Die Pilger der Pfarreiengemeinschaft in Kricklhof bei einer kurzen Pause (Bild: Melanie Grasser)

Fußwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen zur Wallfahrtskirche Maria Hilf nach Amberg

Jedes Jahr zur Bergfestzeit macht sich eine Gruppe Pilger der Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen zur Ehren Mariens auf den Weg zur Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg in Amberg. Die Wallfahrer starteten dieses Jahr in der Nacht zum Sonntag, 28.6.2026 mit all ihren Sorgen und Anliegen im Gepäck. Auch ihre Dankbarkeit brachten sie auf dem Weg mit Gesang, Gebet und meditativen Texten zum Ausdruck. Das Vortragen der Gebete, Texte und Lieder übernahmen neben Josef Gleißner Daniela Banzer und Melanie Grasser. Nach gut 7 Stunden erreichten 30 Wallfahrer glücklich und gesund die Mariahilfbergkirche. Im Anschluss an das abschließende Dankgebet an der Kapelle nahmen die Pilger an der hl. Messe teil, die von Stadtpfarrer Thomas Helm zelebriert wurde, Konzelebrant war Pfarrer Thomas Kohlhepp, der zuvor von Neunkirchen aus mit gepilgert war. Nach dem Gottesdienst gingen viele Teilnehmer zum weltlichen Teil der Wallfahrt über und ließen sich eine Maß kühles Bier und Bergfestbratwürstl schmecken. Besonderer Dank gilt den Organisatoren der Fußwallfahrt Josef Gleißner und Simon Hoffmann, der Mantler Feuerwehr mit Anita Lorenz und Stefan Lippik für die professionelle Absicherung der Pilger, den Trägern des Gnadenbildes und des Lautsprechers sowie Erwin Melischko für die Organisation der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen bei einer kurzen Rast in Kricklhof.
Unsere Erstkommunionkinder im Xperium St. Englmar (Bild: Beate Suttner)

Erstkommunionausflug der Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen nach St. Englmar

Einen erlebnisreichen und rundum gelungenen Tag verbrachten die 32 Erstkommunionkinder der Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen gemeinsam mit Pfarrer Thomas Kohlhepp und dem engagierten Erstkommunionteam bei ihrem Ausflug ins „Bayerwald Xperium -Die Welt der Wahrnehmung” in St. Englmar am 12. Juni 2026. Nach der Ankunft wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt und erkundeten bei einer spannenden Führung die faszinierende Erlebniswelt. Dabei gab es allerhand zu entdecken, auszuprobieren und zu hinterfragen. Naturwissenschaftliche Phänomene wurden nicht nur erklärt, sondern konnten anschließend an zahlreichen Mitmach-Stationen selbst erforscht werden. Mit großer Neugier wurde experimentiert, getestet, getüftelt und gestaunt. Manche Versuche sorgten für verblüffte Gesichter, andere für lautes Gelächter – und so zeigte sich schnell: Lernen macht besonders viel Spaß, wenn man selbst Hand anlegen darf. Die Begeisterung war groß und die Zeit verging wie im Flug. Auf der Heimfahrt durfte natürlich auch der inzwischen fast schon traditionelle Zwischenstopp bei McDonald's nicht fehlen. Dort wurden die Energiereserven wieder aufgefüllt und die schönsten Erlebnisse des Tages ausgiebig besprochen. Am Ende eines abwechslungsreichen Tages kamen die Kinder glücklich, zufrieden und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck wieder zuhause an.
Stimmungsvoller Abschluss der Herz-Jesu Prozession im kath. Pfarrgarten St. Dionysius Neunkirchen. (Bild: Beate Suttner)

Beeindruckendes erstes Herz-Jesu Fest

In rotes Licht getaucht, empfing die Pfarrkirche St. Dionysius in Neunkirchen am Samstagabend ihre Besucher zum Hochamt zu Ehren des Herzen Jesu. Begleitet von den Vereinen – den Feuerwehren Frauenricht und Mallersricht sowie der Kolpingsfamilie Neunkirchen mit ihren Fahnen –, 17 Ministranten und der Blaskapelle Oberwildenau zogen Pfarrer Thomas Kohlhepp und Pfarrvikar Robert Amandu ein. 103 brennende Kerzen an den Altären und Kirchenbänken verstärkten noch einmal den feierlichen Gottesdienst. Seine Predigt begann Pfarrer Kohlhepp mit dem Beginn des Märchens von Wilhelm Hauff „Das kalte Herz“, geschrieben vor 200 Jahren mit blauer Tinte. „Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den Schwarzwald hineinzuschauen, nicht der Bäume wegen, sondern wegen der Leute.“ Im weiteren Verlauf will der Kohlen Munk Peter zu Geld kommen, probiert viel und letztlich verkauft er sein weiches, mitfühlendes Herz einem Herrn, der es gegen ein Herz aus Stein tauscht und Peter zu einem reichen Mann macht. Er heiratet und ist unbarmherzig gegen jeden. Aber dann merkt er, wie einsam das Leben ohne Liebe ist, trist und wertlos. Auch wir brauchen Liebe. Immer wieder müssen wir sie in uns haben. Aber für die Liebe gibt es keine Tankstelle, wo man sie endlos auftanken kann. Wir aber bekommen Gottes Herz geschenkt; du musst es nur wollen! Moses schreibt im 5. Buch: „Gott hat euch nicht erwählt, er liebt euch!“ Gott liebt dich, weil du du bist. Gottes Herz rechnet nicht, es liebt. Johannes schreibt: „Gott ist die Liebe, kommt zu mir; bei mir habt ihr Ruhe. Mach dich fest an meinem Herzen!“ Bei Gott wird der Akku der Liebe nie leer. So dürfen wir Wilhelm Hauffs Märchen vom Anfang abwandeln: „Wer durch die Welt reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig auf das Herz Jesu zu schauen, nicht wegen Blut und Dornen, sondern wegen der Liebe.“ Mit diesen Worten könnte deine ganz persönliche Geschichte „Das WARME Herz“ beginnen, eingeschrieben im Buch des Lebens – mit Rot – blutroter Liebe! Am Ende des festlichen Gottesdienstes lud Pfarrer Kohlhepp alle ein, die Liebe zu Gott „öffentlich“ zu machen mit einer Prozession durch unser Dorf, vorbei an vielen geschmückten Häusern und Gärten, singend und betend. Mit den Vereinen und deren Fahnen, Ministranten, Lektoren und Kantorin. Pfarrer Thomas Kohlhepp trug die Monstranz; die Oberwildenauer Blaskapelle spielte unter Leitung von Bernhard Meiler und sorgte mit ihrem Spiel für eine besondere Atmosphäre. Im Pfarrgarten begrüßten wieder viele Kerzen und zwei Feuerschalen das Allerheiligste und die Gläubigen. Mit dem eucharistischen Segen endete der liturgische Teil des Festes und ging nahtlos über zum weltlichen Geschehen. Bei gegrillten Bratwürsten, Käse und Brezen war jetzt Zeit zum Plaudern und zu manch unverhofftem Wiedersehen. Erst gegen 23 Uhr löste sich die Gesellschaft auf, nicht ohne den Wunsch, dies nächstes Jahr zu wiederholen.
von links: Daniela Klier (40 J.), Hans Miederer (40 J.), Karin Miederer (40 J.), Reinhold Drechsler (40 J.), Barbara Beutner (40 J.), Pfarrer Andreas J. Ruhs, Karl Bäumler (55 J.) (Bild: Christine Bäumler)

Ehrungen des Neunkirchner Posaunenchors

Der Posaunenchor eröffnete den Sonntagsgottesdienst am 14. Juni in der evangelischen Kirche St. Dionysius festlich mit den Klängen von „Lobe den Herren”. Im Rahmen des Gottesdienstes ehrte Pfarrer Andreas J. Ruhs den Chorleiter Karl Bäumler für 55 Jahre Bläserdienst. Bereits mit 9 Jahren erlernte er das Trompetespielen. An seinem Ehrentag erfreute er wie so oft die Zuhörer mit seiner Überstimme. Eine Urkunde für 40 Jahre treuen Bläserdienst vom Verband evang. Posaunenchöre in Bayern e.V. und die silberne Bläsernadel erhielten Barbara Beutner (Sopran), Karin Miederer (Tenor), Hans Miederer (Tenor), Daniela Klier (Alt) und Reinhold Drechsler (Sopran). Pfarrer Ruhs bedankte sich für die jeweilige besondere, ehrenamtliche Unterstützung innerhalb des Chores. So übernahm 2015 Barbara Beutner zusammen mit Karl Bäumler die Chorleitung. Beutner bildete sich in einem Dirigentenkurs aus und sorgt für die Jungbläserausbildung. Karin und Hans Miederer teilen sich seit 11 Jahren das Amt des Chorobmanns/fraus. Sie führen Statistik über die einzelnen Mitglieder und Auftritte. Ebenso fragen sie jeden Jubilar in der evangelischen Kirchengemeinde, ob sie ein Geburtstagständchen zum Ehrentag wünschen. Besonderen Dank erhielt auch Daniela Klier. Sie organisierte die einheitlichen T-Shirts für alle Bläser. Seit 2025 ist sie die Verbindungsfrau für finanzielle Angelegenheiten zwischen Kirchengemeinde und Chor. Reinhold Drechsler unterstützt nicht nur die 1. Stimme, sondern sorgt auch bei Festen und Feiern dafür, dass ausreichend Getränke vorhanden sind. Als kleines Dankeschön erhielten die Jubilare vom Posaunenchor einen Essensgutschein. Pfarrer Andreas J. Ruhs bedankte sich für die treue Bläsertätigkeit in der Kirchengemeinde, hierauf stimmte die Gemeinde mit Applaus ein.
Beginn der Herz-Jesu-Festandacht in St.Dionysius Neunkirchen. (Bild: Beate Suttner)

Bewegende Herz-Jesu-Festandacht in St. Dionysius

Mit einer besonderen Herz-Jesu-Festandacht wurde am Freitag, 12. Juni 2026, das 1. Herz-Jesu-Fest in der Pfarrkirche St. Dionysius feierlich eröffnet. Bereits beim Betreten der Kirche wurden die über 50 Mitfeiernden von einer außergewöhnlichen Atmosphäre empfangen. Der Herz-Jesu-Altar war in warmes rotes Licht getaucht und mit roten Rosen festlich geschmückt. Ein wunderschön gestalteter Blumenteppich rundete das eindrucksvolle Bild ab. Nach der herzlichen Begrüßung durch unseren Pfarrer Thomas Kohlhepp stand die Botschaft des Herz-Jesu-Festes im Mittelpunkt. Die Andacht bot Gelegenheit, innezuhalten, Gemeinschaft zu erleben und den Glauben zu vertiefen. In Gebeten und Impulsen wurde deutlich: Das Herz Jesu ist ein Zeichen der unendlichen Liebe Gottes zu den Menschen. Wer sich diesem Herzen anvertraut, darf Kraft, Trost und Zuversicht erfahren und diese Liebe auch weitergeben. Während der Aussetzung des Allerheiligsten wurde daran erinnert, wie Jesus den Menschen stets mit offenem Herzen begegnet ist und sich ihrer Sorgen und Nöte erbarmt hat. Die modern gestaltete Andacht wurde u. a. durch die Lieder „O heil’ges Herz“, „Das erfüllt mich mit Staunen“ wie auch mit „Noch nie“ stimmungsvoll umrahmt. Ein besonders bewegender Moment war die Einladung an die Gläubigen, ihre persönlichen Anliegen vor Jesus zu bringen. Sie traten nach vorne zum Allerheiligsten und stellten als Zeichen ihres Gebetes eine Kerze neben den Blumenteppich. Für einen tief berührenden Höhepunkt sorgte die Meditation „Remember me – Gedenke meiner“. Abwechselnd wurde der englische Originaltext von der Empore und die deutsche Übersetzung aus dem Kirchenraum vorgetragen. Die eindrucksvolle Gegenüberstellung der beiden Sprachen verlieh den Worten eine besondere Tiefe. Als anschließend das Lied dazu erklang, war die Atmosphäre von großer Aufmerksamkeit und innerer Sammlung geprägt – ein richtiger „Gänsehautmoment“! Die gelungene Festandacht bildete einen würdigen Auftakt für das Herz-Jesu-Hochamt am Samstag und hinterließ bei den Gläubigen einen bleibenden Eindruck.


Weitere Artikel

Die Wallfahrer der Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen in Salzburg. (Bild: Ramona Schricker)

Pfarrwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen - Salzburg erleben

Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden: Am letzten Aprilwochenende machte sich die Pfarreiengemeinschaft Mantel-Neunkirchen wieder auf den Weg zu ihrer gemeinsamen Pfarrwallfahrt. Unter der bewährten und hervorragenden Organisation von Marianne Greiner sowie der geistlichen Begleitung durch unseren Pfarrer Thomas Kohlhepp starteten knapp 30 gut gelaunte Pilgerinnen und Pilger in Richtung Salzburg. Bereits während der Anreise war die Vorfreude spürbar – getragen von Gebet, Gesang und Vorfreude auf großartige Tage in toller Gemeinschaft. Auf dem Hinweg legten die Pilgerinnen und Pilger einen ersten Halt im Stift Reichersberg ein. In der Hauskapelle der Augustiner-Chorherren wurde gemeinsam die heilige Messe gefeiert, zelebriert von unserem Pfarrer Thomas Kohlhepp – ein schöner Auftakt für die Wallfahrt. Im Anschluss erhielten die Mitfahrenden eine ebenso informative wie humorvolle Führung durch den Chorherren Andreas. Mit viel Charme und einem Augenzwinkern vermittelte er Wissenswertes über Geschichte, Leben und Wirken des Stiftes, sodass neben der geistlichen Stärkung auch das Lachen nicht zu kurz kam. Weiter ging es nach Salzburg, Ankunft im Haus St. Benedikt, dem Gästehaus der Erzabtei St. Peter, mitten im Herzen der Altstadt von Salzburg. Sehr zu empfehlen! Um unserer Pilgerreisen-Tradition treu zu bleiben, versammelten sich die Teilnehmenden am Freitagnachmittag zum gemeinsamen Kreuzweg, hier auf den Kapuzinerberg. Schritt für Schritt führte der steile und zugleich eindrucksvolle Weg hinauf – ein äußeres Zeichen für den inneren Weg des Glaubens und der Besinnung. Oben angekommen wurden wir Pilger reich belohnt: Ein atemberaubender Ausblick über die Stadt Salzburg mit dem imposanten Salzburger Dom eröffnete sich uns – ein Moment der Stille, der Dankbarkeit und der inneren Weite. Nach dem gemeinsamen Abendessen war für einige noch der obligatorische Aperol-Absacker Pflicht. Der Samstag begann mit der Feier der heiligen Messe in der Franziskanerkirche. In der schlichten und doch eindrucksvollen Atmosphäre dieser Kirche fanden die Pilgerinnen und Pilger einen ruhigen und besinnlichen Start in den Tag. Im Anschluss ergab sich spontan eine Führung durch das angrenzende Kloster, bei der interessante Einblicke in das Leben und Wirken der Franziskaner vermittelt wurden. Nach einer kurzen Zeit zur freien Verfügung versammelte sich die Gruppe schließlich im Salzburger Dom, wo um 12 Uhr ein beeindruckendes Orgelkonzert den Vormittag feierlich abrundete. Die anschließende Stadtführung, beginnend im Dom und weiter durch die historische Altstadt von Salzburg, vermittelte auf lebendige und anschauliche Weise die reiche Geschichte sowie die kulturelle und geistliche Bedeutung der Stadt. Vor dem gemeinsamen Abendessen versammelten sich die Pilgerinnen und Pilger noch einmal zur Vesper in der Stiftskirche St. Peter. In der ruhigen und getragenen Atmosphäre dieses Ortes fanden alle erneut Zeit zur Sammlung, zum Gebet und zur inneren Einkehr.
Ökumenischer Frauentreff mit Pfarrerin Frau Grajer-Hechtel. (Bild: Brunhilde Spannl)

Abigail - von Frauen und ihren Männern

Ökumenische Frauentreff Neunkirchen durfte in seiner April-Veranstaltung auch Der dieses Jahr Frau Pfarrerin Grajer-Hechtel begrüßen. Mit dem Lied „Sonne der Gerechtigkeit“ wurde der Abend eröffnet. Jeder bekam einen Bogen Papier mit Frauennamen aus dem Alten und Neuen Testament. „Wen kenne ich?“ Welche Eigenschaft ordne ich ihnen zu? Und dann kam Abigail. Wer kennt sie? Das Alte Testament im Buch Samuel gibt die Auflösung. Mit dem überaus reichen, skrupellosen und unbarmherzigen Nabal verheiratet führte Abigail wie wohl viele Frauen ein Leben im Hintergrund und Gehorsam gegenüber dem Mann. Zu dieser Zeit flieht David vor Saul, schon gesalbt von Salomon, in das Gebiet des Nabal. Diesen bittet er um Essen für seine 600 hungernden Begleiter, doch Nabal verweigert die Hilfe. David erklärt, mit seinen Männern anzugreifen und ein Blutbad anzurichten. Das erfährt Abigail von ihrem Personal. Sie geht alleine zu David und bittet ihn um das Verhalten ihres Mannes um Vergebung. Sie erinnert David an sein Gesalbt sein und dass Gott kein Morden duldet. David verschont Nabal und seine Männer. Abigail geht heim und berichtet Nabal von ihrem Gang. Der unbarmherzige Ehemann „versteinert“ und stirbt nach zehn Tagen. David nimmt Abigail danach zur Frau, sie wird Königin. Nun waren die Frauen und Männer, auch Gäste aus dem Bibelkreis waren gekommen, gefragt. „Macht es der Glaube leichter zu vergeben?“ „Darf eine Ehefrau so handeln?“ „Wie geht es uns mit dieser Geschichte?“ Nach Austausch vieler Meinungen beendete Pfarrerin Grajer-Hechtel den Gesprächsabend mit dem dem Segen: „Vertraut auf die Kraft des Gebets! Segnet eure Lieben!“ Brunhilde Spannl bedankte sich im Namen der Gruppe für den Abend und übergab ein kleines Geschenk und sprach die Hoffnung aus, dass auch in den nächsten Jahren Pfin. Grajer-Hechtel kommen wird. Mit dem Dank an alle Anwesenden, besonders an die Mitglieder des Bibelkreises endete der Abend.
Gründonnerstag in St. Dionysius Neunkirchen, (Bild: Beate Suttner)

Eindrucksvolle Feier des Gründonnerstags

In der Pfarrkirche St. Dionysius, deren Hochaltar in Weiß verhüllt war, feierte die Gemeinde am Gründonnerstag die Messe vom Letzten Abendmahl – den Auftakt des österlichen Triduums. Brot und Wein wollen uns Einladung sein zur Gemeinschaft am gedeckten Tisch Jesu. Brot und Wein sollen uns ein Zeichen sein, das uns beschenkt mit der Hingabe Jesu. So folgten sehr viele Gläubige dieser Einladung. Mit dem feierlichen Gloria „Preis und Ehre …“ unter großem Glockengeläut und Orgelspiel verstummte anschließend die Orgel bis zur Osternacht. Das Evangelium erzählt vom Paschamahl, das Jesus mit seinen Jüngern feiert. Er wäscht seinen Jüngern die Füße als Zeichen für seine Demut und dienende Liebe. Zu Beginn der Predigt fragte unser Pfarrer Thomas Kohlhepp mal so in die Runde, was denn jeder so getan hätte, wenn er wüsste, dass er in nicht einmal 24 Stunden tot sein würde? Vermutlich anderes als Jesus getan hat. Das haben wir in den Lesungen und im Evangelium hören dürfen. Wir treten ein in die heiligen drei Tage unseres Glaubenslebens, in das Herzstück unseres ganzen Glaubens. Der Gründonnerstag ist ein Abend voller Tiefe und voller Zeichen. Aber auch voller Dankbarkeit. Jesus setzt die Eucharistie ein – die aber auch mit gewissen Pflichten verbunden ist. Und gleichzeitig setzt er auch die Priester ein. Gott handelt durch die Priester an uns. Der Kern unseres Glaubens ist, dass Jesus in der Eucharistie wirklich real bei uns ist. Es ist kein bloßes Erinnern, sondern ein Hineingenommenwerden in diese Lebens- und Liebeshingabe Christi für jeden von uns. Auch wir sollen so leben, Dienst und Hilfe am Nächsten. Engagement zu leben, ohne einen Vorteil zu sehen. Die Frage an die Gläubigen: Was bedeutet einem die Eucharistie selber? Lebe ich, was ich hier in der Kirche feiere und empfange? Gebe ich es auch draußen vor der Türe weiter? Gehen wir den Weg der Hingabe mit Jesus in diesen Tagen? Herr, lass mein Leben Antwort auf Deine Liebe sein.
Kreuzerhebung am Karfreitag in St. Dionysius Neunkirchen (Bild: Stefan Diesenbacher)

Karfreitag – Leiden und Sterben Jesu gefeiert

Draußen vor der Kirche standen die Ministranten mit ihren Ratschen und begrüßten lautstark die Gläubigen, die zur Mitfeier der Karfreitagsliturgie eintrafen. In völliger Stille – die Altäre waren weiterhin entblößt, der Hochaltar in Rot verhüllt – zogen die Ministranten gemeinsam mit Pfarrer Thomas Kohlhepp in die Pfarrkirche ein. Die Karfreitagsliturgie begann mit der Prostratio des liturgischen Dienstes: Pfarrer Thomas Kohlhepp und die Ministranten legten sich ausgestreckt vor dem Altarraum auf den Boden. Dieses Niederwerfen ist ein kraftvolles Symbol für Trauer, Demut und die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens – das Opfer Jesu. Die Gemeinde kniete nieder. Nach den beiden Lesungen und dem Ruf „Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit“ hörten die Gläubigen die Passionsgeschichte. Im Anschluss wurden die sogenannten „Großen Fürbitten“ gebetet – insgesamt zehn. Als zentraler Bestandteil der Karfreitagsliturgie griffen sie die Themen Buße, Hoffnung und Fürsorge auf. Gebetet wurde unter anderem für die heilige Kirche, für den Papst und die Bischöfe, für die Gläubigen sowie für die Einheit der Christen. Dazwischen erklang der Ruf: „Beuget die Knie – erhebet euch.“ Es folgte die Kreuzerhöhung, begleitet vom dreimaligen Ruf „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“. Anschließend verehrten die Gläubigen das Kreuz mit einer Kniebeuge oder einer Verbeugung. Unter Gemeindegesang wurde der Altar für die Kommunionausteilung bereitet. Die konsekrierten Hostien vom Gründonnerstag wurden vom Herz-Jesu-Altar geholt, zum Altar gebracht und an die Gläubigen ausgeteilt. Im Anschluss hatten die Mitfeiernden die Möglichkeit, den Einzelsegen mit dem Kreuzreliquiar zu empfangen. In aller Stille verließen die Gläubigen die Kirche.
Die Feier der Osternacht in St. Dionysius Neunkirchen mit unserer Mini-Schar. (Bild: Beate Suttner)

Auf-Er-stehung! – Sieg des Lebens

Draußen loderte das Osterfeuer – drinnen warteten die Gläubigen in der dunklen, voll besetzten Pfarrkirche St. Dionysius auf den Beginn der hl. Osternacht. Pfarrer Thomas Kohlhepp zog gemeinsam mit über 20 Ministranten vor die Kirche, um das Feuer und die neue Osterkerze zu segnen, die in diesem Jahr von Roland Hoffmann gestaltet worden war. Der Einzug mit der brennenden Osterkerze und dem Ruf „Lumen Christi“ ist in jeder Osternacht ein besonders eindrucksvoller Moment. Es folgte das Exsultet, das Pfarrer Thomas Kohlhepp feierlich sang. Die anschließenden Lesungen spannten den großen Bogen der Heilsgeschichte – von der Schöpfung bis zur Auferstehung. Nach dem Gloriaruf von Pfarrer Thomas Kohlhepp erklang die Orgel wieder, und mit festlichem Trompeten- und Glockenklang stimmte die Gemeinde in das „Gloria“ ein. Zu Beginn seiner Predigt erzählte unser Pfarrer Thomas Kohlhepp, dass er auf der Suche nach seiner Armbanduhr gewesen sei. Er habe lange gesucht und sie zunächst nicht gefunden – bis sie nach einigen Tagen überraschend im Pfarrbüro wieder auftauchte. Jeder kennt diese Erfahrung: Man sucht etwas, findet es schließlich wieder und denkt erleichtert: Gott sei Dank – ein kleines Wunder. In seiner spitzbübischen und humorvollen Art spannte er, anknüpfend an die zuvor gehörten Lesungen, den Bogen zu unserem eigenen Leben. Es gehe um Zeit, um Verlieren und Wiederfinden, um Zweifel und Hoffnung – kurzum: Es gehe um jeden Einzelnen. Auch unser Leben sei immer wieder von solchen „kleinen Wundern“ geprägt. Als Glaubende dürfen wir darauf vertrauen, dass wir ein Gedanke Gottes sind, ein genialer Plan Gottes. So wie in der Osternacht das große Wunder geschieht, zeigt sich: Gott ist ein Gott des Lebens. Das Wunder der Auferstehung steht im Mittelpunkt unseres Glaubens. Für diese „wunder-volle“ Predigt dankte die Gemeinde ihm mit großem Applaus. Es folgten die Weihe des Taufwassers, die Erneuerung des Taufversprechens und die feierliche Eucharistiefeier. Am Ende bedankte sich Pfarrer Thomas Kohlhepp bei den vielen Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement dazu beigetragen haben, dass diese Osternacht wieder so festlich gefeiert werden konnte. Auch der neue Sprecher des Pfarrgemeinderates Michael Weismeier richtete ein Dankwort an unseren Pfarrer, der das österliche Triduum so feierlich vorbereitet und begleitet hat und auch darüber hinaus so viel Engagement zeigt. Die Pfarrkirche war zudem wieder besonders festlich mit Blumen geschmückt. Vor dem Schlusssegen wurden am Marienaltar die mitgebrachten Speisen gesegnet. Mitglieder des Pfarrgemeinderates verteilten an den Ausgängen Ostereier an die Gläubigen. Ein herzliches Dankeschön an alle für die Mitfeier dieser österlichen Tage. Halleluja – Jesus lebt!
Pfarrer Thomas Kohlhepp segnet am Kindergarten die Palmbuschen. (Bild: Beate Suttner)

Palmsonntag in St. Dionysius – Festlicher Auftakt zur Heiligen Woche

Mit einer beeindruckenden Schar von Gläubigen hat die Pfarrgemeinde St. Dionysius den Palmsonntag gefeiert und damit feierlich die Karwoche eröffnet. Um 9:30 Uhr hatten sich die Gläubigen im Vorhof des Kindergartens versammelt. Die Kindergartenkinder sowie die diesjährigen Kommunionkinder präsentierten ihre liebevoll gebastelten Palmbuschen. Auch der geschmückte Palmesel war wieder ein besonderer Blickfang. Als Pfarrer Thomas Kohlhepp gemeinsam mit den Ministranten eintraf, begrüßte er die wartende Gemeinde herzlich. Die Frauengruppe der Pfarrei bot wunderschön gebundene Palmbuschen zum Verkauf an, die großen Anklang fanden. Nach der feierlichen Segnung der Palmbuschen und der Verkündigung des Evangeliums gestalteten die Kindergartenkinder den Auftakt der Palmprozession mit dem Lied „Auf einem Esel reitet Jesus“. Anschließend setzte sich die Gemeinde in einem würdevollen Prozessionszug in Richtung Pfarrkirche in Bewegung – ein eindrucksvolles Zeugnis lebendigen Glaubens mitten in Neunkirchen. An der Kirche angekommen, vollzog Pfarrer Thomas Kohlhepp das traditionelle „Anklopfritual“ an der verschlossenen Kirchentür. Das feierliche Anklopfen eröffnet symbolträchtig den Gottesdienst und lädt die Gemeinde ein, die Türen ihres Herzens zu öffnen. Unter festlichem Orgelspiel zog die Gemeinde in die Kirche ein. Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde die Leidensgeschichte Jesu nach Matthäus feierlich vorgetragen. Nach dem Danklied wurden die Mitfeiernden mit einer einfühlsamen und zugleich hoffnungsvollen Meditation über Jesus Christus in Beziehung zu uns, jedem Einzelnen und unserem Glauben zu ihm zum Nachdenken angeregt. Am Ende wünschte Pfarrer Thomas Kohlhepp allen eine gesegnete und tiefgehende Karwoche. Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zum traditionellen Fastenessen ins Pfarrgemeindehaus ein. Bei Kartoffelsuppe und Spaghetti Bolognese nutzten viele die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch – ein Angebot, das sehr gerne angenommen wurde.
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