Es gibt nur wenige Kunstwerke von Pressath die eine historische Ansicht der Haidenaabstadt darstellen. Nun ist wohl eines der schönsten Gemälde wieder nach Pressath zurückgekehrt und hat im Haus der Heimat einen besonderen Platz gefunden. Im Klosterdorf Speinshart fand die Übergabe des rund 100 Jahre alten Kunstwerkes durch Frau Gabi Enßner aus Nürnberg an Eckhard Bodner, den Vorsitzenden des Heimatpflegebundes statt. Zu Speinshart hat Frau Enßner einen besonderen Bezug, denn hier verstarb in den 50iger Jahren in dem im Kloster untergebrachten Altenheim ihr Urgroßvater Johann Nitsche. Er war zusammen mit seiner Familie nach dem 2. Weltkrieg unter dramatischen Umständen aus Rumburg in Nordböhmen vertrieben worden und fand vorübergehen eine Bleibe im Schulhaus in Pressath. Seine 1930 geborene Enkelin Margit fand dort mit Hans Dietl aus der bekannten Baderfamilie den Partner fürs Leben. Beide siedelten später nach Nürnberg über, mit ihnen auch das Winterbild eines unbekannten Meisters von der Pressather „Wasserkante”. Zusehen ist ein Mann mit Pferd und Schlitten, auf dem Stroh oder Heu transportiert wird. Besonders interessant die historische Stadtsilhouette mit Blick auf die Stadtpfarrkirche St. Georg. Groß war die Freude bei den Vertretern des Heimatpflegebundes über dieses wertvolle Ausstellungsstück, das man nun auch der Öffentlichkeit präsentieren will. Am Sonntag, den 19. Juli ist das Haus der Heimat ausnahmsweise vormittags geöffnet. Von 10 bis 12 Uhr besteht während des musikalischen Frühschoppens der Pressather Musikanten die Möglichkeit den Neuzugang und die zahlreichen Sonderausstellungen zu besuchen. Der Eintritt ist frei!