Von links nach rechts, Stellvertretender Kommandant DMV Grafenwöhr, Hptm Kevin Dörrer, 1. Vorsitzender SU d.R. Thomas Ernstberger, Org.Leiter Kreisgruppe Opf.-Nord HptFw d.R. Hartmut Schütze, Walter Stelzer, Frank Neubauer und Ehrenkreisvorsitzender Oberstlt. d.R. Jürgen Hofmann. (Bild: Jürgen Hofmann )

100 Jahre Mitgliedschaft im Reservistenverband

Zur Monatsversammlung der Reservistenkameradschaft Grafenwöhr im Oktober konnte der Vorsitzende Stabsunteroffizier d.R. Thomas Ernstberger den Stellvertreter des Kommandanten der Truppenübungsplatzkommandantur Grafenwöhr (DMV) Hauptmann Kevin Dörrer, den Ehrenkreisvorsitzenden Jürgen Hofmann und den Organisationsleiter der Kreisgruppe Oberpfalz-Nord im Reservistenverband Hartmut Schütze begrüßen. Bürgermeister Edgar Knobloch musste sich kurzfristig entschuldigen. Nach einem Totengedenken durch den Vorsitzenden hob Hauptmann Dörrer die Wichtigkeit der Reserve gerade in Bezug auf den OPLAN DEU (Operationsplan für die Gesamtverteidigung Deutschlands) in seinen Grußworten hervor. Anschließend ehrten der Ehrenkreisvorsitzende Oberstleutnant d.R. Jürgen Hofmann, der Kreisorganisationsleiter Hauptfeldwebel d.R. Hartmut Schütze und der RK-Vorsitzende Thomas Ernstberger vier Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Reservistenverband. Ausgezeichnet wurden für 10 Jahre Mitgliedschaft Edgar Knobloch (entschuldigt), für 25 Jahre Mitgliedschaft Frank Neubauer und Georg Reithmayer (entschuldigt) und für 40 Jahre Mitgliedschaft Walter Stelzer. Ehrenkreisvorsitzender Jürgen Hofmann, der direkt von der Kommandoübergabe des Landeskommandos Bayern aus München kam, überbrachte die Grüße des verhinderten Kreisvorsitzenden Christoph Rolland. Er erwähnte, dass auch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei der Kommandoübergabe die Bedeutung der Reservisten hervorgehoben und sich für die Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgesprochen hat. Er ergänzte zum OPLAN DEU, dass nicht nur bei der Bundeswehr Änderungen vorangetrieben werden, sondern auch bei den Behörden im Bereich der zivilen Verteidigung die Hausaufgaben gemacht werden. Organisationsleiter Hartmut Schütze dankte in seinen Grußworten der RK Grafenwöhr für ihren Einsatz und hob hervor, dass auch für die unbeorderte Reserve wichtige Aufgaben anstehen. Hier laufen Ausbildungen im Bereich des Heimatschutzes und auch die Ausbildung der Ungedienten werde maßgeblich unterstützt. Ernstberger dankte zum Schluss allen Anwesenden für ihr Kommen und leitete in den gemütlichen Teil über.
VdK-Reisegruppe im Fährhafen von Sylt (Bild: Rudolf Haupt)

VdK Grafenwöhr fünf Tage unterwegs an der Nordseeküste

Mit vielen Erwartungen und in bester Laune begaben sich 50 Mitglieder und Gäste um 5:30 Uhr auf den langen Weg in das nördlichste Bundesland Schleswig-Holstein. Unser ständiges Quartier war das Hotel Wikingerhof in Kropp. Erstes Ausflugsziel am Tag 2 war die Insel Föhr, auch „grüne Insel” genannt. Von Dagebüll aus ging es mit der Fähre in 45 Minuten hinüber zur Insel. Bereits bei der Überfahrt beeindruckte das Wattenmeer mit seiner Vielfalt und die nordfriesische Inselwelt. Nach Ankunft wartete bereits der „Friesenexpress Föhr” zu einer Inselrundfahrt auf uns. Bei langsamer Fahrt und einem humorvollen Busfahrer/Reiseleiter bewunderten wir die schöne Natur, die hübschen Friesenhäuser mit ihren gepflegten Gärten und die hohen grünen Föhrer Deiche. Im Anschluss an die Rundreise konnte jeder von uns die Stadt Wyk - einzige Stadt der Insel - auf eigene Faust erkunden, die frische Nordseeluft genießen und sich bei Bedarf mit einem „Fischbrötchen” versorgen. Mit der Fähre ging es zurück nach Dagebüll und von dort mit dem Bus zum Hotel. Tag 3 führte uns zunächst über die Stadt Heide zur Eidermündung. Die Eider ist der längste Fluss in Schleswig-Holstein. Um die Küstenregion bei Sturmfluten vor den Wassermassen der Nordsee zu schützen, wurde das durch seine gewaltige Größe beeindruckende Eidersperrwerk errichtet. Nach einer ausgiebigen Besichtigung war Friedrichstadt das nächste Ziel. Die schmucke Kleinstadt ist wegen ihrer holländisch geprägten Architektur und vieler Wasserstraßen auch als „Holländerstadt” bekannt. Ein besonderes Erlebnis war die gemeinsame Grachtenfahrt. Die Fahrt durch die zahlreichen, befahrbaren Wasserstraßen gewährte uns schöne Ausblicke auf die historischen Häuser und gepflegten Ufer. Letzter Programmpunkt dieses Tages war der Besuch der Stadt Husum, der Geburtsstadt Theodor Storms (1817). Theodor Storm wurde bekannt durch seine mehrfach verfilmte Novelle „Der Schimmelreiter”. Bei einem geführten Rundgang durch die Innenstadt konnte man die besondere Atmosphäre der Stadt erleben. Der Marktplatz ist geprägt von alten Bürgerhäusern. Sehenswert ist unter anderem das alte Rathaus, das Geburtshaus von Theodor Storm, die Hafenstrasse, der Binnen- und Außenhafen. Auf keinem Fall versäumen sollte der Besucher die leckeren Fischbrötchen. Danach Rückfahrt zum Hotel und gemeinsamen Abendessen. Am Tag 4 war die Königin der Nordseeinseln - die Insel Sylt - unser letzter Programmpunkt. Nach einem sehr frühen Frühstück und einer 1.5 Stunden langen Busfahrt erreichten wir pünktlich den Bahnhof in Niebüll. Von hier aus ging es mit dem Autozug über den 11,3 km langen Hindenburgdamm auf die größte nordfriesische Insel. Nach Ankunft in Westerland starten wir mit dem eigenen Bus zu einer Inselrundfahrt. Lange Sandstrände Dünenlandschaften, die charakteristischen Reetdachhäuser, mondäne Orte wie Westerland, Kampen und das berühmte Fischhaus „Gosch” vermittelten uns einen Eindruck von dieser Insel. Die Rückreise erfolgte mit der Fähre auf die dänische Insel Romo. Nach einer längeren Busfahrt durch Dänemark erreichten wir unser Hotel in Kropp. Nach dem Abendessen hieß es Koffer packen. Am nächsten Morgen mussten wir nach fünf erlebnisreichen Tagen Abschied vom Wikingerhof nehmen und das Navi auf Grafenwöhr umstellen.
Die neu gewählte Vorstandschaft des DAGA e.V. mit Bürgermeister Edgar Knobloch (rechts). Philip Wagner (Bildmitte hinten) ist neuer Vizepräsident; Werner Stopfer (2. v. r.) ergänzt die Volksfestbeauftragten. (Bild: Helmut Amschler)

Philip Wagner ist neuer Vizepräsident des DAGA e.V.

Neuwahlen standen an beim DAGA e.V. und es wurden die Weichen für die Zukunft gestellt, denn mit Philip Wagner bekleidet ein junges Mitglied dieses wichtige Amt. Zu den Volksfestbeauftragten wurde neu Werner Stopfer hinzugewählt, der beim diesjährigen Volksfest bereits spontan wichtige Aufgaben übernommen hatte. Präsident Helmuth Wächter, der letztmals für zwei weitere Jahre kandidierte, begrüßte 26 Mitglieder im Gasthof „Zum Stichn”, darunter auch die Bürgermeister Knobloch, Grafenwöhr, Reindl, Pressath, Dr. Goller, Vorbach und Grädler aus Vilseck sowie Pscheidt aus Altenstadt. In offener Abstimmung wurden wiedergewählt: Helmuth Wächter (dt. Präsident), James Joyce (amerik. Präsident), Gabriel Foist (amerik. Vizepräsident und neu Philip Wagner (dt. Vizepräsident). Schatzmeister bleibt Herbert Meier, Schriftführer bleibt Helmut Amschler, die Volksfestbeauftragten sind Helmut Amschler, Matthias Plankl und (neu) Werner Stopfer. Kassenprüfer bleiben Thomas Keck und Edgar Baier. Einstimmig genehmigte die Versammlung anschließend die Beitragserhöhung von 25 auf 30 Euro zum 01.01.2027, nachdem dieser 24 Jahre nicht erhöht worden war. Bürgermeister Knobloch gratulierte allen Gewählten und zollte den Leistungen des DAGA e.V. für das Gemeinwohl und diie Bedürftigen sowie auch für die Stadt Grafenwöhr allerhöchsten Respekt. Der „Bierzelt-Aufruhr” in der Bevölkerung habe sich gelegt und das neue Weinzelt laufe dem Vernehmen nach gut. Der Zubringerbus-Service des DAGA e.V. verhindere jedes Jahr ein dreitägiges Verkehrschaos im gesamten Stadtbereich. Mit einem Scheck honorierte er die Leistungen des Vereins und bat, auch in Zukunft die deutsch-amerikanische Freundschaft zu leben.


Weitere Artikel

Gruppenbild im Fernweh-Park Oberkotzau (Bild: Klaus Beer)

VdK Grafenwöhr besucht Oberkotzau und Mödlareuth

Bei angenehmen spätsommerlichen Witterungsbedingungen unternahm der VdK Ortsverband Grafenwöhr mit Mitgliedern und Gästen einen Tagesausflug zu zwei sehr unterschiedlichen Zielen. Erstes Ziel war der Fernweh-Park in Oberkotzau, zweites Ziel das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth. In Oberkotzau angekommen, begrüßte uns Klaus Beer, Weltenbummler, Reisedokumentarfilmer und Initiator des Fernweh-Parks. Zusammen mit seiner Ehefrau erhielten wir eine ausführliche und mit viel Humor gewürzte Einführung in das Projekt „Fernweh-Park”. Inmitten eines bunten, riesigen Schilderwaldes - weltweit größte Sammlung - von Ortsschildern. Straßenschildern, Autokennzeichen, individueller Schildergruppen bekannter Persönlichkeiten aus Film, Politik und öffentlichen Leben, sollten wir in einer Art „Kopfkino” die ganze Welt bereisen. Von Oberkotzau nach New York, Honolulu oder Hollywood war es so jedem Besucher möglich, individuell, gedanklich und emotional seine eigene Reise anzutreten. Der Fernweh-Park ist aber nicht nur ein Sammelsurium bunter Blechschilder. Er hat eine Botschaft wie Klaus Beer ausführte. Das Projekt steht in Deutschland gegen Rassismus, gegen Rechtsextremismus, gegen Antisemitismus und für eine bunte, friedvollere Welt - „heute wohl so wichtig wie nie”. Nach der Einführung war noch genügend Zeit gegeben für Fotos und einen Bummel durch die nach Themen geordneten Schilderstraßen. Die Mittagszeit verbrachten wir in dem traditionsreichen Landgasthof Fattingsmühle, direkt an der Saale gelegen. In der gemütlichen und freundlichen Atmosphäre genossen wir ein leckeres Mittagessen. Gestärkt ging die Fahrt weiter nach Mödlareuth zum Deutsch-Deutschen Museum. Mit Filmen, Vortrag und Führung erhielten wir einen tiefgehenden Einblick in die Geschichte der deutschen Teilung und in das besondere Schicksal Mödlareuths. Das kleine Dorf war bis zur Wende durch die innerdeutsche Grenze zweigeteilt, deshalb der Beiname „Little Berlin”. Besonders beeindruckend waren die noch erhaltenen Originalteile der ehemaligen Grenzanlagen wie Sperranlagen, Mauerreste, Wachturm und Stacheldraht. Die Führung im freien Gelände vermittelte uns eindrucksvoll, wie der Alltag der Menschen durch die mitten durchs Dorf gehende DDR-Grenze geprägt war. Alle Teilnehmer waren sich darin einig: Fernweh-Park, Fattingsmühle und Deutsch-Deutsches Museum waren eine gelungene Mischung aus Kultur, Geschichte und Kulinarik.
Klassentreffen des Jahrgang 1950/51. (Bild: Anton Benkhardt)

Klassentreffen des Jahrgang 1950/51

Am „Tag der Deutschen Einheit” trafen sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Volksschule Grafenwöhr anlässlich ihres 75. Geburtstages in ihrer ehemaligen Heimatstadt. Das Organisationsteam hatte sich Mühe gegeben, ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Das Treffen begann im Hotel Post bei Kaffee und Kuchen, der von einigen Mitschülerinnen selbst gebacken wurde. Nach der Kaffeepause versammelte sich die Gruppe am Rathaus, wo Frau Marianne Gottschalk vom Heimatverein schon wartete, um die Gruppe zu einer historischen Stadtführung durch die Altstadt von Grafenwöhr zu führen. Wie immer verstand sie es in hervorragender Weise, die Geschichte von Grafenwöhr den Teilnehmern zu vermitteln. Besonders die Auswärtigen zeigten sich interessiert an der Geschichte Grafenwöhrs. Nach dem Fototermin versammelte sich die Gruppe in der Friedhofskirche zum Gedenken an die nahezu 35 verstorbenen Lehrkräfte und Mitschüler. Marga Boese verstand es ausgezeichnet in besinnlich vorgetragenen Worten der verstorben Klassenkameradinnen und Kameraden sowie den Lehrkräften zu gedenken. „Ein Blumengesteck soll an sie erinnern” so Boese. Der Abend war ganz dem geselligen Beisammensein und dem Austausch von Erinnerungen gewidmet. Manch Anekdote aus der Schulzeit wurde aus der „Gedächtniskiste” hervorgekramt und zur Freude der Anwesenden zum Besten gegeben. Schon jetzt wurde ein Wiedersehen in fünf Jahren vereinbart. Dank ging an das Organisationsteam Marga Boese, Roswitha Brunner und Toni Benkhardt.
Zweite Vorsitzende Vivian Woods (links) mit der kleinen Delegation der Kolpingsfamilie Grafenwöhr in Freising (Bild: Vivian Woods)

Kolpingsfamilie Grafenwöhr mit leichtem Gepäck unterwegs

Am 03. Oktober fand die Landeswallfahrt in Freising unter dem Motto „Unterwegs mit leichtem Gepäck” statt. Eine kleine Delegation der Kolpingsfamilie Grafenwöhr nutzte den Feiertag um mit Interesse und Freude daran teilzunehmen. Die Reise begann am frühen Morgen mit dem Bus, den Roland Hoffmann, Bezirksvorsitzender des Kolping-Bezirksverbandes WeidenNeustadt/WN, organisiert hatte. Neben Grafenwöhr nahmen auf Bezirksebene auch Mitglieder der Kolpingsfamilien Mantel, Neustadt/WN und Neunkirchen teil. Die Fahrtzeit wurde gemeinsam genutzt im Bus verschiedene Texte, Gebete und Lieder zu sprechen und zu hören um sich auf die anstehende Wallfahrt mental vorzubereiten. Gut gestärkt nach einem Aufenthalt im „Freisinger Augustiner” machte sich die Pilgergruppe samt mitgebrachten Bannern auf den Weg zum Marienplatz, wo rund 60 Minuten lang bunt und vielseitig auf das Thema der Wallfahrt musikalisch und textlich eingegangen wurde. Nun folgte die Prozession auf den Domberg begleitet mit Liedern, Psalmen und Anrufungen, Kolpingbruder Willi Buchfelder trug das Banner für Grafenwöhr. Oben am Freisinger Mariendom angekommen, erlebten Hunderte von gläubigen „Kolpingern” einen schönen Festgottesdienst, der von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zelebriert wurde. Das Schlusslied „Wir sind Kolping” verstärkte eindrücklich den Zusammenhalt und die gemeinsamen Glaubenswerte der teilnehmenden Kolpingsfamilien. Danach gab es noch ausreichend Gelegenheit mit Getränken und Laugengebäck für gemeinsame Begegnungen und Gespräche unter den Kolpingmitgliedern aus ganz Bayern bevor die Rückfahrt mit vielen nachhaltigen Eindrücken angetreten wurde.
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