Kinder besichtigen den Polizeibus (Bild: Reindl)

Vorschulkinder mit Polizisten auf Schulweg unterwegs

„Der Weg zur Schule ist nicht schwer…“ – genau das lernten die Vorschulkinder des Waldkindergarten „Die Goldbacher WurzelZWERGE“ e. V. in dieser Woche gemeinsam mit einem Polizisten. Polizeioberkommissar Carsten Landgraf besucht seit mehreren Jahren immer vor den Sommerferien die Wipfelkobolde. So heißen die Kinder des Waldkindergartens, die im nächsten Herbst in die Schule kommen. Gemeinsam verbringen sie einen interessanten Vormittag und lernen das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Dafür treffen sie sich nicht im Waldkindergarten, sondern am Sportheim in Brand. Vom Parkplatz aus geht es dann los in Richtung Straße. Und dort ist einiges geboten. Baustellen und viel Verkehr – hier kann richtig viel gelernt werden. Die Kinder klären die Fragen, wie sie sich am Schulbus richtig verhalten, wie sie am sichersten die Straße überqueren, wie man sich Fremden gegenüber verhält und vieles mehr. Zum Schluss darf natürlich eine Besichtigung des Polizeibusses nicht fehlen. Und da gibt es allerhand zu entdecken. Die Leitung des Kindergartens, Sabine Reindl, bedankt sich bei Landgraf für seinen Besuch und den ereignisreichen und spannenden Vormittag. Und damit auch die jüngeren Kinder des Waldkindergarten nicht zu kurz kommen, war auch für sie an diesem Tag etwas Besonderes geplant: Die Kinder brachten alle ein Laufrad oder einen Roller mit und machten eine Tour um Brand.
30 Teilnehmende des KESS erziehen Vortrags mit Sebastian Wurmdobler im Pfarrheim Kulmain (Bild: Christine Sollfrank)

Warum mein Kind mich auf die Palme bringt

Elternsein gehört zu den schönsten Aufgaben des Lebens – zugleich bringt der Familienalltag häufig Herausforderungen mit sich. Zeitdruck, Streit und Erschöpfung lassen Mütter und Väter nicht selten an ihre Grenzen stoßen. Wie man gelassener mit solchen Situationen umgeht, zeigte ein 90-minütiger Vortrag im Pfarrheim Kulmain von Referent Sebastian Wormdobler zum Thema „Warum mein Kind mich auf die Palme bringt”. Organisiert wurde die Veranstaltung von Christine Sollfrank, Teamsprecherin der KAB Kulmain. Der Vortrag richtete sich an Eltern von Kindern im Alter von drei bis elf Jahren und basierte auf dem bewährten Konzept „Kess-erziehen”. Die Abkürzung „Kess” steht für kooperativ, ermutigend, sozial und situationsorientiert. Zu Beginn des Vortrags betonte Wurmdobler, dass Eltern in ihrer Erziehung bereits vieles richtig machen. Anhand anschaulicher Beispiele zeigte er den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern, wie schon kleine Veränderungen im Alltag dazu beitragen können, die grundlegenden Bedürfnisse von Kindern nach Halt, Zuwendung, Zugehörigkeit, Eigenständigkeit, Mitbestimmung und Geborgenheit zu erfüllen. Statt starre Erziehungsrezepte zu präsentieren, zeigte Wurmdobler anhand praxisnaher Beispiele, wie Konflikte besser verstanden und eingeordnet werden können. Dabei wurde deutlich, dass sowohl der Blick auf die Gefühle der Kinder als auch die Wahrnehmung der eigenen Emotionen helfen, in belastenden Situationen ruhiger zu bleiben. So können Eskalationen vermieden und Machtkämpfe entschärft werden. Gleichzeitig betonte der Referent, dass klare Grenzen wichtig sind – allerdings respektvoll und wertschätzend gesetzt werden sollten. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Christine Sollfrank bedankte sich abschließend bei Sebastian Wurmdobler für den informativen, praxisnahen und kurzweiligen Vortrag, der den Anwesenden viele wertvolle Anregungen für den Familienalltag mit auf den Weg gab.
Die Pilgergruppe der KAB während ihrer Wanderung entlang am Grünen Band. Hier am Grenzlandturm Bärnau (Foto: Brigitta Alkofer) (Bild: Brigitta Alkofer)

Grüne Stille, offene Grenzen – KAB pilgert entlang des Grünen Bandes

Anfang Juni machten sich 10 Mitglieder der KAB Ortsverbände Kulmain und Neusorg-Riglasreuth auf den Weg, um mit Christine Sollfrank (Teamsprecherin OV Kulmain) und Brigitta Alkofer (zertifizierte Pilgerwegbegleiterin) die historisch höchst interessante Gegend an der bayerisch-tschechischen Grenze zu erkunden. Was einst als streng bewachter Grenzstreifen Menschen trennte, ist heute ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sowie ein lebendiges Denkmal deutscher Geschichte. Bei bestem Wanderwetter startete die Gruppe von Bärnau aus durch die einzigartige Landschaft des Grünen Bandes, durch Wiesen und Wälder, teilweise entlang ehemaliger Kolonnenwege der Grenztruppen. Immer wieder erinnerten Grenzsteine, Wachtürme, Informationstafeln und historische Relikte an die Zeit des Eisernen Vorhangs. Besonders berührend war der alte Inselfriedhof von Paulusbrunn. Paulusbrunn, einst ein großes Dorf im böhmischen Grenzgebiet, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg komplett zerstört, nachdem alle 1.500 Bewohner vertrieben worden waren. Der Friedhof verblieb als stiller Zeuge des verschwundenen Dorfs und ist heute ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und der deutsch-tschechischen Versöhnung. Die Teilnehmenden nutzten diese eindrucksvollen Orte, um innezuhalten und über die Folgen von Krieg und Vertreibung, vor allem aber über die Bedeutung von Frieden, Freiheit und die Verantwortung für kommende Generationen nachzudenken. Neben historischen Hintergrundinformationen und intensiver Naturerfahrung machten gerade spirituelle Impulse, Gebete und Lieder diese Pilgerwanderung zu einer ganz besonderen Erfahrung. Ein gemeinsames Abendessen in Bärnau rundete den Tag gemütlich ab.
Der Schulchor bei der Zertifizierungsfeier (Bild: Christine Dötsch)

Grundschule Kulmain jetzt auch „musikbegeistert”

Zu einem besonderen Anlass lud die Musikalische Grundschule Kulmain letzten Freitag in ihre Aula ein. Gefeiert werden konnte die Zertifizierung zur „Musikbegeisterten Grundschule” - eine Schule, bei der Musik im Schulalltag konsequent verankert ist und das „musikbegeisterte” Konzept durch möglichst alle Lehrkräfte und die Schulleitung unterstützt wird. Mit dem Lied „Hier kommt die Musik” - speziell komponiert für musikbegeisterte Grundschulen - begrüßten Schulchor und alle Klassen die anwesenden Gäste. Rektorin Christiane Böhm hieß Schulamtsdirektorin Frau Martina Puff, Bürgermeister Herrn Marco Pscherer sowie die Vorsitzenden des Elternbeirats und des Fördervereins herzlich willkommen. In ihrer Ansprache erörterte Böhm, welche Aspekte bei der Bewerbung zur „Musikbegeisterten Grundschule” relevant waren: Singen und Musizieren im Unterricht, ritualisierte Musikmomente in allen Klassen, Musik als wichtiger Baustein in anderen Fächern, interdisziplinäre musikalische Projekte, Einsatz von Materialien und Methoden zum Musizieren im Unterricht, Musik-Arbeitsgemeinschaften, Kooperationen mit außerunterrichtlichen Partnern und Lehrerfortbildungen im Bereich Musik. Alle Gäste gratulierten mit kleinen Präsenten zum neu erworbenen Profil „Musikbegeisterte Grundschule”. Schulamtsdirektorin Frau Puff stellte das schulische Leitbild „Musik leben” als Alleinstellungsmerkmal heraus und hatte für die Schülerinnen und Schüler einen rhythmischen „Spaziergang durch den Zoo” zum Mitmachen dabei. Weiterhin musikalisch umrahmt wurde die Feier mit einem Medley des Schulchors unter der Leitung von Frau Elisabeth Gebhardt und dem Kulmainer Schulsong.


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