Die Sternsinger gehen von Haus zu Haus, überbringen die frohe Botschaft und trotzen dem schlechten Wetter. (Bild: Karl Ziegler)

Sternsinger ziehen von Haus zu Haus

Die Ministrantinnen und Ministranten halten mit ihren Hausbesuchen als „Heilige Drei Könige“ seit vielen Jahren einen altüberlieferten christlichen Brauch aufrecht. Unter dem diesjährigen Motto des Dreikönigssingens „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ bitten sie um Gaben und setzen sich damit besonders für notleidende Kinder weltweit ein. Warm gekleidet und darüber das Sternsingerkostüm ging es ab Freitag mit dem Stern trotz schlechten Wetters in Dreiergruppen durch Eslarn. Nach dem alten Volksbrauch der „Hausweihe“ überreichten die katholischen Messdiener nach der Verkündigung der frohen Botschaft einen Aufkleber mit den Buchstaben C+M+B, den jeder über Türen und Tore anbringen konnte. Die Schriftsymbole stehen allerdings nicht für die Namen der „Heiligen Drei Könige“ sondern sind die Abkürzungen des lateinischen Segensspruches „Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“. Die Aufkleber weisen jeden Gast optisch auf den Besuch der Sternsinger und die Geburt Jesu hin. Die katholische Kirche verehrt die „drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar als Heilige und feiert sie mit dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Sie sind als die Heiligen Drei Könige in die Geschichte eingegangen und stellen sich mit dem Christuskind in der Krippe im Beisein von Maria und Josef zu jeder Weihnachtskrippe. Die drei Männer stammten aus dem sogenannten Morgenland, dem heutigen Nahen Osten. Dort waren sie als besonders weise beschriebene Wissenschaftler vermutlich als Sterndeuter tätig. In dieser Funktion beobachteten sie zur Weihnachtszeit das Aufgehen eines neuen Sterns. Der Name Caspar stammt aus dem Persischen und bedeutet so viel wie „Hüter des Schatzes“ und überreicht Myrrhe als Geschenk, ein Symbol für Menschsein. Melchior ist ein hebräischer Name und steht für „König des Lichts“. Das Geschenk „Gold“ wird als kostbarstes Gut angesehen, das einem König, dem Sohn Gottes, würdig ist. Auch der Name Balthasar stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie „Gott schütze sein Leben“ oder „Gott schütze den König“. Er überbringt Weihrauch, der als göttliches Symbol gilt. Die Weihnachtsgeschichte mit den Heiligen Drei Königen hat ihren Ursprung im Matthäus-Evangelium. Denn dort ist nachzulesen, dass Weise, Magier und Sterndeuter aus dem Osten kamen, um dem neugeborenen König durch einen Besuch ihre Ehre zu erweisen. Ähnlich wie die Hirten waren sie dem am Himmel neu aufgegangenen, leuchtenden Stern gefolgt, der sie bis zum Krippenstall der Heiligen Familie brachte. Der Stern hatte sie zu einer besonderen Geburt geführt, der Geburt Jesu. Seit den letzten Jahrzehnten erinnern die Minis als Heilige Drei Könige an die Geburt Jesu. Nach Abschluss der Aktion werden die Sternsingerinnen und Sternsinger im Rahmen der Eucharistiefeier am 6. Januar um 10 Uhr in der Pfarrkirche offiziell wieder empfangen und Pfarrer Udo Klösel dankt allen Akteuren im Rahmen einer Eucharistiefeier mit einem herzlichen Vergelt’s Gott für ihren Einsatz.
Das Krippenspiel der Kinder und Jugendlichen um Ilona Grötsch-Schraml (Bildmitte hinten) war der Höhepunkt der Kinderchristmette. (Bild: Karl Ziegler)

Kinderchristmette mit lebendigem Krippenspiel in Eslarn

Gerade an den Weihnachtstagen bewundern vor allem Kinder und Jugendliche in den Kirchen und Familien die liebevoll gestalteten Krippen, die die Verkündigung der Geburt Christi darstellen. In der Kinderchristmette in der Eslarner Pfarrkirche wurde diese besondere Weihnachtsbotschaft auf eindrucksvolle Weise lebendig. Den Wortgottesdienst feierte Pfarrer Udo Klösel gemeinsam mit Gemeindereferent Benedikt Eckert und zahlreichen Pfarrangehörigen. Musikalisch gestaltete der Kinderchor der Anton-Bruckner-Musikschule mit Leonie Reil am Piano die Feier. Bereits Tage zuvor hatten Ilona Grötsch Schraml mit Unterstützung von Manuela Klug intensive Proben mit den Kindern durchgeführt. Leider kam es krankheitsbedingt kurzfristig immer wieder zu Umbesetzungen. Im Mittelpunkt stand ein Krippenspiel, dessen Handlung sich in jedem Haushalt hätte zutragen können, dessen Botschaft jedoch zeitlos bleibt: „Heute wird erzählt vom Wunder der Heiligen Nacht, wie Gott in Jesus sich ganz klein gemacht.“ Der Kinderchor eröffnete mit „O du fröhliche“ das Krippenspiel und Erzähler Jonas Grötsch führte in die Geschichte ein: Am Heiligen Abend bricht bei Frau Huber (Nathalie Brenner) beim kurzfristigen Aufbau der Krippe vor dem Besuch der Kindermette die alljährliche Weihnachtshektik aus. Tochter Lenerl (Kathleen Höreth) hilft eifrig mit. Die Gestaltung der Krippe war auch Inhalt des Krippenspiels. „Ganz nah an die Krippe darf Maria (Sophia Zinkl) und an die Seite von Maria den Josef (Louis Götz)“, stellte Lenerl fest. Für heitere Momente sorgten die Tiere der Krippe – der Ochse (Max Roth), der Esel (Julia Schönberger) sowie die Schafe (Emma Lindner und Sarah Landgraf). Nachdem auch der Stern (Leonie Wildenauer) gefunden und die Batterien gewechselt waren, wies das Licht allen den richtigen Weg zur Krippe. Mit den Hirten Amy Forster und Vinzenz Voit sowie dem Engel Amma Distner war das Ensemble komplett. In den Texten wurde deutlich: Gott liebt alle Menschen mit ihren Stärken und Schwächen. „Gloria, Ehre sei Gott und Friede den Menschen seiner Gnade“, verkündete der Engel. Im Evangelium in der Kinderchristmette hörten Frau Huber und Lenerl gemeinsam mit Pfarrangehörigen, überwiegend Familien die Weihnachtsgeschichte von der Wanderung Marias und Josefs nach Bethlehem und von der Geburt Jesu. Die Verkündigung des Engels – „Fürchtet euch nicht … heute ist euch der Retter geboren“ – bildete den geistlichen Höhepunkt der Feier. Musikalisch bereicherte der Kinderchor die Mette mit „Ihr Kinderlein kommet“ und „Vor langer Zeit in Bethlehem“. Solistin Anna-Lena Klug überzeugte mit „Heilige Nacht“. Nach Fürbitten, Vaterunser und Segen dankte Pfarrer Klösel allen Mitwirkenden herzlich. Zum Abschluss erklang gemeinsam „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Als Dank erhielten die jungen Darsteller von Pfarrer Udo Klösel und Referent Benedikt Eckert eine kleine Laterne mit Krippenmotiv. Die anschließende Abendmette gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Organistin Martina Brenner feierlich, unter anderem mit „Singt Gloria“ von Georg Friedrich Händel, „Erwacht, ihr Hirten alle“ sowie ebenfalls zum Abschluss „Stille Nacht“.
Auf dem Weg zum großen Stern von Bethlehem werden die Kirchenbesucher von einem Sternenhimmel aus 600 Sternen und 20 Engeln begleitet. (Bild: Nicola Hummer)

Ein glitzernder Sternenhimmel begleitet die begeisterten Kirchenbesucher auf dem Weg zum Stern von Bethlehem

In der Adventszeit erwartet die Kirchenbesucher in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ neben den vielen Kerzen und einem großen Adventskranz ein beeindruckender Sternenhimmel. Die Idee zu dieser großartigen Aktion hatte vor zwei Jahren Kirchenpflegerin Nicola Hummer. Inzwischen hängen in der Adventszeit rund 600 Sterne und 20 silberfarbene Engel in der Kirche. Die Himmelskörper entstanden in einer Bastelaktion mit den Ministranten. Nicht leicht war das Aufhängen der Sterne und silberfarbene Engel von einer zur anderen Empore. „Es war spannend, ob wir es schaffen werden, die vielen Sterne und Engel in unserer Kirche zu platzieren.“ Alleine hätte es die Kirchenpflegerin nicht geschafft, so dass helfende Hände zum Anpacken erforderlich waren. Es mussten Schnüre von einer zur anderen Empore gespannt und daran die Sterne mit den Engeln angebracht werden. Bei der Aktion wurde Nicola Hummer von Bernd Reil, Beate Reil, Anja Eckert, Eva Kleber, Manuela Bösl, Stefan Hammerl, Maria Wazl und Ehemann Martin Nickl, sowie von den Ministranten Felix Kraus, Florian Bösl, Melissa Hammerl und Max Hummer kräftig unterstützt. Bereits im März 2025 konnten sich die Akteure im Zusammenhang mit dem prachtvollen Sternhimmel 2024 über den seltenen Preis „Goldener Tarzisius“ freuen. Das Bistum Regensburg hat den Preis ins Leben gerufen und drei Pfarreien im gesamten Bistum für ihre außergewöhnliche Aktionen mit je einem Exemplar ausgezeichnet. „Wir sind natürlich sehr stolz über den Goldenen Tarzisius, der nicht nur bei drei Pfarreien, sondern auch beim Heiligen Vater in Rom, Papst Leo XIV., steht.“ An alle Bewunderer und ans eingespielte Team richtete Nicola Hummer ein herzliches Vergelt’s Gott. „Manchmal schauen mich ganz erstaunt Kirchenbesucher an und halten die Aktion für unmöglich.“ So stimmt das Sprichwort, dass man alleine zwar einzigartig, aber gemeinsam halt stärker ist. Der Geist des Miteinanders spiegelt sich in der Pfarrkirche in glitzernden Sternen und in einem Lichtermeer wider. Auch Pfarrer Udo Klösel war über den himmlischen Glanz erstaunt und beeindruckt und dankte allen Helfern für den Eslarner Sternenhimmel mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“.
Kirchenpflegerin Nicole Hummer (v.l) dankt den Pfarrgemeinderäten Thomas Kleber und Karl Schaller, sowie Kolpingsmitglied Josef Rupprecht für ihren Einsatz. (Bild: Karl Ziegler)

Nach Jahren bereichert ein Christbaum erneut den Vorplatz an der Pfarrkirche

Weihnachten ist die Zeit der Traditionen und eine besonders schöne ist in Eslarn in diesem Jahr zurückgekehrt. Aufgrund des 2018 installierten Zoiglbrunnen verlegte die Marktgemeinde den Standort des Weihnachtsbaumes vom Marktplatz auf den Tillyplatz. Einige älteren Pfarrangehörige blicken viele Jahre zurück und erinnern sich noch an einen Christbaum am nordöstlichen Eingang zur Pfarrkirche. Diese schöne Tradition ließ der Pfarrgemeinderat (PGR) auf Initiative von Mitglied und zweite Bürgermeister Thomas Kleber wieder aufleben. Die Idee, auch am Vorplatz an der Kirche direkt am Marktplatz einen Baum aufzustellen, sorgte im PGR für einhellige Zustimmung. Einen herrlichen Tannenbaum spendierte Herbert Zwick, dem der Baum zu groß geworden war. Mit viel Engagement stellten die Pfarrgemeinderäte Thomas Kleber und Karl Schaller mit tatkräftiger Unterstützung durch Kolpingsmitglied Josef Rupprecht nach dem Fällen den rund 7 Meter hohen Baum mit einem Teleskoplader vor der Pfarrkirche auf. Die Kirchenpflegerin Nicole Hummer übermittelte im Namen von Pfarrer Udo Klösel herzliche Grüße und beide dankten allen Beteiligten für ihren Einsatz. Noch rechtzeitig vor dem 1. Advent wurde der Christbaum von den Kirchenvertretern mit einem prachtvollen Kerzen versehen, um die besinnliche Weihnachtszeit feierlich einzuleiten. Diese Rückkehr des Christbaums an die Kirche symbolisiert nicht nur die Freude auf das bevorstehende Fest, sondern auch den Zusammenhalt und die Gemeinschaft innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach.
Die Messfeier an Volkstrauertag zelebrierte Pfarrer Udo Klösel und die Fahnenträger platzierten sich neben dem Altar. (Bild: Karl Ziegler)

Das Andenken an die Opfer von Krieg und Gewalt als Mahnung in Ehren halten

Der diesjährige Volkstrauertag in Eslarn stand einmal mehr im Zeichen des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt und mahnte eindringlich zu Frieden und Menschlichkeit. Die von der 1919 gegründeten Volksbund Deutschen Kriegsgräberfürsorge initiierte Tradition des jährlichen Gedenkens wurde in der Marktgemeinde in würdigem Rahmen begangen. Zu Beginn marschierten hinter der Blaskapelle „Patroziner” die fahnenführenden Vereine, der Markt- und Pfarrgemeinderat, die Kirchenverwaltung und eine Abordnung des Panzergrenadierbataillons 1./122 aus Oberviechtach. Die Gedenkfeierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, in dem Pfarrer Udo Klösel die Aktualität des Themas hervorhob. Angesichts globaler Konflikte, Gewalt und Katastrophen unterstrich er die Bedeutung von göttlichem Beistand und der Pflicht der Menschen, sich gegen Gewaltherrschaft und Vertreibung zu stellen. Nach der Eucharistiefeier führte der Gedenkzug unter dem Kommando von Feuerwehrkommandant Georg Rauch zum Ehrenmal, an dem zwei Soldaten der Patenkompanie Ehrenwache hielten. Pfarrer Klösel erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Menschheit die Pflicht habe, sich zu bemühen, dass sich vergleichbares Leid nicht wiederholt. „Die Toten verdienten es, dass ihrer gedacht werde.” In seiner letzten Rede als Bürgermeister am Ehrenmal – nach 24 Jahren im Amt – gedachte Reiner Gäbl insbesondere der 124 Eslarner Gefallenen im Ersten und 254 im Zweiten Weltkrieg sowie der Vermissten und aller, die Leid und Elend ertragen mussten. Mit Blick auf die Gegenwart verwies Gäbl auf die traurige Rekordzahl von über 400 aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit, wobei er den Überfall Russlands auf die Ukraine und die dramatische Situation im Gazastreifen, wo allein im Jahr 2024 bereits 15.000 Kinder gestorben seien, besonders hervorhob. Die erschreckende Aktualität des Themas untermauerte er mit einem Zitat aus dem 1985 entstandenen, gesellschaftskritischen STS-Song „Kalt und kälter”, dessen Text auch heute nichts an Relevanz eingebüßt habe. Hauptmann Thomas Lenz von der Patenkompanie 1./122 aus Oberviechtach bestätigte die wachsende Bedeutung des Volkstrauertages. Das Gedenken richte sich an alle Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft, Terrorismus und an die leidenden Hinterbliebenen. Für die Soldaten sei es auch ein Tag des Gedenkens an jene Kameraden, die bei der Pflichterfüllung ihr Leben lassen mussten. Der Tag müsse eine Warnung sein und zum Nachdenken über die Schaffung von Frieden anregen. Die Gedenkfeier endete mit einer feierlichen Kranzniederlegung durch Bürgermeister Gäbl (im Namen der Marktgemeinde und des Krieger- und Soldatenvereins) und Hauptmann Lenz (im Namen der Bundeswehrsoldaten). Die Blaskapelle „Patroziner” spielte zum Abschluss das bewegende Lied „Der gute Kamerad” sowie die Bayern- und Deutschlandhymne.
Zum Motto „miteinander teilen“ versammelten sich Minis aus Moosbach und Eslarn mit Erwachsenen in der Pfarrkirche. (Bild: Karl Ziegler)

Gelungene Premiere der Ministranten-Solidargemeinschaft mit der Sankt Martin-Rallye in der Pfarrkirche

Unter dem Motto „Teilen wie St. Martin” fand in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ eine besondere gemeinsame Gruppenstunde der Ministrantinnen und Ministranten aus Eslarn und Moosbach (MaME) statt. Die Premiere war ein voller Erfolg und vereinte insgesamt 8 Minis aus Moosbach und über 20 Eslarner Messdienern. Im Mittelpunkt stand der „Geist des Teilens“. Organisatorin Nicola Hummer begrüßte besonders Pfarrer Udo Klösel und alle Minis und unterstützenden Helfer. Die Kirchenpflegerin erläuterte die Idee hinter der Veranstaltung. „St. Martin steht für etwas, das für alle wichtig ist, egal ob klein oder groß: Fürsorge, Mitgefühl und das Miteinander teilen”, beschrieb Hummer. Da die traditionellen Martinszüge oft eher für Kindergartenkinder ausgerichtet sind, wollte sie auch den älteren Schulkindern und Jugendlichen den Heiligen Martin spielerisch näherbringen. Die Gruppenstunde wurde gemeinschaftlich mit einem „Vater unser” eröffnet. Nicola Hummer erinnerte kurz an die Kernbotschaft der Martins-Geschichte vom Soldaten, der seinen warmen Mantel mit dem frierenden Bettler teilt. „Teilen ist ein Zeichen von Liebe und Gemeinschaft, was uns auch Jesus zeigte – gegenseitig unterstützen, füreinander dazusein und niemanden allein lassen.” Im Anschluss füllten die Gottesdiener mit Unterstützung einiger Eltern und Oberminis die Kirche spielerisch mit einer „St. Martins-Rallye“. An insgesamt sieben Stationen konnten die Kinder und Jugendlichen in gemischten Teams ihren Teamgeist und ihr Wissen unter Beweis stellen und dabei gleichzeitig die Kirche und ihre Heiligen (wie z.B. die Heiligen Tarcisius und Florian) näher kennenlernen. Aber auch das Ewige Licht, die Madonna im Rosenkranz und die Ausrüstung des Soldaten Martins stand im Mittelpunkt. Es galt ein Kreuzworträtsel, ein Puzzle zu lösen, das Martinslied im Chor zu präsentieren und eine Martinslaterne zu basteln. Alle gebastelten Martinslaternen wurden zum Abschluss vorne am Altarraum bei der Osterkerze in einer Halterung aufgestellt. Anschließend sangen alle gemeinsam das Martinslied und ließen sich vor der Kirche im Schein einer brennenden Feuerschale die leckeren Martinshörchen mit Kinderpunsch munden. Pfarrer Udo Klösel bezeichnete die gelungene Aktion als eine „schöne Initiative, vor allem für die Jugendlichen”. Die Premiere der Ministranten-Solidargemeinschaft „MaME” war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, wie in der Pfarreiengemeinschaft der Geist des Teilens eine solidarisches Miteinander schafft.
Die Kolpingsmitglieder Agnes Härtl und Christian Hammerl entzündeten in der Totengedenk-Andacht für jeden einzelnen Verstorbenen eine Kerze, (Bild: Nicola Hummer)

An Allerheiligen und Allerseelen gedenken die Menschen traditionell ihre Verstorbenen

An den katholischen Gedenktagen „Allerheiligen und Allerseelen“ gedenken die Menschen seit Jahrhunderten an die Heiligen und im Gottesdienst und am Friedhof ihrer verstorbenen Angehörigen. Wie in den Vorjahren werden die Gräber mit Blumen und brennenden Kerzen geschmückt und die Menschen beten für ihre nahen Verwandten. Einige besuchten bereits am Samstag, andere dagegen erst am Sonntag die Grabstellen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus nah und fern versammelten sich zur Andacht mit Totengedenken in der Pfarrkirche. Die Andacht zelebrierte Pfarrvikar Basil und die musikalische Umrahmung übernahm der Chor. Der Novemberbeginn mit Allerheiligen und Allerseelen stellt die Christen vor die tiefgreifende Frage unseres Daseins und der Endlichkeit. Der Priester zitierte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser und betonte die zentrale Bedeutung der Liebe für die Einheit und Vollkommenheit innerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen. „Die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.” Die Kolpingsmitglieder Agnes Härtl und Christian Hammerl entzündeten beim Totengedenken für jeden einzelnen Verstorbenen eine Kerze, die nach der Andacht vorne abgeholt werden konnten. „Wir erinnern uns an verstorbene Verwandte, Freunde, die Großeltern und manchmal erschreckend junge Menschen.“ Angeführt von der Schlossbergkapelle bewegte sich ein langer Glaubenszug von der Pfarrkirche zum Friedhof. Die Gräbersegnung nahm Pfarrvikar Basil vor und die musikalische Begleitung übernahmen der Chor und die Blasmusiker.“Die Ehrung unserer Toten drückt die drei christlichen Grundtugenden aus: Glaube, Hoffnung und Liebe.“ Den Gedenktag nutzen viele zu einem Familientreffen.
Die Ehejubilare, vorne Annemarie und Michael Hummer, stellten sich mit Pfarrer Udo Klösel, Pfarrgemeinderätin Agnes Härtl (li)und den Minis einem Erinnerungsfoto. (Bild: Karl Ziegler)

Ehepaare feiern mit Dankgottesdienst und geselligem Beisammensein ihr Jubiläum

Eslarn. Insgesamt 20 Ehepaare feierten in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ mit einem festlichen Dank-Gottesdienst nach 25 bis 70 Ehejahren ihr Jubiläum. Mit dem Segen Gottes erneuerte Pfarrer Udo Klösel von der Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach den bestehenden Ehebund. Die Feier eröffnete der Chor mit dem Lied „Staunen vor dem Wunder deiner Liebe“. „Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muss, am besten von beiden Seiten“, predigte Pfarrer Udo Klösel bei seinem ersten Ehejubiläumsgottesdienst in Eslarn. Der Priester stellte fest, das die anwesenden Ehejubilare in ihrem langen Eheleben gemeinsam ein tragfähiges und vor allem verbindendes Brückenfundament errichtet haben. „Wir wünschen und beten, dass sie noch viele Jahre einander Tragen und dass sie noch viele Jahre von Gottes Liebe getragen sind.“ Eigens für die Ehejubiläen einstudiert hatte der Chor die Lieder „Wo die Liebe wohnt, da wohnt Gott“ und das Schlusslied „Ein Leben unter Gottes Segen.“ Nach dem Dankgottesdienst und dem Segen folgte im Pfarrheim „Sankt Marien“ ein geselliges Beisammensein, zu dem der Pfarrgemeinderat (PGR) eingeladen hatte. Die Pfarrgemeinderätinnen Christine Seibert, Sonja Hummel und Karl Schaller um Vorsitzende Agnes Härtl hatten neben Getränken auch verschiedene Kuchen, Torten und Häppchen im Angebot. Gemeinsam mit Agnes Härtl überreichte Pfarrer Udo Klösel an die Ehepaare Elke Bernhard Schuhmann aus Schönsee, Gabi und Alfred Rieder und Rosalinde und Manfred Dobmeier für 25 Ehejahre (Silberne Hochzeit) eine Urkunde mit einem Teelicht auf einer Schiefertafel. Die länger verheirateten Jubilare durften sich über eine Urkunde mit Handschmeichlerherzen und Prosecco als Präsente freuen. Insgesamt 30 Jahre (Perlen-) verheiratet sind Annette und Roland Helm, 35 Jahre (Leinen-) Claudia und Manfred Balk, Ilona und Helmut Demleitner, 40 Jahre (Rubin-) Isabella und Robert Brenner, Angelika und Peter Renger, Gabi und Anton Hochwart, Petra und Erhard Karl, 45 Jahre (Messing-) Maria und Johann Kleber, 50 Jahre (Goldene-) Edeltraud und Wilhelm Hölzl, Siglinde und Karl Reindl, Edeltraud und Wilhelm Procher, Gunda und Max Hölzl und Elisabeth und Manfred Sier aus Weiherhammer. Auf 55 Ehejahre (Platin-) blicken Gisela und Georg Brenner, Erika und Johann Bauer und auf 60 Jahre (Diamantene-) Rosemarie und Bruno Lang zurück. Ein besonderes Fest feierten mit außergewöhnlichen 70 Jahren (Gnadenhochzeit) das Ehepaar Annemarie und Michael Hummer aus Vohenstrauß. Die beiden bekamen zusätzlich zur Urkunde und zu Süßigkeiten einen leckeren „Traubensaft“. Beide begegneten sich das erste Mal in der Gaststätte Janner in Vohenstrauß. Sozusagen „richtig gefunkt“ hat es bei beiden – Michael Hummer wurde 1936 in Eslarn und Annemarie, geborene Höllerer, 1954 in Vohenstrauß geboren - beim zweiten Zusammentreffen und so wurde 1955 in der ehemaligen Klosterkapelle in Eslarn geheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor und stolz ist das Jubelpaar vor allem auch auf ihre Enkel und Urenkel.

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