Die Sternsinger der Pfarrei Flossenbürg bei ihrer Aussendung. (Bild: Sonja Sczech)

Aktion Dreikönigssingen in Flossenbürg

„Christus segne dieses Haus!” - auch dieses Jahr beteiligten sich Kinder und Jugendliche der katholischen Pfarrei St. Pankratius an der deutschlandweiten Sternsingeraktion. Zunächst fuhren sie nach Regensburg zur diözesanen Aussendungsfeier mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Dom. Bereits im Zug trafen sie auf Dutzende andere Sternsinger, insgesamt waren es dann 1200 Teilnehmende - ein ganz besonderes Erlebnis. Einige Tage später machten sich die 16 Flossenbürger Sternsinger dann im Dorf auf den Weg. Nach einer kurzen Aussendungsandacht in der Pfarrkirche besuchten sie trotz Schnee und Eis die rund 550 Haushalte im Ort. Dabei brachten sie wie damals der Stern von Bethlehem Licht in die Welt und zu den Menschen und baten um Gottes Segen für die Familien. Die Sternsinger freuten sich über die herzliche Aufnahme bei den Besuchten: Die kleineren Kinder staunten über die prächtigen Gewänder der „Könige”, die vor mittlerweile vielen Jahren in liebevoller Kreativität eigens von Frau Thea Eckert genäht wurden und nichts von ihrem Glanz verloren haben. Und gerade für die alleinstehenden und älteren Personen war der Besuch der Sternsinger ein Highlight in diesen kalten und dunklen Tagen. So waren die Flossenbürger auch sehr großzügig: fast 3500 € wurden gespendet für die diesjährige Aktion „Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit”. Und auch die fleißigen Sternsinger gingen nicht leer aus, sie wurden reichlich beschenkt mit Süßigkeiten und einem kleinen Taschengeld. Zum Abschluss der Aktion versammelten sich die Sternsinger zur Teilnahme an der feierlichen Messe am Hochfest des Dreikönigstages. Pfarrer Max Früchtl, der in Vertretung den würdevollen Gottesdienst leitete, dankte nochmals im Namen aller Gläubigen den jungen Leuten für ihr Engagement und ihre Zeit für diesen besonderen Dienst, der sowohl bedürftigen Kindern weltweit hilft als auch dieses Jahr wieder den Weihnachtssegen und Freude in die Haushalte und Herzen der Flossenbürger gebracht hat.


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24 Mädchen und jungen erweckten die Weihnachtsgeschichte zum Leben. (Bild: Sonja Sczech)

Eine Nacht, in der der Himmel die Erde berührte - Krippenspiel in Flossenbürg

Mit einem eindrucksvollen Krippenspiel stimmten 24 Kinder in der katholischen Pfarrkirche auf das Weihnachtsfest ein. Zu Beginn führte Anna Eismann einfühlsam auf die besondere Nacht von Weihnachten hin und öffnete damit den Raum für Besinnung und Erwartung. Sophia Erndt führte als Erzählerin ruhig und sicher durch die Geschichte. Sterne (Laura Kick, Paulina Pfendt, Luisa Baur und Paula Janker), die heller leuchteten als zuvor, zogen sich dabei als hoffnungsvolles Symbol durch die Aufführung. Zunächst war Josef (Anton Semmelmann) von Zweifeln geplagt, bis ihm der Engel Gabriel (Emily Kick) im Traum erschien und ihm Vertrauen gab. Maria (Annika Baur) überzeugte an Josefs Seite mit Ruhe, Zuversicht und Glauben und verlieh dem Spiel eine besondere Tiefe. Als Bote des Kaisers verkündete Luis Schulte-Bahrenberg den Erlass, der Maria und Josef zur Reise nach Bethlehem zwang. Dort angekommen, verschloss ihnen eine barsche Wirtin (Marlene Waldmann) die Tür und bot ihnen schließlich nur einen Stall als Unterkunft an. Begleitet wurde die Handlung von Engeln (Annalena Säckl, Timea Smitková, Anna Eiglmeier, Paula Schulte-Bahrenberg, Leni Klotz) die feierlich und bewegend die frohe Botschaft verkündeten. Die Hirten (Annalena Plödt, Jana Strunz, Henrik Frischholz, Johanna Wipauer, Antonia Plödt, Sophia Zettl, Ella Eiglmeier, Laura Vlacilová) wurden von den Engeln überrascht und hörten voller Staunen von der Geburt des Heilands. Einstudiert wurde das Krippenspiel von Gemeindereferentin Kerstin Wallmeyer, tatkräftig unterstützt von ihrer Tochter Marie-Christin. Mit viel Engagement und Liebe zum Detail gelang es ihnen, die Weihnachtsgeschichte lebendig und zeitlos zugleich zu erzählen. Ein weiterer Höhepunkt der Messe war der wunderbare Gesang von Lena und Luisa Riedl, Emma, Paula und Tabea Meiler unter der Leitung von Barbara Birkner. Der Gottesdienst endete mit dem festlichen Weihnachtssegen von Pfarrer John Subash Vincent und dem gemeinsamen Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht”.
Die diesjährigen Erstkommunionkinder mit Gemeindereferentin Kerstin Wallmayer (vorne) gestalten ihr Adventsfenster. (Bild: Sonja Sczech)

Advent im Dorf in Flossenbürg: Kinder und Frauenbund gestalten jeweils ein Adventsfenster

Nach dem Auftakt vor der evangelischen Kirche in der ersten Adventswoche versammelten sich in den letzten beiden Wochen erneut viele Flossenbürger Gläubige beider Konfessionen zum Advent im Dorf. Am 10. Dezember luden die sechs Erstkommunionkinder zusammen mit ihren Familien zur Öffnung ihres Adventsfensters ein. Gemeindereferentin Kerstin Wallmeyer hatte zusammen mit ihnen ein Fenster des katholischen Pfarrhofs gestaltet. Fast 70 Leute, unter ihnen viele Kinder und auch die beiden Ortsgeistlichen Pfarrer Wilfried Römischer und Pfarrer John Subash Vincent, nahmen mit Kerzen in den Händen an der Andacht im Kirchhof teil. Die Kinder hatten das Thema „Herzens-Tür” gewählt: Jeder ist eingeladen, die Tür seines Herzens zu öffnen, für das Kommen Jesu und sein Licht, für seine Mitmenschen und das Gute in der Welt. Am darauffolgenden Mittwoch war erneut im Kirchhof der katholischen Kirche Treffpunkt. Das letzte Adventsfenster in diesem Jahr wurde vom Katholischen Frauenbund ausgerichtet. Es führte die auch dieses Mal zahlreich erschienenen Gläubigen zur Heiligen Familie. Diese zeigt uns, dass das größte Licht oft im Kleinen beginnt, sie kann Vertrauen, Hoffnung und Mut schenken für unsere Familien heute. Das gemeinsame Singen und Beten wurde musikalisch von Sophia und Lukas Erndt am Piano begleitet. Die beiden Andachten luden die Teilnehmenden dazu ein, einen Moment zur Ruhe und zur Besinnung zu kommen in den oft hektischen Tagen der Vorweihnachtszeit. Zugleich nutzten alle die Gelegenheit, jeweils im Anschluss an das Gebet noch bei Glühwein, Punsch, Tee und Gebäck zu verweilen, sich zu unterhalten und gemeinsam zu lachen. So war der überkonfessionelle Advent im Dorf auch dieses Jahr ein rundum gelungenes gemeinsames Angebot der beiden Kirchengemeinden, an dem an allen Terminen außerordentlich viele Menschen teilnahmen.
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