Im Rahmen der bayerischen Demenzwoche fand im Kunsthaus in Waldsassen eine Informationsveranstaltung zum Thema 24-Stunden-Pflege statt. Monika Grötsch ( Quartiersmanagerin LEBENplus Waldsassen) begrüßte Peter Prunhuber (Pflegedienst „Im Alter daheim”, Hauptsitz in Regensburg).
In seinem Vortrag informierte Prunhuber umfassend über die Rahmenbedingungen und Abläufe der sogenannten 24-Stunden-Pflege. Diese Form der Betreuung richte sich vor allem an pflegebedürftige Menschen, die vermehrt Unterstützung benötigen, jedoch weiterhin in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben möchten.
Bei der 24-Stunden-Pflege zieht eine Betreuungskraft – in der Regel aus osteuropäischen Ländern – mit in den Haushalt der pflegebedürftigen Person ein. Sie unterstützt im Alltag, hilft bei der Grundpflege, im Haushalt und bietet persönliche Begleitung. Medizinische Leistungen wie z. B. ein Verbandswechsel oder das Setzen von Spritzen bleiben jedoch aus rechtlichen Gründen ausgebildetem Pflegepersonal vorbehalten.
Eine sinnvolle Ergänzung zur häuslichen Betreuung kann der Besuch einer Tagespflegeeinrichtung sein. So wird die Pflege durch Fachkräfte unterstützt und gleichzeitig soziale Teilhabe ermöglicht
Ein wichtiger Aspekt: Damit eine Betreuungskraft einziehen kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So ist ein abschließbares Zimmer mit Fenster und Heizung erforderlich. Zudem muss die Betreuungskraft Zugang zu Küche und Badezimmer haben.
Die Mindestlaufzeit für einen Betreuungsvertrag beträgt vier Wochen. Eine Kündigung ist mit einer Frist von zwei Wochen möglich. Die Veranstaltung zeigte deutlich, wie groß der Informationsbedarf zum Thema häusliche Pflege ist – und wie wichtig es ist, Betroffene und Angehörige frühzeitig und transparent über Angebote aufzuklären. (Das Projekt LEBENplus wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.)