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Patrozinium zu Ehren der Gottesmutter Maria

Ein Patrozinium bezeichnet die Schutzherrschaft eines Heiligen über eine Kirche, das dazugehörige Kirchenfest sowie den historischen Kirchennamen. Die Pfarrkirche Eslarn ist dem Patrozinium der Muttergottes Maria Himmelfahrt geweiht und feiert ihr Titelfest am Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15. August und die Pfarrei wurde vor 700 Jahren zum ersten Mal als Pfarrei erwähnt. Bereits am Freitag, 14. August, ab 19 Uhr lädt die Pfarreiengemeinschaft Eslarn–Moosbach zum stimmungsvollen Auftakt zu einer feierlichen Marienvesper in die Eslarner Pfarrkirche ein. Am Samstag werden um 9 Uhr die fahnentragenden Vereine von der Musikgruppe „Die Patroziner“ von ihren Standorten abgeholt und zum Gottesdienst begleitet. Der Festgottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und die Predigt hält Diakon Johannes Theissinger aus Regenstauf. Im Anschluss verkauft der katholische Frauenbund an der Kirche eigens für das Marienfest handgebundene Kräuterbüschel. Zudem organisiert die Kolpingsfamilie an der Kirche unter den schattigen Linden einen Frühschoppen und bietet zur flüssigen Kost leckere Weißwürste und Brezen. Am Nachmittag um 15 Uhr steht eine Kirchenführung mit Inge Kleber auf dem Programm. Für die musikalische Gestaltung während der Führung sorgen Martina Brenner an der Orgel und Magdalena Eckert mit der Querflöte. Die Pfarreiengemeinschaft Eslarn–Moosbach freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und lädt die gesamte Bevölkerung und interessierte Gäste herzlich zur Mitfeier des Patroziniums ein.
Pfarrer Udo Klösel und Kirchenpflegerin Nicola Hummer hießen die neuen Ministranten in der großen Mini-Schar herzlich willkommen. (Bild: Karl Ziegler)

Neuaufnahme der Ministranten: Gemeinsam mit Jesus in einem Boot unterwegs

Die Ministrantengemeinschaft von „St. Marien“ hat fünf neue Mitglieder im Rahmen einer Gruppenstunde auf ganz besondere Weise willkommen geheißen. Unter dem Motto „Menschenfischer“ wurde die Aufnahmefeier zu einer symbolträchtigen Reise, bei der von Kirchenpflegerin Nicola Hummer und Ehemann Martin Nickl ein aus Pappkartons selbst gebautes Boot zum Mittelpunkt des Nachmittags wurde. Spielerisch und zugleich mit einer tiefen Botschaft erlebten die Kinder, was Gemeinschaft, Glaube und Zusammenhalt bedeuten. Zu Beginn erinnerte Hummer an die Bibelstelle aus dem Lukas-Evangelium, in der Jesus den Fischer Simon Petrus auffordert: „Fahr noch einmal hinaus und wirf die Netze aus.“ Obwohl die Fischer die ganze Nacht ohne Erfolg geblieben waren, vertrauten sie auf Jesu Wort – und ihre Netze füllten sich mit einer überwältigenden Menge an Fischen. Anschließend berief Jesus Petrus und seine Begleiter mit den Worten: „Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen gewinnen.“ Diese Botschaft des Vertrauens und der Berufung stellte Nicola Hummer in den Mittelpunkt der Feier. „Auch wir dürfen heute einen besonderen Ruf feiern“, erklärte sie. Die neuen Ministranten hätten sich entschieden, Jesus mit ihrem Dienst am Altar nachzufolgen und Teil der Ministrantengemeinschaft zu werden. Das Boot sei dabei ein sichtbares Zeichen dafür, dass alle gemeinsam mit Jesus unterwegs seien, einander vertrauen und niemand allein bleiben müsse. Zu Beginn der Aufnahme saßen die neuen Ministranten symbolisch noch am „Ufer“. Mit einem großen Fischernetz holten die älteren Ministranten sie schließlich „mit ins Boot“. Jeder der neuen Ministranten stellte sich mit einem Seestern vor, auf dem sein Name sowie ein Hobby vermerkt waren. So lernten die Kinder ihre neuen Kameraden auf spielerische Weise kennen. Herzlich willkommen geheißen wurden Ben Friedl, Lukas Zimmermann, Max Roth, Louis Götz und Vinzenz Voit.
Pfarrer Udo Klösel zelebrierte Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega, Gemeindereferent Benedikt Eckert und Diakon Herbert Sturm die Messfeier. Ein Blickfang waren die in Pizzaschachteln integrierte Blumenarrangements. (Bild: Karl Ziegler)

Buntes Nach-Fronleichnamsfest in Eslarn: Altäre, Blumenteppiche und große Beteiligung als beeindruckendes Glaubenszeugnis

Mit einer feierlichen Messfeier und anschließenden Prozession beging die Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach am Sonntag das traditionelle Nach-Fronleichnamsfest. Die große Beteiligung der Gläubigen, prachtvolle Blumenteppiche und festlich geschmückte Altäre machten den Herrgottstag erneut zu einem eindrucksvollen Zeugnis gelebten Glaubens und lebendiger Tradition. Bereits am Vorabend kündigten Glocken und der traditionelle Zapfenstreich der Blaskapelle „Schlossberger“ das Fest an. Musikleiter Albert Grießl freute sich über die Wiederbelebung dieser in den vergangenen Jahren unterbrochenen Tradition. Am Sonntagmorgen erinnerten die Schlossberger mit ihrem musikalischen Weckruf an das „Fest des Leibes des Herrn“. Vor dem Gottesdienst begleiteten die Musiker die Vereine mit ihren Fahnen und den Marktgemeinderat mit Bürgermeister Thomas Kleber zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Zu Beginn zogen Pfarrer Udo Klösel, Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega, Gemeindereferent Benedikt Eckert und Diakon Herbert Sturm mit den Ministranten feierlich in die Pfarrkirche. Der Kirchenchor unter Leitung von Organistin Martina Brenner gestaltete die Liturgie musikalisch. Besonderer Blickfang waren die von den Kommunionkindern originell in Pizzaschachteln gestalteten Blumenarrangements vor dem Altar. In seiner Predigt erläuterte Pfarrer Klösel die Bedeutung des Fronleichnamsfestes als sichtbares Bekenntnis zum Glauben an die Gegenwart Christi in Brot und Wein. Nach dem Gottesdienst setzte sich eine beeindruckende Prozession in Bewegung. Ministranten, Fahnenabordnungen, die Eslarner Blasmusik, der Kirchenchor, die Kommunionkinder, Gemeinde-, Kirchen- und Pfarrräte bildeten mit zahlreichen Gläubigen eine eindrucksvolle Glaubensgemeinschaft. Unter dem von der Kolpingsfamilie getragenen Baldachin wurde die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die festlich geschmückten Straßen getragen. Dies symbolisiere laut Pfarrer Klösel, dass Gott nicht in der Kirche bleibt, sondern mitten unter den Menschen ist. Birken, Fahnen und kunstvoll gestaltete Altäre säumten den Prozessionsweg. Besonders die farbenprächtigen Blumenteppiche aus Blüten, Gräsern und Naturmaterialien zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Prozession führte zu vier Stationen im Ortsgebiet, an denen jeweils das Evangelium verkündet und der sakramentale Segen für die Menschen, die Heimatgemeinde sowie für Frieden und gute Ernte erteilt wurde. Die lateinischen Gesänge des Kirchenchores und die musikalische Begleitung der Blaskapelle verliehen den Feierlichkeiten einen würdigen Rahmen. Für die Sicherheit sorgte die Freiwillige Feuerwehr. Das Nach-Fronleichnamsfest zeigte einmal mehr, wie eng in Eslarn Glaube und Brauchtum miteinander verbunden sind.
Zu Beginn der letzten Maiandacht stand eine feierliche Lichter-Prozession von der Friedhofskapelle zur Pfarrkirche. (Bild: Karl Ziegler)

Würdevoller Maiausklang mit feierlicher Maiandacht, Marienverehrung und Lichterprozession

Mit einer feierlichen Lichterprozession von der Friedhofskapelle zur Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ fanden die Maiandachten in der Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach ihren würdigen Abschluss. Rund 50 Gläubige versammelten sich am Freitagabend vor der Kapelle, um gemeinsam die Gottesmutter Maria zu ehren und den Marienmonat Mai ausklingen zu lassen. Bereits vor Beginn der Andacht bot Pfarrgemeinderatssprecherin und Mesnerin Agnes Härtl an der Friedhofskapelle kleine Kerzen an, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern während der Prozession getragen wurden. Der Kirchenchor unter der Leitung von Martina Brenner, zugleich Pfarrsekretärin, eröffnete die Feier mit dem Marienlied „Maria, dich lieben“. Pfarrer Udo Klösel gestaltete die Andacht in Anwesenheit von Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega mit Gebeten. Unter den Mitfeiernden befanden sich auch Eslarns Kirchenpflegerin Nicola Hummer sowie Pfarrsekretärin Elisabeth Völkl aus Moosbach. Pfarrer Klösel erinnerte an Pfingsten, dem Geburtstag der Kirche und die Herabkunft des Heiligen Geistes als Geschenk Gottes. Gerade bei der letzten Maiandacht richte sich der Blick auf Maria, die Mutter der Kirche. Ihr Licht des Glaubens möge das Leben der Menschen erleuchten. In seinem Gebet bat er: „Erneuere unsere Freude am Glauben und lass uns in ihrem Licht unsere Wege gehen.“ Anschließend trug Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega einen Abschnitt aus der Apostelgeschichte vor. Unter dem Leitwort „Mit Maria Gott suchen“ setzte sich die Prozession singend in Bewegung. Die Gläubigen zogen mit den „Grüssauer Marienrufen“, Gebeten und Gesängen zur Pfarrkirche, wo die Maiandacht zu Ehren der Gottesmutter fortgesetzt wurde. Gemeinsam beteten die Anwesenden „Jungfrau, Mutter Gottes mein“ sowie das „Vaterunser“. Die Kollekte des Abends kommt dem Maialtar zugute. Für die festliche musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Organistin Martina Brenner. Den feierlichen Abschluss bildete der sakramentale Segen mit dem Allerheiligsten, den Pfarrer Udo Klösel den Gläubigen spendete. Mit dem Marienlied „Gegrüßet seist du, Königin, o Maria, erhab’ne Frau und Herrscherin“ klang die letzte Maiandacht des Jahres stimmungsvoll aus. Im Namen der Pfarreiengemeinschaft dankte Pfarrer Klösel allen für die Beteiligung und Gestaltung der letzten Maiandacht.
Abschließend stellte sich Pfarrer Klösel und Gemeindereferent Eckert mit den Ministranten/innen und den Kommunionkinder einem Erinnerungsfoto. (Bild: Karl Ziegler)

Erstkommunion in Eslarn – „Ihr seid meine Freunde“

Die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ wurde am Sonntag zum Mittelpunkt eines unvergesslichen Festtages für 20 Kinder und ihre Familien. Die feierliche Erstkommunion zählt neben Taufe und Firmung zu den wichtigsten Einführungssakramenten der katholischen Kirche und markiert einen bedeutenden Schritt auf dem persönlichen Glaubensweg. Für die acht Mädchen und zwölf Jungen aus der Marktgemeinde war dieser Tag weit mehr als ein kirchliches Fest – er war ein einmaliges Erlebnis voller Freude, Gemeinschaft und tief bewegender Augenblicke. Bei herrlichem Frühlingswetter versammelten sich die Erstkommunionkinder vormittags zunächst vor der Schule, wo von Schul- und Klassenleiterin Katharina Merther einige Erinnerungsfotos von den festlich gekleideten Kindern aufgenommen wurden. In ihren weißen Gewändern, die Reinheit, Hoffnung und den Neubeginn im Glauben symbolisieren, strahlten die Drittklässler voller Erwartung und Freude. Gemeinsam mit ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern und Angehörigen zogen sie anschließend feierlich zur Kirche. Begleitet wurde der Kirchenzug von den Klängen der Blaskapelle „Werkstattmusikanten“, deren festliche Musik den besonderen Charakter dieses Tages eindrucksvoll unterstrich. Begleitet wurde die Prozession von Pfarrer Udo Klösel und Gemeindereferent Benedikt Eckert, die die Kinder gemeinsam mit Klassenleiterin Katharina Merther in den vergangenen Monaten intensiv auf die Heilige Kommunion vorbereitet hatten. Beim Betreten der festlich geschmückten und voll besetzten Kirche wurde sofort spürbar, welch bedeutender Tag hier gefeiert wurde. Eine liebevoll gestaltete Bildercollage mit der Jesusdarstellung und Fotos der Kommunionkinder im warmen Schein der Kerzenlichter erinnerte am Altar an den einzigartigen Anlass. Die brennende Osterkerze und die flackernden Kommunionkerzen sorgten zusätzlich für eine feierliche und würdevolle Atmosphäre, die viele Gottesdienstbesucher tief berührte. Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Klösel gemeinsam mit Gemeindereferent Eckert. Der Kirchenchor unter der Leitung von Organistin Martina Brenner eröffnete die Feier mit dem Lied „Jesus, du segnest uns, wir deine Kinder sind da“ und verlieh dem Gottesdienst einen besonders feierlichen Rahmen. In seiner Ansprache sprach der Pfarrer von einem ganz besonderen Tag, an dem nicht nur die Kinder, sondern die gesamte Pfarrgemeinde miteinander verbunden seien. Die Erstkommunion erinnere an die bleibende Gemeinschaft mit Gott. Unter dem Leitgedanken „Ihr seid meine Freunde“ stellte der Gottesdienst die Nähe Jesu zu den Menschen in den Mittelpunkt. Diese Worte seien weit mehr als ein Ausdruck von Zuneigung, sie laden zu Vertrauen, Glauben und Gemeinschaft ein. Die Eucharistie, so der Geistliche, sei Zeichen des Glaubens und Ausdruck der Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein. Mit Fürbitten, Gebeten und Liedern gestalteten die Kinder den Gottesdienst aktiv und eindrucksvoll mit. Der Chor sang unter anderem das bewegende Lied „Mögen Engel dich begleiten“ und feierlich erklang das Dankgebet der Kinder: „O mein Heiland, großer König, Du bist bei mir eingekehrt, freudig trag’ ich Dich im Herzen, dem die ganze Welt gehört.“ Nach der Erneuerung des Taufgelöbnisses kam schließlich der Höhepunkt des Gottesdienstes: Zum ersten Mal empfingen die Mädchen und Jungen die Heilige Kommunion. In stiller Ehrfurcht und großer Freude versammelten sich die Kinder um den Altar und erlebten damit einen der bedeutendsten Augenblicke ihres jungen Lebens. Zum Abschluss der festlichen Feier erklang gemeinsam mit Chor und Gottesdienstbesuchern das Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Die Stimmen der Glaubensgemeinschaft erfüllten die Kirche und verliehen dem Gottesdienst einen würdigen und zugleich freudigen Ausklang. Pfarrer Klösel dankte am Ende allen Mitwirkenden, den Eltern, Lehrkräften, Chor, Ministranten und zahlreichen Helfern für die liebevolle Vorbereitung und die feierliche Gestaltung dieses besonderen Tages. Für die Erstkommunionkinder und Eltern wird diese Feier als ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben – als Tag der Gemeinschaft, des Glaubens und der Freude.
In Begleitung von Gitarristin Marie Hummer und der Gesamtleitung von Kirchenpflegerin Nicola Hummer sangen die Minis und Pfarrvikar Basil zu Ehren der Mütter ein Lied. (Bild: Nicola Hummer)

„Das größte Geschenk bist du“ – Bewegender Muttertagsgottesdienst in Eslarn voller Dankbarkeit und Herzenswärme

Mit einer außergewöhnlich emotionalen und liebevoll gestalteten Messfeier wurde am Sonntag in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ der Muttertag gefeiert. Ein großes rotes Herz und kleinere Herzen wiesen am Altar als Symbol für Liebe, Vertrauen und Leben auf die besondere Messfeier hin. Zahlreiche Gläubige waren gekommen, um gemeinsam allen Müttern zu danken – und besonders Maria, der Mutter aller Mütter, die Patronin der Kirche ist, ihre Verehrung entgegenzubringen. Die Messfeier zelebrierte Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega. Bereits zu Beginn begrüßte Kirchenpflegerin Nicola Hummer als Hauptinitiatorin die vielen Kirchenbesucher mit bewegenden Worten: „Heute sind wir zusammengekommen, um besonders an unsere Mütter zu denken und an all das, was sie für uns sind und jeden Tag für uns tun. Vieles geschieht leise im Hintergrund – und doch trägt es uns, stärkt uns und begleitet uns durch das Leben.“ Sie erinnerte daran, wie Mütter ihre Liebe schenken, zuhören, trösten, Mut machen und Halt geben. Zugleich verwies sie auf Maria, die Mutter Jesu, die ihren Sohn mit unerschütterlicher Liebe durch freudige und schwere Stunden begleitet habe und bis heute Vorbild für viele Menschen sei. Ein besonderer Höhepunkt des Familiengottesdienstes war der bewegende Beitrag der 22 Ministrantinnen und Ministranten. Gemeinsam mit Marie Hummer an der Gitarre und unter der Leitung von Nicola Hummer überraschten die Gottesdiener ihre und alle anwesenden Mütter mit einer noch nie dagewesenen Darbietung. Mit großer Hingabe sangen die Ministranten das Lied „Mama, ich hab dich lieb – das größte Geschenk bist du, danke Mama.“ Die emotionale Hommage an alle Mütter berührte die Gottesdienstbesucher tief. Viele waren sichtbar mit Tränen in den Augen bewegt, als die Kinder mit ihren Stimmen, kleinen Geschenken und dem großen Herz am Altar ihren Dank ausdrückten. Auch Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega stellte die Bedeutung der Mutterliebe in den Mittelpunkt. Immer wieder war spürbar, wie sehr die Feier von Herzlichkeit, Dankbarkeit und Gemeinschaft getragen wurde. Mit kräftigem Applaus dankten die anwesenden Kirchenbesucher den Kindern und Mitwirkenden für die eindrucksvolle Gestaltung des Gottesdienstes. Zum Abschluss überreichten die Ministrantinnen und Ministranten kleine Geschenke an ihre Mütter und sorgten damit für viele strahlende Gesichter. Auch die anderen Kinder durften kleine Aufmerksamkeiten für ihre Eltern mit nach Hause nehmen. Für einen heiteren und zugleich nachdenklichen Ausklang sorgten schließlich Anja Eckert und Nicola Hummer. In einem Dialog erinnerten sie an typische liebevolle Aussagen von Müttern im Alltag – Worte, die Generationen verbinden und zeigen, wie ähnlich sich viele Mütter in ihrer Fürsorge und Liebe sind. Der Muttertagsgottesdienst in Eslarn wurde damit zu einer Feier voller Emotionen, Dankbarkeit und Wertschätzung – ein bewegendes Zeichen des Dankes an alle Mütter und besonders an Maria, die Mutter aller Mütter.
Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Basil dankten den Spendern für die Maibowle und luden zu weiteren Maiandachten und Bittgängen ein. (Bild: Karl Ziegler)

Maiandachten und Bittgänge haben in Eslarn seit Generationen Tradition

Die Maiandachten zu Ehren der Gottesmutter Maria und Bittgänge gehören seit Jahrzehnten fest zum kirchlichen und kulturellen Leben in der Eslarner Pfarrei. Die katholischen Organisationen, Vereine und Gläubigen pflegen damit nicht nur einen alten kirchlichen Brauch, sondern erinnern zugleich an die zahlreichen sakralen Bauwerke in und rund um Eslarn sowie an deren Erbauer und Förderer. Die Wurzeln der Marienverehrung reichen in Bayern bis ins 19. Jahrhundert zurück und stehen in enger Verbindung mit dem Hochfest der Schutzfrau Bayerns, der „Patrona Bavariae“. Die Maiandachten und Bittgänge verbinden Glauben, Heimatgeschichte und Gemeinschaft. Viele der kleinen Kapellen entstanden aus Dankbarkeit, nach schweren Schicksalsschlägen oder als Zeichen des tiefen Glaubens der Bevölkerung. Bis heute sind sie Orte des Gebets, der Besinnung und der Begegnung. Der Auftakt der diesjährigen feierlichen Maiandachten fand am 1. Mai in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ statt. Die Pfarrkirche prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild von Eslarn und gilt als geistliches Zentrum der Marktgemeinde. Eine Besonderheit bei der diesjährigen Maiandacht war der Ausschank einer Maibowle, finanziert durch Eva-Maria und Marco Procher. Die erstmals im Vorjahr angebotene Maibowle fand enormen Gefallen, sodass einige auf eine Fortsetzung hofften. Die Kirchgänger nahmen den Brauch erneut gerne an. Weitere Maiandachten folgten am 6. Mai an der Stummerlkapelle (Forster) am Steinboß durch den Frauenbund und am 9. Mai in der Pfarrkirche, gestaltet vom „Goldenen Oktober“. Im Pfarrbrief steht am 12. Mai ein Bittgang zur Stummerlkapelle am Steinboß und am 13. Mai zur Bühlkapelle. Die Bevölkerung ist zu drei weiteren Maiandachten, am 25. Mai um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle durch die Landfrauen sowie am 27. Mai um 19 Uhr an der Bühlkapelle durch die Kolpingsfamilie, jeweils in die Pfarrkirche eingeladen. Den Abschluss bildet am 29. Mai um 21 Uhr die letzte Maiandacht in der Friedhofskapelle mit Gestaltung durch den Kirchenchor und anschließender Lichterprozession zur Pfarrkirche.
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