In der Nikolauspfarrei musste heuer für die Karwoche sowie das große Glaubensfest des Christen zu Ostern erst mal das kleine Kunststück fertiggebracht werden, die kirchliche Liturgie für all diese Tage samt der Auferstehungsfeier Jesu zusammen mit der Frohbotschaft am Ostermorgen von der Pfarrkirche auf die kleineren Räume des Pfarrheims von nebenan umzustellen. Die Kirche St. Nikolaus wird nämlich derzeit mit voraussichtlichen Kosten von rund 1,5 Millionen Euro saniert und restauriert. Alle Verantwortlichen haben zusammengeholfen, um so den Gläubigen den christlich-wichtigen Glauben mit Freude aufgrund Ostern nach der Grundsatzaussage zu ermöglichen: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden.“
Wie damals vor knapp 2000 Jahren (genauer gesagt 1993 Jahren) wurde Jesus am Palmsonntag mit Palmzweigen empfangen. Die Palmkätzchen wurden geweiht und am Gründonnerstag das laut der Bibel letzte Abendmahl gefeiert. Am Karfreitag gedachten die Gläubigen des Leidens und Sterbens Jesu und die bekannte Totenstille kehrte überall ein. Die Glocken wurden stumm und erst wieder in der Osternacht mit dem kräftigen Gloria des Kirchenchors aus der Canisius-Messe kam im Raum unter der großen Anzahl von Kirchenbesuchern Leben auf. Tenor Andreas Hottner sang für die Nikolauspfarrei das große Exsultet der abendlichen Frohbotschaft.
Von Pfarrer Josef Beer wurden das Wasser sowie die Speisen geweiht und dann das Glaubensbekenntnis gemeinsam gebetet. Der Seelsorger besprengte dabei die Gläubigen mit Weihwasser. Und bei den Liedern wie beispielsweise dem „Jesus lebt, mit ihm auch ich“ oder auch „Der Heiland erstand“ kam im gut gefüllten Pfarrheim ebenso die ganz große Osterfreude des Glaubens auf.
Und Pfarrer Beer meinte bei seiner Predigt in der Osternacht: Ostern habe zur damaligen Zeit Jesu mit Blick auf sein Grab auch zunächst mit Ratlosigkeit begonnen. Wer heute an Auferstehung glaube und davon rede, werde oftmals belächelt. Doch Menschen, die aus der Hoffnung sehen, so meinte er, sehen mehr und die, welche aus der Liebe sehen, sie sehen tiefer. Und die Glaubenden wiederum, sehen ihr Leben, wie auch das anderer im Licht! Schließlich sind es die österlichen, barmherzigen Augen, so sagte er, sie drücken gegenüber dem anderen Mitmenschen oftmals auch ein Auge zu. Auch wolle Ostern uns Christen alle wieder mutiger machen. Seelsorger Beer dankte am Ende allen Mitfeiernden der Kartage mit einem großen Vergelt’s Gott.