von links nach rechts: 1. Vorsitzende Angela Biersack, Bürgermeister Edgar Knobloch, Dr. Viktor Krieger, Waldemar Hock, Maria Becker, 2. Vorsitzende Sabrina Schuller-Krausch (Bild: Christine Buchfelder)

Eröffnung der Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte” im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr

Auf Einladung des Heimatvereins Grafenwöhr wurde am Dienstagabend im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr die Wanderausstellung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) mit dem Titel „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ feierlich eröffnet. Die 1. Vorsitzende des Heimatvereins, Angela Biersack, begrüßte die Gäste und führte in das Thema des Abends ein. Unter den Anwesenden befanden sich geladene Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Waldemar Hock und Maria Becker von der Ortsgruppe Weiden. Bürgermeister Edgar Knobloch überbrachte die Grußworte der Stadt Grafenwöhr und betonte die Bedeutung der Ausstellung für die Erinnerungskultur sowie die wichtige Arbeit des BKDR und des Heimatvereins Grafenwöhr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Viktor Krieger, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR sowie Autor der Ausstellung. In seiner Einführung gab er einen kompakten und zugleich eindrucksvollen Überblick über die Geschichte der Deutschen im Russischen Reich, in der Sowjetunion und bis in die Gegenwart. Dabei beleuchtete er die unterschiedlichen Gruppen der Russlanddeutschen, ihre Migrations- und Siedlungsgeschichte sowie die oft leidvollen Erfahrungen von Diskriminierung, Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Darüber hinaus ging Dr. Krieger auf Fragen von Identität und historischer Erinnerung ein und lud die Zuhörer dazu ein, sich intensiver mit diesem wichtigen Teil der europäischen Geschichte auseinanderzusetzen. Die anschaulich gestaltete Ausstellung bildet dabei einen bedeutenden Schritt des BKDR auf dem Weg der Aufklärung und Vermittlung der Kulturgeschichte der Deutschen aus Russland. Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Vortrag und nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu richten und sich näher mit den Inhalten der Ausstellung zu beschäftigen. Zum Abschluss dankte die 1. Vorsitzende Angela Biersack Dr. Krieger herzlich für seinen informativen und bewegenden Vortrag sowie allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung. Die Ausstellung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert und ist bis zum 30. Juni im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr für die Öffentlichkeit zugänglich am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag von 14–17 Uhr.
Palliative Care Fachkraft und Teamleiterin Heidi Schupfner vom AAPV bei ihren Ausführungen beim Seniorennachmittag der katholischen Pfarrgemeinde Mantel. (Bild: Priska Hofmann)

Ganzheitliche Betreuung beim AAPV auf ihrer Tour

Am Dienstag, 21. April, konnten die Anwesenden des Seniorennachmittags der katholischen Pfarrgemeinde und einige Gäste Referentin Heidi Schupfner willkommen heißen. Im Gasthaus Hauptmann lauschten 25 Teilnehmer der Referentin. Heidi Schupfner ist Teamleiterin des Allgemeinen Ambulanten Palliativ-Versorgungsteams. Dieses Team ist in Grafenwöhr bei der Caritas seit Herbst 2025 zu finden. Sie decken den westlichen Landkreis Neustadt/WN mit ihrer Versorgung ab, als Vorreiter in unserer Region. Die AAPV sieht sich als Begleitung am Lebensende, ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen, so die Referentin. Palliativ – eine nicht heilbare Erkrankung, weit fortgeschritten, begrenzte Lebenserwartung. Da greift die Versorgung der AAPV mit ganzheitlicher Versorgung, Betreuung von Patienten und Angehörigen. „Es steht eine gute Lebensqualität im Fokus, vor allem Beschwerdelinderung“, so die Palliative-Care-Fachkraft weiter. Zu ihren Patienten gehören zu 95 Prozent Krebspatienten, Parkinsonerkrankte im Endstadium, wie auch mit dem Überbegriff neurologische Erkrankungen. So sei es wichtig, körperliche Beschwerden zu lindern, zuzuhören, um auch auf die Psyche einzugehen, die eigene Würde des Patienten zu erhalten und auch im häuslichen Bereich die Angehörigen zu unterstützen und auf ihre Nöte und Ängste einzugehen. Nach Verordnung und Zusammenarbeit mit den Hausärzten wird die Versorgung durch die AAPV vom Patienten gerne angenommen. „Oberstes Ziel ist eine möglichst hohe Lebensqualität und das Restleben so angenehm im häuslichen Umfeld zu gestalten“, so Frau Schupfner. Sie und ihr Team sind tagsüber über die Caritas Grafenwöhr zu erreichen. Es werden auch andere palliative Versorgungsmöglichkeiten auf Wunsch mit einbezogen. So zum Beispiel die SAPV mit ihrer 24-Stunden-Bereitschaft, Palliativstation oder Hospiz und schließlich die ehrenamtlich tätigen Hospizbegleiter. „Wir bringen nicht nur unser Fachwissen mit, sondern auch das, was in dieser Zeit so wichtig ist: Menschlichkeit, Ruhe und ein offenes Herz für Patient und Angehörige“, so Heidi Schupfner zum Abschluss ihrer Ausführungen. Eine gemütliche Kaffeerunde mit dem einen und anderen Gespräch ließ den Nachmittag ausklingen.
Die Junge Union hielt Jahreshauptversammlung und ehrte dabei langjährige Mitglieder. Hier zusammen mit der Vorstandschaft und den Ehrengästen der Unionsfamilie. (Bild: Christiane Mandl )

Junge Union hielt Jahreshauptversammlung

Die Junge Union Grafenwöhr will weiter ein eigenständiger Ortsverband bleiben, bei der Jahreshauptversammlung sprachen sich die Mitglieder dafür aus. Neben dem Rückblick wurden Mitglieder für ihre Treue zur JU geehrt. Im Nebenzimmer des Hotel zur Post durfte Vorsitzender Dominick Kräml die Mitglieder und Gäste zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Solidarität zu Ihrer Nachwuchsorganisation zeigten Bürgermeister Edgar Knobloch, zweite Bürgermeisterin Anita Heßler, CSU-Chef Jürgen Hofmann, FU-Vorsitzende Susanne Schnabel und CSU-Ehrenvorsitzender Gerald Morgenstern durch ihren Besuch. Dominick Kräml blickte auf die Aktion des vergangen Jahres wie Radtour, Kinderferienfahrt und Malaktion zurück. Bei der Christbaumaktion wurden die JUler kräftig von der CSU-Familie unterstützt. Schatzmeisterin Denise Melch legte einen positiven Kassenbericht vor. Bürgermeister Edgar Knobloch lobte die Aktion der Jungen Union und forderte auf weiter Stachel im Fleisch der CSU zu sein. Die Meinung der jungen Leute sei ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit in der Unionsfamilie. Ein Dankeschön sprach Knobloch auch für das Engagement bei der Kommunalwahl aus. JU-Kreisvorsitzende Katharina Diertl aus Eschenbach freute sich über die Aktivitäten der Grafenwöher. Sie stellte einen Zusammenschluss der Ortsverbände Pressath, Grafenwöhr, Eschenbach, Kirchthumbach und Schlammersdorf zur Diskussion. Dies fand bei den Aktiven der Grafenwöhrer Jungen Union jedoch keine Zustimmung, insbesondere die Stellvertreterinnen Christina Römisch und Leonie Rebitz erteilten dem Vorschlag eine Absage. Auch die Verantwortlichen von CSU und Frauenunion sprachen sich weiter für einen eigenständigen Ortsverband in Grafenwöhr aus. Abschluss der Jahreshauptversammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder. So wurden Tobias Hammer für 20 Jahre Mitgliedschaft sowie Ann-Kathrin Mariner, Stefan Pappenberger, Matthias Grill, Denise Kühnel und Marcel Rebitz für 10jährige Treue zur Jungen Union geehrt.


Weitere Artikel

Guten Zuspruch hatte die Ausstellung der Fotofreunde Eschenach/Grafenwöhr im Jugendheim.  (Bild: Klaus Stingl)

Bilder aus der Heimat und Namibia locken Besucher an

Ihre besten Bilder aus dem Jahreszyklus und eine Multivisionsshow präsentierten die Fotofreunde Eschenbach/Grafenwöhr. Rund 250 Besucher konnte der Fotoclub bei seiner Ausstellung im Jugendheim begrüßen. Großformatige, professionell beleuchtete Bilder aus nah und fern sowie aus den unterschiedlichsten Motivbereichen wurden den Betrachtern auf den Ausstellungstafeln präsentiert. Bei der Bewertung der Bilder wurde Julia Weiß als Gewinnerin gezogen, sie darf sich nun auf ihr Wunschbild freuen. Beim Suchbildrätsel „Kennen Sie ihre Heimat” musste der Wanderfalke auf der Wetterfahne des Rathauses, der Falke auf dem Kreuz der Friedenskirche und der Storch auf dem Kreuz der Maria Himmelfahrtskirche erkannt werden. Für das richtige Ergebnis erhält Doris Mayer-Englhart ebenfalls ihr gewünschtes Bild. Viel Applaus erhielt der Grafenwöhrer Hobbyfotograf Ludwig Brunner. Er hatte das afrikanische Land Namibia bereist. Die Gegensätze und Extreme die die namibische Landschaft prägen stellte er in der Multivisionsshow mit dem Titel: „Namibia unter dem Kreuz des Südens” vor. Bei der Ausstellung wurde bereits der „Heimatkalender 2027” mit wunderbaren Aufnahmen aus der gesamten Region präsentiert. Gerne nahmen die Besucher das Angebot von selbstgebackenen Kuchen und Torten und einer Tasse Kaffee an. Der Vorstand der Fotofreunde Eschenbach/Grafenwöhr Klaus Stingl dankte abschießender der Pfarrei für die Räumlichkeiten, der Druckerei Hutzler für die Übernahme der Saalmiete und die Unterstützung bei Transport und Druckerstellung. Ein besonderer Dank ging an die fleißigen Helfer aus den Reihen der Fotofreunde und an die Kuchenbäckerinnen. Im Herbst am 8. November 2026 wird die Ausstellung in Kemnath wiederholt.
Der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann (Zeiter von rechts) sprach beim 52. Josefi Frühschoppen der CSU. 1. Vizepräsident des bayerischen Landtags, MdL Tobias Reiß (von links) Bürgermeister Edgar Knobloch und CSU-Vorsitzender Jürgen Hofmann freuten sich über den guten Zuspruch bei der Traditionsveranstaltung.  (Bild: Gerald Morgenstern)

Staatsminister Florian Herrmann beim Josefi-Frühschoppen der CSU

Die gute bayerische Politik und den Wert des Übungsplatzes für das transatlantische Verhältnis hob Staatsminister Dr. Florian Herrmann beim Josefi Frühschoppen heraus. Mit dem Glückwunsch an alle Josefas, Josefs und Seppen zu deren Namenstag eröffnete CSU-Ortsvorsitzender Jürgen Hofmann den 52. Josefi Frühschoppen. Ein Gruß ging an 1. Landtagsvizepräsident Tobias Reiß, die Ehrengäste und Besucher aus den Nachbarortsverbänden, darunter auch der neue Pressather Bürgermeister Andreas Reindl. Bürgermeister Edgar Knobloch dankte für die Unterstützung bei der Wahl. Einstimmig wurde der Haushalt verabschiedet, es gelte viele Projekte gemeinsam umzusetzen. Beibehalten werden sollen die guten Beziehungen zu den US-Freunden auf dem Truppenübungsplatz. Dieser falle in den Zuständigkeitsbereich von Dr. Florian Herrmann, den Jürgen Hofmann als „bayerischen Außen- und Verteidigungsminister“ bezeichnete. Der Gast aus München gratulierte allen Gewählten und engagierten Wahlkämpfern. Er hob den Einsatz der Abgeordneten Tobias Reiß und Stephan Oetzinger für ihre Heimat heraus. Bei der Verteidigungs- und Bündnispolitik sei der Truppenübungsplatz Grafenwöhr unverzichtbar. Alle Transatlantiker und insbesondere das US-Militär mit seinen Generälen sind davon überzeugt, nur auf politischer Ebene fehle derzeit die innere Verbindung. Der Staatsminister hob die gute Zusammenarbeit mit den Militär und den US-Generälen in Bayern heraus. Als eine Ausnahmeerscheinung bezeichnete den ausgeschiedenen NATO-Oberbefehlshaber und Grafenwöhrer Ehrenbürger General Christopher Cavoli. Das Schlusswort oblag traditionell Ehrenmitglied Josef Neubauer. Ortsvorsitzender Jürgen Hofmann dankte Kulmbacher Brauerei, der Firma Gugel und der Bäckerei Bauer für Freibier und Weißwürste und Brezen.
north