Geschichte wird in Pressath großgeschrieben: Den besten Beweis liefert der Heimatpflegebund, der mit 232 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Haidenaabstadt zählt. Herzstück der Vereinsarbeit war auch im Vorjahr das „Haus der Heimat”, wie Vorsitzender Eckhard Bodner und Museumsleiterin Barbara Zankl bei der Hauptversammlung im Gasthaus Heining berichteten.
Als „großer Erfolg”, so Bodner, sei die Ausstellung „Krügelmacher in Pressath” über das Krügelmacherhandwerk im 19. Jahrhundert in Erinnerung geblieben. Viele der Besucher hätten sich auch für den gut 200 Jahre alten „Prunkofen” interessiert, der vermutlich der letzte seiner Art und damit wohl ein Unikat sei. Das Museum sei außerdem Schauplatz einer Ferienprogramm-”Schnitzeljagd” für Kinder gewesen, den letztjährigen Museumsfrühschoppen habe man aus organisatorischen Gründen absagen müssen. Heuer am 19. Juli solle es aber wieder ein Fest im Klostergarten geben.
Viel Beachtung hätten die Vorträge von Anthony Rowley über die regionalen Mundart und von Wolfgang Janka über die Ortsnamen des Kulmgebiets gefunden. Neben der Krügelmacherausstellung werde man heuer zwei weitere Sonderschauen über den stadtgeschichtlich ergiebigen Nachlass von Manfred Oberndorfer („Dammer”) und das 40-Jahr-Jubiläum des Kulturkreises zeigen sowie einen Ferienprogramm-Kindermalkurs anbieten, kündigten Bodner und Zankl an. Die „Museumssaison” beginne am 12. April, dann werde im Haus der Heimat auch die „Kaffeestube” öffnen.
Den Stadtverantwortlichen dankte Eckhard Bodner für die Entscheidung zugunsten einer Fassaden- und Fenstersanierung des Museums, mit der die Stadt ab Herbst einen „Kraftakt” auf sich nehme. Bürgermeister Bernhard Stangl hoffte, dass die neue Stadtführung auch das bereits angebahnte Kulturhausprojekt am künftigen Stadtplatz weiterverfolgen werde. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Andreas Anger, Bernhard Bauer, Alexander Hutzler und Anton Gottschalk geehrt.