Bunte Wälder und raschelndes Laub begleitete die Wandergruppe (Bild: Walther Piehler)

OWV-Herbstwanderung: Natur, Geschichte und gemütliche Einkehr

Bei der diesjährigen Herbstwanderung des OWV Schirmitz machten sich 20 Wanderfreunde auf den Weg, um gemeinsam die reizvolle Landschaft rund um Hohenwald, Stein und Liebenstein zu erkunden. Bei bestem Wandergeist, viel guter Laune und angeregten Gesprächen wurde die Tour zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Ausgangspunkt der Wanderung war Hohenwald. Von dort führte die Strecke vorbei am sagenumwobenen „Wolfenstein” und am „Rothenbürger Weiher” zu den beeindruckenden Felsformationen der kleinen und großen „Teufelsküche” sowie zur „Teufels Waschschüssel”. Die abwechslungsreiche Route bot zahlreiche schöne Eindrücke und machte die Wanderung zu einem besonderen Naturerlebnis. In Stein legte die Gruppe einen Zwischenstopp ein. Bei einer kurzen Kirchenführung erfuhren die Teilnehmer Interessantes über das besondere Bild mit der Darstellung Hitlers in der Kirche. Anschließend ging es weiter nach Liebenstein, wo bei einer Führung durch die Burgruine die Geschichte der Anlage nähergebracht wurde. Den gemütlichen Abschluss fand die Herbstwanderung bei Manfred Gmeiner in seiner „Schreiner-Schupf'n”. Dort wurden die Wanderfreunde mit köstlichen Grillspezialitäten, insbesondere leckeren Rippchen, und kühlen Getränken bestens bewirtet. Die Gastfreundschaft und die hervorragende Verpflegung sorgten für einen gelungenen Ausklang des Wandertages. OWV-Vorsitzende Monika Dobmeier bedankte sich bei Manfred Gmeiner herzlich für die freundliche Aufnahme, die ausgezeichnete Bewirtung und die leckeren Rippchen. Ihr Dank galt ebenso den Verantwortlichen für die interessanten Führungen in der Kirche in Stein und durch die Burgruine Liebenstein, die der Wandergruppe spannende Einblicke in die regionale Geschichte ermöglichten. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer zeigten, wie gut die Herbstwanderung angekommen war. Bei vielen schönen Eindrücken, interessanten Entdeckungen und geselligem Beisammensein verging die Zeit wie im Flug. Gegen 20 Uhr kehrten die Wanderfreunde schließlich wieder nach Schirmitz zurück – einig darin, einen rundum schönen und abwechslungsreichen Tag miteinander verbracht zu haben.
Von Schirmitz aus ging die Wallfahrt über Bechtsrieth zum Fahrenberg. (Bild: Alfred Wulfänger)

Wallfahrt zum Fahrenberg vereint Gläubige aus Schirmitz

Früh am Sonntag haben sich zahlreiche Gläubige zur Fußwallfahrt auf den Fahrenberg aufgemacht. Noch bevor die Sonne richtig aufgegangen war, läuteten am Sonntagmorgen in Schirmitz die Glocken. Um sieben Uhr versammelten sich die ersten Wallfahrer an der Pfarrkirche Maria Königin. Nach dem Segen von Pfarrer Thomas Stohldreier setzte sich die Fußwallfahrt zum Fahrenberg in Bewegung. In Bechtsrieth schlossen sich weitere Gläubige der Gruppe an. Martin Kreis führte an der Spitze den Pilgerzug. Irmgard Knöbel, Kathrin Knorr und Karl Koller übernahmen die Gebete und stimmten Lieder an. Unterwegs beteten die Wallfahrer immer wieder den Rosenkranz und hörten Meditationstexte. Dadurch bekam die mehrstündige Wanderung eine besinnliche Atmosphäre. Am Dorfplatz in Obertresenfeld legte die Gruppe eine Rast ein und stärkte sich für den weiteren Weg. Auch beim Tragen des Kreuzes wechselten sich die Teilnehmer ab. Philipp und Jonas Hofmann teilten sich diese Aufgabe. Beim steileren Anstieg zum Fahrenberg übernahmen Gunda und Georg Hartinger das Gebet des Kreuzwegs. Alfred Wulfänger kümmerte sich währenddessen um die praktische Unterstützung. Er begleitete die Wallfahrer mit dem Auto, führte Getränke mit und stand bei Bedarf mit kleinen Hilfen bereit. Gegen Mittag erreichten die Fußwallfahrer die Wallfahrtskirche auf dem Fahrenberg. Dort trafen sie auf die Teilnehmer, die mit dem Auto angereist waren. Gemeinsam feierten sie eine festliche Messe, die der Kirchenchor musikalisch gestaltete. Pfarrer Thomas Stohldreier dankte allen Teilnehmern für ihren Einsatz und ihr gemeinsames Beten. „Es war schön zu sehen, wie viele Menschen sich auf den Weg gemacht haben und den Glauben gemeinsam gelebt haben”, sagte der Pfarrer. Besonders die große Schar der Ministranten fiel dabei auf. Bei strahlendem Sonnenschein ließen viele Wallfahrer den Tag anschließend beim Bergwirt ausklingen. Nach den gemeinsam zurückgelegten Kilometern kehrten sie erfüllt und zufrieden nach Schirmitz zurück.
Auf dem Gruppenbild von links: Manfred Zettl, Walther Piehler, Werner Hölig, Thomas Lewerenz, Ernst Lenk, Ina Ravn, Pierre Ravn und Stephan Fiedler mit dem Spendenscheck. (Bild: Thomas Lewerenz)

Abschied nach 140 Jahren bei der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Schirmitz

Mit einem Zoiglabend verabschiedete sich die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Schirmitz von ihren Mitgliedern und Freunden. Vorsitzender Thomas Lewerenz begrüßte in der Zoiglstube des Gasthauses Heigl rund 25 Gäste. Nach 140 Jahren Vereinsgeschichte leitete die Kameradschaft damit ihren letzten Abschnitt ein. Bis zum 31. Dezember 2026 soll der Verein aufgelöst werden. Erinnerung an die Gründerzeit Lewerenz erinnerte an die Gründung im Jahr 1886 und die Wiederbelebung der Kameradschaft 1957. Dabei stellte er den Zusammenhalt als wichtigsten Wert heraus. „Kameradschaft bedeutet, Verantwortung füreinander zu übernehmen, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen”, sagte der Vorsitzende. Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer der gefallenen Soldaten der Weltkriege sowie der Bundeswehrangehörigen, die bei Auslandseinsätzen ihr Leben verloren. Kameradschaft war damals und ist auch heute das Bindeglied für uns alle. Kameradschaft entsteht im militärischen Umfeld. Sie liefert den erforderlichen Zusammenhalt, den es bedarf, um in Zeiten größter Gefahr, Leid und Not, in einem lebensbedrohenden und lebensverachtenden Umfeld durchzustehen. Unterstützung durch Kameradschaft Dabei fragt Kameradschaft nicht nach dem Warum, sie fragt nicht danach woher der Kamerad kommt, was er beruflich leistet oder über welchen Bildungsabschluss der Kamerad verfügt. Sie sorgt ausschließlich dafür, sich gegenseitig zu unterstützen und das eigene Leben und Überleben in die Hände des Kameraden zu legen. Bürgermeister Ernst Lenk würdigte die Leistungen der SRK für die Gemeinde. Besonders hob er ihren Einsatz beim Volkstrauertag und bei der Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hervor. „Die Kameradschaft hat über viele Jahrzehnte einen festen Platz im Schirmitzer Gemeindeleben gehabt”, betonte Lenk. Die Grußworte hat der Vorsitzende des Kreisverbandes des Bayrischen Soldatenbundes Manfred Zettl abgerundet. Ehrungen und Dank Lewerenz zeichnete mehrere Nichtmitglieder mit der Ehrennadel in Silber aus. Walther Piehler, Werner Hölig, Ernst Lenk sowie Ina und Pierre Ravn unterstützten über Jahre die Kriegsgräbersammlung oder stellten sich als Ehrenposten beim Volkstrauertag zur Verfügung. Karlheinz Schell erhielt zum 80. Geburtstag eine besondere Würdigung. Auch Rudi Haderer sowie Norbert und Gerda Moser erhielten Dank für ihre Unterstützung. Spende an den Förderverein Den Höhepunkt bildete eine Spende von 5000 Euro an den Förderverein zur Unterstützung der Arbeit mit Versehrten am Standort Warendorf (FUAV). Stephan Fiedler, Vorstandsmitglied des Vereins, nahm den symbolischen Scheck entgegen. Die FUAV unterstützt unter anderem die Anschaffung behindertengerechter Sportgeräte, Rehabilitationsmaßnahmen und die Teilnahme versehrter Soldaten an nationalen und internationalen Sportveranstaltungen wie den Invictus Games. Fiedler berichtete persönlich von seinen Erfahrungen aus einem Auslandseinsatz in Afghanistan und den Gründen für die Gründung der FUAV. „Wir sorgen dafür, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird”, sagte er und dankte der SRK für die außergewöhnliche Unterstützung. Mit der Spende schloss sich zugleich ein Kreis: Die SRK war einst als Solidargemeinschaft gegründet worden, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen. Nun floss ein großer Teil des Vereinsvermögens an eine Organisation, die verwundete und versehrte Bundeswehrangehörige unterstützt. Nach dem offiziellen Teil saßen die Gäste noch lange bei Zoigl und gutem Essen zusammen und ließen den Abend in Erinnerung an 140 Jahre Kameradschaft ausklingen. Die Vereinsfahne verbleibt noch im Vereinslokal.


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