Wenn man zur Zeit aus dem Fenster schaut, freut man sich, dass man nach langem einmal wieder einen gescheiten Winter hat. Oft schwelgt man in Erinnerungen an die frühe Kindheit, was man da so alles gemacht hat. So auch die Besucher des Heimatkundlichen Stammtisches der Gemeinde Ursensollen. Ganz erstaunt lauschten sie im voll besetzten Saal des Erlhofes in Erlheim dem Vortrag von Dr. Andreas Erb, Leiter des Stadtarchivs Amberg, als er über die Lebenswerke von Anton Alafberg und seinem Sohn Emil referierte. Mit zahlreichen Abbildungen und Dokumenten schilderte er das Leben der Tausendsassa, welche ihrer Zeit oft voraus waren. Vom Streichelzoo mit Biergarten und Tanzmusik bis zum Verein für Oberpfälzer Trachten, für nichts waren sie sich zu schade. Der Fasching in den 50er Jahren war ebenfalls durch den „Hofmarschall Emil“ geprägt. Auch betrieb Anton Alafberg eine Rodelhütte am Mariahilfberg (siehe Postkarte). Der Referent verschwieg aber auch nicht die frühe Nähe von Emil Alafberg zur Bewegung der Nationalsozialisten in Amberg. So kamen nach dem kurzweiligen Vortrag noch einige Fragen und Geschichten an den Tag, über die sich die Gesellschaft und Dr. Erb sichtlich erfreuten. Der Leiter des Stadtarchivs Amberg möchte die erarbeiteten Details in naher Zukunft zu in einem Buch zusammen fassen.