Mit einem wahren Medaillenregen kehrten die Leichtathleten des TV Burglengenfeld vom Bayerncup, den bayerischen Mannschaftsmeisterschaften, zurück. Kein einziges Team musste die Heimreise ohne Edelmetall antreten – und einige Mannschaften sorgten sogar für echte Glanzmomente. Das Männerteam kämpfte sich mit großem Einsatz zur Bronzemedaille, während die männliche und weibliche U20 mit beeindruckenden Leistungen den Meistertitel nach Burglengenfeld holten. Jubel gab es auch bei der männlichen U18 über Bronze, sowie bei der weiblichen U18, die sich die Vizemeisterschaft sicherte. Der Bayerncup gilt als der emotionalste Mannschaftswettbewerb der Leichtathletik in Bayern. Jede Disziplin musste besetzt werden – vom Wurf über Sprint und Sprung bis hin zu den kräftezehrenden Langstrecken. Genau diese Vielseitigkeit macht den Wettbewerb so besonders und fordert Teamgeist bis zur letzten Minute. Mitten im Geschehen: Trainer Viktor Strasser. Für ihn wurde der Wettkampftag selbst fast zum Marathon. Unermüdlich eilte er von Disziplin zu Disziplin, motivierte, organisierte und betreute seine Athleten mit vollem Einsatz und hatte am Ende allen Grund zum Strahlen.

Erstmals in der Vereinsgeschichte konnte man eine komplette Herrenmannschaft an den Start bringen, auch wenn Tobi Zeller den erkrankten Sebastian Gleissl ersetzen musste. Er hat von seinem Einsatz erst in der Früh am Wettkampftag erfahren und ohne Zögern die Fahrt von 200 km auf sich genommen, um die Mannschaft zu retten. Das Männerteam musste am meisten kämpfen, aber das Ziel, eine Medaille zu holen, war gesetzt und letztendlich erreicht worden. Es war eine Zitterpartie bis zum Schluss, da die Konkurrenz immer sehr nah dran war. Eine starke Vorstellung lieferte Simon Röhrl auf den 400 m ab, wo er auf der Zielgeraden alle Gegner noch abfangen konnte und mit 50,18 eine neue Bestmarke setzte. Vor der 4 x 100 m Staffel war man noch auf Platz 4 und konnte dank des sehr guten Laufs auf Platz 3 vorrücken. Dabei war das TV-Quartett so flott, dass sie auch die bayerische Quali für die Staffel knackten. Ein wenig Glück war auch dabei, da der direkte Gegner eine Null beim Diskus ablieferte. So war das Ziel für Martin Reinstein als letzter Starter auf der 5000-m-Distanz klar definiert. Er musste den Läufer aus Plattling auf Abstand halten, um die Medaille zu sichern, was ihm dank der Unterstützung seiner Vereinskameraden sehr gut gelang.
Ganz besonders zu erwähnen ist der Titelgewinn der Startgemeinschaft Burglengenfeld und Bad Kötzting bei den U20-Mädels, denn sie waren unglaublich stark. Ab der zweiten Disziplin haben sie die Führung nicht mehr aus der Hand gegeben und sehr beeindruckend mit 11 Punkten Vorsprung gewonnen und das ohne die schnellste Mara Heller, die mit Fieber zu Hause bleiben musste. Bis auf 2 Punkte kamen die Gegner bis zur letzten Disziplin heran, ehe Elisabeth Popov auf den 1500 m die Konkurrenz im Alleingang niederhielt und die Goldmedaille sicherte.
Für die männliche U20-Startgemeinschaft Mittlere Oberpfalz war mit Leonhard Zenger auch ein TVler am Start. Leider holte er sich eine Zerrung beim Hürdenlauf, sodass er den Hochsprung sausen lassen musste. Doch seine Kameraden halfen aus der Patsche und so durfte sich Zenger über den Meistertitel freuen.
Viele Punkte sammelten die beiden Starter Elias Belloumi und Vinzent Brodhag im U18-Team Mittlere Oberpfalz. Leider verletzte sich Brodhag im 100-m-Sprint schwer. Er biss jedoch die Zähne zusammen, beendete den Sprint und stellte sich noch der Staffel zur Verfügung. Damit durften beide Bronze mit nach Hause nehmen. Gar über die Vizemeisterschaft durfte sich Isabelle Meier in der weiblichen U18 freuen. Mit einem starken Hochsprung und als Staffelläuferin trug sie nicht unerheblich dazu bei.