In Pressath wird die Museumssaison 2026 eröffnet. Am Sonntag, 12. April, lädt der Heimatpflegebund in die Räume der ehemaligen Mädchenschule ein. Gleich mehrere Sonderausstellungen sind zu sehen.
Am Sonntag, den 12. April startet der Heimatpflegebund Pressath in Museumssaison 2026. Traditionell bietet der Heimatpflegebund zum Saisonstart auch Kaffee und Kuchen in den Räumen der Pressather Musikanten an. Gleich mehrere Sonderausstellungen erwarten die Besucher der ehemaligen Mädchenschule.
Barbara Zankl präsentiert den Nachlass von Manfred Oberndorfer. Der letzte Vertreter der „Dammer-Familie“ hat dem Heimatpflegebund Pressath zahlreiche Bilder, Dokumente und Aufzeichnungen überlassen. Ganz besonders wertvoll die Gründungsurkunde der Pressather Fleischhackerzunft aus dem Jahr 1652. In ihr werden von der Witwe des Kurfürsten Maximilian, Maria Anna von Österreich, alle Aufgaben und Privilegien der Pressather Fleischhacker und Metzger bis ins Detail geregelt.
In der Fotodokumentation „Das verschwundene Pressath“ zeigt Barbara Zankl einen Teil der Fotografien, die der vor Jahren verstorbene Heimatfreund Heiner Kastl gemacht hat. Auf Dias hielt er über viele Jahre alle Häuser in Pressath fotografisch für die Nachwelt fest, die der Spitzhacke und den Abrissbaggern zum Opfer gefallen sind.
Im ersten Stock ist die Sonderausstellung „40 Jahre Kulturkreis Pressath“ auf sechs großen Schautafeln zu sehen. Über vier Jahrzehnte hat der rührige Kulturverein die Kunst- und Kulturszene in der Region entscheidend mitgestaltet.
Weiterhin gezeigt wird die von Ludwig Semmler aus München eingebrachte Sonderausstellung „150 Jahre Krügelfabrikation in Pressath“. Sie wurde um mehrere Objekte erweitert, darunter ein ganz früher Krug aus der Fabrikation Klauer aus den ersten Jahren des Königreichs Bayern.
Das Haus der Heimat ist von 14 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Die Bevölkerung ist eingeladen.