Pater Dariusz (M.) mit Flossenbürger Pfarreiangehörigen (Bild: Sonja Sczech)

Viele Jahre zu Gast und längst verbunden - Pfarrei Flossenbürg sagt Pater Dariusz Vergelt's Gott

Als 1996 Pater Dariusz Sztuk zum ersten Mal als Urlaubsvertretung in die Pfarrei St. Pankratius zu Flossenbürg kam, war seine Heimat Polen noch nicht Teil der EU, in Deutschland zahlte man mit der D-Mark und der Ortsgeistliche hieß Pfarrer Alfons Kaufmann. Dass diese Urlaubsvertretung des damals gerade erst zum Priester geweihten Salesianers der Beginn einer mittlerweile 30 Jahre andauernden Verbundenheit und seelsorgerischen Begleitung werden würde, konnte keiner ahnen. Die Flossenbürger freuten sich jedenfalls auch dieses Jahr allesamt, dass Pater Dariusz, mittlerweile längst Professor an der Universität in Warschau, zum damit 31. Mal drei Wochen lang in Flossenbürg zu Gast war. Neben der Pflege der entstandenen Freundschaften feierte er in der Zeit alle Heiligen Messen in der Pfarrei, samt Mariä Himmelfahrt und der Kirwa. Die Flossenbürger freuten sich über herzliche Begegnungen, geistlichen Beistand und inspirierende Predigten. Bei der Verabschiedung des beliebten Geistlichen stellte Kirchenpfleger Josef Völkl in seiner Danksagung fest, dass die Pfarrei in diesen drei Jahrzehnten bereits von drei verschiedenen Ortsgeistlichen geleitet wurde und nun auch kurz vor einem Wechsel bei der Stelle des Pfarrvikars steht. Die einzige Konstante sei Pater Dariusz, sodass man, wie Josef Völkl augenzwinkernd hinzufügte, doch darüber nachdenken könnte, im Bistum seine Anstellung als Ortspfarrer zu beantragen. Dem Dank von Kirchenverwaltung und Pfarrer John Subash Vincent schlossen sich Ehrenamtliche der verschiedenen Gruppierungen und viele Gläubige an. Zur Unterstützung seines Wirkens überreichten KAB und Frauenbund Pater Dariusz Spenden, ebenso war die Kollekte des Wochenendes für ihn bestimmt. Mit den Worten aus dem gemeinsam gesungenen Segenslied „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand” und dem Versprechen, einander im Gebet verbunden zu bleiben, wünschten alle Pater Dariusz eine gute Heimreise und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
MGV Flossenbürg unter der Leistung von Herbert Kraus - rechts. (Bild: Christina Rosner)

„Flossenbürger Klänge“ verzaubern über 120 Besucher im Rathausgarten

An dem warmen Sommerabend verwandelte sich der Rathausgarten in Flossenbürg am Donnerstag in eine stimmungsvolle Konzertbühne. Zur traditionellen Serenade „Flossenbürger Klänge“ hatte der Männergesangverein (MGV) Flossenbürg e.V. eingeladen, um den Flossenbürgern bei freiem Eintritt einen kurzweiligen musikalischen Abend zu bereiten. Der 1. Vorsitzende des MGV, Stefan Meiler, konnte mehr als 120 Zuhörer bei angenehmen Temperaturen im Grünen begrüßen und führte durch den Abend. Für die musikalische Umrahmung sorgten gleich vier Formationen aus Flossenbürg: die Blaskapell’n Flossenbürg unter der Leitung von Franz Völkl, die Peerie Folk Session um Peter Bauer, das Trio Maximilian, Armin – der aufgrund einer Erkrankung kurzfristig durch Herbert ersetzt wurde – und Karsten sowie der gastgebende Männergesangverein, geleitet von Herbert Kraus. Im Wechsel boten die Gruppen ein buntes Programm aus Blasmusik, Chorgesang und Folk – von Konzertmärschen wie „Salemonia“ über slowenische und finnische Weisen bis hin zu irischen Klängen wie „Lord of the Dance“. Eröffnet wurde der musikalische Teil vom MGV mit „Die Nacht – Die Abendglocken rufen“, bevor sich die Blaskapelle, das Trio und die Peerie Folk Session mit Stücken wie der „Brauhauspolka“, dem Walzer „Návrat z Francie“ oder dem Seefahrerlied „Oh You New York Girls“ abwechselten. Nach einer Pause, in der sich die Gäste stärken konnten, ging es mit weiteren Highlights weiter, darunter der Marsch „Gruß an Oberbayern“, die Polka „Pura Vida“ sowie besinnliche Töne des MGV mit „Das Elternhaus“ und „Aus der Traube in die Tonne“. Wie es zur Serenade in Flossenbürg gute Tradition ist, war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Die Sängerfrauen des MGV verwöhnten die Besucher mit Wein und Bier sowie mit deftigen Schinkenhörnchen und Speckkuchen. Vor dem gemeinsamen Abendlied bedankte sich Stefan Meiler bei den Mitwirkenden für die Programmgestaltung sowie dem Publikum für Besuch und Applaus. Einer seiner Vorgänger, so Meiler, habe vor vielen Jahren an diesem Ort einen Kirschbaum mit der Intention gepflanzt, unter diesem Baum zu singen. Der Baum sei mittlerweile groß genug, dass nicht nur die Blasmusik darunter Platz zum Musizieren findet und daher werde es weitere Auftritte hier geben. Die abschließenden Worte verband Meiler auch mit einem Aufruf zum Mitmachen im MGV. Die Kosten für ein weißes Hemd, wie es seine Sänger an dem Abend trugen, würde der Verein für jeden neuen Sänger übernehmen. Den stimmungsvollen Schlusspunkt setzten alle Beteiligten gemeinsam: Zum Abschluss stimmte das Publikum gemeinsam mit den Mitwirkenden in das bekannte Lied „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms ein – ein Moment, der viele Besucher im lauen Sommerabend noch länger im Rathausgarten verweilen ließ. Mit seiner Mischung aus Blasmusik, Folk und Chorgesang bestätigte die Serenade „Flossenbürger Klänge“ einmal mehr ihren festen Platz im Flossenbürger Dorfleben. Der stimmungsvolle, sommerliche Abend im Rathausgarten dürfte auch in diesem Jahr den Besuchern in Erinnerung bleiben.


Weitere Artikel

Gemeindereferentin Kerstin Wallmeyer und Pfarrvikar Dr. John Palathinkal freuen sich zusammen mit den Oberministranten Patrick Völkl und Marie Müller, fünf neue Minis begrüßen zu dürfen (Bild: Sonja Sczech)

Fünf neue Mitglieder in „Gottes Team”

Die katholische Pfarrei St. Pankratius Flossenbürg hat Grund zur Freude: Sie kann fünf Kinder als neue Ministrantinnen und Ministranten begrüßen. Unter dem Motto „Wir sind Gottes Team - Gemeinsam bleiben wir am Ball” fand die Neuaufnahme in einem feierlichen und zugleich fröhlichen Familiengottesdienst statt. In mehreren Proben hatten Paulina Pfendt, Laura Kick, Emma Frenzel, Marlene Waldmann und Henrik Frischholz sich auf ihren Dienst vorbereitet, angeleitet von Patrick Völkl und Marie Müller. Passend zur Fußball-WM zogen die liturgischen Texte zahlreiche Analogien zur Idee vom Miteinander in einem Team und Zusammenhalt. Gemeindereferentin Kerstin Wallmeyer und Pfarrvikar Dr. John Palathinkal machten immer wieder deutlich: Jeder Mensch kann sich mit seinen Stärken einbringen in die Gemeinschaft Jesu, jeder hat seinen Platz. Dies gilt besonders im Ministrantendienst, bei dem junge Christen im Gottesdienst mithelfen, Verantwortung übernehmen und füreinander da sind. Pfarrvikar John segnete die fünf Kinder und begrüßte sie herzlich und mit Handschlag in der Ministrantenschar. Im Anschluss an diesen feierlichen Moment stimmte die ganze Gemeinde, bestehend aus Eltern und Geschwistern der neuen Minis, aber auch aus zahlreichen Kindern und erwachsenen Gläubigen, ein Segenslied an. Mit diesen Aufnahmen hat die Pfarrei aktuell 19 Ministrantinnen und Ministranten, deren Dienst von allen Gläubigen sehr geschätzt wird. Da Gottes Team aber nicht nur aus den Ministranten besteht, lud die Gemeindereferentin in der Heiligen Messe anschließend auch alle anderen Kinder und Jugendlichen ein, sich mit ihrem Namen auf einem Plakat am Ambo zu verewigen. Im Rahmen der Eucharistiefeier versammelten sie sich später zum gemeinsamen Vaterunser am Altar. Der Gottesdienst endete mit dem feierlichen Segen für Groß und Klein durch Pfarrvikar John.
Das Geschäft bei den Austernzüchtern an der Atlantikküste läuft gut. An zahlreichen Verkaufsständen bieten sie einen gerne genutzten „Imbiss vor Ort”. (Bild: Bernhard Neumann)

Mit der Kamera nach Westen

Auf in Richtung Westen machten sich 40 Mitglieder und Gäste beim Fotoklub. Allerdings nur auf der Leinwand. Zu sehen waren Impressionen aus der Normandie, aus der Bretagne und aus Belgien. Abgehakt werden konnten am Donnerstag (9. Juli 2026) auch wichtige Termine. Den Vortrag von Bernhard Neumann wollte auch eine Abordnung des Fotoclubs Pleystein miterleben. Beide Vereine verbindet eine langjährige Freundschaft. Neumann sah sich mit Ehefrau Marga im Westen Europas um. Erste Station war das Kloster Mont Saint Michel. Das Weltkulturerbe auf der Insel vor der Normandie faszinierte mit Ein- und Ausblicken. Gleiches galt für weitere Ziele entlang der Atlantikküste oder im Landesinneren. Der rosarote Granit zählte ebenso dazu, wie geschichtsträchtige Orte oder die Austernzucht. Im zweiten Teil rückten Brüssel, Brügge, Gent, Antwerpen und Löwen in den Blickpunkt. Die belgischen Städte sind bekannte für ihre prunkvollen Fassaden, aber auch wegen ihres Biers. Nicht fehlen durften Abstecher zum Atomium oder zu „Manneken Pis”. Vorfreude kam in „Murphys Pilsstube” auf beim Hinweis auf ein Treffen nach der Sommerpause. Am 10. September präsentiert Elke Englmaier Tipps und Beispiele zur Sportfotografie. „Macht mit”, forderte der Vorsitzende Bernhard Neumann zur Beteiligung am Fotowettbewerb „Böhmischer Wald und Oberpfalz - Die Natur kennt keine Grenzen” auf. Details sind auf der Internetseite d www.fotoklub.org zu finden. Noch bis zum 9. August läuft eine Bestellaktion für Fotoklub-Shirts. Ein Ausflug hat am 10. und 11. Oktober das tschechische Krumau zum Ziel. Infos gibt es bei Renate und Manfred Bock. Spannend und interessant gestaltete sich zum Abschluss des Abends die Aktion „Bilder zur Diskussion”.
Manfred Wiedermann berichtet über die erfolgreiche Wiederansiedelung der Arnika im Bereich Skihang Wurmstein (Bild: Cordula Krebs)

40 Jahre BN Ortsgruppe Floß-Flossenbürg

Die BN-Ortsgruppe Floß-Flossenbürg blickt zurück auf 40 Jahre regionale Naturschutzarbeit und feierte am Samstag, dem 27.6.2026, ihr Bestehen mit Vertretern langjähriger Partner. In seiner Begrüßungsansprache am Skihang Wurmstein dankte der Ortsgruppenvorsitzende Manfred Wiedermann den ehrenamtlichen Naturschützern für ihre Arbeit und die erfolgreiche Umsetzung vieler großer und kleiner Naturschutzprojekte und Artenschutzmaßnahmen. Besonders hervorgehoben wurde die Unterstützung durch die Bürgermeister der Gemeinden Floß und Flossenbürg, Robert Lindner und Thomas Meiler. Auch die Fachkräfte des Naturpark Oberpfälzer Wald, Mathilde Müllner und Katrin Enzmann, haben entscheidend zu vielen Erfolgen beigetragen. Unterstützung und Hilfe leisteten bei Bedarf auch der BN-Kreisgruppenvorsitzende Hans Babl und der Regionalreferent Reinhard Scheuerlein. Bei Grundstücksankäufen bekam die Ortsgruppe finanzielle Unterstützung durch die Untere Naturschutzbehörde und den Bayerischen Naturschutzfond. Dank gilt auch den Spendern, die sich vor allem aus den aktiven Mitgliedern und der Sparkasse Neustadt zusammensetzen und die Ortsgruppe jährlich finanziell unterstützen. In diesem Jahr erhielt die Ortsgruppe eine außergewöhnliche Unterstützung. Die Beschaffung eines Einachsschleppers zum Mähen und Schwadern der Biotopflächen wurde vom ILE-Zusammenschluss Naturpark Oberpfälzer Wald e.V. mit 80 % gefördert. Gute Zusammenarbeit gibt es mit dem Förderverein Skilift Wurmstein, dem OWV Floß und Flossenbürg sowie dem LBV Neustadt. Die vom Ortsgruppenvorsitzenden angebotenen Führungen durch die Biotope Arnikawiese am Skihang und die Flachmoorwiese in Hildweisreuth wurden mit großem Interesse verfolgt. Den Abschluss bildete die Einkehr in den Gasthof Sankt Ötzener Hof, wo die Familie Schwanitz für das leibliche Wohl der Gäste sorgte und mit verschiedenen Grillspezialitäten aufwartete.
MGV_1 und MGV_2 ist der Männergesangverein Flossenbürg. (Bild: Christina Rosner)

MGV-Flossenbürg begeistert beim Kulturfestival in Klenčí

Klenčí pod Čerchovem und Flossenbürg verbindet seit Oktober 2025 eine junge, aber lebendige Partnerschaft. Wie herzlich diese Beziehung inzwischen gewachsen ist, zeigte sich am vergangenen Wochenende beim traditionellen Kulturfestival „Výhledy“ in der tschechischen Partnergemeinde. Der Männergesangverein Flossenbürg (MGV) war eingeladen – und die Sänger ließen sich nicht zweimal bitten. Nachmittags bestiegen Chor und Sängerfrauen den Bus, organisiert vom Verein und begleitet von Bürgermeister Thomas Meiler. Mit im Gepäck: drei frisch gebackene Schmierkuchen, liebevoll kreiert vom Sangesfreund Anton Frauenreuther, um sich am beliebten Wettbewerb um den besten Kuchen zu beteiligen. Die Stimmung im Bus war erwartungsvoll, denn für viele war es der erste Besuch beim großen Kulturfest am Fuße des Čerchov. Das Festival „Výhledy“ gilt als einer der kulturellen Höhepunkte der Region und lockte auch in diesem Jahr viele Besucher aus Böhmen und Bayern nach Klenčí. Die Atmosphäre war locker und das Programm vollgepackt. Die Besucher konnten unter anderem einer Filzerin und einem traditionellen Besenmacher über die Schulter schauen. Auch die Präsentationen chodischer Handwerkskunst – Klöppelspitzen, Keramik, Weberei, Stickerei und die berühmten chodischen Schmierkuchen – gehörten zu den Attraktionen des Tages. Am späten Nachmittag begann das Musik- und Folkloreprogramm, das zahlreiche Gruppen aus der Region auf die Bühne brachte. Aus Schönsee und Marienbad reisten Tanzgruppen an, die mit energiegeladenen Darbietungen das Publikum begeisterten. Dann war der Moment für den MGV Flossenbürg gekommen. Unter der Leitung von Herbert Kraus präsentierte der Chor ein sorgfältig einstudiertes Programm: „Festgesang“, „Pferde zu viere traben“, „Die Gedanken sind frei“, „Elternhaus“ und „Aus der Traube in die Tonne“. Die Moderatorin des Festivals übersetzte die Ankündigungen des jeweiligen Stücks durch Stefan Meiler für das tschechische Publikum, das die Darbietungen mit herzlichem Applaus belohnte. Besonders „Die Gedanken sind frei“ fand spürbar Anklang – ein Lied, das in beiden Ländern eine lange Tradition hat. Ein weiterer Programmpunkt war der traditionelle Wettbewerb um den besten Kuchen. Auch wenn es für die Flossenbürger Schmierkuchen nicht zum ersten Platz reichte, sorgten sie für viel Aufmerksamkeit. Stefan Meiler konnte mit dem 4. Platz noch einen Geldpreis für den MGV mit nach Hause nehmen. Für die Flossenbürger war der Besuch weit mehr als ein Auftritt. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit den Gastgebern ins Gespräch zu kommen, Handwerksstände zu besuchen oder regionale Spezialitäten zu probieren. Beim Abschied war man sich einig: Die Partnerschaft zwischen Flossenbürg und Klenčí lebt – und sie wächst mit jedem gemeinsamen Fest ein Stück weiter. Der MGV Flossenbürg hat dazu einen klangvollen Beitrag geleistet.
north