Vor der Gerichtsverhandlung versammelten sich die Schülerinnen und Schüler vor der „Justitia” auf der Brücke zum Amtsgericht Tirschenreuth.  (Bild: Erni Bühl)

Politische Bildung am Amtsgericht Tirschenreuth

Die 7. Klasse der Fichtelnaabtal-Mittelschule Ebnath-Neusorg lernt vor Ort. 20 Schülerinnen und Schüler besuchten im Rahmen des GPG-Unterrichts das Amtsgericht in Tirschenreuth. Am Gericht angekommen, begrüßte „Justitia” an der Brücke ihre Gäste, die um 9 Uhr an der ersten öffentlichen Verhandlung teilnehmen sollten. Verhandelt wurden zwei Diebstähle! Diebstahl Nummer 1: Eine Tafel Schokolade. Aber der Angeklagte war nicht da und auch nicht auffindbar. Bis zur Verhandlung des Diebstahls Nummer 2 verblieben einige Minuten. Diese nutzte Richter Fillinger zum Gespräch mit den jungen Gästen, dabei machte er etwas Werbung in eigener Sache, denn auch das Amtsgericht bietet Ausbildungsstellen an. Themen wie: Wie gehe ich sicher mit meinem Handy um? Was ist ab wann strafbar? Wer landet hier in Tirschenreuth? wurden beantwortet. Eindringlich warnte er sie vor illegalen Feuerwerkskörpern, Gerätschaften und Waffen aller Art. Sein letzter Appell: Finger weg von Drogen! Auch wenn diese erlaubt sein mögen, Finger weg! Um 10 Uhr war die nächste Verhandlung angesetzt: Diebstahl eines Autos. Doch der Angeklagte beteuerte, es nur versteckt zu haben, um seinem Kollegen eins auszuwischen. Er blieb beharrlich bei seiner Aussage, was die Schüler fast zum Lachen gebracht hätte. Verschiedene Zeugen wurden vernommen, die Verhandlung zog sich in die Länge, leider konnte aus zeitlichen Gründen der richterliche Urteilsspruch nicht mehr angehört werden. Ein realer, ganz normaler Vormittag im Amtsgericht, bei dem die Schüler viele Eindrücke und wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.
Die Reisegruppe der Pfarrei Ebnath mit Pfarrer Anish George (vorne links) vor der St. Mary's Church in Hambantota. (Bild: Karin Kuhbandner)

Reisegruppe der Pfarrei Ebnath unterwegs in Sri Lanka und den Emiraten

Angeführt vom Ebnather Ortspfarrer Pater Anish George ging es für die Reisegruppe der Pfarrei Ebnath nach Sri Lanka. Die früher als Ceylon bekannte Insel südöstlich von Indien faszinierte die Reisenden durch die Freundlichkeit ihrer Bewohner, zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten, Traumstrände sowie eine unvergleichlich vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Gestartet im bayerischen Schnee, war die Reisegruppe sofort vom üppigen Grün der Insel angetan. Das „Waisenhaus der Elefanten“ in Pinnawala, der Sigiriya-Felsen mit Ruinen des Königspalasts aus dem 5. Jahrhundert, der über 1202 Stufen erklettert wurde, und die Ruinen der ehemaligen Königsstadt Polonnaruwa aus dem 12. Jahrhundert begeisterten die Reisenden ebenso wie der Goldene Tempel in Dambulla und der berühmte „Zahntempel“ in Kandy. Endlose Teeplantagen durchziehen das Hochland von Sri Lanka; hier besuchte die Reisegruppe eine Teefabrik und kostete den köstlichen Ceylon-Tee. Bei einer Jeep-Safari im Yala-Nationalpark entdeckten die Reisenden neben unzähligen Vögeln auch Antilopen, Wasserbüffel, Elefanten, Warane, Krokodile und sogar Leoparden. In Hambantota feierte die Reisegruppe in der St. Mary’s Church einen katholischen Gottesdienst in singhalesischer Sprache mit. In Galle wurde die vom „Holländischen Fort“ aus dem 17. Jahrhundert umgebene Altstadt besichtigt. Eine Führung in einem Gewürzgarten, eine Bootsfahrt auf dem Madu-Fluss, der Besuch einer Schildkrötenfarm und ein Erholungstag am Strand in Bentota sowie eine Stadtrundfahrt in der Hauptstadt Colombo standen ebenso auf dem Programm. Auf dem Rückweg nach München legte die Reisegruppe noch einen dreitägigen Stopover in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein. Hier erlebten die Reisenden eine ganz andere Welt – spektakuläre Wolkenkratzer wie der Burj Khalifa, künstliche Inseln wie die „Palme“ am Jumeirah Beach und riesige Shopping-Malls dominieren Dubai. Orientalische Pracht wie aus Tausendundeiner Nacht erlebten die Teilnehmer in Abu Dhabi in der Scheich-Zayid-Moschee und im Präsidentenpalast. Begeistert von dem abwechslungsreichen Programm landete die Reisegruppe wieder in München und dankte Reiseleiter Pfarrer Anish für die perfekte Organisation und Begleitung.


Weitere Artikel

Gemeinsame Vorbereitung des Laugengebäcks für den Pausenverkauf. (Bild: Ute Müller )

BOMMiniprojekt „Laugengebäck für den Pausenverkauf”

Auch dieses Schuljahr wurde wieder ein sog. „BOM-Mini-Projekt” (Projekt als berufsorientierende Maßnahme) mit Bäckermeister Florian Pappenberger aus Grafenwöhr an der Fichtelnaabtalschule durchgeführt. Bezugnehmend auf Lerninhalte aus den Fächern ES (Ernährung und Soziales) und WiB (Wirtschaft und Beruf) stellten fünf SchülerInnen verschiedenes Laugengebäck für den Pausenverkauf her. Ziel des Projekts war es, praktische Erfahrungen in der Lebensmittelzubereitung zu sammeln, sowie wirtschaftliche und soziale Aspekte eines Verkaufs kennenzulernen. Zu Beginn des Projekts wurde die Durchführung geplant. Dazu gehörte die Auswahl geeigneter Rezepte, sowie die Berechnung der benötigten Zutaten und Kosten. Es wurden Bestelllisten erstellt, die im Vorfeld in den Klassen der Mittelschule verteilt wurden. Nach erfolgter Bestellung ermittelten die Schüler den Gesamtbedarf und gaben dies an Herrn Pappenberger weiter, der dankenswerter Weise den Einkauf der Lebensmittel übernahm. Am Mittwoch, den 28.01.2026 war es dann soweit und das Projekt ging in die praktische Phase. Nach gemeinsamer Planung und Tipps vom Profi wurden zuerst die gefrorenen Laugenteiglinge aufgebacken. In der Zwischenzeit bereiteten die SchülerInnen die verschiedenen Zutaten für die Beläge vor. Nachdem die Laugenstangen dann abgekühlt waren, wurden sie – ja nach Bestellung – belegt und ansprechend auf Blechen angerichtet. Am Ende lagen zahlreiche, sehr appetitlich aussehende Pausensnacks bereit und warteten auf die Ausgabe in der Pause. Zu deren Beginn bildete sich eine lange Schlange am Verkaufsstand und alle vorbestellten Gebäcke wurden zügig an die hungrigen Mitschüler verteilt. Man konnte sehr viele zufriedene Gesichter sehen und noch mehr positive Stimmen zum erfolgreichen Projekt zu hören.
Bild zeigt die Ehrung v.li. Bürgermeister Wolfgang Söllner, KBM Fabian Günther, Kommandant Gerhard Horn, Jubilarin Monika Horn, KBM Michael Knott, stellvertretender Kommandant Daniel Köstler. (Bild: Josef Söllner)

Monika Horn 40 Jahre im aktiven Dienst der Feuerwehr Ebnath

Vor 40 Jahren bei der Jahreshauptversammlung der Ebnather Feuerwehr wurden die ersten Damen in die aktive Wehr aufgenommen. Der damalige Kommandant Rudi Kuhbandner nahm in einer reinen Männerwelt Frauen auf und gründete eine Damenfeuerwehr. Somit war die Ebnather Wehr ein Vorreiter im Landkreis Tirschenreuth bezüglich der Gründung einer Damenfeuerwehr. Monika Horn war bereits damals dabei. Und seit dieser Zeit ist sie aktiv. Deshalb konnte die Jubilarin bei der Jahreshauptversammlung eine ausgewöhnliche Ehrung in Empfang nehmen. Aus den Händen des Kommandanten, Ehemann der Jubilarin, konnte sie als erste Frau der Ebnather Wehr die Ehrenurkunde und Geschenke für 40 Jahre aktiven Dienst in Empfang nehmen. Zu den ersten Gratulanten zählte Bürgermeister Wolfgang Söllner. Er lobte das außergewöhnliche Engagement der Jubilarin über vier Jahrzehnte hinweg. Besonders lobte er ihren Einsatz im Kinder- und Jugendbereich. Sie war in dieser Zeit nicht nur neun Jahre Kassiererin des Feuerwehrvereins, sondern gründete 2012 die Kinderfeuerwehr, die sie bis heute leitet. Weiter gratulierten Vorsitzender Benjamin Markhof, stellvertretender Kommandant Daniel Köstler und die Kreisbrandmeister Michael Knott und Fabian Günther. Unter dem Applaus der anwesenden Gäste und Kameraden nahm „die Moni” ihre Auszeichnung entgegen. Ein sichtlich bewegender Moment für eine Frau, die vier Jahrzehnte nach dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr” lebte.
Die neue Vorstandschaft der KSK Ebnath: v.v.li Manfred Kratzer, Manfred Riedl, Werner Kaden, hi.v.li Bürgermeister Wolfgang Söllner, stellvertretender Kreisvorsitzender Ingo Pürner. (Bild: Josef Söllner)

Neuwahlen bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Ebnath

Manfred Riedl heißt der alte und neue Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Ebnath. Bei der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus wurde er einstimmig in seinem Amt bestätigt. Als Stellvertreter steht ihm Hans Rochholz zur Seit. Als Kassier fungiert weiter Werner Kaden (Stellvertreter Alexander Schmidt). Die Tätigkeit als Schriftführer hat weiter Manfred Kratzer (Stellvertreter Johannes Pöllath) inne. Als Kassenprüfer wurden Josef Söllner und Peter Pöllath bestimmt. Nach dem Totengedenken gab Vorsitzender Manfred Riedl einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. So war die Teilnahme an den kirchlichen und gemeindlichen Veranstaltungen wieder eine Selbstverständlichkeit. Einer der Höhepunkte waren die Trauerfeierlichkeiten zum Volkstrauertag in Ebnath, Grünlas und Schurbach. Die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge an Allerheiligen ergab einen Betrag von 646,57 Euro, der an den Volksbund weitergeleitet wurde. Laut Manfred Riedl hat die KSK 40 Mitglieder. Bürgermeister Wolfgang Söllner dankte der Krieger- und Soldatenkameradschaft für ihr ehrenamtliches Engagement. Zahlreiche Feierlichkeiten seien ohne das traditionelle Böllerschießen kaum vorstellbar. Besonders bedankte er sich für die Ausrichtung des Volkstrauertages, an dem aller Toten und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht wird. Nach einem positiven Kassenbericht durch Werner Kaden und den Kassenprüfbericht durch Peter Pöllath wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Ingo Pürner überbrachte die Grüße des Kreisverbandes. Bei einer Brotzeit klang die diesjährige Jahreshauptversammlung im Schützenhaus in einer gemütlichen Runde aus.
Franziska Käß und Marco Lang (vorne MItte) freuen sich über ihre Beförderungen. (Bild: Josef Söllner)

Rückblick und Beförderungen

Ein Jahresrückblick und Beförderungen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ebnath. Vorsitzender Benjamin Markhof konnte dazu zahlreiche Mitglieder begrüßen. Nachdem der verstorbenen Mitglieder gedacht worden war, ließ der Vorsitzende das abgelaufene Vereinsjahr nochmals Revue passieren. So wurden wieder Feuerfeste von benachbarten Wehren und Mitglieder zu runden Geburtstagen besucht. Weitere Highlights waren wieder die Winterwanderung zum Kalvarienberg, die Maibaumaufstellung, der Florianstag mit Heiliger Messe und Kameradschaftsabend, die Baumpflanzchallenge sowie das eigene Feuerwehrfest in der Pelzerhalle. Die Beteiligung an kirchlichen und gemeindlichen Festen war wieder eine Selbstverständlichkeit. Sein Dank galt allen, die das ganze Jahr über wieder viel Freizeit für die Feuerwehr geopfert haben. Kommandant Gerhard Horn ging auf die vielen Aktionen der aktiven Wehr ein. Die Aktiven bestehen zurzeit aus 54 Mitgliedern, darunter neun Jugendliche und 13 Frauen. Bei 55 Einsätzen wurden 646 Stunden Arbeitseinsatz geleistet. Darunter waren unter anderem drei Brandeinsätze, zwei Sicherheitswachen, viermal Einsätze bei Unfällen, zwei Ölspuren und 19 Verkehrsregelungen. Weiter wurden zahlreiche Lehrgänge auf Kreisebene und überregionale Schulungen besucht. Bürgermeister Wolfgang Söllner dankte den Aktiven der Wehr für ihren enormen Einsatz. „Ihr seid immer da, wenn man euch braucht, ob an Weihnachten oder wie kürzlich erst in der Silvesternacht. Der Gemeinderat und ich sind sehr dankbar für euer Engagement!“, so das Gemeindeoberhaupt. Thomas Knott stellte anschließend den kürzlich bestellten Bus MZF, der auch als Einsatzleitfahrzeug genutzt werden kann, in Wort und Bild vor. Es folgten die Berichte des Atemschutzwartes Sebastian Bayer, des Jugendwarts Stefan Wartinger, der Kinderbeauftragten Monika Horn und der Kassenbericht, vorgetragen von Monika Horn für die verhinderte Kassiererin Carola Reger. Nach dem Kassenprüfbericht durch Josef Wartinger wurde die Vorstandschaft entlastet. Die Kreisbrandmeister Michael Knott und Fabian Günther überbrachten die Grüße des Feuerwehrkreisverbandes und lobten übereinstimmend die guten Leistungen, die die Ebnather Wehr immer wieder abliefere. Anschließend wurden Franziska Käß zur Oberfeuerwehrfrau und Marco Lang zum Oberfeuerwehrmann befördert.
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