Alex Kornelsen( Filmemacher) und Beate May ( Vorsitzende BN AmbergSulzbach) (Bild: Bebbo Schuller)

Der Naturfilm-Mission to Marsh- begeistert Publikum im Ringtheater

Der BUNDNaturschutz zeigte am Sonntag im Ringtheater den Film -Mission to marsh- von Alex und Anni Kornelsen. Es handelt sich um einen sehr persönlichen Film, der nicht nur eine Liebesbeziehung zu Mooren, sondern auch die Liebesgeschichte der zwei Filmemacher erzählt. Der Film ist so besonders, weil er eine persönliche Geschichte mit der Rettung der Moore verbindet. Die zwei Filmemacher sind mit sehr schmalen Budget von Kanada bis nach Patagonien gereist, um die Moore in diese Regionen zu erkunden und die dort Verantwortlichen zu interviewen. Aus dieser Reise ist eine wirkliche Mission geworden: Die Kornelsens setzen sich mit großem Engagement für den Wiederaufbau von Mooren in Deutschland ein. Wie die Filmemacher betonen, setzt sich ihre gemeinnützige Organisation dafür ein, dass Moore in Zukunft wieder für eine lebenswerte Erde sorgen. Moore seien weltweit in Gefahr, da sie für Land- und Forstwirtschaft oder andre wirtschaftliche Zwecke zerstört würden. Ihr Ziel sei es, gesunde Moore zu schützen und gemeinsam mit Partnern jene Lebensräume zu renaturieren, die bereits verloren gegangen sind. Moore sind wahre CO2-Killer-ein Moor wiederherzustellen bedeutet, die CO2- Belastung sofort zu senken. Das Ehepaar setzt dafür alle Hebel in Bewegung und möchte mit seinem Film Bewusstsein für die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme schaffen. Etwa 50 Interessierte nahmen an der Filmvorführung teil und zeigten sich beeindruckt von den faszinierenden Bildern und der Mission. In der anschließenden Diskussion berichtete Horst Schwemmer, Biberexperte des BN, über die Bedeutung der Biber für dieses Ökosystem und führte in unser regionales Moor, das Kötzersrichter Moor. Dabei wurde deutlich, wie eng der Schutz von Mooren und die Arbeit des Bibers miteinander verbunden sind und wie wichtig der Erhalt solcher Lebensräume auch in unserer Region ist.
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#Krautschau mit BUND Naturschutz

Zur bundesweiten #Krautschau, vom 16. bis 25. Mai sind Menschen in Amberg-Sulzbach eingeladen, Wildpflanzen in Pflasterfugen und Mauerritzen zu entdecken, zu bestimmen und ihre Namen mit Kreide direkt auf den Boden zu schreiben. Die Aktion wurde von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ins Leben gerufen und wird in Bayern vom BUND Naturschutz unterstützt. Ursprünglich geht die Idee auf den französischen Botaniker Boris Presseq zurück. Seine Vision: Wildpflanzen, die in Pflasterfugen, Mauerritzen und Gehwegen wachsen, bestimmen und mit Kreide beschriften. Diese charmante Form der Straßengraffiti verbreitete sich unter dem Hashtag #MoreThanWeeds in ganz Europa und wird in Deutschland als #Krautschau begeistert weitergeführt. „Die #Krautschau macht sichtbar, was sonst übersehen wird: Dass selbst die kleinsten Ritzen zwischen Pflastersteinen Lebensräume sind,” sagt Beate May von der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des BUND Naturschutz. Mitmachen ist ganz einfach. Alles, was man braucht, sind offene Augen, ein Bestimmungsbuch oder eine kostenlose Bestimmungs-App wie Flora Incognita oder ObsIdentify – und ein Stück Kreide. Wer eine Pflanze in der Stadt entdeckt, bestimmt ihren Namen und schreibt ihn direkt auf den Gehweg. So werden auch andere auf die kleinen Überlebenskünstler aufmerksam. Wer möchte, kann seine Entdeckung fotografieren und mit dem Hashtag #Krautschau in den sozialen Medien teilen. Warum das wichtig ist: Wildpflanzen, die in Ritzen und Fugen wachsen, sind keine lästigen Unkräuter. Sie nehmen Regenwasser auf, binden Staub und schaffen winzige Lebensräume für Insekten, Spinnen oder Käfer, die wiederum Nahrung für Vögel und Igel bieten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt in unseren Städten und helfen, den Folgen den Klimawandels entgegenzuwirken. „Wenn Menschen den Namen einer Pflanze auf dem Gehweg lesen, beginnt oft ein Umdenken – aus 'Unkraut' wird plötzlich etwas Wertvolles,” erklärt Beate May, die sich seit Jahren für Stadtnatur einsetzt. Der Höhepunkt der Aktionswoche ist am 22. Mai 2025, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt. In vielen Städten finden an diesem Tag öffentliche Spaziergänge, Mitmachaktionen und kleinere Veranstaltungen statt, bei denen die unscheinbaren Pflanzen am Straßenrand im Mittelpunkt stehen. Der BN lädt einen Tag später nach Amberg ein. Am Freitag, den 23.05. Treffpunkt um 14:30 Uhr im Rosengarten an der Zeughausstraße 2. Dort erwartet Horst Schwemmer die interessierte Bevölkerung und erkundet die Altstadt auf der Suche nach Wildpflanzen. Die #Krautschau endet jedoch nicht nach einer Woche. Jeder Tag im Jahr kann ein Krautschau-Tag sein. Immer dann, wenn Pflanzen mutig durch den Asphalt drängen und zeigen, wie lebendig unsere Städte sein können. „Wir wollen zeigen, dass Artenvielfalt nicht nur in Naturschutzgebieten, sondern auch mitten in der Stadt beginnt,” so Beate May zum Ziel der Aktion. Weitere Informationen und Materialien zur Aktion: https://www.bundnaturschutz.de/aktionen/krautschau www.senckenberg.de/de/krautschau/.
Neue Vorstandschaft mit 1.Vorsitzenden Beate May, Mitte knieend, Vorgänger Peter Zahn mit seiner Frau Sigrid. (Bild: Hans-Jürgen Bumes)

BUND Naturschutz wählt neue Vorstandschaft: Neue 1.Vorsitzende wird Beate May

Am Mittwoch, den 27.11. hielt der Verband satzungsgemäß seine Sitzung ab. Landrat Richard Reisinger sprach nach der Eröffnung durch Peter Zahn, seinem ehemaligen Lehrer am HCA Gymnasium, der später auch sein Lehrerkollege wurde, seinen ausdrücklichen Dank für sein Jahrzehnt lang währendes Engagement aus. Es folgte der Tätigkeitsbericht des noch amtierenden 1. Vorsitzenden Peter Zahn, sowie der Bericht des Schatzmeisters Stefan Schäffer und der Bericht des Kassenprüfers Rainer Koch. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Die Geschicke der Kreisgruppe führte über beinahe 25 Jahre seit dem Jahr 2000 Peter Zahn. Er leitete letztmals die Mitgliederversammlung und wurde für seine engagierte Tätigkeit zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Viele Wegbegleiter aus Naturschutz und Politik kamen neben den Mitgliedern zu der Verabschiedung in das Capitol nach Sulzbach-Rosenberg und zur Neuwahl des Vorstandes. Die langjährige zweite Vorsitzende der Kreisgruppe Beate May wurde einstimmig zur Nachfolgerin gewählt. Es ist durchaus bemerkenswert, dass der Übergang in eine neue Ära mit einem neuen Vorstand reibungslos vonstattenging. Neben dem 1. Vorsitzenden schieden Gert Blüchel, Gertrud Burger, Lore Scharl, Jens Heyland und Angela Wenzel aus der aktiven Vorstandschaft aus. Neu gewählt wurden Isabella Utz-Graf aus Fürnried; Nicole Glück, Martina Windisch-Keck, Michaela Menath, aus Sulzbach-Rosenberg, Claudia Ciecior-Bordonaro, und Andreas Walz aus Amberg, Stefan Lindenberger aus Auerbach und Beppo Schuller aus Schnaittenbach. Damit konnte auch eine gute geografische Abdeckung erreicht werden. In der Vorstandschaft verblieben Michaela Lange, Stefan Schäffer als Schatzmeister, Hans Jürgen Bumes, Jonas Nelhiebel, der zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt wurde und die neue 1. Vorsitzende Beate May. Die Verabschiedung und Laudatio auf Peter Zahn hielt BN Ehrenvorsitzender Prof. Hubert Weiger aus Fürth. Peter Zahn wurde zum Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppe gewählt. Vorstellung von Beate May 1980 war sie Mitgründerin der BN Ortsgruppe Röttenbach-Hemhofen im Landkreis ErlangenHöchstadt. 1981 wurde sie Delegierte der Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach. Nach dem Umzug in den Landkreis engagiert sie sich seit 2009 in der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach im Vorstand. Seit 2015 als 2. Kreisvorsitzende und seit 2018 als Ortsgruppenvorsitzende von Ebermannsdorf. Ihr Anliegen ist der klassische Naturschutz, der Gummistiefelnaturschutz, wie die Rettung der Biotope, die Schaffung neuer Lebensräume oder Aktionen, wie das Wildkatzenmonitoring. Aber wichtige Themen sind ihr natürlich auch die Begrenzung der Flächenversiegelung und des Rohstoffabbaus, der Stop des Artenschwundes, sowie die Verhinderung des Einstiegs aus dem Ausstieg aus der Atomenergie. Sie möchte Probleme lösungsorientiert diskutieren, wird aber die Interessen der Natur konsequent vertreten, auch laut und ungehorsame. Nichts ist ihr so wichtig wie der Erhalt unserer Lebensgrundlage, unserer Erde. Wir haben nur diese eine. Sie möchte ihren Enkelkindern eine lebenswerte Welt hinterlassen, in der sie nicht um Wasser, Luft, Nahrung oder Leben kämpfen müssen.

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