Die Jubelkonfirmandinnen und – konfirmanden hinten v.l.: Gerhard Janner, Klaus Grünbauer, Pfarrer Andreas Ruhs, Werner Steger, Martin Grill mitte v.l.: Sabine Hönle (geb. Stengel), Agnes Sturm (geb. Steger), Elfriede Kummer (geb. Landgraf), Barbara Emmerich (geb. Kammerer), Eva-Maria Stamm, Hermann Stamm vorne v.l.: Elisabeth Kielisch (geb. Krüger), Gabriele Harrison (geb. Kraus), Karin Schliffka (geb. Grünbauer), Wilhelm Wittmann (Bild: Annette Punzmann )

Goldene Konfirmation – Ein Fest der Erinnerung

Vierzehn Jubilare der Konfirmationsjahrgänge 1973 bis 1976 folgten der Einladung der evangelischen Kirchengemeinde, um am 20.09.2026 gemeinsam das Fest der Goldenen Konfirmation zu feiern. In einem feierlichen Gottesdienst, der von Orgel und Posaunenchor umrahmt wurde, erinnerten sich die Anwesenden an ihre Konfirmation vor fünf Jahrzehnten – an die Gedanken und Wünsche ihrer Jugend, an das Erwachsenwerden, an Menschen, die sie begleitet haben, und an prägende Momente ihres Lebensweges. Besonders wurde auch der sechs verstorbenen Jubelkonfirmanden dieser Jahrgänge gedacht. In seiner Predigt sprach Pfarrer Andreas Ruhs über die Kraft, die Liebe und die Besonnenheit – jene positiven, tragenden Kräfte, die damals wie heute gegenwärtig sind. Schon als Teenager hätten die Jubilare diese Werte erfahren, oft ohne es bewusst wahrzunehmen. Ebenso thematisierte er den Zweifel, der in vielen Lebenssituationen auftauchen und verunsichern kann. Doch wurde in seiner Ausführung deutlich, dass der Zweifel nicht das letzte Wort hat. Die drei stärkeren Kräfte – Kraft, Liebe und Besonnenheit – übertrumpfen ihn und helfen, den eigenen Weg mit Vertrauen weiterzugehen. Von der Konfirmation bis hinein ins Heute. Diesen Weg müssen die Jubilare nicht allein gehen. Sie dürfen auf Mitmenschen und auf Gott vertrauen. Im Anschluss bot ein gemütliches Beisammensein Gelegenheit zum Austausch, zum Wiedersehen alter Bekannter und zum Teilen von Erinnerungen aus der Jugendzeit.
Ulrike, Katrin und Elke Wiesner, Gisela Prölß und Renate Buchfelder bei ihrer letzten Ruhepause (Bild: Rosemarie Uschold)

Eine letzte „Ruhepause für die Seele” nach 20 Jahren

Ein Abend voller Musik, besinnlicher Texte und schöner Gedanken wurde am Sonntag, 20. September, zugleich zu einem besonderen Abschied. Nach 20 Jahren fand die letzte „Ruhepause für die Seele” in der evangelischen St. Peter und Paul Kirche statt. Gleich zu Beginn blickte Ulrike Wiesner auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück und kündigte zugleich neue musikalische Projekte an. So war der Abend nicht nur von Abschied geprägt, sondern auch von der Vorfreude auf neue Ideen. Unter dem Motto „Wir sammeln Farben für den Winter” gestalteten Elke, Katrin und Ulrike Wiesner, Gisela Prölß und Renate Buchfelder eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Stunde. Gesang, Klavier und Flötenmusik wechselten sich mit ausgewählten Texten von Gisela Prölß über Glück, Freundschaft und vieles mehr ab. Lieder wie „Alle Dinge dieser Welt”, „Gut, dass wir einander haben” und „Farben für den Winter” gaben der „Ruhepause” ihren besonderen Charakter. Das Motto war dabei mehr als nur eine Überschrift. Es lud dazu ein, Farben und schöne Momente zu sammeln, um in kalten und dunkleren Zeiten davon zu zehren. Auch der gute Zweck hatte seinen festen Platz. Die Spenden waren für die Partnerschaft mit dem Theological College in Mwika/Tansania bestimmt und sollen dort den Bau eines Frauenschlaftrakts unterstützen. Dabei kamen 560 Euro zusammen. Nach 20 Jahren ging damit eine besondere Veranstaltungsreihe zu Ende. Zugleich darf man gespannt sein, welche neuen musikalischen Ideen und Projekte aus diesem Kreis entstehen werden.
Annette Punzmann mit ihren Töchtern Sophie und Magdalena trugen die Sorgen der Mutter Yato vor, die Angst vor der Entführung ihrer Töchter hat. (Bild: Doris Borchardt)

Stimmungsvoller Weltgebetstag in Mantel

In diesem Jahr richtete die evangelische Pfarrei den Weltgebetstag in der evangelischen Kirche aus. Rosi Uschold richtete den Blick nach Nigeria. Motto war: „Kommt und bringt eure Last”. In Nigaria tragen viele Frauen schwere Lasten auf dem Kopf, Wasserkrüge, Feuerholz, Erntekörbe und Waren für den Markt. Im Gottesdienst wurde vor allem die Sehnsucht nach Frieden ausgedrückt. Weitere Leserinnen waren Renate Puckschamel, Doris Borchardt, Carina Zielbauer, Christa Strobel und Daniela Fuhrmann. Anette Punzmann stellte mit ihren Töchtern Magdalena und Sophie die Geschichte von Jato dar, wo eine Mutter Angst hat, dass ihren Kindern auf dem Schulweg etwas passiert. Alle beteten gemeinsam: „Wir vertrauen auf deine grenzenlose Liebe und dein Versprechen, dass du uns niemals verlassen oder im Stich lassen wirst.” Erkenntnis: Wir finden Hoffnung in einer belasteten Welt in Christus, der alle unsere Sorgen trägt. „Wir wollen als Hände und Füße Christi in einer Welt wirken, die sich nach Hoffnung und Ruhe sehnt”. Der Weltgebetstag ist die größte und älteste ökumenische Frauenbewegung. Mit der Kollekte werden weltweit über 100 Partnerorganisationen unterstützt, die Frauen und Kinder stärken. Es gab Geschichten von Witwen die Unterdrückung überwinden und Müttern, die den Mut haben ihre Kinder zur Schule zu schicken. Der Singkreis unter Leitung von Susanne Stark wurde noch verstärkt vom Jugendchor. Besonders beeindruckend waren die nigerianischen Gospels wie „Keleya” und „Chineke”. Auch weitere Lieder gingen zu Herzen. Beim gemütlichen Beisammensein im evangelischen Gemeindehaus gab es ein landestypisches veganes Gericht mit Tomaten und Reis und besonderen Gewürzen. Lecker waren auch Sesamkekse und Plätzchen, die in der Pfanne gebacken werden. Malventee mit Gewürzen und Fruchtsaft ergänzten die Spezialitäten.
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