Super verlief ist das Holunderfest des Frauenbundes trotz des windigen Wetters. Fleißig haben die Mitglieder die Hollerkücheln gebacken. Über den großartigen Besuch freuten sich die Mitglieder. (Bild: Moni Rappl)

Holunderfest super gelaufen trotz windigen Wetters

Ein voller Erfolgt war das Holunderfest des Frauenbundes um die Vorsitzenden Angelika Hierold, Maria Bäumler und Maria Bayer-Schmidt am Sonntag. Trotz des windigen Wetters kamen die zahlreichen Besucher aus der nördlichen Oberpfalz und darüber hinaus ob mit dem Auto, als Radfahrer oder mit dem Traktor vom Oldtimertreffen. Aus dem Gesundbrunnen Holunder wurde vieles „gezaubert”. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Hollerfans, die sich die Hollerkücheln und das Hollerwasser schmecken lassen. Trotz des nicht gerade idealen Wetters tat es der Veranstaltung keinen Abbruch. So saßen die Besucher im und vor dem Pfarrheim darunter auch Zweiter Bürgermeister Helmut Meindl. Tüchtig haben die Mitglieder zusammen geholfen und auch die neuen Mitglieder haben sich super mit eingebracht. In der großen Friteuse wurden dauernd die Hollerküchln” goldbraun und knusprig gebacken. Für die Hollerküchln musste man sich manchmal anstellen. Die Gäste fanden sie sehr gut und schwärmten davon. Manche nahmen Hollerküchln mit und andere Gäste holten sie sogar nach Hause. In aller Herrgottsfrühe waren einige Frauen schon unterwegs um schöne große Holunderdolden zu pflücken. Daneben gab es weitere Getränke von Hugo, Kaffee, Tee, Bier, Radler, Limo bis Aperol Spritz und Sekt. Die Damen hatten meisterlich gebacken und boten dazu ein riesiges und leckeres Kuchenbuffet bis zur Holundertorte und Schmalzkücheln. Im Angebot waren auch Käsespieße und belegte Semmeln. Ein weiteres Team bereitete in der Küche den dazu benötigten Teig für die Hollerkücheln zu. Ferner gab es zum mit nach Hause nehmen Holunderblütenessig, Holunderlikör und Holundergelee jeweils aus Blüten und Beeren und Holunderblütensirup wie auch das Moosbacher Kochbuch Band 3.
Der Frauenbund hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Die Vorstandschaft hielt Rückblick und informierte die Mitglieder. (Bild: Peter Garreiss)

Bei der Jahreshauptversammlung - Rückschau auf das abgelaufene Vereinsjahr

Nach der Monatsmesse für die verstorbenen Mitglieder trafen sich die Frauen des Katholischen Frauenbundes Moosbach zur Jahreshauptversammlung im Pfarrheim. Vorsitzende Angelika Hierold konnte dazu die Diözesanvorsitzende Martha Bauer, Geistlichen Beirat Pfarrer Udo Klösel und zweiten Bürgermeister Bernhard Rom begrüßen. Nach dem Todengedenken für sieben verstorbene Mitglieder trugen anschließend das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung die Schriftführerinnen Ulrike Selch und Silke Wittmann vor. Vorsitzende Hierold erinnerte in ihrem Tätigkeitsbericht an die zahlreichen Aktionen und wiederkehrenden Bräuche im Vereinsjahr. Teilgenommen wurde auch an kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen. Außerdem wurden Herzkissen genäht für die an Brustkrebs erkrankten Frauen im Klinikum Weiden. Die neue Krabbelgruppe unter der Leitung von Julia Weiß wurde gestartet. Hierold erinnerte an den Ellen Ammann-Abend und wies auf die Vernetzung hin. Der kürzlich gehaltene Sauerteigvortrag war der Renner im vollen Pfarrheim. Vorsitzende Angelika Hierold dankte namentlich den Frauen bei der Durchführung der vielen Aktionen. Dies könne nur geleistet werden, wenn die Vorstandschaft und die helfenden Mitglieder zusammen stehen und tatkräftig sowie eigenständig Veranstaltungen übernehmen. Dazu rief Hierold die Frauen auf und bat um Mitwirkung. Je mehr Beauftragte es sind, um mehr Aktionen können durchgeführt werden. Zahlreiche Aufgaben auf viele Schultern verteilt kann es gelingen, dass alle Spaß und Zeit dafür haben. Über die Vereinkasse berichtete Schatzmeisterin Elisabeth Reger. 250 Euro Spende erhielten sie von der Volks- und Raiffeisenbank. Die Ausgaben an Spenden betrugen 2.150 Euro (jeweils 250 Euro für die Ministranten, Blumen für die Kirchen Moosbach und Tröbes, die Musikschule, den Sponsorenlauf der Grundschule, 150 Euro Material für Herzkissen und 900 Euro für die Kirchenorgel. Die Kasse prüften Monika Rappl und Waltraud Bäumler. Über die Kochbuch-Kasse informierte Elfriede Völkl. Daraus wurden 1.000 Euro gespendet jeweils 500 Euro für Strom- und Heizkosten im Pfarrheim und für den Förderverein Skilift Fahrenberg. Die Kasse wurde von Elisabeth Völkl geprüft. Die Versammlung erteilte den Schatzmeisterinnen und ebenso der Vorstandschaft die Entlastung.
Brotbacken aus selbst gezogenen Sauerteigen aber ohne zugesetzte Hefe. Vorsitzende Angelika Hierold (rechts) dankte den Bäckermeister Franz Vieracker.<br> (Bild: Peter Garreiss)

Feine Oberpfälzer Brotkultur

Unter dem Motto: „Sauerteig & Brotbacken“ hatte der Frauenbund in den Pfarrsaal eingeladen. Über 50 interessierte Teilnehmerinnen und Hobby-Brotbäckerinnen nahmen daran teil. Referent war der leidenschaftliche Bäckermeister Franz Vieracker. Wie er sagt, „lebt er mit seiner Frau Susanne ihren Traum mit einer einzigartigen Sauerteig-Backstube „dem Brotschatz“ in Paulsdorf bei Amberg“. Nach der Vorstellung ging er auf sein Handwerk ein. Sie verwenden für ihre Brote, handwerkliche Erfahrung, Wissen, Geduld und Liebe zum Produkt mit hochwertigen regionalen Zutaten wie Mehl, Wasser, Salz und sehr viel Zeit. Sie backen Premium-Sauerteigbackwaren, mit einem unvergleichlichem Geschmack, einer besonders knackigen Kruste und einer Bekömmlichkeit sowie einer sehr langen Frischhaltung. Ihre selbstgezogenen Roggen-, Weizen- und Dinkel-Vollkorn-Sauerteige sind so triebstark, dass sie es ermöglichen, ohne zugesetzte Backhefe zu arbeiten. Jedes ihrer Brote wird behutsam wie ein Schatz von Hand aufgearbeitet. Er versucht jedoch natürlich und neutral zu backen. Beim Vollkornmehl habe man immer die volle Dosis an Mineralstoffen und Ballaststoffen. Vollkornbrote mit den Ballaststoffen säubern den Darm. Er informierte über die Brotgetreide aus Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer und Einkorn und deren Mehle. Hinter den Mehlen steht immer eine Zahl. Je höher die Typenzahl ist desto höher sind Schalenanteile, Mineralstoffe und Ballaststoffe im Mehl. Besser ist es immer eine höhere Type zu nehmen. Dinkelmehl ist eine Weizensorte und habe mehr Gluten als Weizenmehle. Jedoch hob er das gesunde Dinkelvollkornmehl hervor. Vieracker informierte über das Fermentieren von Vollkornmehlen. Bei seinen Broten verwendet er auch Gewürze. Sauerteige aus Roggen und Weizen hatte der Referent als Ansichtsmaterial dabei. Roggensauerteig ist robuster. Auf das Ansetzten von Sauerteig ging er ein, das etwa zwei Monate dauert. Ein gutes Sauerteigbrot schmeckt nicht sauer, so der Fachmann. 80 % des Geschmacks eines Brotes ist in der Kruste. Brot nie bei Umluft backen. Auch der Römer- oder Tontopf kann verwendet werden. Er gab viele Tipps und Anregungen. Sechs verschiedene Brotsorten hatte er aus seiner Backstube zum Probieren mitgebracht. Zahlreiche Fragen hatte der Bäckermeister zu beantworten. Er wünschte den Bäckerinnen ein gutes Gelingen. Für den sehr aufschlussreichen und informativen Brotbackabend dankte Vorsitzende Angelika
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