Die neugewählte Vorstandschaft. (Bild: Paula Meiler)

Junge Union Flossenbürg stellt Weichen für die Zukunft

Am 29. März fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Jungen Union (JU) Flossenbürg auf dem St. Ötzener Hof statt. Die Vorsitzende Pia Schmidt berichtete über die vielfältigen gesellschaftlichen, sportlichen und politischen Aktivitäten des vergangenen Jahres. Schatzmeister Noah Schmidt informierte über den Kassenstand. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde einstimmig Philipp Frenzel gewählt (sitzend zweiter von links). Er übernimmt damit die Leitung des Ortsverbands und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Seine Vorgängerin Pia Schmidt (sitzend dritte von links) wechselt in das Amt der 2. Vorsitzenden und wird die Junge Union weiterhin aktiv unterstützen. Paula Meiler (sitzend erste von links) stellte ihr bisheriges Amt als stellvertretende Vorsitzende zur Verfügung und engagiert sich künftig als Beisitzerin in der Vorstandschaft. In ihren Ämtern bestätigt wurden Noah Schmidt als Kassier sowie Lena Riedl und Tabea Meiler als Schriftführerinnen. Als Beisitzer wurden Matthias Grundler, Max Grundler, Lisa-Marie Zahn, Annina Zahn, Felix Kraus sowie Emma Meiler gewählt. Letztere rückt für Paul Schwanitz nach, der sich nach vielen Jahren aus der Vorstandschaft zurückzieht. Des Weiteren wurden die Delegierten und Ersatzdelegierten für die Kreisversammlung benannt, um die Interessen des Ortsverbandes auf übergeordneter Ebene zu vertreten. Im Rahmen der Versammlung richteten auch Ehrengäste Grußworte an die Anwesenden. Der 1. Bürgermeister Thomas Meiler würdigte das Engagement der Jungen Union für die Gemeinde und betonte die Bedeutung der Jugendarbeit in der Kommunalpolitik. Ebenso sprach Manuel Koller in Vertretung für den JU-Kreisverband und lobte die aktive Arbeit des Ortsverbands. Daniel Nickl wurde für 10 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Laura Frenzel für beeindruckende 15 Jahre Engagement in der Jungen Union. Mit einer neu aufgestellten Vorstandschaft blickt die JU Flossenbürg nun motiviert auf die kommenden Aufgaben und Projekte.


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Ansturm am Baby- und Kinderbasar. (Bild: Pamela Wünsche)

Großer Andrang am 6. Baby- und Kinderbasar der AWO

Am 22. März 2026 öffnete das Theresienheim erneut seine Türen für den mittlerweile sechsten Baby- und Kinderbasar der AWO. Bereits seit Freitag herrschte geschäftiges Treiben hinter den Kulissen: Zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer sorgten mit viel Einsatz dafür, dass Kleidung, Spielsachen, Schuhe und Babyartikel sorgfältig sortiert und ansprechend präsentiert werden konnten. Schon ab 9:30 Uhr durften werdende Mütter gemeinsam mit einer Begleitperson in aller Ruhe stöbern, bevor sich um 10 Uhr die Türen für alle Besucher öffneten. Der Andrang war groß – an den Tischen wurde gesucht, gefunden und so manches Schnäppchen anschließend glücklich mit nach Hause genommen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Ein umfangreiches Kuchen- und Tortenbuffet lud zum Verweilen ein oder bot die Möglichkeit, sich den Sonntagnachmittag zu versüßen. Die große Unterstützung aus dem Ort zeigte sich einmal mehr in der Vielzahl an gespendeten, frisch gebackenen Köstlichkeiten, die von engagierten Hobbybäckerinnen zur Verfügung gestellt wurden. Für den Rückhalt aus der Gemeinde ist das Basarteam sehr dankbar! Nach dem offiziellen Ende des Basars um 12 Uhr kamen die Helferinnen und Helfer zusammen, um sich für den anschließenden Abbau zu stärken. Die AWO-Ortsvorsitzende Andrea Egner nutzte diesen Moment, um allen Beteiligten ihren herzlichen Dank auszusprechen – für die Bereitschaft, ein ganzes Wochenende in den Dienst der guten Sache zu stellen. Ein besonderer Dank galt zudem der katholischen Pfarrgemeinde Flossenbürg sowie dem Jugendgremium und der Gemeinde Flossenbürg für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Der Reinerlös der Veranstaltung bleibt traditionell vor Ort und kommt gemeinnützigen Projekten zugute – unter anderem der geplanten Neugestaltung des Schulpausenhofs durch den Elternbeirat der Schule. Mit Blick in die Zukunft laufen die Planungen bereits weiter: Der nächste Herbst- und Winterbasar ist für den 11. Oktober 2026 angesetzt.
Naturfreunde aus Nürnberg und Weiden. (Bild: Sebastian Flaschel)

Naturfreunde besuchen Gedenkstätte Flossenbürg: Erinnern und Aufklären

Gemeinsam mit einigen Naturfreunden aus Nürnberg verbrachten Mitglieder der Naturfreunde aus Weiden einen Tag auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg. Unter fachkundiger Begleitung durch einen pädagogischen Mitarbeiter der Gedenkstätte informierten sie sich am authentischen Ort über das menschenverachtende Programm der Nationalsozialisten „Vernichtung durch Arbeit“. Dies steht in totalem Widerspruch zur Wertehaltung des Verbandes für nachhaltigen Tourismus, betonte Lisa aus Nürnberg, denn „Naturfreund sein heißt Mensch sein“. Neben der Vermittlung von Fakten befassten sich die Teilnehmenden vor allem mit dem Ringen um einen angemessenen Umgang mit den Relikten am Ort und den verschiedenen Interessenlagen im Ort, bei den Überlebenden und ihren Angehörigen oder staatlicher sowie zivilgesellschaftlicher Erinnerungskultur. Erst 75 Jahre nach Kriegsende gab es den wichtigen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2020 „Niemand war „zu Recht“ in einem Konzentrationslager, auch keine sogenannten „Berufsverbrecher oder Asoziale“.“ Davor können drei Phasen unterschieden werden: (1) Bis 1988 unterstand ein kleiner Teil des ehemaligen Lagergeländes der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung. Vergessen und mit Bäumen zuwachsen lassen stand im Vordergrund. (2) Ab 1988 lag die Zuständigkeit beim Bayerischen Kultusministerium, in der Phase geschah auch kaum etwas. Ein wichtiger Impuls kam im Jahr 1997, als die französische Firma Alcatel die Produktion im ehemaligen Häftlingsbad und der Wäscherei einstellte. Davor hatte auch die Kabelfabrik ke-autoelectric als Automobilzulieferer zahlreiche Arbeitsplätze im Ort ermöglicht. (3) Seit 2003 befindet sich der Erinnerungsort unter dem Dach der Bayerischen Gedenkstättenstiftung. Jetzt sind rund 50 Mitarbeitende für wissenschaftliche und pädagogische Aufgaben dort beschäftigt. Auch fließt viel Geld in den Erhalt der Gebäude. Neben den beiden Ausstellungen konnte die Gruppe auch den ehemaligen NS-Granitsteinbruch und das Verwaltungsgebäude von außen besuchen. Der SS-eigene Betrieb DEST (= Deutsche Erd- und Steinwerke) lieferte unter anderem „deutschen Stein“ für Treppenstufen für die SS-Wewelsburg, einem Schulungs- und Versammlungsort der SS. Nach der Rückkehr ins Wanderheim in Trauschendorf setzten sich die angeregten Gespräche über die Erfahrungen des Besuches des ehemaligen Konzentrationslagers fort. Hier standen Fragen des Ringens um die Deutungshoheit und die Narrative privater Initiativen wie der Evangelischen Jugend Oberfranken oder der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg e. V. der DGB Jugend Oberpfalz im Mittelpunkt. Herbert Schmid erklärte, dass diese im Jahr 2026 ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum feiern kann.
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