Annette Punzmann mit ihren Töchtern Sophie und Magdalena trugen die Sorgen der Mutter Yato vor, die Angst vor der Entführung ihrer Töchter hat. (Bild: Doris Borchardt)

Stimmungsvoller Weltgebetstag in Mantel

In diesem Jahr richtete die evangelische Pfarrei den Weltgebetstag in der evangelischen Kirche aus. Rosi Uschold richtete den Blick nach Nigeria. Motto war: „Kommt und bringt eure Last”. In Nigaria tragen viele Frauen schwere Lasten auf dem Kopf, Wasserkrüge, Feuerholz, Erntekörbe und Waren für den Markt. Im Gottesdienst wurde vor allem die Sehnsucht nach Frieden ausgedrückt. Weitere Leserinnen waren Renate Puckschamel, Doris Borchardt, Carina Zielbauer, Christa Strobel und Daniela Fuhrmann. Anette Punzmann stellte mit ihren Töchtern Magdalena und Sophie die Geschichte von Jato dar, wo eine Mutter Angst hat, dass ihren Kindern auf dem Schulweg etwas passiert. Alle beteten gemeinsam: „Wir vertrauen auf deine grenzenlose Liebe und dein Versprechen, dass du uns niemals verlassen oder im Stich lassen wirst.” Erkenntnis: Wir finden Hoffnung in einer belasteten Welt in Christus, der alle unsere Sorgen trägt. „Wir wollen als Hände und Füße Christi in einer Welt wirken, die sich nach Hoffnung und Ruhe sehnt”. Der Weltgebetstag ist die größte und älteste ökumenische Frauenbewegung. Mit der Kollekte werden weltweit über 100 Partnerorganisationen unterstützt, die Frauen und Kinder stärken. Es gab Geschichten von Witwen die Unterdrückung überwinden und Müttern, die den Mut haben ihre Kinder zur Schule zu schicken. Der Singkreis unter Leitung von Susanne Stark wurde noch verstärkt vom Jugendchor. Besonders beeindruckend waren die nigerianischen Gospels wie „Keleya” und „Chineke”. Auch weitere Lieder gingen zu Herzen. Beim gemütlichen Beisammensein im evangelischen Gemeindehaus gab es ein landestypisches veganes Gericht mit Tomaten und Reis und besonderen Gewürzen. Lecker waren auch Sesamkekse und Plätzchen, die in der Pfanne gebacken werden. Malventee mit Gewürzen und Fruchtsaft ergänzten die Spezialitäten.
Pfarrer Andreas Ruhs und Pfarrer Thomas Kohlhepp von rechs) feierten um 14 Uhr mit zahlreichen Gläubigen beider Konfessionen eine ökumenische Andachat (Bild: Eva Seifried)

Fünftes ökumenisches Pfarr- und Gemeindefest schöner Erfolg

Die katholische und evangelische Kirchengemeinde haben wohl einen guten Draht zu Petrus dem Wettermacher. Am Sonntag blieb der vorhergesagte Regen aus, die Sonne strahlte vom Himmel. Im Garten des evangelischen Gemeindehauses waren alle Plätze besetzt. Um 14 Uhr läuteten zu Beginn der ökumenischen Andacht mit Pfarrer Thomas Kohlhepp und Pfarrer Andreas Ruhs die Glocken beider Kirchen. Die Pfarrer freuten sich über zahlreiche Besucher der Andacht wie sonst selten in den Kirchen. Im Lukas-Evangelium ging es um den Gang der Jünger nach Emmaus. Wie Pfarrer Ruhs ausführte, erkannten sie Jesus erst nicht, aber dann hatten sie einen „Jesus“ Moment als dieser beim Abendessen das Brot brach. Brennenden Herzens gingen sie zurück nach Jerusalem um von der Begegnung zu erzählen. Wir sind als Kirche auch gemeinsam unterwegs in der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde, so Pfarrer Ruhs. Oft sehen wir Jesus nicht doch er begleitet uns. Pfarrer Thomas Kohlhepp bat: „Herr segne uns und unser gemeinsames Fest“. Der Posaunenchor unter Leitung von Veroinika Weber begleitete die Andacht musikalisch. Nach dem Segen durch die beiden Pfarrer ging es dann in den weltlichen Teil es Festes mit Kaffee und Kuchen, Getränken und auch Bratwürsten, Hamburgern, Pommes, oder Brezen mit Käse über. Für ein buntes Programm sorgten dann einige Chöre. Die Flötenkinder unter Leitung von Susanne Hausmann spielten Kinderlieder und ein italienisches Volkslied. Von kleinen Regentropfen erzählte dann Pfiffikusbande, Wild Voices und Jugendchor. Es folgte noch „Gottes Welt“. Der Jugendchor überraschte mit „Freude schöner Götterfunken“ und erntete viel Zustimmung beim kritischen Lied über die Deutsche Bahn. Die Kinderchöre werden von Susanne Hausmann geleitet, die aber am Piano saß und von Susanne Stark als Dirigentin unterstützt wurde. Der Singkreis unter Leitung von Susanne Stark erfreute mit „Wunderbar geschaffen“ und „Te Aroha“ vom diesjährigen Weltgebetstag. „Vem kann segla“ war ein Lied aus Schweden, „Guten Tag liebes Glück“ erinnerte an Max Rabe und der bekannte Popsong „Rain in May“ schloss das Programm. Alle Musikgruppen und Sängerinnen und Sänger ernteten verdienten Beifall. Die Ministranten verkauften noch Eis und bei Getränken und den Grillspezialitäten saßen die Gäste noch lange beisammen. Die Vorstände und Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden arbeiteten harmonisch zusammen. Bürgermeister Richard Kammerer, Stellvertreter, Marktgemeinderätinnen und Räte sowie MdL Dr. Stephan Oetzinger feierten auch mit und vertraten so das politische Mantel.

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