Das traditionelle Übersetzungsfest in der Wieskirche wurde mit einem Festgottesdienst gefeiert. (Bild: Peter Garreiss)

Das 274. Übersetzungsfest zur Wieskirche - das Leben ist nur eine kurze Pilgerfahrt

„Schönster Jesus auf der Wies, der voller Gnaden ist” sangen die Gläubigen beim 274. Übersetzungsfest. Zur Erinnerung wurde das Gnadenbild des „Gegeißelten Heilands” von der Feldkapelle in die im Jahre 1752 neu erbaute Wieskirche übertragen. Zuvor zogen die Vereine mit den Moosbacher Musikanten vom Marktplatz zur Wallfahrtskirche. Die Feuerwehr Moosbach war mit ihrer Vereinsfahne dabei sowie die Kolpingfamilie mit ihrem Banner. Eingereiht hatten sich einige Markträte mit zweiten Bürgermeister Helmut Meindl sowie Pfarrgemeinderäte. Mit den Ministranten, Gemeindereferenten Benedikt Eckert, Gemeindeassistentin Vera Völkl sowie Diakon Herbert Sturm zog Pfarrer Udo Klösel feierlich in das Gotteshaus ein. Dort begrüßte der Pfarrer die Gläubigen, besonders die Wallfahrer aus Trausnitz, die schon seit vielen Jahren per Fußmarsch zum Übersetzungsfest zur Wies bei Moosbach pilgern. 1746 hatte die Bürgerstochter Elisabeth Hiltner aus Moosbach von einer Wallfahrt zur Wieskirche bei Steingaden eine 35 Zentimeter hohe Holzskulptur des gegeißelten Heilands mitgebracht. Diese war an der Gnadenfigur des Gegeißelten Heilands in Steingaden angerührt worden. Sie wurde in eine Feldkapelle gestellt. Bald ereigneten sich wundersame Dinge. Das Übersetzungsfest, war diesmal das 274. seiner Art und es wird jährlich zur Erinnerung an die Übersetzung der Gnadenstatue im Jahre 1752 von einer Feldkapelle in die damals neu erbaute Wieskirche übertragen und gefeiert. 2027 im Heimatfestjahr soll dieses Ereignis, das 275. Übersetzungsfest, laut der Predigt von Pfarrer Udo Klösel, besonders gefeiert werden. In seiner Festpredigt sprach Pfarrer Klösel die vielen Nöte und auch Freuden an, die die Wallfahrer seit Jahrhunderten vortragen. Sie baten den Gegeißelten Heiland, ihnen ihre Sorgen, Leiden, Krankheiten und Scherzen zu nehmen. Die erste aus Moosbach, die sich dazu auf den Weg nach Steingaden in Oberbayern machte, war die Bürgerstochter Elisabeth Hiltner. Wie war sie ohne die heutigen technischen Möglichkeiten wie Fernsehen oder Instagram darauf aufmerksam geworden? Sie war eben eine couragierte Frau aus einfachen und ärmlichen Verhältnissen mit Tatkraft und Durchsetzungsvermögen. Sie lade uns ein, den Glauben couragiert zu leben, durch gelebtes Christ-Sein, in Wort und Tat, in Gebet und Nächstenliebe. Das Moosbacher Bläserquartett und Lena Putzer an der Orgel umrahmten den Festgottesdienst. Pfarrer Klösel dankte am Ende allen, die das ganze Jahr zu den Pilgergottesdiensten in irgendeiner Weise beigetragen haben. Danach folgte der Rückmarsch zum Pfarrheim wo es zum Dank einen klein Umtrunk gab.
Beim Familiengottesdienst zum Erntedank brachten sich die Kinder mit ein. Sie berichteten vom Sonnengesang des Hl. Franziskus und ihre Bilder wurden auf die Pinwand geheftet. (Bild: Peter Garreiss)

Familiengottesdienst zum Erntedankfest Gemeinsam Danken mit dem Sonnengesang des heiligen Franziskus

Zum Familiengottesdienst am Erntedankfest wurde am Sonntag in die Pfarrkirche Moosbach eingeladen. Zahlreich waren die Familien bzw. Angehörigen mit den Kindern in das Gotteshaus gekommen. An diesem Sonntag zum Erntedanke wollen wir gemeinsam danken, führte Pfarrer Udo Klösel aus. Er wies auf den heiligen Franziskus, den hl. Franz von Assisi hin, der vor 800 Jahren verstorben ist. Wir wollen gemeinsam danken für die Schöpfung durch den Sonnengesang des heiligen Franziskus, sagte der Geistliche. Dazu trugen einige Kinder zum Kyrie die Bitten vor und die Kirchenbesucher antworteten mit „Herr, erbarme dich”. Der heilige Franziskus war ein Mensch, der auf die Schöpfung ganz besonders geachtet hat, so Pfarrer Klösel. Weil er die Schöpfung so liebte, hat er Gott in einem ganz besonderen Lied, dem Sonnengesang, für die Schöpfung gedankt. Dazu zeigten einige Kinder Bilder und sprachen Texte. So nannte Franziskus die Sonne seine Schwester. Auch wir danken für die Sonne, sie schenkt und Licht und Wärme. Ohne sie könnten wir nicht leben. Auch die Pflanzen brauchen sie zum Wachsen. Mond und die Sterne nannte Franziskus seine Geschwister. Auch wir danken ihnen, denn sie leuchten in der Nacht. Franziskus freute sich über die Luft, den Wind und die Wolken. Auch wir danken für Wind und Luft. Der Wind kühlt uns, wenn es warm ist und die Luft brauchen wir jeden Tag zum Atmen. Das Wasser war für Franziskus eine Schwester. Ohne Wasser könnten wir nicht leben. Auch für die Tiere und die Pflanzen ist es notwendig. Nur so gibt es die Welt, wie wir sie heute kennten. Die Erde nannte er seine Mutter. Sie trägt und ernährt uns. Auch wir danken für die vielen Früchte, Kräuter und Getreide. Dadurch haben wir genug zu essen. Diese Symbole der Kinder wurden durch die Gemeindeassistentin Verena Völkl an die Pinnwand geheftet. Die fünf Buben brachten die Fürbitten vor, mit dem gesungenen Antworten der Kirchenbesucher „Gelobt seist Du o Herr”. Um den Altar versammelt wurde gemeinsam das „Vater unser” gebetet. Guter Gott, du hast uns deine Schöpfung geschenkt, damit wir darauf gut leben können, dafür danken wir. Pfarrer Klösel dankte allen die zur Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen haben.
<br>„Gott lässt sein Reich mit uns wachsen“. Unter diesem Thema stand der Familiengottesdienst. Zum Vaterunser stellten sich die Mädchen und Buben mit Pfarrer Klösel und dem Gemeindereferenten Eckert mit um den Altar. (Bild: Peter Garreiss)

Wie Weizen bzw. Senfkorn soll der Glaube wachsen

„Gott lässt sein Reich mit uns wachsen“, unter diesem Thema stand der Familiengottesdienst, den Pfarrer Udo Klösel in der Pfarrkirche hielt. Eltern und Großeltern waren mit dem Nachwuchs gekommen. Gemeindereferent Benedikt Eckert begrüßte dazu. Ein Kind zeigte dazu Körner in einer Schale. Daraus kann was Großes wachsen, erklärte Eckert. Zum Kyrie begrüßten einige Kinder. Pfarrer Klösel trug das Evangelium vor in dem berichtet wird wie der Weizen mit dem Unkraut wächst. „Da sagte der Herr, wir warten bis zur Ernte“. Am Schluss wurde das Unkraut gebündelt und verbrannt. Den Weizen sollen sie in seine Scheune bringen. Der Gemeindereferent ging auf das Gleichnis von Jesus mit dem Senfkorn ein und erklärte es den Kindern. Das Reich Gottes ist so klein und kann immer größer wachsen. Dazu brachten einige Kinder und Mütter Gedanken vor. Nach Jesus soll es wachsen durch Freude, Liebe, Hoffnung, Friede und Glaube. Dazu hatten die Kinder gemalte Plakate in den Händen, die darauf hinwiesen. Diese wurden dann an den kleinen Strauch gehängt. Gemeinsam wurde gebetet und gesungen sowie auch Solo durch Talina Winter mit Orgelbegleitung. Die Fürbitten wurden von den Kindern vorgetragen, mit der Antwort der Gläubigen, „Dein Reich komme“. Zum gemeinsamen Vaterunser versammelten sich die Kinder um den Altar mit Pfarrer Udo Klösel und den Gemeindereferenten Benedikt Eckert. Den Familiengottesdienst hatten einige Mütter mit dem Gemeindereferenten Benedikt Eckert vorbereitet.
Anschaulich und mit viel Hintergrundwissen erläuterte Pfarrer Udo Klösel den Teilnehmern die Figuren, Altäre und die Geschichte der Wieskirche bei Grub. (Bild: Claudia Rieß)

Spannende Einblicke in die Geschichte der Wieskirche bei Grub/Moosbach

Im Rahmen der Moosbacher Erlebnistouren führte Pfarrer Udo Klösel Interessierte durch die Wieskirche bei Grub und vermittelte dabei interessante Einblicke in deren Geschichte und Bedeutung. Zu Beginn erläuterte er die Entstehungsgeschichte der Kirche und ging auf die Hintergründe ihrer Errichtung ein. Anschließend erklärte er die Figuren und Darstellungen im Kirchenraum und zeigte deren religiöse und historische Bedeutung auf. Besonders anschaulich erläuterte Pfarrer Klösel die Figuren und Altäre der Wieskirche. Im Mittelpunkt steht das Gnadenbild des gegeißelten Heilands, das einst die Wallfahrt nach Grub begründete. Auch die Darstellungen der Gottesmutter Maria, des heiligen Franz von Assisi sowie weiterer Heiliger erklärte er und zeigte deren Bedeutung für den christlichen Glauben und die Wallfahrtstradition auf. Ein weiterer Schwerpunkt der Führung war die frühere Wallfahrt zur Wieskirche. Pfarrer Klösel berichtete von den zahlreichen Pilgern, die einst nach Grub kamen, und stellte die Votivtafeln sowie verschiedene Votivgaben vor. Diese gespendeten Gegenstände zeugen bis heute von den Anliegen, Hoffnungen und dem Dank der Gläubigen und geben einen eindrucksvollen Einblick in die Frömmigkeit vergangener Zeiten. Pfarrer Klösel spannte dabei auch den Bogen von der einst bedeutenden Wallfahrt zur heutigen Nutzung der Wieskirche. Auch wenn die großen Pilgerströme vergangener Zeiten ausbleiben, pilgern bis heute einzelne Wallfahrtsgruppen zur Wieskirche und halten die Tradition lebendig. Darüber hinaus werden von Mai bis Mitte Oktober jeweils montags Gottesdienste gefeiert. So bleibt die Wieskirche auch heute ein besonderer Ort des Glaubens, der Begegnung und der Besinnung. Die Teilnehmer verfolgten die Ausführungen mit großem Interesse und nutzten die Gelegenheit, Fragen zur Geschichte der Kirche und zur früheren Wallfahrt zu stellen. Die Führung bot einen abwechslungsreichen Einblick in die religiöse und kulturelle Bedeutung der Wieskirche bei Grub und stellte einen gelungenen Programmpunkt der Moosbacher Erlebnistouren dar.
Eine große Teilnahme an der Fronleichnams-Prozession in Moosbach mit den Vereinen und der Bevölkerung unter den Klängen der Moosbacher Musikanten. (Bild: Peter Garreiss)

Fronleichnam war eine Demonstration des Glaubens

Bei idealem Wetter wurde heuer das Fronleichnamsfest in der Pfarrei Moosbach gefeiert. Durch die große Teilnahme war es wieder eine Demonstration des Glaubens. Bereits am Vorabend spielten die Moosbacher Musikanten zum Zapfenstreich und am Fronleichnam ab 6 Uhr zum Weckruf. Überfüllt war die Pfarrkirche beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Zehn Fahnenabordnungen der Vereine nahmen an der Seite Aufstellung. Den Gottesdienst zum Hochfest im Kirchenjahr hielten Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega. Mit am Altar Diakon Herbert Sturm und Gemeindereferent Benedikt Eckert. Der Kirchenchor unter Leitung von Lena Putzer gestaltete die Feier musikalisch mit. In der Predigt ging Pfarrer Klösel auf das Fronleichnamsfest ein. Der Ursprung dieses Festes folgte am Gründonnerstag mit der Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus beim letzten Abendmahl. Nach dem Festgottesdienst setzte sich eine lange Fronleichnams-Prozession unter den Klängen der Moosbacher Musikanten in Bewegung. Nach den Vereinen mit ihren Fahnen, der Musik und den Erstkommunionkindern sowie den Ministranten folgte der Himmel, der von vier jungen Männern getragen wurde. Die Geistlichen trugen abwechselnd das Allerheiligste in der Monstranz durch den Ort. Unter den Teilnehmern waren auch die kirchlichen und weltlichen Gremien mit Bürgermeister Armin Bulenda. An den vier wunderschön mit Blumenteppichen geschmückten Altären bei den Familien Bernhard und Gall, der Einmündung der Saubersriether Straße in die Hauptstraße und bei der Kirche am Marktplatz wurde halt gemacht. Dort wurde von Diakon Herbert Sturm das Evangelium verkündet. Der Gemeindereferent Benedikt Eckert sowie die Lektorinnen trugen die Fürbitten vor. Der Segen wurde abwechselnd von Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega an den Altären erteilt. Beim Umzug fungierte Elisabeth Völkl als Vorbeterin. Der Abschluss fand an der Kirche bzw. am Marktplatz statt. Nach dem Segen wurde zum „Großen Gott“, begleitet von den Musikanten eingestimmt. Die Böllerschützen kündeten anfangs das Ereignis an und machten auch den Schlusspunkt.
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