14 Jahre lang kümmerte er sich um allerlei „Schreibkram”: Nun trat Werner Lustig als Schriftführer des Fördervereins für kirchliche und soziale Zwecke ab. Zu seinem Nachfolger beriefen die Mitglieder bei der Hauptversammlung im Gasthof Heining Norbert Schreglmann. Sonst aber änderte sich wenig an der Spitze des 65 Mitglieder starken Vereins, der weiterhin von Werner Walberer und Rainer Kirschner geleitet wird und um dessen Finanzen sich Andreas Reindl auch künftig neben dem Bürgermeisteramt kümmert.
Deutlich machten die Mitglieder, dass ihnen die Gefallenengedenkkapelle am Friedhof weiterhin am Herzen liegt. 4.320 Euro, so Andreas Reindl, seien inzwischen als Spenden auf einem Sonderfonds des von Harald Dippel initiierten „Heldenkapellen”-Freundeskreises eingegangen, den der Verein treuhänderisch verwalte. Dies verdanke man nicht zuletzt Zuwendungen der örtlichen Banken in Höhe von insgesamt 1.500 Euro. Weitere Spendenzusagen lägen vor. Werner Walberer verlas eine Mail Dippels, der unter anderem Vorschläge der Unteren Denkmalschutzbehörde für renovierungsvorbereitende Schritte aufzählte und zu Reparaturen am Dach als erster „Direktmaßnahme” riet. Eigentümer, Stadt, Bürger, Vereine und Denkmalschutz seien aufgerufen, sich „einvernehmlich” für einen würdigen Zustand der Gedenkstätte als Beitrag zu einer „Erinnerungskultur” einzusetzen, die sich der „Verantwortung für Frieden, Versöhnung und Menschlichkeit” stelle.
Werner Walberer betonte jedoch, dass der Förderverein solche Maßnahmen nicht selbst auf den Weg bringen könne: Dies falle allein in die Zuständigkeit der Pfarrpfründe als Eigentümerin. Gegen die Bezeichnung „Heldenkapelle” wandte sich der scheidende Bürgermeister Bernhard Stangl, der dem Förderverein als Beiratsmitglied verbunden bleibt. Die Gefallenen und Vermissten verdienten ein respektvolles Gedenken „als Menschen, Väter, Söhne”, aber „nicht als Helden”, denn dies könnte als unterschwellige Kriegsverklärung missdeutet werden.