Zu einer besonderen nächtlichen Basilikaführung hatte die Vita-Gruppe des KDFB Waldassen eingeladen – und viele Interessierte folgten dieser außergewöhnlichen Einladung. In stimmungsvoller Beleuchtung öffnete die Basilika ihre Türen für eine Führung, die nicht nur informierte, sondern auch zum persönlichen Erleben einlud.
Geleitet wurde der Abend von Stadtpfarrer Thomas Vogl, der die Teilnehmenden zunächst gedanklich in das Jahr des Baubeginns zurückführte. Von dort aus spannte er den Bogen bis in die Gegenwart und erklärte die Kirche als sogenannte „Wegkirche“ – ein Bild, das besonders gut zum Beginn der Fastenzeit passe: als Weg zu Jesus.
Mit einem ersten Experiment lud Pfarrer Vogl dazu ein, durch das Langhaus zu wandeln und die Kirche bewusst mit den Augen von Touristinnen und Touristen neu zu entdecken. Unter der Kuppel machte er die Besucher darauf aufmerksam, dass beim Hochaltar entgegen der Erwartung bei einem Zisterzienserorden nicht Maria im Mittelpunkt, sondern die Dreifaltigkeit steht – als verbindendes Element zur Kappl. Maria hingegen findet sich im größten Fresko der Kuppel wieder und in vielen weiteren.
Im zweiten Experiment richtete sich der Blick auf den „nackten“ Volksaltar. Die Teilnehmenden waren eingeladen, ihn nicht nur zu betrachten, sondern auch zu entdecken und zu berühren. Der anschließende Weg führte in den Chorraum, den Pfarrer Vogl als Ort des Anfangs und des Gebets deutete. Passend dazu erläuterte er die Entstehungslegende, die an der Decke dargestellt ist.
Die letzte Station war die Orgelempore. Der Ausblick von oben beeindruckte alle Anwesenden spürbar. Zum Abschluss präsentierte Pfarrer Vogl die neuen Schott-Glas-Flöten, bevor die Gruppe gemeinsam mit der Orgelbeleitung des Pfarrers ein Danklied anstimmte.
Der Abend klang mit herzlichem Dank an Pfarrer Thomas Vogl aus, der geduldig und gerne alle Fragen beantwortete – und vielen Teilnehmenden die Basilika auf ganz neue Weise nähergebracht hatte.