Weinexperte Michael Walz bei seiner Präsentation (Bild: Bernhard Kneidl)

Alles über Wein und Käse

Unglaublich, was man alles über Wein und Käse erfahren kann. So kam es jedenfalls den Besuchern eines besonderen Abends bei Kolping Neunkirchen vor, als sie sich an den festlich gedeckten Tischen niedergelassen hatten. Der Weinexperte Michael Walz hatte 16 Jahre in Argentinien gelebt und sich dabei ein umfangreiches Wissen über den Rebensaft angeeignet. Mit großer Leidenschaft erzählte er immer wieder kleine Geschichten aus dieser Zeit, die uns Weinfreunde zum Schmunzeln und auch zum Staunen brachten. Mit Fragen testete er vorhandenes Wissen: „Wie viele Weinsorten gibt es? Seit wann trinken Menschen Wein? Wo wurde Wein zuerst angebaut? Kork oder Schraubverschluss?“. Von geschätzten 10000 Weinsorten, hatte er fünf Rebensäfte mitgebracht. Dazu fünf verschiedene Käsesorten und Weißbrot. Der erste Wein, ein Silvaner aus Franken, wurde zuerst im Glas begutachtet, geschwenkt, der Duft mit der Nase aufgenommen und schließlich gekostet. Als nächstes war der Käse an der Reihe. Welcher passt am besten zu diesem Wein. Die Meinungen gingen auseinander, wobei der Gouda zunächst keine Zustimmung erhielt, bis eine Stimme aus dem Publikum meinte: „Ich würde dem Gouda doch eine Chance geben.“ Und nach den Worten von Herrn Walz würde genau dieser Käse gut dazu passen, wobei letztlich der eigene Geschmack und die eigene Vorliebe entscheidend seien. Grundsätzlich kann man auch davon ausgehen, dass Käse und Wein aus der gleichen Region oftmals gut harmonieren. Nach Rose-, Rotwein und französischem Sekt wurde das Tasting mit einem Portwein erfolgreich beendet. Gute Noten und Anerkennung bekamen nicht nur die ausgewählten edlen Weine und die Präsentation durch den Weinexperten. Herr Walz fand auch lobende Worte für sein Publikum, welches bis zum letzten Tropfen großes Interesse an der Thematik zeigte.
Kleines Dankeschön von der Vorsitzenden Petra Teichner für die Abenteuerreisenden  (Bild: Beate Suttner)

Zu Fuß durch Kirgistan - mit dem Rad durch Tadschikistan

„Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch für unseren heutigen Reisevortrag von Anna Kneidl und Markus Herbst“, begrüßte Petra Teichner, Vorsitzende der Kolpingsfamilie Neunkirchen, die überaus zahlreichen Besucher, unter ihnen auch Pfarrer Thomas Kohlhepp. Der fesselnde Bildervortrag begann in Bischkek, der Hauptstadt des zentralasiatischen Kirgistans und führte mit klapprigen Autos über karge Gebirgspässe ins südliche Alaigebirge. Von einsamen Trekkingpfaden eröffneten sich atemberaubende Blicke auf die schneebedeckte 7000er Gipfelkette mit dem Pik Lenin. Ein paar Tage Erholung waren am Yssyk-Köl möglich, dem zweitgrößten Gebirgssee der Erde mit einer Länge von 182 km. In der Pause bot ein Buffet mit landestypischen Gerichten ein authentisches Geschmackserlebnis. Der zweite Teil führte die Zuhörer in das Nachbarland Tadschikistan. Die eigenen mitgebrachten Räder mussten noch am Flughafen von Duschanbe zusammengebaut werden. Die Tour auf den vollgepackten Drahteseln führte entlang des legendären Pamir Highways, einer der höchstgelegenen Straßen der Welt. Die Fahrt am Grenzfluss zu Afghanistan bot immer wieder Blicke auf kleine Ortschaften und den Alltag der Menschen. Die Vortragenden schilderten die Strapazen und Freuden, die das Radfahren in dieser rauen, aber wunderschönen Landschaft mit sich brachte. Besonders die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen und die kulturellen Begegnungen hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die Besucher stellten immer wieder Fragen zu Reiseplanung, Ausrüstung oder landschaftlichen und kulturellen Themen.

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