Valentinstag-besondere Andacht in St. Dionysius Neunkirchen. (Bild: Regina Völkl)

Gottesdienst für Verliebte

Viele Paare feiern am Valentinstag ihre Liebe mit Blumen oder einem schönen Essen. Andere holen sich lieber den Segen Gottes für die Zukunft ihrer Beziehung. Dazu bot Pfarrer Thomas Kohlhepp am Samstag Abend das erste Mal einen Wortgottesdienst für Verliebte und auch für Einzelpersonen in St. Dionysius in Neunkirchen an. Den Altarraum schmückte ein großes Herz und war in ein warmes Licht gehüllt. Viele kleine Herzen leuchteten aus dem Blumenschmuck an den Altären. Am Valentinstag feiert man die Liebe in all ihren Formen, indem sich Eheleute, Partner und Paare, Freunde und Familie gegenseitig ihre Zuneigung durch Geschenke oder Blumen zeigen. In England schickt man sich anonyme Briefe. In Frankreich und Belgien gab es im 14. Jahrhundert den Brauch mit einem Los Valentin oder Valentine zu bestimmen, die dann ein Jahr miteinander verbunden waren, ähnlich den Kirwa- oder Faschingsprinzenpaaren heuzutage. Für die Liebe alles zu geben, heißt im christlichen Verständnis, für Gott alles zu geben, der die Liebe ist, so Pfr. Kohlhepp. Der hl. Valentin ist der Patron der Liebenden und Verliebten und der Befreundeten, weil er aus seinem Glauben heraus die Liebe der Menschen unterstützt, verteidigt und gefördert hat. Der besondere Höhepunkt des Abends war die Segnung der Paare und auch einzelner Besucher. Nacheinander traten Sie vor den Priester, um den Segen zu empfangen. Für viele war es ein bewegender Moment. Den Lektorendienst übernahmen Bernhard und Christa Kneidl. Für die musikalische Umrahmung sorgten Ludwig Reichl an der Orgel und Katharina Hofmann mit Gesang, Querflöte und Gitarre.
Die Fatima Nationalmadonna für Deutschland bei der 11er Wallfahrt in St. Dionysius. (Bild: Beate Suttner)

Auf ins 6. Jahr: „11er Wallfahrt“ mit der Fatima Nationalmadonna

Am Mittwoch, 11. Februar 2026, begann in der Pfarrkirche St. Dionysius Neunkirchen das sechste Jahr der 11er-Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Lourdes. Die Wallfahrt wurde 2021 im Jubiläumsjahr „350 Jahre Maria-Hilf-Bild“ ins Leben gerufen. Für diesen Wallfahrtsabend besuchte uns die Fatima-Nationalmadonna für Deutschland, die am 13. Mai 1967 in Fatima vom hl. Papst Paul VI. für die deutsche Nation geweiht wurde. Mit päpstlichem Auftrag und Segen verbunden ist sie gleichsam eine große Gnadenstatue. Mit Beginn des feierlichen Rosenkranzes um 18:15 Uhr zog Pfarrer Thomas Kohlhepp mit den Ministranten und der wunderschön mit weißen Rosen geschmückten Fatima-Nationalmadonna, getragen von vier Mitgliedern der Kolpingsfamilie, in die Pfarrkirche ein. Zum Einzug erklang ein feierliches „Ave Maria“ mit der neuen lauretanischen Litanei. Um 19.00 Uhr folgte die Wallfahrtsmesse unter dem Leitwort „Maria, Heil der Kranken“. Mit besonders feierlichem Orgel- und Trompetenklang sowie dem Neunkirchener Mariengruß, der Text verfasst von unserem Pfarrer, wurde unser Maria-Hilf-Bild würdevoll geehrt. In seiner Predigt griff Pfarrer Thomas Kohlhepp die Worte von Papst Leo XIV. zum diesjährigen Weltgebetstag der Kranken auf. Mit Blick auf Lourdes und Fatima wurde deutlich: Maria weist in ihren Botschaften stets auf diese göttliche Quelle hin. In Lourdes erinnere das Wasser an Heilung und Taufe, in Fatima rufe Maria zu Gebet, Umkehr und Frieden auf. Auffallend sei, dass ihre Botschaften durch Kinder weitergegeben wurden – Zeichen für Offenheit, Vertrauen und Bereitschaft zur Wahrheit. In Lourdes war es die damals 14-jährige Bernadette Soubirous und in Fatima die drei Hirtenkinder Lúcia dos Santos sowie Francisco und Jacinta Marto. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde den zahlreichen Mitwirkenden gedankt, die durch ihr Engagement diese Wallfahrt ermöglicht und feierlich gestaltet haben. Im Anschluss an die Messe waren die Gläubigen eingeladen, den Einzelsegen mit dem Reliquiar der Seherkinder zu empfangen.
Weinexperte Michael Walz bei seiner Präsentation (Bild: Bernhard Kneidl)

Alles über Wein und Käse

Unglaublich, was man alles über Wein und Käse erfahren kann. So kam es jedenfalls den Besuchern eines besonderen Abends bei Kolping Neunkirchen vor, als sie sich an den festlich gedeckten Tischen niedergelassen hatten. Der Weinexperte Michael Walz hatte 16 Jahre in Argentinien gelebt und sich dabei ein umfangreiches Wissen über den Rebensaft angeeignet. Mit großer Leidenschaft erzählte er immer wieder kleine Geschichten aus dieser Zeit, die uns Weinfreunde zum Schmunzeln und auch zum Staunen brachten. Mit Fragen testete er vorhandenes Wissen: „Wie viele Weinsorten gibt es? Seit wann trinken Menschen Wein? Wo wurde Wein zuerst angebaut? Kork oder Schraubverschluss?“. Von geschätzten 10000 Weinsorten, hatte er fünf Rebensäfte mitgebracht. Dazu fünf verschiedene Käsesorten und Weißbrot. Der erste Wein, ein Silvaner aus Franken, wurde zuerst im Glas begutachtet, geschwenkt, der Duft mit der Nase aufgenommen und schließlich gekostet. Als nächstes war der Käse an der Reihe. Welcher passt am besten zu diesem Wein. Die Meinungen gingen auseinander, wobei der Gouda zunächst keine Zustimmung erhielt, bis eine Stimme aus dem Publikum meinte: „Ich würde dem Gouda doch eine Chance geben.“ Und nach den Worten von Herrn Walz würde genau dieser Käse gut dazu passen, wobei letztlich der eigene Geschmack und die eigene Vorliebe entscheidend seien. Grundsätzlich kann man auch davon ausgehen, dass Käse und Wein aus der gleichen Region oftmals gut harmonieren. Nach Rose-, Rotwein und französischem Sekt wurde das Tasting mit einem Portwein erfolgreich beendet. Gute Noten und Anerkennung bekamen nicht nur die ausgewählten edlen Weine und die Präsentation durch den Weinexperten. Herr Walz fand auch lobende Worte für sein Publikum, welches bis zum letzten Tropfen großes Interesse an der Thematik zeigte.


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Pfarrer Thomas Kohlhepp begrüßt die neue Ministrantin Valentina Müller und stellt gemeinsam mit den Oberministranten Fabian Rittner und Maximilian Rauch die neuen Oberministrantinnen Lena Pöllath und Mia Mösbauer vor. (Bild: Beate Suttner)

Kirchweih mit Herz: Ministranten feierlich begrüßt und verabschiedet“

Mit einem feierlichen Hochamt beging die katholische Pfarrei Neunkirchen den Kirchweihsonntag. Pfarrer Thomas Kohlhepp begrüßte die Gemeinde und betonte, dass die Kirche ein sichtbares Zeichen für ein gelingendes Menschenleben sei. Er hob hervor, wie wichtig es ist, dass sich Menschen in das Kirchenleben einbringen. In diesem Rahmen wurde aus dem letzten Kommunionjahrgang eine neue Ministrantin, Valentina Müller, eingeführt und Lena Pöllath sowie Mia Mösbauer als neue Oberministrantinnen vorgestellt. Musikalisch gestaltet wurde das feierliche Hochamt vom „Chor mit Herz“ aus Schnaittenbach unter der Leitung der Musikpädagogin Ulrike Straub. In seiner Predigt griff Pfarrer Thomas Kohlhepp die Frage des Königs Salomo auf: „Wohnt denn Gott wirklich auf der Erde?“ Eine Frage, die auch heute noch aktuell sei. Denn wer in die Welt blicke, sehe Krisen, Konflikte und Kirchenaustritte – und frage sich vielleicht, ob Gott nicht längst die Koffer gepackt hat. Trotz Missbrauchsskandalen, Vertrauensverlust, Klimasorgen und Kriegen – Gott bleibe. „Vielleicht ist ihm manchmal zum Ausziehen zumute“, hieß es mit einem Augenzwinkern, „aber er bleibt, weil er uns liebt.“ Mit Humor und Tiefgang spannte er den Bogen von Salomos Tempelbau bis zur Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus. Die Pfarrgemeinde würdigte die ausdrucksstarke Kirchweih-Predigt mit einem kräftigen Applaus. Vor dem Schlusssegen bat Pfarrer Kohlhepp vier langjährige Ministrantinnen und Ministranten nach vorne, um sie feierlich aus dem Dienst zu verabschieden: Anton König (6 Jahre), Elias Rewitzer (5 Jahre), Stefanie Falkert (5 Jahre) und Franziska König (4 Jahre). Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ und einem kleinen Geschenk dankte er ihnen für ihren engagierten Einsatz. Im Anschluss feierte die Pfarrgemeinde den weltlichen Teil der Kirchweih mit einem gemütlichen Frühschoppen im Pfarrgemeindehaus. Ein herzlicher Dank gilt allen helfenden Händen, die zum Gelingen der diesjährigen Kirchweih beigetragen haben.
Unsere neue St. Dionysius Reliquie (Bild: Markus Suttner)

Patrozinium mit Einführung unserer neuen St. Dionysius Reliquie

Immer am 9. Oktober feiert die katholische Kirche in Neunkirchen ihren Kirchenpatron, den Heiligen Dionysius. Verbunden ist dieser Tag mit dem Tag der ewigen Anbetung. Schon um 17 Uhr traf sich die Pfarrgemeinde, um das Allerheiligste anzubeten. In den Andachtstexten standen die Einsetzungsworte im Mittelpunkt. Das Beten des lichtreichen Rosenkranzes schloss sich der Andacht an. Dann folgte das Hochamt. Begleitet vom festlichen Orgelspiel – von Ludwig Reichl – zog Pfarrer Thomas Kohlhepp mit sieben Ministranten in die Kirche ein, zum Marienaltar. Als Besonderheit trug Pfarrer Kohlhepp ein kleines Kissen in den Händen. Auf dem Kissen lag ein Geschenk aus der diözesanen Schatzkammer, eine Reliquie des Pfarrpatrons. Feierlich wurde diese ins edle Reliquiar eingesetzt und in den festlich geschmückten Tabernakel gestellt. Ein großer Schatz für unser Gotteshaus! In der Lesung des Apostels Paulus an die Korinther standen noch einmal die Einsetzungsworte im Mittelpunkt, und das Evangelium nach Johannes erzählte von den fünf Broten und zwei Fischen, die 5.000 Menschen satt werden ließen. Zum Ende des Gottesdienstes stimmte Pfarrer Thomas Kohlhepp das große Te Deum an, und in einer Prozession führten er und die Ministranten die Monstranz durch die Kirche zum Segen für alle Betenden. Ein besonderes Dankeschön an Pfarrer Thomas Kohlhepp und der Kirchenverwaltung für die Beschaffung der Dauerleihgabe der Reliquie, an alle Ministranten, Mesner und dem Organisten und an das ganze Kirchweih-Team (Putz der Kirche und den wieder hervorragenden Blumenschmuck) für diesen ganz besonderen Tag.
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