Chefarzt Dr. Fritz Schneble (links) sowie Psychologin Christin Svoboda und Anja Schricker (von rechts) vom Bunten Kreis Nordoberpfalz freuen sich über einen stattlichen Spendenscheck der Damen des Ladies' Circle 66 Weiden. (Bild: Friedrich Peterhans)

Ladies Circle 66 Weiden zeigt Herz für kranke Kinder und ihre Familien

Ein Kinoabend unter freiem Himmel, sommerliche Temperaturen und dazu ein Cocktail. So sehen die schönen Seiten des Lebens aus. Noch angenehmer sind sie, wenn dabei auch noch anderen geholfen wird, die es gerade nicht so leicht haben. Insofern war die Freude riesig, als eine Abordnung des Ladies' Circle 66 Weiden vor kurzem die Kinderklinik Weiden besuchte. Die Ladies hatten einen Scheck über 1750 Euro dabei. Es ist der Erlös aus dem Cocktail-Verkauf beim Open-Air-Kino des Neue-Welt-Kinocenters vom 7. bis 16. August auf dem Weidener VfB-Sportplatz, erklärte Präsidentin Julia Jockwer. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Lisa Lahm, Sarah Erben, Lena Reichl und Lena Meier überreichte Julia Jockwer das Geld an Anja Schricker vom Bunten Kreis Nordoberpfalz. Der Bunte Kreis ist eine Nachsorgeeinrichtung, die an die Kinderklinik am Klinikum Weiden angegliedert ist. Sie begleitet Familien mit frühgeborenen, chronisch und schwerkranken Kindern, die spezielle Pflegeanforderungen haben, ganzheitlich und individuell über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Anja Schricker erklärte, dass die Ladies-Spende dafür verwendet wird, Familien mit kranken Kindern auch dann noch ein Stück weit zu unterstützen, wenn die von den Krankenkassen bezahlte Betreuungszeit bereits ausgeschöpft ist. Der Bunte Kreis, zu dessen interdisziplinärem Team drei Nachsorgeschwestern, eine Sozialpädagogin, zwei Psychologinnen sowie ein Kinderarzt zählen, betreut pro Jahr im Schnitt ca. 35 Familien zwischen Selb und der Landkreisgrenze zu Cham. Seine Arbeit nimmt Druck von den Eltern und ist eine wertvolle Ergänzung medizinischer Leistungen. Daher bedankten sich auch Pädiatrie-Chefarzt Dr. Fritz Schneble und Psychologin Christin Svoboda herzlich für die Zuwendung.
Hannah Greiner und Johanna Rindler (von links) überreichten zusammen mit Simon Döllinger und Lena Hartung (von rechts) 780 Euro an Dr. Fritz Schneble, den Chefarzt der Kinderklinik Weiden. (Bild: Friedrich Peterhans)

Kepler-Abiturienten spenden für die Kinderklinik Weiden

Verwöhnt, selbstbezogen, unengagiert. Die Generation Z bekommt solche Vorurteile oft um die Ohren. Doch genügend Gegenbeispiele gibt's gleich an der nächsten Ecke. Vier davon machten stellvertretend für ihren Abiturjahrgang 2026 am Weidener Kepler-Gymnasium am Donnerstag der Kinderklinik in Weiden ihre Aufwartung. Mit dabei hatten sie 780 Euro, die sie Chefarzt Dr. Fritz Schneble überreichten. Das Geld ist der Überschuss aus Einnahmen, mit denen der Jahrgang seine Abitur-Aktivitäten finanzierte: Kuchenverkauf, Weihnachtsmarkt, Inserate in der Abiturzeitung. „Wir haben abgestimmt, dass wir dafür etwas für Kinder und Jugendliche in der Region machen wollten”, erklärte Simon Döllinger, der zusammen mit seinen Mitstreiterinnen Hannah Greiner, Johanna Rindler und Lena Hartung gekommen war. Die Wahl sei dann schnell auf die Kinderklinik gefallen. Chefarzt Dr. Schneble freut das riesig. Er stellte dem Besucherquartett kurz die Pädiatrie in Weiden vor und erläuterte, warum Spenden für die Einrichtung so wertvoll sind. Etwa, weil man damit Betten anschaffen kann, damit Eltern bei ihren kranken Kindern unter einem Dach übernachten können, wenn die Kleinen länger stationär bleiben müssen. Zu einem Humanmedizin-Studium oder einer Ausbildung in der Pflege ließen sich die vier Keplerianer nicht überreden. Trotzdem staunten sie beim Gespräch mit dem Chefarzt, welche Möglichkeiten die Berufe heute bieten. Mit einem herzlichen Dank, Grüßen an die Mit-Abiturientinnen und -Abiturienten sowie vielen guten Wünschen für die Zukunft wurden sie verabschiedet.
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