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Der neu gewählte Vorstand des OV Grafenwöhr.<br>von links:Mark Gerhard, Charlotte Goller, Sabine Rahn, Viola Bock, Waltraud Balk, Bettina Strohmeier, Katharina Glas, Doris Sölch, rudolh Haupt (Bild: Rudolf Haupt)

VdK-OV Grafenwöhr Jahreshauptversammlung mit Ehrungen und Neuwahlen im Mittelpunkt

Am 11. April 2026 fand die Jahreshauptversammlung erstmalig in den Räumen des Jugendheimes Grafenwöhr statt. 1. Vorsitzende Charlotte Goller konnte zahlreiche Mitglieder und zwei Ehrengäste begrüßen: Stadtverbandsvorsitzenden Gerhard Mark, gleichzeitig als Vertreter des Bürgermeisters, und VdK-Kreisgeschäftsführerin Waltraud Balk. Nach dem Totengedenken für die im vergangenen Jahr 15 verstorbenen Mitglieder berichtete die Vorsitzende über die positive Entwicklung des Verbandes – aktuell 506 Mitglieder – sowie über verschiedene Aktivitäten des vergangenen Jahres: 9 Vorstandssitzungen, Teilnahme an zwei Arbeitstagungen, persönliche Besuche bei Geburtstagsjubilaren, Teilnahmen an Trauerfeiern, Ausrichtung der Adventsfeier und einen Tagesausflug zur Landesgartenschau 2025. In Zusammenarbeit mit dem VdK-Reisedienst wurden zwei 5-tägige Busreisen an Mosel und Gardasee organisiert. Für 2026 stehen zwei Busreisen in die Zentralschweiz und an die Nordsee im Programm. Dazu kommt eine Tagesreise nach Mödlareuth ins deutsch-deutsche Museum. Ein Sommer-Kaffeenachmittag mit einem Vortrag der Caritas zum Thema „Ambulante Palliativversorgung“ ist für den Juni 2026 vorgesehen. Der Kassenbericht wurde einstimmig angenommen – die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Nach den Grußworten der Gäste überreichte der Stadtverbandsvorsitzende eine Spende der Stadt. 1. Vorsitzende und Kreisgeschäftsführerin übernahmen die Ehrung und Auszeichnung von 5 Mitgliedern für ihre Treue zum Verband: Geehrt wurden für 15 Jahre Heidi Kessler, für 25 Jahre Werner Schreml, Ella Buber, Thomas Grimm, für 30 Jahre Claudia Tauber. Die Neuwahlen des Vorstandes wurden gekonnt und zügig durch die Kreisvorsitzende und Wahlleiterin Waltraud Balk durchgeführt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Charlotte Goller, 1. Vorsitzende, Kassiererin Katharina Glas, Frauenbeauftragte Bettina Strohmeier und die Beisitzer Doris Sölch und Brigitta Bernklau. Rudolf Haupt übergab nach 20 Jahren Schriftführertätigkeit sein Amt an Sabine Rahn und wurde 2. Vorstand. Neu im Vorstand ist Viola Bock als Beisitzerin. Mit einem Dank an alle Helfer sowie Mitglieder schloss die Vorsitzende die Versammlung.
von links nach rechts: 1. Vorsitzende Angela Biersack, Bürgermeister Edgar Knobloch, Dr. Viktor Krieger, Waldemar Hock, Maria Becker, 2. Vorsitzende Sabrina Schuller-Krausch (Bild: Christine Buchfelder)

Eröffnung der Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte” im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr

Auf Einladung des Heimatvereins Grafenwöhr wurde am Dienstagabend im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr die Wanderausstellung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) mit dem Titel „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ feierlich eröffnet. Die 1. Vorsitzende des Heimatvereins, Angela Biersack, begrüßte die Gäste und führte in das Thema des Abends ein. Unter den Anwesenden befanden sich geladene Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland Waldemar Hock und Maria Becker von der Ortsgruppe Weiden. Bürgermeister Edgar Knobloch überbrachte die Grußworte der Stadt Grafenwöhr und betonte die Bedeutung der Ausstellung für die Erinnerungskultur sowie die wichtige Arbeit des BKDR und des Heimatvereins Grafenwöhr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Viktor Krieger, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR sowie Autor der Ausstellung. In seiner Einführung gab er einen kompakten und zugleich eindrucksvollen Überblick über die Geschichte der Deutschen im Russischen Reich, in der Sowjetunion und bis in die Gegenwart. Dabei beleuchtete er die unterschiedlichen Gruppen der Russlanddeutschen, ihre Migrations- und Siedlungsgeschichte sowie die oft leidvollen Erfahrungen von Diskriminierung, Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit, deren Auswirkungen bis heute spürbar sind. Darüber hinaus ging Dr. Krieger auf Fragen von Identität und historischer Erinnerung ein und lud die Zuhörer dazu ein, sich intensiver mit diesem wichtigen Teil der europäischen Geschichte auseinanderzusetzen. Die anschaulich gestaltete Ausstellung bildet dabei einen bedeutenden Schritt des BKDR auf dem Weg der Aufklärung und Vermittlung der Kulturgeschichte der Deutschen aus Russland. Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Vortrag und nutzten im Anschluss die Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu richten und sich näher mit den Inhalten der Ausstellung zu beschäftigen. Zum Abschluss dankte die 1. Vorsitzende Angela Biersack Dr. Krieger herzlich für seinen informativen und bewegenden Vortrag sowie allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung. Die Ausstellung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert und ist bis zum 30. Juni im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr für die Öffentlichkeit zugänglich am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag von 14–17 Uhr.
Palliative Care Fachkraft und Teamleiterin Heidi Schupfner vom AAPV bei ihren Ausführungen beim Seniorennachmittag der katholischen Pfarrgemeinde Mantel. (Bild: Priska Hofmann)

Ganzheitliche Betreuung beim AAPV auf ihrer Tour

Am Dienstag, 21. April, konnten die Anwesenden des Seniorennachmittags der katholischen Pfarrgemeinde und einige Gäste Referentin Heidi Schupfner willkommen heißen. Im Gasthaus Hauptmann lauschten 25 Teilnehmer der Referentin. Heidi Schupfner ist Teamleiterin des Allgemeinen Ambulanten Palliativ-Versorgungsteams. Dieses Team ist in Grafenwöhr bei der Caritas seit Herbst 2025 zu finden. Sie decken den westlichen Landkreis Neustadt/WN mit ihrer Versorgung ab, als Vorreiter in unserer Region. Die AAPV sieht sich als Begleitung am Lebensende, ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen, so die Referentin. Palliativ – eine nicht heilbare Erkrankung, weit fortgeschritten, begrenzte Lebenserwartung. Da greift die Versorgung der AAPV mit ganzheitlicher Versorgung, Betreuung von Patienten und Angehörigen. „Es steht eine gute Lebensqualität im Fokus, vor allem Beschwerdelinderung“, so die Palliative-Care-Fachkraft weiter. Zu ihren Patienten gehören zu 95 Prozent Krebspatienten, Parkinsonerkrankte im Endstadium, wie auch mit dem Überbegriff neurologische Erkrankungen. So sei es wichtig, körperliche Beschwerden zu lindern, zuzuhören, um auch auf die Psyche einzugehen, die eigene Würde des Patienten zu erhalten und auch im häuslichen Bereich die Angehörigen zu unterstützen und auf ihre Nöte und Ängste einzugehen. Nach Verordnung und Zusammenarbeit mit den Hausärzten wird die Versorgung durch die AAPV vom Patienten gerne angenommen. „Oberstes Ziel ist eine möglichst hohe Lebensqualität und das Restleben so angenehm im häuslichen Umfeld zu gestalten“, so Frau Schupfner. Sie und ihr Team sind tagsüber über die Caritas Grafenwöhr zu erreichen. Es werden auch andere palliative Versorgungsmöglichkeiten auf Wunsch mit einbezogen. So zum Beispiel die SAPV mit ihrer 24-Stunden-Bereitschaft, Palliativstation oder Hospiz und schließlich die ehrenamtlich tätigen Hospizbegleiter. „Wir bringen nicht nur unser Fachwissen mit, sondern auch das, was in dieser Zeit so wichtig ist: Menschlichkeit, Ruhe und ein offenes Herz für Patient und Angehörige“, so Heidi Schupfner zum Abschluss ihrer Ausführungen. Eine gemütliche Kaffeerunde mit dem einen und anderen Gespräch ließ den Nachmittag ausklingen.
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