaus von hochkarätigen Musikern geboten

Wer am 9. Mai für 19.30 Uhr noch nichts geplant hat, ist gut aufgehoben im Kunsthaus Waldsassen. Mit dem Ensemble TRIOnfal begegnen sich drei Musikerpersönlichkeiten, die den Tango Argentino in seiner ganzen emotionalen Tiefe und kammermusikalischen Raffinesse erlebbar machen: Carlos Nozzi, ehemaliger Cellist von Astor Piazzolla, der peruanische Pianist und Komponist Gustavo La Cruz sowie Susanne Hofmann an der Violine. Im Zentrum des Programms stehen Astor Piazzollas berühmte „Cuatro Estaciones Porteñas“ – die „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“. In diesen Werken verbindet Piazzolla Elemente des traditionellen Tangos mit klassischer Kammermusik, Jazz und leidenschaftlicher Rhythmik zu einer unverwechselbaren Klangsprache. Ein weiterer Höhepunkt des Abends sind die „Esbozos Latinoamericanos“ von Gustavo La Cruz. Diese Komposition schlägt eine faszinierende Brücke zwischen europäischer Tradition und lateinamerikanischer Musik. Jeder Satz eröffnet dabei eine eigene Klangwelt: Motive aus der Oper Carmen werden in eine lateinamerikanisch geprägte Tonsprache verwandelt. Eine argentinische Zamba, deren charakteristische Rhythmen durch eine traditionelle Trommel, ein Bombo legüero, eindrucksvoll hervorgehoben werden, leitet über in eine kunstvolle Fuge, die auf einem peruanischen Volkslied basiert. Abgerundet wird das Programm durch weitere ausgewählte Tangos aus dem Repertoire des Tango Argentino. Tickets gibt es bei den üblichen Vorverkaufsstellen.
David Frischholz, Vorsitzender aus Erbendorf und Wolfgang Horn, Vorsitzender aus Waldsassen (v. li.), eröffneten die schöne Ausstellung der Künstlerinnen und Künstler aus dem Steinwald.  (Bild: Ulla Britta Baumer)

Erbendorfer Kunst gibt es jetzt im Kunsthaus Waldsassen zu sehen und zu erleben.

Erbendorfer Kunst im Kunsthaus Waldsassen (KuWa) gibt es seit Freitag noch bis 24. Mai zu sehen und zu erleben. Erstmals stellt der Erbendorfer Kunst- und Kulturverein (KuKuve) in dem schönen Demizil der Klosterstädter Künstlerkollegen- und kolleginnen aus. 70 Werke von 13 Erbendorfer Kunstschaffenden sind auf drei Ebenen verteilt zu sehent, darunter Acrylgemälde, Zeichnungen und Skulpturen. Bereits im Foyer erleben die Besucher eine Besonderheit: Die Erbendorfer haben Bilder aus fluoreszierender Farbe mitgebracht, die in einem Darkroom erst ihre eindrucksvolle Wirkung entfalten. Bei der Vernissage gab es ein weiteres Schmankerl mit der Band „Franka und the Tiny Mister”, die kurzweilige und beschwingte Songs interpretierten. KuWa-Vorsitzender Wolfang Horn berichtete von der Entstehung und der durchgehenden Erfolgsgeschichte des Kunsthauses vor 10 Jahren, das unter Trägerschaft der Stadt Waldsassen steht. „Ich habe damals gesagt, wenn es nicht funktioniert, kaufe ich das Gebäude für mich selbst. Leider funktioniert es nun bestens”, meinte er schmunzelnd. Auf der Suche nach einer ebenso schönen Heimat sei man aktuell in Erbendorf, berichtete David Frischholz, Vorsitzender aus Erbendorf. Er bedankte sich herzlich bei den Waldsassenern für die Überlassung der Räumlichkeiten zur Ausstellung, die noch bis 24. Mai besichtigt werden könne. Frischholz freute sich über die Zusammenarbeit der beiden Vereine, die bis in die Anfänge aus Erbendorf vor fünf Jahren zurückgehen. „Damals haben wir bei der Gründung aus Waldsassen von Wolfgang Horn viele Tipps und Impulse bekommen”, erklärte Frischholz. Die Ausstellung kann bis 24. Mai jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Am 22. Mai findet im Rahmen der Präsentation ein Konzert im Kunsthaus mit Erbendorfer Musikern statt.
Andreas Sagstetter hatte ein Bild mitgebracht, das er zum 19. Geburtstag von Günther Holzapfel geschenkt bekam.  (Bild: Paul Zrenner)

Großes Interesse an Bildern von Fußmaler Günther Holzapfel im Kunsthaus und in der Basilika Waldsassen

Im Kunsthaus Waldsassen ist am Sonntag die Ausstellung mit Bildern des Fußmalers Günther Holzapfel (1942 - 2019) aus Steinburg/Hunderdorf eröffnet worden. Angeregt hatte die Präsentation Andreas Sagstetter. Er stammt aus dem gleichen Ort wie Holzapfel; beide waren miteinander befreundet. Groß war das Interesse an der Ausstellung, worüber sich der Vorstand des Kunsthauses Waldsassen um Vorsitzenden Wolfgang Horn freute. Zur Vernissage gekommen war auch eine Delegation aus Steinburg/Hunderdorf. Mit dabei war Waldfride Holzapfel, die Schwester des Künstlers, sowie Ursula Sagstetter, die Mutter des Waldsassener Kirchenmusikers. Anfang Februar hatten Kunsthaus-Vorsitzender Wolfgang Horn, Stellvertreter Paul Zrenner und Andreas Sagstetter die Bilder in Steinburg/Hunderdorf abgeholt. Besonders beeindruckend, so Horn, sei der Blick ins Atelier des Künstlers gewesen. Er war von Geburt an spastisch gelähmt und konnte nur seine Fuße kontrolliert bewegen. Andreas Sagstetter zeichnete in seiner Laudatio den Lebensweg des Künstlers nach, der seit 1964 der Vereinigung fuß- und mundmalender Künstler angehörte. Der Kirchenmusiker hatte ein Bild dabei - ein persönliches Geschenk des Künstlers zu Sagstetters 19. Geburtstag. Es zeigt den Kirchenmusiker an der Orgel, wegen der Widmung auf der Rückseite blieb es ungerahmt. Ebenfalls gut besucht war zuvor ein Kreuzweg für Kranke in der Basilika. Die Bilder malte ebenfalls Günther Holzapfel, auch die Texte hatte er verfasst. Holzapfel war mit der Familie von Angela Dauth aus Kirchenthumbach eng verbunden. Nach dem Tod des Künstlers nahm sie die Kreuzwegbilder in Obhut und stellt sie interessierten Pfarreien zur Verfügung. Der Rhythmische Chor gestaltete Kreuzweg und Vernissage. Dort musizierten außerdem Stefanie Heinrich (Violine) und Andreas Sagstetter (Klavier). Die Bilder sind während der Fastenzeit sowohl in der Basilika als auch im Kunsthaus zu sehen; es ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 167 Uhr geöffnet.
Tamara Clarke (links, zusammen mit ihrer Freundin und Kunsthaus-Jugendbeauftragter Eva Reif) zeigt aktuell bei ihrer ersten großen Einzelausstellung im Kunsthaus Waldsassen Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen. (Bild: Jürgen Klein)

Ausstellung „Ausbruchsakte” mit Bildern von Tamara Clarke im Kunsthaus Waldsassen

„Ausbruchsakte” - so lautet der Titel der aktuellen Bilderausstellungen im Kunsthaus Waldsassen. Tamara Clarke aus Tirschenreuth gibt in ihrer ersten großen Einzelausstellung einen umfangreichen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen und lässt das Publikum auf den drei Etagen „Farbe, Gefühl und Ausbruch” erleben, wie sie selbst sagt. Bei der Eröffnung am Samstag, 10. Januar, freute sich Kunsthaus-Vorsitzender Wolfgang Horn über die Vielzahl von Gästen - darunter die Familie, Wegbegleiter und Freunde der 21-Jährigen. Ein großer Teil des Publikums war zum ersten Mal in das Domizil des Vereins an der Kunstgasse gekommen. Dass Tamara Clarke seit ihrer Kindheit fasziniert ist von Farben und Leinwänden, schilderte Zweiter Vorsitzender Paul Zrenner in seiner Laudatio. In den folgenden Jahren wurde die Malerei immer mehr zur Leidenschaft: Nach dem Abschluss der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen in Waldsassen tauchte Tamara Clarke im Gestaltungszweig der Fachoberschule in Weiden ganz tief in die Materie ein, absolvierte 2022 das Fachabitur und widmet sich seither ausschließlich ihrer Kunst. Bei der musikalischen Gestaltung der Vernissage gab es eine Premiere: Stephanie Gold („Steph Gold”) aus Mitterteich präsentierte auf der Bühne live gesungen Stücke ihres ersten Albums „Her Portrait” mit eigenen Titeln. Der erste Song „Lullaby” ist seit wenigen Tagen auf Streaming-Plattformen verfügbar. Die Ausstellung „Ausbruchsakte” im Kunsthaus Waldsassen dauert bis zum 8. Februar 2026 und ist samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
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