Pfarrer Udo Klösel feierte mit den Gläubigen den Gottesdienst zum Patrozinium St. Wendelin in Niederland. Die Lesung trug Elisabeth Völkl vor. (Bild: Peter Garreiss)

Ortschaft Niederland feierte ihren Kapellen-Heiligen St. Wendelin

Die Ortschaft Niederland, Gemeinde Moosbach, feierte das Patrozinium in ihrer schmucken Dorfkapelle die dem hl. Wendelin geweiht ist. Pfarrer Udo Klösel hielt den Gottesdienst. Dabei wurde auch den verstorbenen Dorfbewohnern sowie den Erbauern und Wohltätern der Kapelle gedacht. Mit dem Lied „Mir nach spricht Christus unser Held” wurde eingangs gesungen. Der hl. Wendelin hat sich in die Nachfolge Jesu gegeben. Der Geistliche erinnerte an den geschichtlichen Hintergrund. In der Wende vom vierten und sechsten Jahrhundert machten sich viele Menschen auf den Weg. Es war damals die Zeit der Völkerwanderung. Vom Osten her kamen die Hunnen und bedrängten die Völkerschaften und diese machten sich auf die Flucht ins römische Reich und brachten dieses zum Untergang. In kleinen Gruppen, Einzeln und in Klöstern wurde das Christum voran gebracht, so dass sich wieder christliches Leben in Europa bilden konnte. Einer von diesen großen Gestalten, wenn er auch nur ein kleines leuchtendes Licht, war der hl. Wendelin. Der Überlieferung nach war er ein Königssohn, der sich von Christus hat rufen lassen. Er hat sich in die Fremde begeben. Als Einsiedler lebte er im Saarland und brachte dort die Frohe Botschaft zum Leuchten, so dass seine Fürsprache heute noch angerufen wird, führte Pfarrer Klösel aus. Zu Ehren des hl. Wendelin wird der Gottesdienst als Patron dieser Kapelle gefeiert und er ist auch Viehpatron in den ländlichen Gebieten. Fürbitten wurden vorgetragen. Für die Lesung sorgte Elisabeth Völkl. Gemeinsam wurde gesungen und gebetet. Ministranten waren Laura Sauer und Hannes Bodensteiner aus Etzgersrieth, da Niederland zur Expositur Etzgersrieth gehört. Mit dabei war auch Mesner Alois Meier aus Etzgersrieth.


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Das traditionelle Übersetzungsfest in der Wieskirche wurde mit einem Festgottesdienst gefeiert. (Bild: Peter Garreiss)

Das 274. Übersetzungsfest zur Wieskirche - das Leben ist nur eine kurze Pilgerfahrt

„Schönster Jesus auf der Wies, der voller Gnaden ist” sangen die Gläubigen beim 274. Übersetzungsfest. Zur Erinnerung wurde das Gnadenbild des „Gegeißelten Heilands” von der Feldkapelle in die im Jahre 1752 neu erbaute Wieskirche übertragen. Zuvor zogen die Vereine mit den Moosbacher Musikanten vom Marktplatz zur Wallfahrtskirche. Die Feuerwehr Moosbach war mit ihrer Vereinsfahne dabei sowie die Kolpingfamilie mit ihrem Banner. Eingereiht hatten sich einige Markträte mit zweiten Bürgermeister Helmut Meindl sowie Pfarrgemeinderäte. Mit den Ministranten, Gemeindereferenten Benedikt Eckert, Gemeindeassistentin Vera Völkl sowie Diakon Herbert Sturm zog Pfarrer Udo Klösel feierlich in das Gotteshaus ein. Dort begrüßte der Pfarrer die Gläubigen, besonders die Wallfahrer aus Trausnitz, die schon seit vielen Jahren per Fußmarsch zum Übersetzungsfest zur Wies bei Moosbach pilgern. 1746 hatte die Bürgerstochter Elisabeth Hiltner aus Moosbach von einer Wallfahrt zur Wieskirche bei Steingaden eine 35 Zentimeter hohe Holzskulptur des gegeißelten Heilands mitgebracht. Diese war an der Gnadenfigur des Gegeißelten Heilands in Steingaden angerührt worden. Sie wurde in eine Feldkapelle gestellt. Bald ereigneten sich wundersame Dinge. Das Übersetzungsfest, war diesmal das 274. seiner Art und es wird jährlich zur Erinnerung an die Übersetzung der Gnadenstatue im Jahre 1752 von einer Feldkapelle in die damals neu erbaute Wieskirche übertragen und gefeiert. 2027 im Heimatfestjahr soll dieses Ereignis, das 275. Übersetzungsfest, laut der Predigt von Pfarrer Udo Klösel, besonders gefeiert werden. In seiner Festpredigt sprach Pfarrer Klösel die vielen Nöte und auch Freuden an, die die Wallfahrer seit Jahrhunderten vortragen. Sie baten den Gegeißelten Heiland, ihnen ihre Sorgen, Leiden, Krankheiten und Scherzen zu nehmen. Die erste aus Moosbach, die sich dazu auf den Weg nach Steingaden in Oberbayern machte, war die Bürgerstochter Elisabeth Hiltner. Wie war sie ohne die heutigen technischen Möglichkeiten wie Fernsehen oder Instagram darauf aufmerksam geworden? Sie war eben eine couragierte Frau aus einfachen und ärmlichen Verhältnissen mit Tatkraft und Durchsetzungsvermögen. Sie lade uns ein, den Glauben couragiert zu leben, durch gelebtes Christ-Sein, in Wort und Tat, in Gebet und Nächstenliebe. Das Moosbacher Bläserquartett und Lena Putzer an der Orgel umrahmten den Festgottesdienst. Pfarrer Klösel dankte am Ende allen, die das ganze Jahr zu den Pilgergottesdiensten in irgendeiner Weise beigetragen haben. Danach folgte der Rückmarsch zum Pfarrheim wo es zum Dank einen klein Umtrunk gab.
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Marktgemeinderat tagt im Rathaus Moosbach

Der Marktgemeinderat Moosbach kommt zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung zusammen. Am Dienstag, 13. Oktober, beginnt die Sitzung um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Auf der Tagesordnung stehen die Genehmigung der Tagesordnung, die 10. Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung von Bebauungsplänen für ein sonstiges Sondergebiet für großflächige Einzelhandelsbetriebe, für einen Wohnmobilstellplatz sowie für Parken zur Naherholung einschließlich Feststellungs- und Satzungsbeschluss. Außerdem geht es um Freiflächenphotovoltaikanlagen in der Marktgemeinde Moosbach, die Zulassung einer Anlage für das Kalenderjahr 2026 sowie den Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans. Weitere Punkte sind der Beitritt der Abwasseranlage Moosbach zum Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf, die Fortführung der Fachstelle für pflegende Angehörige ILA Naturparkland im Jahr 2027, ein Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage und Carport auf dem Grundstück Flurnummer 503/72 in der Gemarkung Moosbach sowie ein Bauantrag zum Neubau eines Kälberstalls auf dem Grundstück Flurnummer 418 in der Gemarkung Burkhardsrieth. Behandelt werden zudem die 1. Änderung der Beitragssatzung für die Verbesserung der Wasserversorgungseinrichtung Tröbes vom 15. Juli 2021, die 2. Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung vom 14. Dezember 2023 für die Wasserversorgungseinrichtung Tröbes sowie der Antrag des Schützenvereins „In Treue fest“ Gebhardsreuth-Grub-Isgier auf Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des ehemaligen Feuerwehrhauses in Gebhardsreuth. Abschließend stehen die Genehmigung der Niederschrift über die 5. Sitzung im öffentlichen Teil, die Genehmigung von Auszahlungen, die Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse sowie Informationen, Wünsche und Anträge auf der Tagesordnung.
Beim Familiengottesdienst zum Erntedank brachten sich die Kinder mit ein. Sie berichteten vom Sonnengesang des Hl. Franziskus und ihre Bilder wurden auf die Pinwand geheftet. (Bild: Peter Garreiss)

Familiengottesdienst zum Erntedankfest Gemeinsam Danken mit dem Sonnengesang des heiligen Franziskus

Zum Familiengottesdienst am Erntedankfest wurde am Sonntag in die Pfarrkirche Moosbach eingeladen. Zahlreich waren die Familien bzw. Angehörigen mit den Kindern in das Gotteshaus gekommen. An diesem Sonntag zum Erntedanke wollen wir gemeinsam danken, führte Pfarrer Udo Klösel aus. Er wies auf den heiligen Franziskus, den hl. Franz von Assisi hin, der vor 800 Jahren verstorben ist. Wir wollen gemeinsam danken für die Schöpfung durch den Sonnengesang des heiligen Franziskus, sagte der Geistliche. Dazu trugen einige Kinder zum Kyrie die Bitten vor und die Kirchenbesucher antworteten mit „Herr, erbarme dich”. Der heilige Franziskus war ein Mensch, der auf die Schöpfung ganz besonders geachtet hat, so Pfarrer Klösel. Weil er die Schöpfung so liebte, hat er Gott in einem ganz besonderen Lied, dem Sonnengesang, für die Schöpfung gedankt. Dazu zeigten einige Kinder Bilder und sprachen Texte. So nannte Franziskus die Sonne seine Schwester. Auch wir danken für die Sonne, sie schenkt und Licht und Wärme. Ohne sie könnten wir nicht leben. Auch die Pflanzen brauchen sie zum Wachsen. Mond und die Sterne nannte Franziskus seine Geschwister. Auch wir danken ihnen, denn sie leuchten in der Nacht. Franziskus freute sich über die Luft, den Wind und die Wolken. Auch wir danken für Wind und Luft. Der Wind kühlt uns, wenn es warm ist und die Luft brauchen wir jeden Tag zum Atmen. Das Wasser war für Franziskus eine Schwester. Ohne Wasser könnten wir nicht leben. Auch für die Tiere und die Pflanzen ist es notwendig. Nur so gibt es die Welt, wie wir sie heute kennten. Die Erde nannte er seine Mutter. Sie trägt und ernährt uns. Auch wir danken für die vielen Früchte, Kräuter und Getreide. Dadurch haben wir genug zu essen. Diese Symbole der Kinder wurden durch die Gemeindeassistentin Verena Völkl an die Pinnwand geheftet. Die fünf Buben brachten die Fürbitten vor, mit dem gesungenen Antworten der Kirchenbesucher „Gelobt seist Du o Herr”. Um den Altar versammelt wurde gemeinsam das „Vater unser” gebetet. Guter Gott, du hast uns deine Schöpfung geschenkt, damit wir darauf gut leben können, dafür danken wir. Pfarrer Klösel dankte allen die zur Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen haben.
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