Am Unsinnigen Donnerstag ging es nicht nur ums Krawattl in Schmidmühlen. Es war ein Abschied auch für Bürgermeister Peter Braun, dazu sangen alle: „Wir sagen Danke lieber Peter für all die Jahre“. Zur Erinnerung hatte der scheidende Rathauschef einen eigenen Bürgermeisterorden anfertigen lassen.
„Danke lieber Peter für alle die schöne Zeit in den vergangenen 24 Jahren” und dann gings per Polonaise ab auf die Ziel-Gerade mit guter Laune zum Faschingshit „immer gute Laune, ob links, ob rechts, ob oben oder unten”.
Damit ist das Faschings-Geschehen auch in Schmidmühlen auf der Zielgeraden angekommen. Mit lauten „OHO-Rufen ging am Unsinnigen Donnerstag den Herren der Schöpfung ans Krawattl. Die Distanz der Corona-Zeit ist abgehakt und man freut sich wieder, den althergebrachten Faschingsbräuchen zu frönen. Nach 24 Jahren war es auch ein Abschied für Bürgermeister Peter Braun von seinem geliebten Faschingsbesuch, auf den er in den vergangenen 24 Jahren immer am Unsinnigen Donnerstag gewartet hatte.
Das zum Ende der achtziger Jahre aus einer Prosecco-Laune heraus entstandene Krawatten-Abschneiden der Gardemädels und anderer schnittfesten Damen gehört nach der Corona-Zeit wieder zu den besonderen Faschingsbräuchen in Schmidmühlen.
Bereits am Vormittag waren die närrischen Damen in Schmidmühlen unterwegs gewesen, um Ausschau nach Krawatten und anderen Dingen zu halten, die man zurechtstutzen kann. Ob es das beste Krawattl – egal mit Windor-Knoten oder nicht – sie waren an diesem Tag besonders begehrt. „Da ist schon manchmal auch der eine oder andere nach Mottenkugeln duftende Ladenhüter darunter gewesen, den die Herren der Schöpfung entsorgt haben wollten“, erzählen die Kasperl des Faschingskomitees. Doch die schnittfeste Damenwelt interessierte das herzlich wenig an diesem Tag. Denn Krawatte ist ja schließlich Krawatte, auch wenn es sich um das Hochzeits-Schmieserl des Großvaters gehandelt hat. Die Einkehrstationen war heuer ein Besuch beim Frauenbundfasching im Stadl.