Die Vita-Gruppe des KDFB Waldsassen traf sich kürzlich zu einer naturkundlichen Frühlingswanderung. Ziel war ein abwechslungsreiches Gebiet in der Nähe von Konnersreuth mit Teichen, Wiesen- und Waldflächen, durch welches Harald Hertel die Teilnehmerinnen führte. Dabei gab es viel zu entdecken, vor allem an den Teichrändern und auf den Wiesenflächen. Besonders interessant waren zwei Nasswiesen, die noch in einem Zustand sind, wie sie früher vor der Intensivierung der Landwirtschaft vielfach anzutreffen waren. Wie Harald Hertel erläuterte, werden sie regelmäßig jedes Jahr durch Mahd und Beräumung des Mähgutes gepflegt, was notwendig ist, um ihren Artenreichtum zu erhalten. Anhand angrenzender Wiesen, die schon viele Jahre brachliegen, konnte dies unmittelbar veranschaulicht werden. Im Gegensatz zu den beiden bunt blühenden Nasswiesen waren hier nur wenige Kräuter und dafür große Bestände hochwachsende Gräser und Stauden anzutreffen. Der Pflanzenbestand der beiden kräuterreichen und optisch reizvollen Wiesen beherbergte auch eine ganze Reihe gefährdeter Arten der Roten Liste. Die reichhaltige Pflanzenwelt beeindruckte die Teilnehmerinnen, besonders staunten alle auch über die große Anzahl an verschiedenen Gräsern auf diesen seggen-und binsenreichen Nasswiesen, die ihnen der Exkursionsleiter neben den Blütenpflanzen vorstellte. Man war sich einig in Zukunft noch viel mehr auf alles zu achten, was um einen so kreucht und fleucht. Ein sehr schöner Sommerabend ging nach der zweistündigen Führung zu Ende und die strapaziöse sommerliche Hitze war dabei nahezu vergessen.