Der Frauenbund hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Die Vorstandschaft hielt Rückblick und informierte die Mitglieder. (Bild: Peter Garreiss)

Bei der Jahreshauptversammlung - Rückschau auf das abgelaufene Vereinsjahr

Nach der Monatsmesse für die verstorbenen Mitglieder trafen sich die Frauen des Katholischen Frauenbundes Moosbach zur Jahreshauptversammlung im Pfarrheim. Vorsitzende Angelika Hierold konnte dazu die Diözesanvorsitzende Martha Bauer, Geistlichen Beirat Pfarrer Udo Klösel und zweiten Bürgermeister Bernhard Rom begrüßen. Nach dem Todengedenken für sieben verstorbene Mitglieder trugen anschließend das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung die Schriftführerinnen Ulrike Selch und Silke Wittmann vor. Vorsitzende Hierold erinnerte in ihrem Tätigkeitsbericht an die zahlreichen Aktionen und wiederkehrenden Bräuche im Vereinsjahr. Teilgenommen wurde auch an kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen. Außerdem wurden Herzkissen genäht für die an Brustkrebs erkrankten Frauen im Klinikum Weiden. Die neue Krabbelgruppe unter der Leitung von Julia Weiß wurde gestartet. Hierold erinnerte an den Ellen Ammann-Abend und wies auf die Vernetzung hin. Der kürzlich gehaltene Sauerteigvortrag war der Renner im vollen Pfarrheim. Vorsitzende Angelika Hierold dankte namentlich den Frauen bei der Durchführung der vielen Aktionen. Dies könne nur geleistet werden, wenn die Vorstandschaft und die helfenden Mitglieder zusammen stehen und tatkräftig sowie eigenständig Veranstaltungen übernehmen. Dazu rief Hierold die Frauen auf und bat um Mitwirkung. Je mehr Beauftragte es sind, um mehr Aktionen können durchgeführt werden. Zahlreiche Aufgaben auf viele Schultern verteilt kann es gelingen, dass alle Spaß und Zeit dafür haben. Über die Vereinkasse berichtete Schatzmeisterin Elisabeth Reger. 250 Euro Spende erhielten sie von der Volks- und Raiffeisenbank. Die Ausgaben an Spenden betrugen 2.150 Euro (jeweils 250 Euro für die Ministranten, Blumen für die Kirchen Moosbach und Tröbes, die Musikschule, den Sponsorenlauf der Grundschule, 150 Euro Material für Herzkissen und 900 Euro für die Kirchenorgel. Die Kasse prüften Monika Rappl und Waltraud Bäumler. Über die Kochbuch-Kasse informierte Elfriede Völkl. Daraus wurden 1.000 Euro gespendet jeweils 500 Euro für Strom- und Heizkosten im Pfarrheim und für den Förderverein Skilift Fahrenberg. Die Kasse wurde von Elisabeth Völkl geprüft. Die Versammlung erteilte den Schatzmeisterinnen und ebenso der Vorstandschaft die Entlastung.
Brotbacken aus selbst gezogenen Sauerteigen aber ohne zugesetzte Hefe. Vorsitzende Angelika Hierold (rechts) dankte den Bäckermeister Franz Vieracker.<br> (Bild: Peter Garreiss)

Feine Oberpfälzer Brotkultur

Unter dem Motto: „Sauerteig & Brotbacken“ hatte der Frauenbund in den Pfarrsaal eingeladen. Über 50 interessierte Teilnehmerinnen und Hobby-Brotbäckerinnen nahmen daran teil. Referent war der leidenschaftliche Bäckermeister Franz Vieracker. Wie er sagt, „lebt er mit seiner Frau Susanne ihren Traum mit einer einzigartigen Sauerteig-Backstube „dem Brotschatz“ in Paulsdorf bei Amberg“. Nach der Vorstellung ging er auf sein Handwerk ein. Sie verwenden für ihre Brote, handwerkliche Erfahrung, Wissen, Geduld und Liebe zum Produkt mit hochwertigen regionalen Zutaten wie Mehl, Wasser, Salz und sehr viel Zeit. Sie backen Premium-Sauerteigbackwaren, mit einem unvergleichlichem Geschmack, einer besonders knackigen Kruste und einer Bekömmlichkeit sowie einer sehr langen Frischhaltung. Ihre selbstgezogenen Roggen-, Weizen- und Dinkel-Vollkorn-Sauerteige sind so triebstark, dass sie es ermöglichen, ohne zugesetzte Backhefe zu arbeiten. Jedes ihrer Brote wird behutsam wie ein Schatz von Hand aufgearbeitet. Er versucht jedoch natürlich und neutral zu backen. Beim Vollkornmehl habe man immer die volle Dosis an Mineralstoffen und Ballaststoffen. Vollkornbrote mit den Ballaststoffen säubern den Darm. Er informierte über die Brotgetreide aus Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer und Einkorn und deren Mehle. Hinter den Mehlen steht immer eine Zahl. Je höher die Typenzahl ist desto höher sind Schalenanteile, Mineralstoffe und Ballaststoffe im Mehl. Besser ist es immer eine höhere Type zu nehmen. Dinkelmehl ist eine Weizensorte und habe mehr Gluten als Weizenmehle. Jedoch hob er das gesunde Dinkelvollkornmehl hervor. Vieracker informierte über das Fermentieren von Vollkornmehlen. Bei seinen Broten verwendet er auch Gewürze. Sauerteige aus Roggen und Weizen hatte der Referent als Ansichtsmaterial dabei. Roggensauerteig ist robuster. Auf das Ansetzten von Sauerteig ging er ein, das etwa zwei Monate dauert. Ein gutes Sauerteigbrot schmeckt nicht sauer, so der Fachmann. 80 % des Geschmacks eines Brotes ist in der Kruste. Brot nie bei Umluft backen. Auch der Römer- oder Tontopf kann verwendet werden. Er gab viele Tipps und Anregungen. Sechs verschiedene Brotsorten hatte er aus seiner Backstube zum Probieren mitgebracht. Zahlreiche Fragen hatte der Bäckermeister zu beantworten. Er wünschte den Bäckerinnen ein gutes Gelingen. Für den sehr aufschlussreichen und informativen Brotbackabend dankte Vorsitzende Angelika
Elisabeth Kraus, Vorsitzende Angelika Hierold, Johanna Putzer, Annemarie Bock und Erika Prem trugen zum Weltgebetstag der Frauen die Gebetstexte vor. Pfarrer Udo Klösel hatte am Schluss den Segen erteilt. (Bild: Peter Garreiss)

Frauen aus Nigeria haben heuer den Weltgebetstag vorbereitet

Der Weltgebetstag der Frauen aller Konfessionen stand heuer unter dem Thema: „Kommt! Bringt eure Last“. Frauen aus Nigeria, ein Staat in Westafrika, am Atlantik gelegen, haben ihn zusammen gestellt. Pfarrer Udo Klösel konnte dazu die Frauen zu diesem Gebetsabend in der Pfarrkirche begrüßen. Der Frauenbund hatte dazu eingeladen. Elisabeth Kraus, Vorsitzende Angelika Hierold, Johanna Putzer, Annemarie Bock und Erika Prem trugen dazu die Gebetstexte vor. Dazu gab es Hintergrundmusik und auch das Lied „God is so good“ von den nigerianischen Christinnen. Sie sind nicht gebrochen, sie arbeiten weiter und hoffen und beten für ein anderes besseres Nigeria. Dabei wurde auch ein Stein-Gang gemacht. Symbolisch legten die Frauen einen Stein auf ein Kreuz, das für die Lasten und Sorgen steht. Mit einer Kollekte sollen Frauen und Mädchen weltweit unterstützt werden. Nach dem gemeinsamen Beten waren alle Besucherinnen in das Pfarrheim eingeladen wo es weitere Informationen über Land und Leute gab. Bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1960 war Nigeria britische Kronkolonie. Daraus entwickelte sich dieser Vielvölkerstaat mit 514 Sprachen und Dialekten. Nigeria ist mit über 230 Mio. Menschen das bevölkerungsreichste Land Afrika mit einer der jüngsten Bevölkerung weltweit. Die Hauptstadt ist seit 1991 Abuja, früher Lagos und die Amtssprache Englisch. Obwohl Nigeria ein aufstrebendes Wirtschaftsland mit Öl, Gas und Gold reiche Bodenschätze ist, leiden viele Menschen unter großer Armut, sondern auch unter der weit verbreiteten Gewalt zu Haus und auf der Straße. Kriminalität, Bandüberfälle, Vergewaltigung und Korruption gehören zum Alltag. Die Grausamkeit der islamitischen Terrorgruppe Boko Haram ist weltweit bekannt. Geschätzte Religion: Muslime 53,5%, christliche Kirchen 45,9%, darunter römisch-katholisch 10,6% und Sonstige 0,6%. Die Vorsitzende Maria Bayer-Schmidt hatte mit ihrem Team im Pfarrheim Gerichte mit Süßkartoffeln, Reis, Kuchen mit Kokos als Kostproben aus der nigerianischen Küche zum Probieren vorbereitet.
Dr. Elfriede Schießleder (links) ehemalige Landesvorsitzende des Kath. Frauenbundes referierte beim Frauenbund Zweigverein Moosbach über die Gründerin Ellen Ammann. Vorsitzende Angelika Hierold (rechts) dankte für den sehr ansprechenden Vortrag. (Bild: Peter Garreiss)

Ellen Ammann Abend im Pfarrheim - Pionierin, Netzwerkerin und Trendsetterin.

Trotz des nicht gerade idealen Wetters waren die Frauen zum Ellen Ammann Abend gekommen. Der Kath. Frauenbund Moosbach hatte dazu ins Pfarrheim eingeladen. Christina Fischer konnte die Referentin der Theologie Dr. Elfriede Schießleder und ehemalige Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende des Frauenbundes sowie Pfarrer Udo Klösel begrüßen. Christina Fischer und Bettina Wittmann hatten die Referentin in München kennengelernt. Die Besucherinnen waren von diesem Abend begeistert und konnten viele Anregungen mit Nachhause nehmen. Maria Bayer-Schmidt sorgte mit leckeren „Schweden-Häppchen”. Elfriede Schießleder gab einen umfassenden und spannenden Einblick in das Leben und Wirken von Ellen Ammann. Diese Powerfrau war eine Pionierin, Netzwerkerin und Trendsetterin. Gymnasien und Universitäten standen in Schweden den Frauen offen, denn das Land war damals schon emanzipiert. Ellen Ammann, geb. Sundström, wurde in Stockholm/Schweden (1870) geboren. Sie war ein höchst engagierter und zugleich produktiver Mensch. Die katholische Schwedin zog nach der Heirat mit Dr. Ottmar Ammann nach München, wo ihr Mann eine Arztpraxis führte. Sie hatten fünf Buben und ein Mädchen. Nur Ehefrau zu sein, war ihr zu wenig. Sie wirkte im sozialen Bereich. Die gebürtige Schwedin brachte eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und Emanzipation in ihre Wahlheimat Bayern mit. Sie kann ihre Augen vor dem sozialen Elend in München nicht verschließen. Sie schaut hin und erkennt, woran es der Bevölkerung und besonders den Frauen fehlt. Mit geradliniger Vehemenz, viel Einfühlungsvermögen und politischem Weitblick setzt sie sich für die Rechte der Frauen, für sozial Ausgegrenzte und gegen Nationalismus ein. Ammann war eine Politikerin, eine geistvolle gläubige Frau, mit beiden Beinen im Leben, voll engagiert für die Frauen untereinander und für Bildung. Im Lauf der Jahre gründete sie verschiedene Organisationen wie den bayerischen Landesverband des Katholischen Frauenbundes (KDFB), die heutige Katholische Stiftungshochschule KSH, den Fachverband IN VIA mit den kath. Bahnhofsmissionen, die Polizeiseelsorge Bayern und vieles mehr. Von 1919 bis 1932 war sie Mitglied des Bayerischen Landtags. 1923 war es ihrer Initiative zu verdanken, dass Hitlers geplanter Putsch nicht geglückt ist. Am 23.11.1932 stirbt Ellen Ammann an den Folgen eines Schlaganfalls. Ihr Erbe ein großes Netzwerk von Einrichtungen und Organisationen. Ihr Motto: „Nicht reden, sondern handeln.” Auf den vorbereiteten Tischen konnten die Frauen im Pfarrheim herausfinden, wie sie ihre eigenen Ressourcen und Talente mutig einsetzten können. Dazu moderierten Hierold, Wittmann und Ulrike Selch. Vorsitzende Angelika Hierold bedankte sich bei der Referentin Schießleder für den sehr ansprechenden Vortrag. Vier junge neue Frauen ließen sich in die Gemeinschaft aufnehmen freute sich Hierold.
Nach der Lichterrorate in der Pfarrkirche wurde vom Frauenbund ein großartiges Adventsfrühstück allen interessierten Besuchern im Pfarrheim angeboten und fand großen Anklang.  (Bild: Peter Garreiss)

Erste Lichterrorate und Adventfrühstück

Zur ersten Lichterrorate um 6.00 Uhr früh in die Pfarrkirche waren die Gläubigen am 1. Dezember zum ersten Advent eingeladen. Angebrachte Kerzen an den Kirchenstühlen wiesen auf diesen besonderen Gottesdienst im Advent hin und dieser war ganz gut besucht. Pfarrer Udo Klösel und Diakon Herbert Sturm hielten die Rorate begleitet von den Ministranten. Manche Besucher kamen mit Laternen. „Macht hoch die Tür“ wurde eingestimmt. Talina Winter aus Leuchtenberg begleitete musikalisch die Rorate mit Gesang und Orgelspiel. Sie hatte schöne Adventslieder in ihrem Repertoire wie „Advent ist ein Leuchten“. Zum Schluss dankte der Pfarrer den Kirchenbesuchern sowie für die musikalische Begleitung der Rorate. Anschließend waren alle Besucher zum Adventsfrühstück vom Frauenbund ins Pfarrheim eingeladen. Sehr zahlreich waren die Gäste gekommen, auch aus Tännesberg. Gekommen war auch Geistlicher Beirat Pfarrer Udo Klösel und Diakon Herbert Sturm sowie die Sängerin. Das Frauenbund-Team um die stellvertretende Vorsitzende hatte alles bestens vorbereitet. Mit einem Glas Sekt bzw. Orangensaft wurden die Gäste empfangen. Ein riesiges und reichhaltiges Frühstücksbuffet erwartete die Frauen und Männer. Geboten von Kaffee, Tee, Orangensaft, Sekt, Wurst- und Käseplatten, Lachs, Eiern, verschiedene Aufstrichen, Semmeln und Brot, Blätterteig-Lachssterne, Müsli, selbst gemachte Marmeladen, Honig, Gemüsesticks und vieles mehr. Der Kaffee wurde gekocht und spendiert von Carola Busch. Alles was das Herz begehrt war vorhanden und liebevoll zubereitet. Für den Nachtisch gab es verschiedene Joghurt, Obstsalat und Süßes wie Lebkuchen, Stollen, Torte und besonders gefüllte rosa Macaron-Plätzchen.

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