In Begleitung von Gitarristin Marie Hummer und der Gesamtleitung von Kirchenpflegerin Nicola Hummer sangen die Minis und Pfarrvikar Basil zu Ehren der Mütter ein Lied. (Bild: Nicola Hummer)

„Das größte Geschenk bist du“ – Bewegender Muttertagsgottesdienst in Eslarn voller Dankbarkeit und Herzenswärme

Mit einer außergewöhnlich emotionalen und liebevoll gestalteten Messfeier wurde am Sonntag in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ der Muttertag gefeiert. Ein großes rotes Herz und kleinere Herzen wiesen am Altar als Symbol für Liebe, Vertrauen und Leben auf die besondere Messfeier hin. Zahlreiche Gläubige waren gekommen, um gemeinsam allen Müttern zu danken – und besonders Maria, der Mutter aller Mütter, die Patronin der Kirche ist, ihre Verehrung entgegenzubringen. Die Messfeier zelebrierte Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega. Bereits zu Beginn begrüßte Kirchenpflegerin Nicola Hummer als Hauptinitiatorin die vielen Kirchenbesucher mit bewegenden Worten: „Heute sind wir zusammengekommen, um besonders an unsere Mütter zu denken und an all das, was sie für uns sind und jeden Tag für uns tun. Vieles geschieht leise im Hintergrund – und doch trägt es uns, stärkt uns und begleitet uns durch das Leben.“ Sie erinnerte daran, wie Mütter ihre Liebe schenken, zuhören, trösten, Mut machen und Halt geben. Zugleich verwies sie auf Maria, die Mutter Jesu, die ihren Sohn mit unerschütterlicher Liebe durch freudige und schwere Stunden begleitet habe und bis heute Vorbild für viele Menschen sei. Ein besonderer Höhepunkt des Familiengottesdienstes war der bewegende Beitrag der 22 Ministrantinnen und Ministranten. Gemeinsam mit Marie Hummer an der Gitarre und unter der Leitung von Nicola Hummer überraschten die Gottesdiener ihre und alle anwesenden Mütter mit einer noch nie dagewesenen Darbietung. Mit großer Hingabe sangen die Ministranten das Lied „Mama, ich hab dich lieb – das größte Geschenk bist du, danke Mama.“ Die emotionale Hommage an alle Mütter berührte die Gottesdienstbesucher tief. Viele waren sichtbar mit Tränen in den Augen bewegt, als die Kinder mit ihren Stimmen, kleinen Geschenken und dem großen Herz am Altar ihren Dank ausdrückten. Auch Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega stellte die Bedeutung der Mutterliebe in den Mittelpunkt. Immer wieder war spürbar, wie sehr die Feier von Herzlichkeit, Dankbarkeit und Gemeinschaft getragen wurde. Mit kräftigem Applaus dankten die anwesenden Kirchenbesucher den Kindern und Mitwirkenden für die eindrucksvolle Gestaltung des Gottesdienstes. Zum Abschluss überreichten die Ministrantinnen und Ministranten kleine Geschenke an ihre Mütter und sorgten damit für viele strahlende Gesichter. Auch die anderen Kinder durften kleine Aufmerksamkeiten für ihre Eltern mit nach Hause nehmen. Für einen heiteren und zugleich nachdenklichen Ausklang sorgten schließlich Anja Eckert und Nicola Hummer. In einem Dialog erinnerten sie an typische liebevolle Aussagen von Müttern im Alltag – Worte, die Generationen verbinden und zeigen, wie ähnlich sich viele Mütter in ihrer Fürsorge und Liebe sind. Der Muttertagsgottesdienst in Eslarn wurde damit zu einer Feier voller Emotionen, Dankbarkeit und Wertschätzung – ein bewegendes Zeichen des Dankes an alle Mütter und besonders an Maria, die Mutter aller Mütter.
Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Basil dankten den Spendern für die Maibowle und luden zu weiteren Maiandachten und Bittgängen ein. (Bild: Karl Ziegler)

Maiandachten und Bittgänge haben in Eslarn seit Generationen Tradition

Die Maiandachten zu Ehren der Gottesmutter Maria und Bittgänge gehören seit Jahrzehnten fest zum kirchlichen und kulturellen Leben in der Eslarner Pfarrei. Die katholischen Organisationen, Vereine und Gläubigen pflegen damit nicht nur einen alten kirchlichen Brauch, sondern erinnern zugleich an die zahlreichen sakralen Bauwerke in und rund um Eslarn sowie an deren Erbauer und Förderer. Die Wurzeln der Marienverehrung reichen in Bayern bis ins 19. Jahrhundert zurück und stehen in enger Verbindung mit dem Hochfest der Schutzfrau Bayerns, der „Patrona Bavariae“. Die Maiandachten und Bittgänge verbinden Glauben, Heimatgeschichte und Gemeinschaft. Viele der kleinen Kapellen entstanden aus Dankbarkeit, nach schweren Schicksalsschlägen oder als Zeichen des tiefen Glaubens der Bevölkerung. Bis heute sind sie Orte des Gebets, der Besinnung und der Begegnung. Der Auftakt der diesjährigen feierlichen Maiandachten fand am 1. Mai in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ statt. Die Pfarrkirche prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild von Eslarn und gilt als geistliches Zentrum der Marktgemeinde. Eine Besonderheit bei der diesjährigen Maiandacht war der Ausschank einer Maibowle, finanziert durch Eva-Maria und Marco Procher. Die erstmals im Vorjahr angebotene Maibowle fand enormen Gefallen, sodass einige auf eine Fortsetzung hofften. Die Kirchgänger nahmen den Brauch erneut gerne an. Weitere Maiandachten folgten am 6. Mai an der Stummerlkapelle (Forster) am Steinboß durch den Frauenbund und am 9. Mai in der Pfarrkirche, gestaltet vom „Goldenen Oktober“. Im Pfarrbrief steht am 12. Mai ein Bittgang zur Stummerlkapelle am Steinboß und am 13. Mai zur Bühlkapelle. Die Bevölkerung ist zu drei weiteren Maiandachten, am 25. Mai um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle durch die Landfrauen sowie am 27. Mai um 19 Uhr an der Bühlkapelle durch die Kolpingsfamilie, jeweils in die Pfarrkirche eingeladen. Den Abschluss bildet am 29. Mai um 21 Uhr die letzte Maiandacht in der Friedhofskapelle mit Gestaltung durch den Kirchenchor und anschließender Lichterprozession zur Pfarrkirche.
Das Kirchengremium um Pfarrer Udo Klösel dankte für das ehrenamtliche Wirken in der Pfarrei. (Bild: Karl Ziegler)

Pfarrfamiliennachmittag in Eslarn mit Rückblick und Ehrungen

Im Pfarrheim „St. Marien“ in Eslarn fand ein öffentlicher, familiärer Pfarrfamiliennachmittag statt. Der unterhaltsame und zugleich informative Nachmittag wurde musikalisch von einem Teil des Kirchenchors, der Schola, mit dem alpenländischen Lied „Da Tag“ eröffnet. Pfarrer Udo Klösel begrüßte die Anwesenden herzlich und dankte für das solidarische Miteinander. Unter den Gästen befanden sich Pfarrvikar Dr. Basil Ngwega, Bürgermeister Thomas Kleber, Gemeindereferent Benedikt Eckert sowie die Pfarrgemeinderatssprecherin Agnes Härtl. Pfarrer Klösel betonte den Wunsch nach einer guten Zusammenarbeit mit allen Gremien und der Gemeinde und dankte für das bereits gezeigte Engagement. Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgte ein Duett mit Martina Brenner am Klavier und Magdalena Eckert an der Klarinette. In ihrem Rückblick erinnerte Pfarrgemeinderatssprecherin Agnes Härtl an die letzte Pfarrversammlung im Oktober 2023 und die seither eingetretenen Veränderungen. Besonders hervorgehoben wurden die Verabschiedung von Pfarrer Erwin Bauer nach 22 Jahren sowie die Einführung von Pfarrer Udo Klösel im September 2025 in der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft. Erfreulich sei zudem die Verlängerung des Wirkens von Pfarrvikar Basil sowie die zusätzliche Unterstützung durch Gemeindereferent Benedikt Eckert und Diakon Herbert Sturm. „Dadurch sei es möglich, regelmäßig Gottesdienste auch in Eslarn anzubieten.“ Ein besonderer Dank galt allen ehrenamtlich engagierten kirchlichen Gremien wie Frauenbund, der Kolpingsfamilie, dem Kirchenchor, den liturgischen Diensten sowie den Helferinnen und Helfern im Hintergrund wie Hausmeister, Reinigungskräften und Blumenschmuck-Team. „Ohne dieses Engagement wäre ein lebendiges Pfarreileben nicht möglich – ein herzliches Vergelt’s Gott dafür“, so Härtl. Im Anschluss berichtete Kirchenrechnungsprüfer Karl Schmid aus der Kirchenverwaltung. In sieben Sitzungen seien insgesamt 75 Punkte behandelt worden. Die katholische Kirche finanziere sich hauptsächlich aus der Kirchensteuer, ergänzt durch Vermögenserträge, Staatsleistungen, Spenden und Kollekten. Schmid erläuterte zudem die Einnahmen im Detail: zweckgebundene Spenden in Höhe von 3.875,20 Euro, Kollekten und Opfergelder von 15.108 Euro, Messstipendien von 2.700 Euro sowie Erlöse aus dem Pfarrfest (2.860 Euro) und dem Pfarrfasching (1.100 Euro).
Die Osternacht-Feier begann mit der Weihe von Osterfeuer und dem Anzünden der Osterkerze (Bild: Karl Ziegler)

Feierliche Osternacht in der Pfarrgemeinde – Übergang vom Dunkel ins Licht

Am Karsamstag trafen sich die Ministrantinnen und Ministranten, um mit besonderen Lärminstrumenten die bevorstehende Liturgie anzukündigen. Eine große Holzratsche, auch Schnarre genannt, ist ein traditionelles Lärminstrument, das durch Drehung ein sehr lautes, knatterndes Geräusch erzeugt. Mit ihren Holz- oder Plastik-Ratschen zogen die Gottesdiener durch die Straßen und luden die Gläubigen zur Osternachtfeier in die Pfarrkirche ein. Am Abend erklang das traditionelle Instrument ein letztes Mal – ein Zeichen für das Ende der stillen Tage. Die Osternacht, gefeiert in der Nacht zum Ostersonntag, gilt als der wichtigste Gottesdienst im Kirchenjahr. Im Mittelpunkt steht die Auferstehung Jesu Christi und damit die Hoffnung auf den Sieg des Lebens über den Tod. Die Feier wurde im Beisein von Gemeindereferent Benedikt Eckert und der Praktikantin Angelina Wallmeyer von Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega zelebriert. Die Liturgie folgte ihrer klassischen vierteiligen Struktur und begann bei Einbruch der Dunkelheit mit der Lichtfeier. Vor der Kirche wurde das Osterfeuer gesegnet, an dem die neue Osterkerze entzündet wurde – Symbol für Christus als Licht der Welt. In einer feierlichen Prozession zog der Priester mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi – Christus, das Licht“ in die zunächst dunkle Kirche. Es folgten Lesungen aus dem Alten Testament, die die Heilsgeschichte nachzeichneten, sowie das feierliche Osterlob des Kirchenchors. Nach dem ersten „Halleluja“ seit Beginn der Fastenzeit erhellte sich die Kirche. Während das Licht der Osterkerze an die Gläubigen weitergegeben wurde, erfüllten Orgelklang und das festliche Läuten der Glocken den Raum. Mit dem Gloria endete hörbar die Zeit der Stille seit Gründonnerstag. Die zuvor dunkle Kirche erstrahlte nun im vollen Licht. Nach den Lesungen und Evangelium stellte Pfarrvikar Basil in seiner Predigt die Botschaft der Auferstehung in den Mittelpunkt. Er spannte den Bogen zur Gegenwart, die von Krisen und Kriegen geprägt ist, und betonte die Verantwortung des Menschen, das von Gott geschenkte Leben zu schützen und zu bewahren. Der dritte Teil der Feier, die Taufliturgie, umfasste die Segnung des Taufwassers sowie der mitgebrachten Speisen und Kerzen der Kommunionkinder. Die Gläubigen erneuerten ihr Taufversprechen und wurden mit Weihwasser besprengt. In den Fürbitten brachte die Gemeinde ihre Anliegen vor Gott. Den Abschluss bildete die Eucharistiefeier als österliches Freudenmahl, in der die Gemeinschaft mit Christus und untereinander besonders erfahrbar wurde. Mit dem feierlichen Segen und der Entlassung, begleitet vom österlichen Gesang, endete die Osternacht. Im Anschluss gedachten die Angehörigen der Pfarreiengemeinschaft bei einer Lichterprozession zum Friedhof auch der Verstorbenen. So wurde in dieser besonderen Nacht eindrucksvoll der Übergang vom Tod zum Leben gefeiert – ein zentrales Geheimnis des christlichen Glaubens, das die Gläubigen in festlicher und hoffnungsvoller Atmosphäre miteinander erlebten.
Die Ministrantinnen und Ministranten bereiteten sich auf den Ansturm der Kunden vor. (Bild: Karl Ziegler)

Gelungener Osterverkauf der Ministranten begeistert die Pfarrgemeinde

Einen vollen Erfolg konnten die Ministrantinnen und Ministranten gemeinsam mit den Kommunionkindern sowie zahlreichen engagierten Eltern mit ihrer diesjährigen Osteraktion verbuchen. Mit viel Einsatzfreude, Kreativität und Teamgeist bereiteten sich die jungen Helferinnen und Helfer in ihren Gruppenstunden intensiv auf den traditionellen Osterverkauf vor, der inzwischen zu einem festen Bestandteil des Gemeindelebens geworden ist. Insgesamt 40 Kinder und Jugendliche beteiligten sich aktiv an der Aktion. Besonders erfreulich war dabei die Einbindung der Kommunionkinder, die herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen wurden und mit großer Begeisterung mithalfen. Gemeinsam wurde gebastelt, gebacken und dekoriert – fast wie die sagenumwobenen fleißigen Heinzelmännchen. Mit viel Liebe zum Detail entstanden dabei kunstvoll gestaltete Osternester sowie zahlreiche weitere Produkte für den Verkauf. Ein besonderer Höhepunkt der Vorbereitungen war die große Backaktion, an der sich insgesamt 22 Mütter beteiligten. Mit ihrem Einsatz leisteten sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Gelingen der Aktion. „Ohne dieses Engagement würde es nicht gehen – wir würden das sozusagen nicht gebacken bekommen“, betonte Organisatorin und Kirchenpflegerin Nicola Hummer mit einem Augenzwinkern und großem Dank. Bei der gemeinsamen Osterbackaktion entstanden beeindruckende 46 Osterlämmer und 33 Osterbrote. Darüber hinaus färbten die Ministranten rund 270 Ostereier, die ebenfalls großen Anklang fanden. Besonderen Wert legte die Gemeinschaft auf die Verwendung regionaler Produkte. Unterstützung bei der Beschaffung von Freilandeiern erhielten die Ministranten unter anderem vom Familienbetrieb Kick aus Moosbach sowie vom Grießlhof in Burkhardsrieth. Auch zahlreiche private Spenderinnen und Spender aus Eslarn trugen dazu bei, dass hochwertige Zutaten verwendet werden konnten. Am Karsamstag war es schließlich so weit: Insgesamt 46 Käuferinnen und Käufer konnten ihre vorbestellten Osterwaren im Pfarrheim „Sankt Marien“ abholen. Zuvor hatten die Ministranten alle Bestellungen sorgfältig verpackt, liebevoll dekoriert und persönlich beschriftet. Für einen besonderen Moment unter den Minis sorgte der Besuch des ehemaligen Eslarner Pfarrers im Ruhestand, Erwin Bauer, der eigens aus Oberviechtach angereist war, um sein Osternest persönlich entgegenzunehmen. Die Freude über das Wiedersehen war auf beiden Seiten groß. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Die Osteraktion war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und ist längst zu einer liebgewonnenen Tradition in der Pfarrgemeinde geworden. Der gesamte Erlös kommt dabei zu 100 Prozent der Ministrantenarbeit zugute und unterstützt zukünftige Projekte und Aktivitäten der Jugend. Abschließend sprach Nicola Hummer allen Helferinnen und Helfern, Spendern sowie Käuferinnen und Käufern ihren herzlichen Dank aus. Ihr besonderer Einsatz und der spürbare Teamgeist hätten maßgeblich zum Gelingen der Aktion beigetragen. Auch Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega zeigten sich begeistert und lobten die gelungene Osteraktion sowie den großen Zuspruch aus der Bevölkerung.
Die Kolpingsfamilie organisierte an Karfreitag einen Kreuzweg zum 1985 errichteten Kreuz am Kalvarienberg. (Bild: Karl Ziegler)

Kreuzweg zum Kalvarienberg hat lange Tradition

Der Kreuzweg zum Kalvarienberg am Eslarner Ortsteil Steinboß ist seit Jahrzehnten am Karfreitag fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in der Pfarrei. Zahlreiche Gläubige aus der am 1. September 2025 geschlossenen Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach versammelten sich auch in diesem Jahr am Karfreitag an der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“, um gemeinsam beim Kreuzweg zum „Kalvarienberg“ an den Leidensweg Jesu zu gedenken. Die Wurzeln dieser örtlichen Tradition reichen ins Jahr 1985 zurück. Damals beschloss die Vorstandschaft der Kolpingsfamilie (KF) in mehreren Sitzungen auf dem Kalvarienberg nicht nur ein großes Feldkreuz zu errichten, sondern auch einen Kreuzweg anzulegen. Am 6. Mai 1985 wurde die entsprechende Eingabe beim Gemeinderat gemacht und die Steine für die Stationen ausgewählt. Nach dem Ausmessen der Stationen im September und dem Legen des Fundaments für das Feldkreuz im Oktober konnten Anfang November mit ausgewählten Steinen die 14 Kreuzwegstationen sowie das große Kreuz errichtet werden. Die feierliche Einweihung erfolgte am Buß- und Bettag, dem 20. November 1985, durch Präses Dekan Hugo Wagner. Seither findet alljährlich am Karfreitag der Kreuzweg von der Pfarrkirche hinauf zum Kalvarienberg statt. Dabei wird in 14 Stationen an das Leiden und Sterben Jesu Christi erinnert. Unter dem Leitgedanken „Die Stunde ist nah“ wird der Leidensweg Jesu vom Verrat durch Judas bis hin zur Kreuzigung in 14 Stationen betrachtet und im Gebet nachvollzogen. Der Kalvarienberg, als höchster Punkt des Ortsteils Steinboß, bietet hierfür einen würdigen Rahmen. Auch in diesem Jahr wurde der Kreuzweg von der Kolpingsfamilie organisiert. Erstmals gestaltete Pfarrer Udo Klösel von der Pfarreiengemeinschaft gemeinsam mit Pfarrvikar Basil mit Gebeten den Kreuzweg. Unterstützt wurden sie von Pfarrgemeinderätin Agnes und Pfarrgemeinderat Gregor Härtl. Unter den vielen Teilnehmern befand sich auch der frühere Ortspfarrer i. R. Erwin Bauer aus Oberviechtach. Pfarrer Klösel zeigte sich erfreut über die großartige Beteiligung. Zahlreiche Frauen und Männer machten sich auf den Weg zum Kalvarienberg und setzten damit ein Zeichen lebendigen Glaubens und gelebter Gemeinschaft. Der Kreuzweg am Steinboß bleibt somit nicht nur ein Ort der Erinnerung und Besinnung, sondern in der Eslarner Glaubensgemeinschaft ein Ausdruck einer tief verwurzelten Tradition.
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Ostern als Botschaft der Hoffnung

Im Mittelpunkt des seit über 2000 Jahren überlieferten ältesten christlichen Festes steht in der Karwoche bis zum Ostermontag die überlieferte Osterbotschaft vom Einzug Christi in Jerusalem bis zum Sterben und zur Auferstehung Jesu. Die Feier vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag, 2.4. mit dem Empfang der heiligen Öle und der Übertragung der Allerheiligsten beginnt um 19 Uhr. Im Anschluss gestaltet die Kolpingfamilie die Ölbergandacht. Die Glocken und Orgel werden vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag bis zum Ertönen des Glorias in der Osternacht verstummen und an dessen Stelle treten ersatzweise klappernde Ratschen. Am Karfreitag, 3.4. treffen sich die Pfarrangehörigen mit der Kolpingsfamilie um 9 Uhr an der Pfarrkirche zu einem Kreuzweg zum Kalvarienberg am „Steinboß”. Die Karfreitagsliturgie – die Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi - mit Chor, Kreuzenthüllung und -verehrung beginnt um 15 Uhr. Übergabe der gesegneten Kreuze an die Kommunionkinder. Die Andacht am „Heiligen Grab“ zu den sieben Worten Jesu am Kreuz beginnt um 19 Uhr. Am Karsamstag, 4.4. von 8 bis 11 Uhr sind alle zum Gebet am heiligen Grab eingeladen. Ab 20.30 Uhr beginnt in die Feier der Heiligen Osternacht. Am Karsamstag ab 8 Uhr werden Osterlichter zum Preis von 2 Euro angeboten. Der Kirchenchor gestaltet die Osternacht mit festlichen Ostergesängen. Nach der Licht-, Tauf- und Eucharistiefeier werden die Osterspeisen gesegnet und die Kolpingfamilie verteilt die gesegneten Osterbrote. Zum Abschluss ziehen die Kirchenbesucher zum Gedenken an die Verstorbenen in einer Lichterprozession zum Friedhof, wo die Gräber mit Osterwasser gesegnet werden. Am Karfreitag und Karsamstag sind die MinistrantenInnen in Eslarn zum Ratschen unterwegs. Am Karsamstag erbitten sie wieder ihre Ostergabe für ihre treuen Dienste am Altar. Das Hochfest der Auferstehung des Herrn mit Segnung der Osterspeisen beginnt am Ostersonntag, 5.4. um 10 Uhr und um 17 Uhr sind alle zur feierlichen Ostervesper eingeladen. Die Messfeier mit Kollekte für die Pfarrkirche am Ostermontag, 6.4. beginnt um 10 Uhr und um 14 Uhr die Tauffeier.
Am Palmsonntag versammelten sich die Glaubensgemeinschaft am Marienbrunnen. (Bild: Karl Ziegler)

Feierlicher Beginn der Karwoche am Palmsonntag in Eslarn

Mit einer Palmprozession begann in Eslarn feierlich die Karwoche – eine der bedeutendsten Zeiten im Kirchenjahr. Trotz kaltem Wetter versammelten sich zahlreiche Gläubige, darunter viele Familien mit Kindern und der Kindergarten mit den Erzieherinnen am Marienbrunnen vor der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Im Mittelpunkt der Feier stand die Segnung der gebundenen Palmsträuße. Besonders die Kinder der Kindertagesstätte prägten das Geschehen auf eindrucksvolle Weise. Gemeinsam mit dem Kindergartenpersonal und Eltern hatte sich der Eslarner Nachwuchs am Marienbrunnen eingefunden. Mit dem Lied „Ein König ohne Krone, ein König ohne Schloss“ trugen die Kinder zur feierlichen Atmosphäre bei. Begleitet wurde ihr Gesang einfühlsam von Christina Wagner am Akkordeon, während Silvia Ach mit dem Mikrofon die Tonübertragung in die Kirche gewährleistete. Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega erinnerte in seiner Ansprache – im Beisein von Gemeindereferent Benedikt Eckert und Praktikantin Angelina Wallmeyer – an den biblischen Einzug Jesu in Jerusalem. Damals wurde Jesus vom Volk mit Jubelrufen wie „Hosanna“ empfangen und als der erwartete Messias gefeiert. Dieses Geschehen wurde symbolisch nachempfunden, als sich die Kinder im Anschluss mit ihren Palmzweigen zu einer Prozession formierten. Unter dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Wir ziehen mit Freude nach Jerusalem“ zog die festliche Gemeinschaft in die voll besetzte Pfarrkirche ein. Dort setzte sich der Gottesdienst in würdigem Rahmen fort und lenkte den Blick zunehmend auf die Passion – die Leidensgeschichte Jesu, die den Kern der Karwoche bildet. Die Eucharistiefeier wurde von Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega im Beisein von Gemeindereferent Benedikt Eckert und Praktikantin Angelina Wallmeyer zelebriert. Besonders eindrucksvoll war die aktive Mitgestaltung durch die Kinder. In Wort und Bild veranschaulichten die Vorschulkinder das Geschehen des Palmsonntags, zwei Kinder trugen Teile des Evangeliums sogar auswendig vor. Beim Vaterunser versammelten sich die Kinder mit dem Priester rund um den Altar und beteten gemeinsam – ein bewegender Moment gelebter Gemeinschaft. Der Kirchenchor verlieh der Feier mit seinen musikalischen Beiträgen zusätzliche Tiefe. Zu hören waren unter anderem die eindrucksvollen Gesänge „Christus factus est“, „Veni Jesu“ und „Locus iste“ sowie weitere Strophen des Prozessionsliedes. So wurde der Palmsonntag in Eslarn zu einer lebendigen, würdevollen und zugleich kindernahen Einstimmung auf die Karwoche. Besonders das engagierte Mitwirken der jungen Gemeindemitglieder machte deutlich, wie lebendig und generationenübergreifend Glauben vor Ort gelebt wird.

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