Der neue Elternbeirat der Fichtelnaabtal-Grund- und Mittelschule für das Schuljahr 2026/27 (Bild: Bianca König)

Neuer Elternbeirat an der Fichtelnaabtalschule Ebnath-Neusorg für das Schuljahr 2026/27 gewählt – bewährtes Führungsgremium bleibt im Amt

Eine Woche nach den Wahlen der Klassenelternsprecher/innen und deren Stellvertreter/innen wurde in Ebnath der neue Elternbeirat der Fichtelnaabtal-Grund- und Mittelschule für das Schuljahr 2026/27 gewählt. Das bisherige Führungsgremium wurde wieder bestätigt, bleibt somit weiterhin im Amt und führt die Arbeit mit bewährter Kontinuität fort. Den Vorsitz des Gesamtbeirats hat Julia Daubner aus Neusorg inne, sie ist gleichzeitig auch Vorsitzende der Grundschule. Zur Vorsitzenden der Mittelschule wurde Nicole Bühlmeyer aus Mehlmeisel gewählt. Das Amt der Kassiererin bekleidet Kathrin Filbinger aus Pullenreuth und als Schriftführerin fungiert Stefanie Schruff aus Ebnath. Im Gesamtbeirat sind zwölf Eltern aus der Grundschule und fünf aus der Mittelschule vertreten. Gemeinsam mit der Schulleitung hat der Elternbeirat das Jahresprogramm erarbeitet und bereits die ersten Aktionen beschlossen: Pausenfrühstücke in beiden Schulen, bei denen Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in entspannter Atmosphäre zusammenkommen, sowie eine Nikolausaktion zum Jahreswechsel, bei der die Kinder mit kleinen Geschenken und Geschichten überrascht werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern sei das Fundament für das Wohl der Kinder. Mit den geplanten Aktionen schaffe man nicht nur ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl, sondern fördere auch das soziale Miteinander, so waren sich die Elternbeiräte und auch die Schulleitung am Ende einig. Bereits zum Start in die Veranstaltung dankte die Schulleitung den scheidenden Mitgliedern des Elternbeirats herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihre wertschätzende Arbeit, die maßgeblich zur positiven Schulentwicklung beigetragen hat.
Die 5. und 6. Klasse beim Wandertag auf dem Fichtelgeisterweg. (Bild: Lara Bürger)

Wanderung auf dem Fichtelgeisterweg

Einen besonderen Wandertag erlebten die Klassen 5 und 6 der Fichtelnaabtal-Mittelschule Ebnath-Neusorg zusammen mit ihren Lehrkräften Natalie Kratzer, Lara Bürger und Sebastian Högl auf dem Fichtelgeisterweg. Geführt wurden sie von Martin Exner vom Fichtelgebirgsverein, der in liebevoller und zeitaufwändiger Arbeit den Fichtelgeisterweg selbst gestaltet hat. Angefangen an der Schule in Ebnath führte der Weg vorbei am Milleniumbaum (einem zur Jahrtausendwende gepflanzten Baum), dem Hizelbach, einem uralten Steintrog, einem alten Stadel sowie einem Holzkreuz aus dem Jahr 1744. Hinter Hölzlashof startete der Fichtelgeisterweg mit einer tiefen Hohlgasse, welche von einem mächtigen Geist bewacht wird. Durch diese Hohlgasse verlief jahrhundertelang der ganze Verkehr in Richtung Pullenreuth. Schon in der Hohlgasse erwarteten die Schüler am Rand liebevoll gestaltete Fichtelgeister aus Naturmaterialien. Im anschließenden Waldstück veranstaltete man einen Tannenzapfenzielwurfwettbewerb, den die 6. Klasse knapp für sich entscheiden konnte. Danach wurden Plätze für die von den Schülern im Unterricht selbst gebauten Fichtelgeister gesucht und diese dort platziert. Nach einem Brotzeitstopp am Fuchsfelsen kamen die Schüler gegen Mittag mit ausreichend Bewegung an der frischen Luft wieder an der Schule an. Sie lernten darüber hinaus, wie man sich im Wald richtig verhält, die Natur schützt und alle hörten zudem viele neue Anekdoten über ihre Heimatregion. Der Dank aller für die interessante Führung galt am Ende Martin Exner.
Mit einem Wertgutschein wurden die Jahrgangsbesten Bastian Müller (1,8), Franziska Plonka (1,8), Sophia Köstler (1,6), Antonia Pinzer (1,9), Heidi Müller (1,6) und Bella Bauer (1,2) (erste Reihe, von links) ausgezeichnet. Zu den herausragenden Leistungen gratulierten Rektor Alexander Köstler und Klassenleiter Martin Nickl (vorne rechts und links), die Bürgermeister der Schulverbandsgemeinden (hinten, von rechts) Bernhard Schindler, Oliver Becher, Florian Prechtl (in Vertretung für Franz Tauber), Peter König, Hubert Kraus, Johannes Prechtl sowie die Elternbeiratsvorsitzende Nicole Bühlmeyer und Klassenelternsprecher Lorenz Brunner. (Bild: Sophia Popp)

Entlassfeier an der Fichtelnaabtal-Mittelschule: Ein würdiger Abschied und ein vielversprechender Start

Mit einem feierlichen Abschlussakt wurden 24 Schülerinnen und Schüler in der mit über 120 Gästen gut gefüllten Turnhalle in Ebnath verabschiedet. Die ökumenische Andacht in der Pfarrkirche St. Ägidius stand unter dem Motto „Mit Gott unterwegs durchs Leben“, wurde von Pater Renni und Religionslehrer Sebastian Stejskal gestaltet, und setzte darauf, Vertrauen auch in schwierigen Lebenssituationen zu fördern. Besonders stolz zeigte sich die Schule über das hervorragende Prüfungsergebnis: 95 % der Absolventinnen und Absolventen bestanden den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule – und alle haben bereits einen Anschluss nach dem Abschluss. Schulleiter Alexander Köstler beschrieb den Prüfungsweg und dieses besondere Ergebnis mit einem Zitat von Aristoteles: „Die Wurzeln der Bildung sind bitter, deren Früchte aber schmecken süß.“ Er wünschte den Jugendlichen weiterhin viel Erfolg und Menschen an der Seite, die inspirieren und unterstützen. Der Ebnather Bürgermeister und Vorsitzende des Schulverbandes der Mittelschule, Johannes Prechtl, ermunterte die Absolventen, jeden neuen Schritt zu genießen und neugierig zu bleiben, aber auch Verantwortung in der Zukunft zu übernehmen. Lorenz Brunner, Klassenelternsprecher der Klasse 9, blickte in seiner Rede auf die gesamte Schulzeit zurück und betonte die vielen Aktivitäten, die den Abschlussjahrgang in positiver Erinnerung halten werden. Mit einer pointierten Rede und amüsanten Episoden aus dem Schulalltag sorgte Klassleiter Martin Nickl für Heiterkeit und Lob. Er hob die intensive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Zukunft hervor, alle seien für die Zukunft gerüstet. Zudem brachte er seine Vorfreude auf ein Wiedersehen zum Ausdruck. Die Klassen- und Schulsprecherinnen Antonia Pinzer und Franziska Plonka bedankten sich im Namen der Klasse bei der Klassenleitung, den Lehrkräften, der Verwaltung und der Schulleitung – sie erinnerten an eine schöne Zeit und den starken Zusammenhalt der Gruppe. Den Ausklang bildete ein gemeinsames Buffet mit gemütlichem Beisammensein, bei dem noch viele Gespräche geführt und auch Pläne für die Zukunft geschmiedet wurden. Die Entlassfeier bot einen würdigen Rahmen, um Vergangenes zu feiern und voller Zuversicht in den nächsten Lebensabschnitt zu gehen.
Die Schülergruppe der 8. Klasse in der Gedenkstätte Flossenbürg (Bild: Philipp Lippert)

Unterrichtsbesuch in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg: Achtklässler setzen sich mit NS-Verbrechen auseinander

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts haben die Schüler und Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe der Fichtelnaabtal-Mittelschule die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg besucht. Nach einer Begrüßung durch die Leiterin erhielten die Jugendlichen zunächst einen kurzen Überblick und stiegen anschließend unmittelbar in das Thema „Lager” ein. Auf historischen und aktuellen Lageplänen lokalisierten die Schülerinnen noch erhaltene Gebäudeteile und sprachen über deren frühere Funktionen. Besonders intensiv befassten sie sich mit den Häftlingsbaracken: Größe, spartanische Ausstattung und die extreme Überbelegung, die katastrophale hygienische Bedingungen zur Folge hatte, wurden anschaulich erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem ehemaligen Waschhaus. Dort wurden neu eingelieferte Gefangene registriert, beraubt, rasiert, „gewaschen” und systematisch entwürdigt. Eine eindrucksvolle Ausstellung, die frei erkundet werden konnte, vertiefte diese Eindrücke. Besonderes Augenmerk galt der Häftlingskleidung, die als Symbol der Entrechtung und Uniformierung stand. Im Verlauf des Rundgangs thematisierte die Leitung zudem die Zwangsarbeit im Steinbruch, das weitverzweigte Netz von Arbeits- und Vernichtungslagern in Europa sowie die Kennzeichnung der Gefangenen durch Nummern, Abkürzungen und farbige Winkel. Der Weg führte weiter zum heutigen Friedhof – einst ein Ort des Sterbens, damals in provisorischen Baracken notdürftig eingerichtet. Erschütternd war auch der Besuch des Krematoriums im sogenannten Tal des Todes. Aufgrund der Vielzahl der Toten wurden am Ende zusätzlich Scheiterhaufen errichtet, um mehr Leichen verbrennen zu können; der beißende Geruch habe sich, so die historischen Berichte, über mehrere Kilometer ausgebreitet. Mit vielen schweren, nachhallenden Eindrücken kehrten die Lernenden in die Heimat zurück. Die Exkursion bot nicht nur historische Fakten, sondern auch Anlass zur stillen Reflexion über Verantwortung, Menschenwürde und die Bedeutung des Erinnerns.
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