Der KDFB begrüßt neue Mitglieder und ehrt Jubilarinnen (Bild: Sonja Sczech )

Großes Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen des katholischen Frauenbundes Flossenbürg

Der KDFB Flossenbürg kann auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken. Das Fest am Kirchweihsonntag begann mit einer Heiligen Messe mit Totenehrung in der Pfarrkirche. Mit großer Freude begrüßten Vereinsmitglieder und viele weitere Gläubige den früheren Ortspfarrer Dekan Alfons Kaufmann als Hauptzelebranten. Dieser war 15 Jahre lang geistlicher Beirat des Vereins. Besonders feierlich wurde der Gottesdienst durch die Teilnahme von Pfarrer John Subash Vincent und des früheren Pfarrvikars Dr. John Palathinkal. Weitere Ehrengäste waren Gemeindereferentin Kerstin Wallmeyer und die Diözesanvorsitzende Martha Bauer. Über 80 Mitglieder und Gäste, darunter Pfarrvikar Pater Arul und Bürgermeister Thomas Meiler, trafen sich zur anschließenden Feier im Theresienheim. Auf ein gemeinsames Mittagessen folgte der Festakt, beginnend mit der Begrüßung durch die Vorsitzende Sonja Sczech. Im Anschluss betonte der geistliche Beirat Pfarrer John Subash Vincent in seinen Grußworten, welch große Bedeutung der Frauenbund und sein Engagement für die ganze Pfarrei habe. Sonja Sczech blickte dann in einer launigen Präsentation mit zahlreichen Fotos und alten Dokumenten auf die bewegte Vereinsgeschichte zurück. Diözesanvorsitzende Martha Bauer gratulierte herzlich zum Jubiläum und erinnerte an die Bedeutung des Verbands als Stimme der Frauen in der Gesellschaft. Der Zweigverein Flossenbürg konnte in den letzten Jahren viele neue Mitglieder begrüßen, allein fünf in diesem Jahr, die mit Rosen willkommen geheißen wurden. Höhepunkt des Festakts waren die Ehrungen von 18 langjährigen Mitgliedern, davon 11 Jubilarinnen mit einer 50-jährigen Mitgliedschaft. Zur großen Freude aller waren diese Frauen der ersten Stunde fast ausnahmslos anwesend und erhielten die Ehrennadel in Gold mit Stein. Nach einigen Grußworten von Bürgermeister Thomas Meiler verbrachte man bei Kaffee und Kuchen noch einen gemütlichen Nachmittag mit vielen Gesprächen und dem Austausch von Erinnerungen an 50 besondere Jahre.
Die mächtigen Felsblöcke am Doost wären ohne Aufhellblitz auf Fotos nur schemenhaft zu sehen. Tipps zum Gegensteuern gab es beim Fotoklub. (Bild: Jürgen Riebl)

Wo viel Licht ist, ist viel Schatten

Grelles Licht und tiefe Schatten sorgen bei Hobbyfotografen oft für Ärger. Begegnen lässt sich dem mit kleinen und effektiven Hilfsmitteln. Mehr darüber erfahren ließ sich am Donnerstag (8. Oktober 2026) beim jüngsten Treffen des Flossenbürger Fotoklubs. Jürgen Riebl berichtete in Murphys Pilsstube über die Outdoor-Blitztechnik. Sein Vortrag führte vor Augen, wie sehr sich Aufnahmen im Freien mit etwas Wissen und wenig Aufwand deutlich verbessern lassen: „Die Gerätschaften sind klein, leicht und kosten nicht viel.” Mitgebracht hatte der erfahrene Fotograf ein Miniiaturblitzgerät, einen Funkauslöser und Stative. Riebls Herz hängt an analogen Kameras und an selbst entwickelten Bildern in schwarz-weiß: „Die Grundsätze für die Blitztechnik gelten aber genauso für die digitale Fotoausrüstung.” Ein wenig Theorie wurde an dem Abend ergänzt durch Beispiele auf der Leinwand. Der Bogen spannte sich von Portraits im Gegenlicht bis hin zum Aufhellen von Gebäudeteilen. „Ausprobieren und über die besseren Ergebnisse staunen”, forderte Riebl auf. Konstruktive Gespräche gab es anschließend zu den von den Mitgliedern vorgestellten „Bildern zur Diskussion”. Einen Besuch abstatten will die Gemeinschaft dem Fotoclub Regenstauf und der BSW-Fotogruppe Weiden. Die befreundeten Gemeinschaften treten mit Ausstellungen an die Öffentlichkeit. Vorbereitet wurde im Weiteren das eigene Programm für das Jahr 2027. Dabei überraschte Elke Englmaier mit einer Zusage. Im Juni präsentiert sie Impressionen rund um Paulusbrunn. Zu dem in der Tschechei gelegenen und nur noch in Fragmenten erhaltenen Ort gibt es auch Verbindungen nach Flossenbürg.
Beim Stehempfang im Kirchhof kamen die Gläubigen mit Pater Arul ins Gespräch. (Bild: Sonja Sczech )

Ein herzliches Willkommen für den neuen Pfarrvikar

So ganz neu ist Pfarrvikar Pater Arulpelavendran Arul Doss in Flossenbürg eigentlich gar nicht mehr. Seit dem 1. September tut der Geistliche bereits seinen Dienst in der Pfarreiengemeinschaft St. Christoph-Neukirchen/ Flossenbürg, hat schon so manche Gottesdienste gehalten, sich in verschiedenen Gremien vorgestellt und unter anderem beim Chor vorbeigeschaut, mit dem Frauenbund Brotzeit gemacht und die Ministranten kennengelernt. Der erste Eindruck der Gläubigen vom neuen Geistlichen fiel dabei durchweg positiv aus. Das Erntedankfest war nun ein mehr als geeigneter Anlass, ihn ganz offiziell und feierlich in der Flossenbürger Pfarrei willkommen zu heißen. Beim mehr als gut besuchten Festgottesdienst, der musikalisch vom Kirchenchor umrahmt und von der gesamten Ministrantenschaft mitgestaltet wurde, drückte Pfarrer John Subash Vincent den Dank aller aus, dass weiterhin ein zweiter Priester in der Pfarreiengemeinschaft wirken kann. Er betonte seine langjährige Verbindung zu Pater Arul, der ein Mitbruder seines Ordens ist und den er seit dem Priesterseminar kennt. Bürgermeister Thomas Meiler hieß Pater Arul im Namen der Gemeinde Flossenbürg willkommen, und Kirchenpfleger Josef Völkl überreichte ihm die Flossenbürger Chronik. Zwar müsse der Geistliche nicht unbedingt alles ganz genau lesen, aber vielleicht bekomme er durch die Lektüre einen Eindruck, von welchem Schlag die Flossenbürger seien. Besonders von allen begrüßt wurde die große Delegation aus Pater Aruls vorheriger Wirkungsstätte Neusorg/ Pullenreuth, die extra zur Mitfeier angereist war. In seinen Dankesworten brachte Pater Arul seine Freude für den herzlichen Empfang zum Ausdruck und formulierte seinen Wunsch für den kommenden Dienst: er wolle nicht nur Feste mit den Gläubigen feiern, sondern mit allen gemeinsam unterwegs sein und die Menschen im Glauben begleiten. Bei herrlichem Herbstwetter schloss sich ein Stehempfang im Kirchhof an, der allen die Gelegenheit bot, miteinander ins Gespräch zu kommen.


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Besichtigung Kloster Reichenau mit Pfarrer Alois Hammerer (l.) (Bild: Sonja Sczech )

Musik im Gepäck: Kirchenchor Flossenbürg besucht früheren Pfarrvikar

Der katholische Kirchenchor Flossenbürg war zum Chorausflug mit einem besonderen Anlass unterwegs: Anfang August hatte die Pfarreiengemeinschaft St. Christoph-Neukirchen/ St. Pankratius-Flossenbürg schweren Herzens ihren Pfarrvikar Dr. John Palathinkal verabschieden müssen. Wenige Wochen später machten sich die Sängerinnen und Sänger nun zusammen mit Familien und anderen Gläubigen auf den Weg in die Pfarreiengemeinschaft Walderbach-Neubäu, um den beliebten Seelsorger beim Amtsantritt an neuer Wirkungsstätte zu unterstützen. Bei der Heiligen Messe in der Pfarrkirche Mariä Namen in Neubäu am See wurde dem Chor eine besondere Ehre zuteil: Auf Einladung des Ortsgeistlichen Pfarrer Alois Hammerer übernahmen die Flossenbürger Sängerinnen und Sänger die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes zum Patrozinium der Pfarrkirche. Unterstützt vom Organisten Martin Fischer aus Bernhardswald untermalte der Chor die Festmesse mit Marienliedern und deutschen Messgesängen. Pfarrvikar John dankte am Ende der Messe nicht nur seiner neuen Pfarrei für die freundliche Aufnahme, sondern auch den angereisten rund 40 Unterstützern für ihr Kommen und insbesondere dem Chor für den Gesang. Im Anschluss gab es von der Neubäuer Pfarrei Kücheln für alle und die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen. Der Chorausflug ging dann mit einem gemütlichen gemeinsamen Mittagessen in Reichenbach weiter. Alle freuten sich sehr, dass sich Pfarrer Alois Hammerer trotz weiterer terminlicher Verpflichtungen danach die Zeit nahm, der Gruppe eine Einführung zum Kloster Reichenbach, seiner Geschichte und den Besonderheiten der wunderschönen Klosterkirche zu geben. Beeindruckend waren dabei auch seine Erläuterungen zur Entwicklung des Ortes als Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Mit vielen guten Wünschen und dem Versprechen auf ein baldiges Wiedersehen verabschiedeten sich die Flossenbürger dann von Pfarrvikar John und machten sich auf die Heimreise.
Pater Dariusz (M.) mit Flossenbürger Pfarreiangehörigen (Bild: Sonja Sczech)

Viele Jahre zu Gast und längst verbunden - Pfarrei Flossenbürg sagt Pater Dariusz Vergelt's Gott

Als 1996 Pater Dariusz Sztuk zum ersten Mal als Urlaubsvertretung in die Pfarrei St. Pankratius zu Flossenbürg kam, war seine Heimat Polen noch nicht Teil der EU, in Deutschland zahlte man mit der D-Mark und der Ortsgeistliche hieß Pfarrer Alfons Kaufmann. Dass diese Urlaubsvertretung des damals gerade erst zum Priester geweihten Salesianers der Beginn einer mittlerweile 30 Jahre andauernden Verbundenheit und seelsorgerischen Begleitung werden würde, konnte keiner ahnen. Die Flossenbürger freuten sich jedenfalls auch dieses Jahr allesamt, dass Pater Dariusz, mittlerweile längst Professor an der Universität in Warschau, zum damit 31. Mal drei Wochen lang in Flossenbürg zu Gast war. Neben der Pflege der entstandenen Freundschaften feierte er in der Zeit alle Heiligen Messen in der Pfarrei, samt Mariä Himmelfahrt und der Kirwa. Die Flossenbürger freuten sich über herzliche Begegnungen, geistlichen Beistand und inspirierende Predigten. Bei der Verabschiedung des beliebten Geistlichen stellte Kirchenpfleger Josef Völkl in seiner Danksagung fest, dass die Pfarrei in diesen drei Jahrzehnten bereits von drei verschiedenen Ortsgeistlichen geleitet wurde und nun auch kurz vor einem Wechsel bei der Stelle des Pfarrvikars steht. Die einzige Konstante sei Pater Dariusz, sodass man, wie Josef Völkl augenzwinkernd hinzufügte, doch darüber nachdenken könnte, im Bistum seine Anstellung als Ortspfarrer zu beantragen. Dem Dank von Kirchenverwaltung und Pfarrer John Subash Vincent schlossen sich Ehrenamtliche der verschiedenen Gruppierungen und viele Gläubige an. Zur Unterstützung seines Wirkens überreichten KAB und Frauenbund Pater Dariusz Spenden, ebenso war die Kollekte des Wochenendes für ihn bestimmt. Mit den Worten aus dem gemeinsam gesungenen Segenslied „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand” und dem Versprechen, einander im Gebet verbunden zu bleiben, wünschten alle Pater Dariusz eine gute Heimreise und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
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