Im Rahmen der Aktionswoche „Zuhause daheim“ fand Mitte Mai ein „Letzte Hilfe Kurs“ in Waldsassen statt. Organisiert hatte ihn Monika Grötsch von LEBENplus (das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales).
Mitarbeiterinnen des Hospizdienstes der Caritas TIR sowie der SAPV Waldnaab informierten die Teilnehmerinnen, wie man die Hilfsangebote nutzen kann.
Während der Hopizdienst vor allem mit ausgebildeten, ehrenamtlichen Hospizbegleitern die Hilfesuchenden unterstützt, sind bei der SAPV examinierte Pflegekräfte mit Zusatzausbildung rund um die Uhr erreichbar.
Der Kurs umfasste vier Module.
Die Teilnehmer erfuhren, was während des Sterbeprozesses eines Menschen geschieht und wie Angehörige helfen können, wenn ein geliebter Mensch schwer erkrankt ist und das Lebensende naht. Dabei standen medizinische, emotionale und praktische Aspekte im Mittelpunkt – denn helfen kann man lernen. Außerdem ging es um die Bedeutung von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Hier erfuhren die Teilnehmer, warum rechtzeitiges Sprechen über Wünsche am Lebensende entlastend ist - für alle Beteiligten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Linderung häufig auftretender Symptome. Sterbende Menschen können unter Atemnot, Übelkeit oder Schmerzen leiden.
Im Kurs wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, diese Beschwerden zu lindern. Auch praktische Hilfen, beispielsweise bei Mundtrockenheit durch eine gute Mundpflege, wurden vermittelt. Mit einem kleinen Schwämmchen lassen sich Flüssigkeiten tröpfchenweise auf Mund und Lippen verteilen-hier darf gerne das Lieblingsgetränk des Sterbenden genommen werden: Tee, Limo, Cola, aber auch Bier oder Wein.
Der Kurs bot Raum für Fragen, Gespräche und den offenen Austausch über ein Thema, das viele Menschen bewegt, im Alltag jedoch oft zu wenig angesprochen wird. Monika Grötsch (Quartiersmanagerin LEBENplus Waldsassen), zeigte sich tief beeindruckt von den Angeboten des Hospizdienstes und der SAPV. Sie möchte diesen „Letzte-Hilfe-Kurs „ spätestens im nächsten Jahr wieder anbieten, da es für alle wichtig ist, zu wissen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, wenn ein geliebter Mensch zuhause in vertrauter Umgebung sterben möchte.