Tropische Hitze in Tschechien, alpine Höhenluft in der Schweiz und drei starke Auftritte auf internationaler Bühne: Die Nachwuchs-Mountainbiker des TV Burglengenfeld nutzten das Wochenende für einen eindrucksvollen Formtest auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft. Emma Leupold, Lambert Sigl und Leopold Sigl stellten sich hochkarätig besetzten Starterfeldern – und kehrten mit zwei Top-Ten-Platzierungen sowie einem starken elften Rang zurück. Während die Cross-Country-Saison ihrem nächsten Höhepunkt entgegenrollt, ging es für das Burglengenfelder Trio noch einmal darum, Rennhärte zu sammeln, internationale Konkurrenz zu spüren und die eigene Form unter Wettkampfbedingungen zu prüfen. Die Schauplätze hätten dabei unterschiedlicher kaum sein können: Im tschechischen Aš warteten anspruchsvolle Runden mit Wurzelpassagen, Sprüngen und tiefen Senken, in Davos verlangten lange Anstiege und schnelle Abfahrten den Fahrern alles ab.
Emma Leupold und Lambert Sigl starteten beim Cube-Grand-Prix Smrčiny in Aš. Nach einem 2,4 Kilometer langen Startloop mussten beide drei weitere Runden über jeweils 4,4 Kilometer und 105 Höhenmeter absolvieren. Der Kurs bot keine Gelegenheit zum Durchatmen: Immer wieder wechselten kurze Anstiege, technische Passagen und ruppige Abschnitte einander ab – bei Temperaturen, die zusätzlich an den Kräften zehrten. Lambert Sigl erwischte in der U17 einen guten Start und reihte sich im vorderen Bereich des mehr als 50 Fahrer starken Feldes ein. Konzentriert hielt er seinen Rhythmus, nutzte die Verpflegungszonen konsequent und kämpfte sich Runde um Runde durch die Hitze. Nach 47:39 Minuten überquerte er als Zehnter die Ziellinie. Ganz zufrieden war er trotz des starken Ergebnisses nicht: An diesem Tag hatte er sich noch etwas mehr vorgenommen, doch die entscheidenden Körner fehlten, um ganz nach vorne aufzuschließen.
Für Emma Leupold war der Start in Aš bereits der zweite internationale Einsatz innerhalb weniger Tage. Nach ihrem erfolgreichen Auftritt bei der Cross-Triathlon-Europameisterschaft steckten ihr die kräftezehrenden Rennen in Italien noch spürbar in den Beinen. Umso bemerkenswerter war ihr Auftritt im Bundesligarennen: In einem starken Feld behauptete sie sich ordentlich und fuhr nach 1:01:22 Stunden auf Rang elf ins Ziel.
Leopold Sigl kämpft sich in Davos nach vorne. Parallel dazu stellte sich Leopold Sigl in Davos bei der internationalen MTB-Junior-Series einem Feld von mehr als 70 Konkurrenten aus ganz Europa. Der 3,5 Kilometer lange Rundkurs mit jeweils 174 Höhenmetern verlangte siebenmal höchste Konzentration. Besonders der lange Anstieg und die anschließende Abfahrt machten deutlich, dass nur Fahrer mit Kletterstärke, sauberer Kurventechnik und taktischer Ruhe vorne mitmischen konnten. Sigl startete zunächst von Platz 33, arbeitete sich jedoch kontinuierlich nach vorne. Im Rennverlauf bildete er mit zwei weiteren deutschen Fahrern eine starke Gruppe, die bis zum Schluss um eine Top-Platzierung kämpfte. Im Zielsprint hatte Sigl schließlich die Nase vorn: Nach 1:04:45 Stunden sicherte er sich Rang zehn, wurde zweitbester Deutscher und sammelte weitere wichtige Punkte für sein UCI-Konto.